Wie einst bei der Pershing2-Stationierung, wird auch jetzt wieder von der "Bedrohung aus dem Osten" geraunt und neue Waffen für einen "führbaren Atomkrieg" eingeführt:

USA wollen mit NATO Kernwaffenarsenal in Europa ausbauen.
Aufrüstung ist gegen Russland gerichtet

Die USA und ihre NATO-Verbündeten sind dabei, eine neue Runde des atomaren Wettrüstens zu starten. Ein zentrales Element ist die »Modernisierung« der in Europa stationierten Nuklearwaffen. Die westliche Allianz rechtfertigt ihre Absicht mit der Behauptung, auf angebliche russische Verstöße gegen den 1987 zwischen Washington und Moskau geschlossenen INF-Vertrag reagieren zu müssen.

Das berichtete Spiegel online am Freitag unter Berufung auf den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Die Journalisten dieser Gruppe stützen ihre Erkenntnisse auf ein Geheimdokument, das in den Führungen der NATO-Staaten kursieren soll. Darin seien 39 mögliche Reaktionen auf die angeblichen russischen Verstöße aufgelistet. Neben der Verstärkung der »atomaren Abschreckung« wird dem Bericht zufolge auch über die Installation von mehr Frühwarnsystemen, eine Verstärkung der U-Boot-Abwehr, den häufigeren Einsatz der strategischen Bombenflugzeuge vom Typ »B-2« und »B-52« über Europa sowie die Erhöhung der Einsatzbereitschaft atomwaffenfähiger Flugstaffeln der NATO in Europa diskutiert. (...)

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