Die Verantwortlichen des „Atomstaates“ wissen sehr wohl, dass Castoren keinen TÜV haben !

Ursprünglich nur als (Einweg-)Transportbehälter nach Gorleben vorgesehen, sollen sie jetzt bis ins nächste Jahrhundert die hochradioaktiven Hinterlassenschaften der Atomkonzerne einschließen und oberirdisch in den Standortzwischenlagern „sicher“ aufbewahren. Reparaturmöglichkeiten gibt es nicht; dafür erforderliche „heiße Zellen” sind offenbar zu teuer. In abenteuerlicher Weise werden „Überdeckel“ nach dem Matroschka-Prinzip diskutiert, als sei die Zerstörung des Materials durch die immense Strahlung damit aufzuhalten. Die Vertreterin des hessischen Umweltministerin – Frau Petrik – wird bei diesem Thema ganz dünnhäutig und verbreitet ein Wissen, das sie ebenso wenig wie der Kraftwerkleiter des AKW Biblis Kemmeter hat: „Die Castoren sind auf ewig sicher“!

Und da sind ja noch die Castortransporte aus der „Aufbereitung“ in La Hague und Sellafield in die Standort-Zwischenlagern – zwar (noch) nicht genehmigt (auch sie sollten ja „ab nach Gorleben“) – aber: legal, illegal, scheißegal – das Zeug soll – vom Atombomben-Material in Frankreich & GB bereinigt - wie man hört - 2019 auch nach Biblis kommen !

sPD-Umweltministerin und die eigentlich zuständigen „grünen“ Umweltminister(innen) der Länder wollen das so, angeblich wegen „international verbindlichen Verträgen“, die sich nach Rückfragen als „mündliche Noten“ herausgestellt haben ... so läuft das im „Atomstaat“:

Atommüll-Zwischenlagerung: Sicherheitskonzept CASTOR ist gescheitert

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle muss auf den Prüfstand: „Der Bundesrat hält eine intensive Befassung der Bundesregierung mit der Frage der weiteren Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle einschließlich bestrahlter Brennelemente über bisherige Genehmigungszeiträume hinaus für dringend geboten, da die Suche und Inbetriebnahme eines Endlagers für insbesondere hoch radioaktive Abfälle nach dem Standortauswahlgesetz absehbar noch Jahrzehnte dauern wird.

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2013/10/CASTORBEHAELTER-FOTO-GNS.jpg

http://umweltfairaendern.de/2016/02/atommuell-zwischenlagerung-sicherheitskonzept-castor-ist-gescheitert/

Castoren mit deutschem Atommüll kommen nicht vor 2019 zurück

Die Rückholung des deutschen Atommülls aus französischen und englischen Wiederaufarbeitungsanlagen beginnt nicht vor 2019. Das hat das Bundesumweltministerium auf Anfrage der Grünen mitgeteilt.

www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/840439/castoren-mit-deutschem-atommuell-kommen-nicht-vor-2019-zurueck