FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Wie berichtet, macht RWE seine Propaganda in Biblis jetzt ganz ohne das "grüne" Umweltministerium. Castortransporte aus der verstrahlten Atombombenfabrik Sellafield, die Langzeitsicherheit des Zwischenlagers über die nächsten 100 Jahre und die Organisation der Aufsicht im Lager, das ja jetzt ganz dem Bund gehört, wenn es sich auch auf RWE-Gelände befindet.

So ein kleines bisschen merkt man schon, dass die Bevölkerung in Biblis beunruhigt ist - übrigens in einem Artikel, bei dem weder Einlader noch Ex-AKW-Betreiber auch nur einmal genannt wird (!).

Bei den Castortransporten wird alleweil von einer "internationalen Vereinbarung" geschwallt, die es so gar nicht gibt, wie die LINKE im Bundestag auf eine kleine Anfrage erfahren hat. Es gibt sog."mündliche Noten" (?), was immer das ist und zwischen wem auch immer.

Was das Betreiben des Zwischenlagers betrifft (GmbH), ist die letzte Messe noch nicht gelesen - ich denke RWE wird das machen ... und sich gut bezahlen lassen vom Steuerzahler:

Besorgte Fragen zum künftigen Betrieb des Zwischenlagers

Der Kraftwerksstandort Biblis muss gemäß internationaler Vereinbarung sieben Castorbehälter aus dem Ausland zurücknehmen. Vorgesehen ist das im Jahr 2020. Das Standortzwischenlager geht 2019 in Eigentum und Verantwortung des Bundes über. Der wiederum übergibt den Betrieb des Zwischenlagers an eine private GmbH. Diese Themen sind Gegenstand einer Infoveranstaltung im Rahmen der Transparenz-Initiative am Dienstagabend gewesen. Etwa 25 Interessierte hatten sich im Infozentrum eingefunden. Deren Fragen drückten vor allem die Sorge über die Zuverlässigkeit und Belastbarkeit des Betreiber-Modells auf lange Sicht aus.

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-besorgte-fragen-zum-kuenftigen-betrieb-des-zwischenlagers-_arid,1207176.html


 ... auch in anderen Regionen geht man "neue Wege" mit Bürgerbeteiligung und Transparenz:

„Kreis will keineAtom-Kritiker sehen“

Die regionalen Anti-Atom-Initiativen sehen die Veranstaltungen der Kreisverwaltung zum Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) kritisch. „Für uns stellt sich zunehmend die Frage, ob es sich bei diesen ,Foren‘- und ,Bürgerdialog‘-Veranstaltungen einzig um Jubelveranstaltungen pro Atom handeln soll“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiativen.

Bislang habe Kreisbaudezernent Matthias Wenholt Prognos vorgegeben, keine atomkritischen Referenten einzuladen. So hatten nur Vertreter der Genehmigungsbehörde – also des Umweltministeriums und nachgeordneter Ämter – und von Preussen-Elektra referiert. Daher hatten die Initiativen beantragt, den Physiker Dr. Werner Neumann vom BUND Hessen als Referenten einzuladen.

Eine Nachfrage bei Neumann am Montag ergab: Weder die Kreisverwaltung noch Prognos hätten ihn für den Bürgerdialog am 3. März in der Markthalle angefragt (...)

www.nwzonline.de/stadland/kleinensiel-rueckbau-kreis-will-keine_a_50,0,4191164369.html

Bei RWE und beim hessischen Umweltministerium, der Aufsichtsbehörde des nun in Staatsbesitz übergegangenen  Standortzwischenlagers beim AKW Biblis herrscht zu diesem Thema Funkstille ! Keine Presse wird informiert, keine Modifikationen bei Rückbau und Einlagerung werden bekannt gegeben ... so ist das mit Transparenz & Bürgerbeteiligung !

https://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2013/07/SchachtKonrad2206201326.jpgAtommülllager Schacht Konrard verspätet sich weiter –
Abbruch und Neustart gefordert

Erneut wird es mit der bereits mehrfach verschobenen Inbetriebnahme des geplanten Atommülllagers im Schacht Konrad in Salzgitter nichts werden. Die Bundesregierung hat heute bekannt gegeben, dass wohl erst 2027 mit einer Fertigstellung zu rechnen sei. Das hat ein Gutachten der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ergeben. Schon jetzt werden an nahezu allen AKW-Standorten neuen Zwischenlager für leicht- und mittelradioaktiven Atommüll geplant oder errichtet.

umweltfairaendern.de/2018/03/atommuelllager-schacht-konrard-verspaetet-sich-weiter-abbruch-und-neustart-gefordert/


Erneute Verschiebung der Inbetriebnahme von Schacht KONRAD

Gutem Geld schlechtes hinterher werfen ... sagt man, wenn versucht wird kostspielig etwas zu regeln, das nicht zu regeln ist. Gemeint sein können aber auch Prozesse oder Projekte, die so aussichtslos oder wacklig sind, dass sie nicht zu retten sind und man lieber die Finger davon lassen sollte.

1988, 1996, 2013, 2019, 2022 und jetzt also 2027; das sind die Jahreszahlen die vom jeweiligen Betreiber für die Inbetriebnahme des Atommülllagers Schacht KONRAD genannt wurden. Es dauert länger, es wird teurer, die Diskrepanz zwischen Plan und Realität wird immer größer und bei alldem geraten Sicherheitsaspekte immer weiter in den Hintergrund. Zusätzlich wird das Projekt augenfällig immer sinnloser: fehlende Rückholbarkeit, ungeklärte Transportfragen, und für große Mengen schwach- und mittelradioaktiven Mülls wird ein weiteres Lager notwendig werden.

„Es wird immer absurder, dass an einem falschen und offensichtlich nicht umsetzbaren Projekt festgehalten wird, nur weil es dafür eine Genehmigung gibt. Das Projekt KONRAD muss endlich aufgegeben werden. Schacht KONRAD bleibt ein Irrweg, der nur immer weiter weg von tatsächlichen Lösungen führt“, so Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.

ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2094&Itemid=92

Was juckt uns hier an der Bergstraße das Gespenst "Niedrigstrahlung" an der Erbmarsch ! "Freimessung", Castoren, Zwischenlager - alles sicher, sagt RWE und die "grüne" Atomaufsicht:

Und keiner weiß warum:
Leukämietod in der Elbmarsch

www.youtube.com/watch?v=bss4LrLMfsA&feature=youtu.be


 ... mit der "Freimessung" und dem daus folgenden Verteilen strahlendem Atommüll macht sich der Atomstaat zum Komplizen der Atom-Mafia von RWE,eon, Vatenfall und EnBW:

Protest gegen Atomschutt reißt nicht ab

Auf der Schwieberdinger Deponie am Froschgraben ist offenbar alles für die Einlagerung des freigemessenen Bauschutts aus dem Atomkraftwerk in Neckarwestheim vorbereitet: Die Abfallverwertungsgesellschaft des Kreises (AVL) hat nach eigenen Angaben Flächen reserviert und freigeschaufelt. Rund 3350 Tonnen sollen wohl noch in diesem Jahr hier und auf dem Burghof in Vaihingen angeliefert werden, nachdem das Umweltministerium von Franz Untersteller (Grüne) dem Stromkonzern EnBW grünes Licht gegeben hat. Wann sich die Lastwagen tatsächlich auf die Reise machen, will das Unternehmen aber auch knapp drei Wochen danach noch nicht bekanntgeben.

Dass Minister Untersteller, der selbst aus der Anti-Atomkraft-Bewegung stammt, weiter Fakten schafft, hat in Schwieberdingen allerdings nicht dazu geführt, dass der Protest gegen die Transporte abflaut. „Wir lehnen die Einlagerung auf den kreiseigenen Deponien weiter kategorisch ab“, sagte der Freie Wähler Alexander Henke jetzt in seiner Haushaltsrede. „Wir sind überzeugt, dass es sinnvoller und besser ist, den Müll vor Ort zu deponieren.“ Damit meint er Flächen auf dem Gelände des Atomkraftwerks, das auf Neckarwestheimer und Gemmrigheimer Gemarkung liegt.

www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Protest-gegen-Atomschutt-reisst-nicht-ab-_arid,468172.html

Jahrestage - nicht mein Ding ... aber es gibt 2 Aspekte, die das atomare Desaster immer wieder auf die Tagesordnung setzen:

  1. die weiter um sich greifende Strahlung
  2. der skandalose Umgang des Atomstaates Japan damit.

hier was zur tollen Fukushima-Demo in Neckarwestheim:

http://static2.heilbronnerstimme.de/storage/image/4/3/7/5/3105734_bildergalerie-detail-1152w_1qFo3g_2ENDR4.jpg

Herbert Würth vom >abc< über den "grünen" Umweltminister von BaWü Untersteller:
"Man könnte meinen, man habe den Pressesprecher von EnBW vor sich ..."

www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Demo-gegen-Atomkraft-in-Neckarwestheim;art140897,3998060

www.stimme.de/service/bilder/Demo-AKW-Neckarwestheim;cme141485,3105744

www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Grosse-Angst-vor-dem-Super-GAU-_arid,468943.html


Fukushima Has Now Contaminated Over 1/3 Of The Worlds Oceans (And It’s Getting Worse)

awarenessact.com/fukushima-has-now-contaminated-13-of-the-worlds-oceans-and-its-getting-worse/?=cc


Greenpeace warnt vor hoher Radioaktivität

Sieben Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die früheren Anwohner wegen weiter teils hoher Strahlenbelastung vor einer Rückkehr gewarnt.

In den umliegenden Gemeinden Iitate und Namie habe man stellenweise eine Radioaktivität gemessen, die bis zum Hundertfachen über den international für die Bevölkerung geltenden Grenzwerten liege, heißt es in einer Untersuchung von Greenpeace Japan. Die hohe Radioaktivität in diesen Gebieten stelle mindestens bis in die 2050er Jahre und sogar teils ins nächste Jahrhundert hinein ein "signifikantes Risiko" für die Rückkehr in Sicherheit gebrachter Anwohner dar.

www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.im-umfeld-der-atomruine-fukushima-greenpeace-warnt-vor-hoher-radioaktivitaet.fb23181c-f34d-4eaa-94b9-4d9428513b5e.html


... und es wird weiterhin rumgewurschtelt; die Folgen verharmlost, Menschen zur Rückkehr gezwungen, verstrahlte Lebensmittel durch Reduzierung von Grenzwerten frei gegeben. Hier nur ein Beispiel, dass sie die Strahlung nicht im Griff haben: 

Die Eismauer in Fukushima hält nicht

Die Abschirmung der Katastrophenreaktoren im japanischen Atomkraftwerk Fukushima funktioniert nicht wie erhofft. Die unterirdische Eismauer dämme den Zufluss von Grundwasser zwar ein, löse das Problem aber nicht, erklärte eine von der Regierung eingesetzte Expertengruppe am Mittwoch. Daher seien zusätzliche Maßnahmen nötig.

www.br.de/nachrichten/die-eismauer-in-fukushima-haelt-nicht-100.html


https://antiatomblog.files.wordpress.com/2017/09/foto_170917_12_05_51.jpg?w=11087 Jahre nach Fukushima – BBU fordert Sofortausstieg!
Bundesweit Gedenk-und Protestveranstaltungen

Anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bundesweit zur Teilnahme an Gedenk- und Protestveranstaltungen rund um den Jahrestag auf. „Die Katastrophe und ihre anhaltenden Folgen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Mitgefühl des BBU gilt den betroffenen Menschen in Japan. Und in der Bundesrepublik muss der Atomausstieg endlich richtig und umfassend vollzogen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Dreckiger Kohlestrom darf dabei keine Alternative zum Atomstrom sein. „Die Zukunft gehört der Solarenergie und der Windkraft“.

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen lokalen Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis z. T. Ende 2022 ist unverantwortlich und auch die sonstigen Atomanlagen wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen müssen sofort stillgelegt werden.

antiatomblog.wordpress.com/2018/03/08/7-jahre-nach-fukushima-bbu-fordert-sofortausstieg-bundesweit-gedenk-und-protestveranstaltungen/

Belgien:

Die Belgier zum Abschalten auffordern, aber gleichzeitig Brennelemente (for profit) liefern - das ist die verlogene Heimtücke des deutschen Atomstaates:

AKW-Stillegung nicht länger verzögern

In den Druckbehältern der Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 waren in den vergangenen Jahren Tausende feiner Haarrisse gefunden worden. Im Druckbehälter eines Reaktors befinden sich die Brennstäbe, die dort unter hohem Druck Wasser erhitzen. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass es offenbar auch im Reaktor Tihange 1 Probleme gibt. Zwischen 2013 und 2015 hätten sich dort potentiell bedrohliche Zwischenfälle gehäuft, berichteten der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und das ARD-Magazin »Monitor« unter Berufung auf ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht.

Die Kritik von Bundes- und Landesregierungen an den belgischen AKW sei jedoch unglaubwürdig, solange diese weiter mit Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie mit angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau beliefert würden.

www.jungewelt.de/artikel/327733.akw-stillegung-nicht-l%C3%A4nger-verz%C3%B6gern.html


Belgien versorgt Bürger mit Jodtabletten
in Tihange mehren sich Vorboten für Atomunfall

Die Regierung in Brüssel stellt allen Belgiern Jodtabletten zur Verfügung. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, heißt es. Dabei häufen sich im Akw Tihange in der Nähe von Aachen die Vorboten einer Katastrophe.

(...) Die Äußerungen Jambons wirken beschwichtigend, da seit Anfang Februar publik wurde, dass sich im Reaktor Tihange 1 sogenannte Prescursor-Fälle häufen - so werden sogenannte Vorläuferereignisse für einen großen Atomunfall bezeichnet. Wie der WDR berichtete, ereigneten sich laut einem Schreiben der Brüsseler Atomaufsicht zwischen 2013 und 2015 insgesamt 14 Precursor-Fälle in belgischen Akw, davon mehr als die Hälfte im Reaktor Tihange 1. "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen", zitiert der WDR den ehemaligen Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer.

www.stern.de/panorama/weltgeschehen/akw-bei-aachen--vorboten-einer-katastrophe-in-tihange-7891234.html


Frankreich:

Fessenheim (fast wie einst in Biblis - man kann nur noch den Kopf schütteln):

Das Dorf, das die Atomkraft liebt

Feinde und Freude des Atomkraftwerks Fessenheim leben nah beieinander. Räumlich trennt sie nur der Rhein. Doch Welten liegen zwischen ihnen, wenn es um ihre Meinung zu diesen ältesten noch laufenden Atomreaktoren Frankreichs geht.

Auf der deutschen Rheinseite fordern Bürgerinitiativen und Politik seit Jahren vehement das Ende der Anlage. Die Argumente der baden-württembergischen Landesregierung: Bei einem schweren Unfall in Fessenheim, das unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze liegt, müsste das rund 20 Kilometer Luftlinie entfernte Freiburg komplett evakuiert werden. Zudem stehe das Atomkraftwerk nicht auf ewig festem Grund - rechtsrheinisch liege die erdbebenstärkste Region Deutschlands. Gegen Erdbeben seien die Reaktoren nur unzureichend gesichert.

Im Elsass dagegen kämpfen Politiker, Gewerkschaften und Anwohner wohl genauso erbittert um die Erhaltung des rund 40 Jahre alten Kraftwerks. Doch jetzt haben sie den Kürzeren gezogen. Politik und Betreiber EDF haben den Betriebsstopp der Anlage für Ende 2018 oder Anfang 2019 angekündigt - und in Fessenheim versteht man die Welt nicht mehr.

www.handelsblatt.com/politik/international/fessenheim-das-dorf-das-die-atomkraft-liebt/21025096.html


... alles immer sicher - wie auch in Deutschland:

Thermometer ausgeschaltet

Die französische Atomaufsicht ASN hat zu einer Störung im Akw Fessenheim von vergangener Woche weitere Details mitgeteilt. In Block 1 hatte ein Siedethermometer versagt, zu einer Temperaturüberschreitung war es aber nicht gekommen. Der Betreiber EdF stufte, wie berichtet, den Zwischenfall gegenüber der Aufsichtsbehörde auf dem niedrigsten Niveau der Skala für meldepflichtige Störfälle ein. Die ASN folgte dem.

www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/thermometer-ausgeschaltet--149450650.html


Cattenom:

EUROPÄISCHE PROTEST
BRÜCKENAKTION FÜR DIE SCHLIESSUNG ALLER ATOMANLAGEN

Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Am Samstag, den 10.03.2018 protestieren in einer EU-weiten Anti Atom Protest Brückenaktion ab 10:00 bis 11:30Uhr die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci aus Merzig und der Verein R.E.C.H. (Verein menschliche Kettenreaktion, Frankreich) in Zusammenarbeit mit 35 weiteren Anti Atom Bürgerinitiativen, Vereinen, Umweltschutzinitiativen & Parteien mit Anti-Atom Bannern/Banderolen, selbst kreierten Spruchbändern oder Fahnen auf Brücken, an Kreisverkehren oder an Kreuzungen.

Im Saarland protestieren die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci, Attac Untere Saar, KV Die LINKE Merzig-Wadern auf der Brücke in Mettlach, die über die B51 führt – Greenpeace Saar und BUND Saar vor der Johanneskriche in Saarbrücken sowie die Umweltgewerkschaft Regionalgruppe Saar vor der Europagalerie Saarbrücken. In Völklingen protestiert das Aktionsbündnis Frieden Völklingen im Kreisverkehr „Völklinger Platz“ vor dem Unesco Weltkuluturerbe Völklinger Hütte.

Die europäische Protest Brückenaktion beginnt im Südwesten Frankreichs. Von dort breitet sich der Protest, wie die Äste eines Baumes aus ; zwischen Montpellier & Marseille, zwischen Avignon & Valence, zwischen Valence & Lyon, zwischen Lyon & Macon, zwischen Macon & Metz bis zur luxemburgischen Grenze, weiter nach Luxembourg bis nach Belgien um Lüttich und Tihange in Aix la Chapelle und in den Niederlanden, sodann Richtung Deutschland nach Berlin, Trier, Völklingen, Saarbrücken, Merzig/Mettlach.

Die Anti Atom Vereinigungen zeigen mit dieser europäischen Protest Brückenaktion auf; – das Radioaktivität nicht an den Grenzen Halt macht; – das wir die hohen Risiken der 126 europäischen Reaktorblöcke in 14 europäischen Staaten, davon sind 83 länger als 30 Jahre am Netz, mitsamt ihren europäischen Gefahren der tödlichen Atomindustrie anprangern; – das wir die riskanten und unmenschlichen Laufzeitverlängerungen der atomaren Reaktoren verurteilen; – das wir Verstöße gegen EU Gesetze sehen, dass dem europäischen Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville die Betriebsgenehmigung von der ASN erteilt wurde, obwohl er nicht den Sicherheitsanforderungen entspricht; – das wir den Ausbau von AKWs und deren EU – Subventionen verurteilen.

Die Anti-Atom-Initiativen fordern auf EU-Ebene mit Dringlichkeit, dass aus sicherheitsrelevanten Gründen alle europäischen Atomanlagen sofort und unumkehrbar abgeschaltet werden; – aufgrund der zunehmenden Bedrohung und der steigenden Gefahren durch Unfälle, die auf die überalterten Atomanlagen zurück zu führen sind. – das es jederzeit möglich ist, dass ein GAU nicht nur durch menschliches Versagen oder durch einen Unfall in einem AKW ausgelöst werden kann, sondern auch durch einen Terrorangriff, Flugzeugabsturz; – die Beendigung des Endlagerprojekts für atomare Abfälle in Bure, aufgrund der gefährlichen und unsicheren Lagerung von Atommüll, der zudem Millionen von Jahren gelagert werden muss.

cattenomnonmerciorg.wordpress.com/startseite-2/

Sicherheitsmassnahmen gegen Terror auf AKW

Drei deutsche AKW wurden anfangs der Woche evakuiert – wegen Terrorverdachts durch ein Flugzeug. Es handelte sich glücklicherweise beim Renegade-Fall um einen Fehlalarm. Obwohl die Verantwortlichen alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten taten, ist die Sicherheitslage der AKW nicht ausreichend. Kraftwerksbetreiber bedienen sich verschiedener Argumente und Maßnahmen.

Sicherheitslage kritisch
Zu den möglichen Maßnahmen gehört die Vernebelung, bei der ein AKW von undurchsichtigem Nebel umschlossen wird. Die Methode, sich in Kombination mit dem Stören der GPS Signale „unsichtbar“ zu machen, stammt aus der Marine und Manövern auf See, bei denen ein Schiff seine Position verschleiert. Anders als ein Schiff kann ein AKW aber nicht seinen Standort wechseln und so stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme. Das bestätigt Heinz Smital, Kampaigner von Greenpeace Deutschland: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Vernebelung die Kühltürme nicht vollständig einnebelt. Damit bleibt die Position des Reaktors genau berechenbar.“

www.mensch-und-atom.org/index.php/de/item/229-sicherheitsmassnahmen-gegen-terror-auf-akw

AKWende ButtonPresseerklärung vom 12. 3. 2018:

Castor-Transporte nach Biblis
AK.W.Ende Bergstrasse: "Atompolitische Geisterfahrt"

Mit dem RWE-Antrag zur Rückholung und Einlagerung von bis zu 7 Castoren aus der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield/England ins Standort-Zwischenlager Biblis vom September 2017 wurde nach Meinung der Anti-Atominitiative AK.W.Ende Bergstrasse "eine weitere Etappe der atompolitischen Geisterfahrt von Politik und Atomwirtschaft eingeleitet." Die Gruppe erinnerte bei ihrer Sitzung im März in Bensheim daran, dass der damalige Landrat Wilckes (CDU) und sein Vize Matthias Schimpf (Grüne) sich ebenso wie der Bibliser Bürgermeister Kusicka noch im August 2015 vehement gegen den Transport nach Biblis ausgesprochen hatten. AK.W.Ende weiter: "Während die grüne Hessische Umweltministerin Hinz von einer "moralischen Pflicht" zur Zwischenlagerung sprach, hielt es Ministerpräsident Bouffier noch im Januar 2014 für "nicht zielführend, Castor-Transporte aus dem britischen Sellafield, die wir mit tausenden Polizeibeamten absichern müssen, von der Küste aus hunderte von Kilometern durchs Land zu schicken." (FR v. 06.01.2014). Biblis-Kraftwerksleiter Kemmeter schließlich wird noch im April 2015 in der Regionalpresse mit den Worten zitiert: "Platz für Rücktransporte von Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague... und Sellafield... sei nicht vorhanden." (Bergsträsser Anzeiger v. 11.04.2015)."

Trotzdem hätten die Befürworter der Rücktransporte der Öffentlichkeit weismachen wollen, die Castor-Transporte müssten aufgrund völkerrechtlich bindender Verträge zügig erfolgen. Jetzt sollen die Transporte der insgesamt 26 Castoren ab 2019 beginnen, so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler weiter.

Tatsächlich war die "Wiederaufarbeitung" für AKW-Betreiber und Politiker von Beginn an eine zumindest zeitweise Entschärfung des bis heute andauernden Atommüll-Desasters, für das es immer noch keine Lösung gibt, heißt es abschliessend.

Zur Ergänzung von mir 3 Anmerkungen:

  1. "Wiederaufbereitung" war ja für beide Seiten von Interesse: La Hague und Sellafield sind in erster Linie Atombombenfabriken. Es ging Franzosen und Briten ums Plutonium. Folge: beide Orte sind weiträmig verseucht (insbesondere die Meere) ...
  2. Wilkes ließ sogar gegen das Zwischenlager in Biblis CDU-Traktoren fahren und einen Flieger mit der Parole dagegen aufsteigen - ja, der Wilkes hatte wenigstens einen Arsch in der Hose - im Gegensatz zu seinem feigen Nachfolger:
    www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-buerstadt-feldzug-gegen-zwischenlager-_arid,163535.html
  3. die "vökerrechtlich bindenden Verträge" entpuppten sich nach einer "kleinen Anfrage" der LINKEN im Bundestag als "mündliche Noten" (???) - wir sollten uns an das Außenministerium wenden ...

hier noch ein link zu aktuellen Lage:

umweltfairaendern.de/2018/03/akw-brokdorf-hochradioaktiver-atommuell-aus-sellafield-noch-2018/

... und wer mal nachlesen will, was da mal war - denn we weiß das schon nach über 40 Jahren:

www.hr-online.de/website/archiv/2011/index.jsp?rubrik=70920&key=standard_document_43292694


Presseerklärung vom 15.03.2018#

Zweites "Dauerlager" in Biblis?

"Nun ist es amtlich", schreibt AK.W.Ende Bergstrasse in einer Stellungnahme zu aktuellen Meldungen, wonach das einzige bisher genehmigte Atommüll-Endlager Deutschlands, der Schacht Konrad bei Salzgitter, noch einmal mindestens 5 Jahre später als geplant fertig wird. Eine entsprechende Nachricht verbreitete Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, vor wenigen Tagen. AK.W.Ende Bergstrasse erinnert daran, dass das im Bau befindliche 2. Standort-Zwischenlager in Biblis für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und Reststoffe, dessen baurechtliche Genehmigung ohne Umweltvertraglichkeits-Prüfung und Öffentlichkeits-Beteiligung erteilt wurde, mit der Massgabe eines "Abflusses zum Endlager Schacht Konrad" (so Kraftwerksleiter Kemmeter in der Regionalpresse im Juni 2016) errichtet wird. "Schon damals war die Verfügbarkeit von Schacht Konrad von 2019 auf 2022 verschoben worden, weil es bis heute massive Probleme bei der Standfestigkeit der Schächte des ehemaligen Eisenerzbergwerks und Wassereinbrüche gibt", so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler. "Ursprünglich war die Einlagerung des Atommülls in die Schachtanlage, deren Auswahl nie Ergebnis eines Vergleichs verschiedener Standorte nach klaren Kriterien war, schon für Anfang der 1990er Jahre vorgesehen. Die Planungen stammen aus dem 1980ern, entsprechen also schon lange nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Nur der Hartnäckigkeit der "Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad", die seit 30 Jahren die Aktionen gegen das Atommüll-Projekt koordiniert, ist es zu verdanken, dass es jetzt wenigstens zu einer Überprüfung sicherheitsrelevanter Anforderungen kommt."

Für AK.W.Ende Bergstrasse zeigt sich auch in diesem Zusammenhang einmal mehr: "Zu Hoch-Zeiten der Atomenergie erweckten die "nuklearen Zwillinge" Politik und Atomwirtschaft den Eindruck, die "Entsorgung" des wachsenden Atommüll-Bergs sei kein Problem. Die Zeche zahlt jetzt die Bevölkerung. Möglicherweise mit einem 2. "Dauerlager" in Biblis."


T E R M I N E

Montag, 09. April, 18.00 Uhr: Info-Forum zum Biblis-Abbau im Bürgerzentrum Biblis
und
Montag, 09. April, 19.00 Uhr: Bensheimer "Grüne Runde" der GLB im Präsenzhof: "Erhard Renz über das Biblis-Forum"

(Anmerkung dazu: Entweder sind die Grünen nicht in der Lage, Termine vernünftig abzustimmen oder sie räumen dem von "ihrer" Ministerin einst initiierten "Forum für Bürgerbeteiligung und Transparenz" keinen großen Stellenwert ein)

Montag, 16. April, 19.00 Uhr: AK.W.Ende-Sitzung im Präsenzhof