2011 war der letzte Castortransport, den wir in solidarischem Kampf 27 Stunden aufhalten konnten - seither gilt in der „Zivilgesellschaft” die sog. „weiße Landkarte".

„Gorleben” ist die dabei die einzige „Konstante” beim „auf Zeit spielen” bei der Endlagersuche. Die CSU weiß jetzt schon, dass im „Kristallinen” kein Endlager hingehört – weder unter „Neuschwanstein” noch im hintersten, finstersten „Bayerischen Wald”. Im „Ton” von Baden-Württemberg gibt's auch nix zu suchen, weil ja der grüne Kretschmann viel labern, aber seinen Wählern „wärmeentwickelnde” Altlasten auch nicht in ihren kuscheligen Wohlfühl-Umwelten zumuten wird.

Bleibt das Salz in „Gorleben” auf der „Weißen Landkarte” übrig – wie praktisch, hat der Staat im Vorgriff auf den aktuellen Atomdeal ja schon ein paar Euronen investiert ... Jeder weiß das, aber das Spiel – unter aktiver grüner Beteiligung dieser ehemaligen AntiAtomPartei – must go on. Was die dort in Gorleben denken – wen interessiert das schon bis 2031, wenn der Hammer fällt ...

»Geologische Schwächen des Salzstocks«

Entwurf für neues Gesetz, um Standort für Atommüllendlager zu finden. Weiter Sonderrolle für Gorleben. Gespräch mit Wolfgang Ehmke

(...) Die Bundesregierung macht also gerade viel Getöse um die Novellierung, obwohl sie nur den Ist-Zustand festschreibt?

Das stimmt, und trotzdem werfen sich gerade alle in die Brust, was sie geschafft hätten – bis hin zu den Grünen, die alles auf einem guten Weg sehen. Das verbittert uns zunehmend. Nur die Partei Die Linke hat sich bis jetzt dagegen geäußert. Natürlich haben wir aber die Situation, dass wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Wenn wir uns vorstellen, es hätte die Entwicklung seit dem Castortransport 2011 nicht gegeben, wäre es nun noch viel schlimmer. Die vergangenen fünf Jahre wurde der Stollen zumindest nicht weiter ausgebaut. Weil ich zum Jahresende ein wenig gnädig bin, will ich mal sagen, wir haben noch ein Fünkchen Hoffnung, dass der gesetzte Standort doch nicht wieder derjenige ist, der am Ende rauskommen soll. (...)

www.jungewelt.de/2016/12-29/091.php

„Stuhlkreise mit erbosten Bürgern helfen nicht weiter” – so hilflos gebärden sich die Medien und merken dabei noch nicht mal, dass das „Verursacherprinzip” (parallel zur Endlagersuche) mal eben komplett entsorgt wurde. Sie tun so als wüssten sie nicht, dass das Ganze nur eine große Politshow fürs Publikum ist, um Zeit zu schinden. 2031 sind die maßgeblichen Atompolitiker entweder tot oder kurz vor ihrem Dahinscheiden - also kann man doch heute noch gut so tun als ob ...

www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/825063/endlager-fuer-atommuell

Meine Meinung: es wird „Gorleben” (oder Australien oder Sibirien)... oder das Zeug bleibt letztlich auf Kosten der Steuerzahler in den Zwischenlagern – untergestellt in ungeschützten Leichtbauhallen, eingepackt in zerbröselnden Castoren – ohne weitere Zuständigkeit & Verantwortung der Profiteure – toller Atomstaat!