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Alle feiern irgendwie die tollen Geschäfte mit dem Tod - auch irgendwie "die Öffentlich-Rechtlichen":

Waffendeals für Anfänger

In fünf Lektionen zum Rüstungslobbyisten

Rüstungsmesse

Kampfpanzer für Katar, Patrouillenboote für Saudi-Arabien, Handfeuerwaffen für die USA - die Laune in der deutschen Rüstungsbranche könnte besser nicht sein. Wie aber passt das zur angeblich so restriktiven Waffenexportpolitik der Bundesregierung? Sind die Praktiken der Rüstungslobby wirklich so ausgefeilt, dass bestehende Gesetze keine Hindernisse für skrupellose Geschäfte darstellen? Mitnichten! Vom nonchalanten Gesetzesbruch bis zur Panzerfabrik in der Türkei - in fünf einfachen Lektionen kann jeder lernen, unmoralische Deals einzufädeln.

www.ard.de/home/ard/Waffendeals_fuer_Anfaenger/4567890/index.html


Ein Jubebericht unter dem Schlagwort "Verteidigung" (ohne Abführungszeichen). Die Begründung ist klar: Der böse Russe will Europa überfallen (siehe Krim). Da kann es nicht angehen, dass "wir" beim Ranking der 15 größten Kriegskonzerne nur mit "Airbus" vertreten sind.
Den Kapitalisten ist es sch...egal, womit sie Profit machen, wobei Krieg immer gut fürs Geschäft ist:

Verteidigung

Deutsche Waffenbauer hoffen auf Rüstungsboom

Die Bundesregierung soll sich im Sinne der Branche engagieren und damit europäischen Programmen zur Aufrüstung zum Durchbruch verhelfen. Vor allem von einer Initiative namens Pesco erhoffen sich die Waffenbauer mittelfristig einen neuen Boom. Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Regierungschefs haben das Programm Mitte Dezember gestartet. Es soll für mehr Kooperation in der EU sorgen. Noch in diesem Jahr wollen 25 Länder damit anfangen, gemeinsam Waffen zu kaufen.

Nach Jahren des Sparens soll modernes Gerät die Truppen bei gemeinsamen Einsätzen, von denen es immer mehr gibt, schlagkräftiger machen. Seit der russischen Annexion der ukrainischen Krim ist Aufrüstung in Europa politisch wieder durchsetzbar. Und wegen der boomenden Wirtschaft ist auch ausreichend Geld da, zumindest in Deutschland. „Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir loslegen?“, fragt Katrin Suder, für Rüstung zuständige Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium.

www.wiwo.de/unternehmen/industrie/verteidigung-deutsche-waffenbauer-hoffen-auf-ruestungsboom/20810958-all.html

Die deutsche Regierung tut alles um "up to date" zu sein für den künftigen Krieg gegen Russland:

Neue GroKo für die Anmietung waffenfähiger Kampfdrohnen aus Israel

Die Union und SPD haben die Anmietung mehrerer Kampfdrohnen Heron-TP in den Koalitionsvertrag geschrieben. Bei Bedarf kann Heron-TP mit Raketen bewaffnet werden. Darüber würde der Bundestag entscheiden – hinterher. Derweil wird die Euro-Drohne weiter entwickelt.

Was in der vergangenen GroKo noch an den Bedenken der SPD scheiterte, steht jetzt im Koalitionsvertrag. Die Union und SPD haben darin den Weg für die Anmietung umstrittener Kampfdrohnen geebnet.

https://deutsch.rt.com/inland/64883-aufruestung-neue-groko-fur-anmietung-waffenfaehiger-kampfdrohnen/#.WnzOEGPGz7I.facebook


... und für "Kanonenfutter" wird derweil eifrig gesorgt; ethische Barrieren - gibt es sicht:
 

Kinder zum Bund

 

Wenn auch Teile der "Linken" die NATO-Kriegsvorbereitungen gegen Russland geflissentlich übersehen, gibt es tolle Initiativen, die hoffen lassen, dass 2018 Aktionen gegen die NATO-Basen in "Ramstein" & "Büchel" größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreichen:

Osnabrücker Friedensinitiative fordert Atomwaffen-Abzug

Die Osnabrücker Friedensinitiative (Ofri) hat an die regionalen Bundestagsabgeordneten appelliert, sich für einen Abzug aller Atombomben aus Deutschland einzusetzen.

In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg (CDU), Rainer Spiering (SPD), Matthias Seestern-Pauly (FDP) und Filiz Polat (Grüne) ruft die Friedensinitiative dazu auf, in den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung auch die in Deutschland gelagerten Atomwaffen zum Thema zu machen. In Büchel in der Eifel lagern die USA angeblich 20 Atombomben.

Die Ofri verweist darauf, dass die UN-Generalversammlung im Juli 2017 mit großer Mehrheit ein Abkommen zur Ächtung aller Atomwaffen beschlossen hat. Deutschland stimmte in der Vollversammlung gegen den Vertrag. Inzwischen ist nach Ofri-Angaben das Abkommen von über 50 Staaten unterzeichnet worden. Die federführende Organisation ICAN wurde für ihre Arbeit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1000539/osnabruecker-friedensinitiative-fordert-atomwaffen-abzug


Die Kirchen sind da fortschrittlicher als russophobe "Linke" (wie der selbsternannte "Friedensforscher" Tobias Pflüger (MdB der PdL):

Keine legitime Selbstverteidigung

Die Evangelische Kirche im Rheinland fordert, die letzten amerikanischen Atomwaffen aus dem rheinland-pfälzischen Büchel abzuziehen. Die Waffen lagern seit 1958 im Fliegerhorst bei Cochem.

Eine Drohung mit atomaren, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen dürfe Deutschland nicht mehr als Mittel legitimer Selbstverteidigung ansehen, heißt es in einem am Donnerstag von der Landessynode in Bad Neuenahr verabschiedeten Friedenswort. Im Vertrauen auf Gott "wollen wir uns nicht länger von solchen Waffen umgeben, schützen und gefährden lassen".

Schweigen aus Sicherheitsgründen

Im Fliegerhorst in Büchel bei Cochem ist seit 1958 das Taktische Luftwaffengeschwader 33 stationiert. Es ist unter anderem für die Bewachung von US-Einrichtungen in Deutschland zuständig. In der Friedensbewegung heißt es, dass in Büchel bis zu 20 US-Atombomben lagern. Die Bundeswehr teilte mit, dass sie aus Sicherheitsgründen Behauptungen zur Anzahl, zu vermuteten Lagerorten sowie dem Umgang mit Nuklearwaffen weder bestätigen oder kommentieren könne.

Zudem verlangt die EKiR von der Bundesregierung, den von 122 Staaten beschlossenen Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Weiter wendet sich die Landeskirche grundsätzlich "gegen den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern". Es gelte, "Krieg und kriegerische Mittel als Möglichkeit der Konfliktlösung" zu überwinden. Gewaltfreie Lösungen seien möglich, auch wenn sie eigene wirtschaftliche Interessen berührten und schmerzhaft seien.

www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2018-01-11/rheinische-kirche-fordert-abzug-amerikanischer-atomwaffen