Der Aufmarsch der NATO gegen Russland schließt letzte Lücken und bezieht inzwischen auch die Länder ein, die zumindest versucht habren, aus der Geschichte zu lernen:

Kein Meer des Friedens

Schweden und Finnland öffnen sich der NATO für Großmanöver an der Ostsee

(...) Im September 2014 beschloss die NATO-Ratstagung in Wales nicht nur eine Erhöhung der Rüstungsausgaben aller Mitgliedsstaaten auf zwei Prozent ihres jeweiligen Bruttoinlands­produktes. Auch die Stationierung von NATO-Truppen in Polen und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie die entsprechende Lagerung von Kriegsmaterial in diesen Ländern wurde angekündigt.

Eine Besonderheit dieser ­NATO-Ratstagung war die Teilnahme Schwedens und Finnlands, die sich formell immer noch als nichtpaktgebundene Staaten verstehen. Ihre Verteidigungsminister haben die dortigen Beschlüsse trotzdem auch für ihre Länder akzeptiert. Die schwerwiegendste Verpflichtung, die Schweden und Finnland gegenüber der NATO eingegangen sind, ist das Gastlandabkommen (Host Nation Support ­Treaty), das den NATO-Staaten, vor allem den USA, in Krisen- und Kriegszeiten weitgehenden Zugang zum nationalen Hoheitsgebiet und zur militärischen Infrastruktur einräumt.

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