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Nr. 208 – 13. 3. 2017

Inhalt:

  1. Genehmigung – oje
  2. Neckar – castorfrei (2)
  3. Standort-Schulzen
  4. Endlich Endlager (2)
  5. Schrottmeiler (4)
  6. die „Grünen“
  7. Katastrophenschutz in Deutschland

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das ist eine Drohung von RWE: Die Radioaktivität muss raus - egal wie, aber diskret & kostengünstig !

  1. dafür haben wir ja das Rohr bis in die Mitte des Rheins verlängert - Verdünnung ist alles !
  2. wofür haben wir den Kamin? Frische Luft rein - Nekleid-Stübe raus - Verdünnung ist alles !
  3. wozu gibt's Mülldeponien im Kreis ? Weg mit dem Dreck - Verteilung ist alles ! Die „Grüne Wiese“ lockt ...

Anmerkungen zum Artikel (in dieser netten Art werden wir demnächst viele zu lesen bekommen):

  1. „Teilabriss“: So isses ! Es wurde nur (mit sog.„Öffentlichkeitsbeteiligung“ – die keine war ...) eine Stufe 1 von RWE beantragt und jetzt genehmigt. Weitere Stufen (z.B. die Öffnung des „biologischen Schildes“ – sprich Beseitigung der Dichtheit nach außen des Reaktor-Druckbehälters werden in weiteren Stufen ohne Beteiligung der sog. „Öffentlichkeit“ nachgeschoben – so ist die Praxis im „Atomstaat“.
  2. „Nachbetrieb“: Der „Rückbau“ läuft schon seit weit über einem Jahr. Nicht nur die sog. „Primärkreislauf-Dekontamination“ ist Teil der Abrissvorbereitung, auch weitere Reinigungsarbeiten werden vorgenommen, nach dem Motto: „was weg ist, ist weg“ !
  3. 98% der Substanz werden „freigemessen“ auf die Deponien des Kreises verteilt – „aus dem Geltungsbereich des Atomgesetztes entlassen“ – jede Vermehrung von Krebskrankheiten gehern den „Atomstaat“ und die kriminellen Chefs der Atomkonzerne nichts mehr an !

Der neue Landrat Engelhardt (CDU) hat dazu bisher keine „öffentlich wirksame“ Meinung ...

Biblis-Reaktoren verschwinden bis 2033: Genehmigung für Abriss kommt noch im März

Nachdem lange über das Thema debattiert worden ist, kommt die Genehmigung für den Teilabriss des Atomkraftwerks Biblis jetzt im Doppelpack: Wie Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) im Interview mit dieser Zeitung (am Samstag in unserer Sonderbeilage) mitteilte, werden die entsprechenden Bescheide für die Blöcke A und B des Kraftwerks noch in diesem Monat erwartet. Danach, so Hinz, könne man mit dem Rückbau des Kraftwerks beginnen. (...)
Sowohl das Ministerium als auch Kraftwerksbetreiber RWE betonen, dass durch den Rückbau keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Wegen der Stilllegung 2011 befinde sich die Anlage bereits im Nachbetrieb. Block A ist schon kernbrennstofffrei, bei Block B soll dies 2018 der Fall sein. „Der Rückbau ist für die nächsten 15 Jahre durchgeplant. Bis zu 98 Prozent des anfallenden Materials werden wir gefahrlos in den Stoffkreislauf zurückführen können“, sagt Kraftwerksleiter Horst Kemmeter.

www.allgemeine-zeitung.de/politik/hessen/biblis-reaktoren-verschwinden-bis-2033-genehmigung-fuer-abriss-kommt-noch-im-maerz_17720949.htm

Nachtrag zur Demo am 4. 3. 2017 in Heilbronn:

1. eine gute Zusammenfassung von den „Beobachtern“:

Kreativ gegen Castortransporte

(...) Der nächste Redner war Franz Wagner von der Arbeitsgemeinschaft AtomErbe Neckarwestheim. Er sprach darüber, wie teilweise das Landratsamt Heilbronn als zuständige Genehmigungsbehörde und vor allem das baden-württembergische Umweltministerium verhindern möchte, dass die BürgerInnen gegen die Transporte auf dem Neckar protestieren. Es werde eine großräumige Verstrahlung der Bevölkerung in Kauf genommen, und das nur, um der EnbW (Energie Baden-Württemberg) Geld zu sparen.

Grünes Umweltministerium argumentiert mit Versorgungssicherheit

Eine „Reihe von Gefälligkeitsgenehmigungen“ zeigten die wahren Prioritäten der Behörden. Ein grünes Umweltministerium behaupte sechs Jahre nach Beginn der Fukushima-Katastrophe und 31 Jahre nach Tschernobyl in einer Bodenausschwemm-Erlaubnis unter dem Neckarwestheimer Atom-Gelände, zur „Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit“ im Land sei der Weiterbetrieb des GKN2 (Gemeinschafts-Kernkraftwerk Neckarwestheim 2) erforderlich. So werde die „wirtschaftliche und klimaschonende Versorgung der Allgemeinheit“ sichergestellt. Franz Wagner forderte: „Endlich ernst machen mit Vorsorgeprinzip, Verursacherprinzip und Minimierungsprinzip!“

Diese „Argumentation“ für Klimaschonung stammt nicht vom EnBW-, RWE- oder eon-Vorstand, sondern vom „günen“ Umweltminister Untersteller; ein offensichtlicher Lobbyist der AKW-Betreiber – es hat mir die Sprache verschlagen ...

ein Auszug der Rede von Franz gibt es hier:
pdf2017-03-04_Demo-Ansprache_in_Heilbronn_-_AUSZÜGE2.pdf

wunderbar wie die „grüne“ Polizei gewissenhaft die Piratenenten kontrolliert ;o) bald werden sie wieder die Knüppel schwingen !

http://www.beobachternews.de/files/2017/03/0000166_1600x1067-300x200.jpg

www.beobachternews.de/2017/03/08/kreativ-gegen-castortransporte/

2. Toll, dass "ausgestrahlt" und vor allem die BI "Lüchow-Dannenberg" den Kampf hier im "wilden Süd-Westen" unterstützt - Solidarität tut gut !

www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18252

Strahlendes Gewässer

»Nur weil EnBW Geld sparen will und deshalb keine eigene robuste Castor-Lagerhalle in Obrigheim baut, wird eine ganze Region den Gefahren der Atomtransporte ausgesetzt«, sagt Jochen Stay von der Antiatomorganisation »Ausgestrahlt«. Atomkraftgegner aus regionalen und überregionalen Initiativen haben Proteste angekündigt.

www.jungewelt.de/artikel/306370.strahlendes-gew%C3%A4sser.html

https://neckar-castorfrei.de/images/materialien/Neckar_castorfrei_2017_aufkleber.png

https://neckar-castorfrei.de/

Bürgermeister von AKW-Standorten haben's schwer. Erst müssen sie ihrer Bevölkerung die Profitproduktion von Atommüll schmackhaft machen und über Jahrzehnte schön reden (billiger Atomstrom), dann bröseln ihre Meiler an den Standorten vor sich hin (Störfälle ohne Ende), dann macht ihnen nach dem Super-GAU von Fukushima ausgerechnet die CDU-Merkel viele Läden dicht und läßt sie auf dem strahlenden Rückbauschutt und Müll in den Zwischenlagern erstmal sitzen. Sie haben sich also zusammengwschlossen und erheben Forderungen, z.B. dass die Lager noch vor 2046 beseitigt werden sollen. Das ist nun aber nicht vor Ende des Jahrhunderts zu erwarten und statt mit der AntiAtomBewegung den bomben-und strahlungssicheren Ausbau der Lager für hochradioaktiven Atommüll einschließlich „heißen Zellen“ zur Reparatur der Castoren zu fordern, hecken sie neue Pläne aus, das gefährliche Zeug loszuwerden – die Hauptsache „Weg mit…“ !

Atommüll-Bürgermeister fordern mehr Beteiligung und neues zentrales Castor-Lager

Auf einem Treffen der ASKETA (Arbeitsgemeinschaft der Standortgemeinden kerntechnischer Anlagen in Deutschland) am 14. Januar 2016 formulierten die Bürgermeister ihre Forderungen an die Bundesregierung in Sachen Atomausstieg, „Endlagersuche“ und vor allem mit Blick auf die Zwischenlagerung. Sie fordern u.a. auch ein neues zentrales Zwischenlager für die hochradioaktiven Abfälle, das etwa 2045 zur Verfügung stehen müsste.

http://umweltfairaendern.de/2016/02/atommuell-buergermeister-fordern-mehr-beteiligung-und-neues-zentrales-castor-lager/

... und ansonsten tun sie das, was sie am besten können: jammern (hier ein Beispiel von 2012):

„Standortgemeinden sind Spielbälle einer populistischen Energiepolitik“

https://revista.de/asketa%e2%80%9estandortgemeinden-sind-spielballe-einer-populistischen-energiepolitik/

Die CSU-Landräte vom hinteren Walde haben gesprochen – hugh !

So ist das mit der „weißen Landkarte“ – ein ebenso hilfloser wie durchschaubarer Versuch der cDUsPD-Regierung (... und immer dabei: die „grüne“ Partei), die Menschen hinter die Fichte zu führen.

„Gorleben“ wird kommen, weil Ton (BaWü) und Granit (Bayern) ungeeignet sein sollen und im Salz von Gorleben ja schon Millionen € gebuddelt wurden und ein „Eingangslager“ praktischerweise ja auch schon da ist ... Die Landräte tun gerade das, was alle anderen auch tun: „zu uns näd“ ... und entlarven damit das dumme Geschwätz von der „weißen Landkarte“, wegen der jetzt die ganze lächerliche „Zivilgesellschaft“ ebenfalls mit Millionen-Summen beschäftigt wird, was jeder Bundeswehr-Panzer auch kann – nämlich „Vernebelung“ erzeugen ... hier für die nächsten 15 Jahren und damit 3 Wahlperioden später die Menschen das Thema „vergessen“ haben ... so geht „Politik“ ...

ach ja: da gibt es noch das Thema „kauf Dir ein wissenschaftliches Ergebnis“ ;o)

„Kein Atommüllendlager im Bayerischen Wald"

Trotz dieser wissenschaftlichen Ergebnisse wird Deutschland aber aktuell auf Empfehlung der Endlagerkommission als „weiße Landkarte“ deklariert. Granit zählt neben Ton- und Salzgestein nun doch wieder zu den Gesteinsarten, in denen radioaktiver Müll eingelagert werden kann. Somit ist nun auch der Saldenburger Granit wieder als potenzieller Endlagerort im Focus der Standortsuche.

www.wochenblatt.de/nachrichten/passau/regionales/Passau;art1173,424340

während sie gegen die AKW in Gundremmingen und Landstuhl (Isar2/Ohu) nichts einzuwenden haben, soll der Atommüll auf jeden Fall anderswo hin - so ist das in Bayern ... Die „grün“ geführte Landesregierung in BaWü (mit der cDU auf dem Sozius) hält zum Thema „Tongestein“ im Ländle noch die Klappe – vielleicht aus Rücksicht auf ihre Basis wegen „Fremdschämens“ – es ist ja noch viele Wahlen hin bis 2031...

http://umweltfairaendern.de/2017/02/niederbayerische-landraete-zur-auswahl-eines-endlagerstandorts-fuer-atommuell/

Neue Suche nach Atom-Endlager

Bayern und Sachsen wollten sich fein bei der Suche nach einem Atom-Endlager raushalten – doch auch ihre Granitstein-Gebiete kommen als mögliche Standorte infrage.

www.fr.de/wirtschaft/energie/atompolitik-neue-suche-nach-atom-endlager-a-1046934

soviel mal zum „Granit“ in Bayern; was ist aber mit dem „Ton“ in Baden-Württemberg ? DieSchweizer suchen ein Endlager NUR im Tongestein - na sowas ?1?
www.bluewin.ch/de/news/regional/region-east/2017/2/15/wie-tiefenlager-fuer-radioaktive-abfaelle-aussehen-s.html

na – haben sie doch „einen kleinen Kompromiss“ gefunden um noch ein paar Bundestagswahlen im Wartezimmer für Gorleben zu überstehen ;o)

Atom-Endlager bleibt auch in Bayern und Sachsen möglich

"Für die Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle kommen die Wirtsgesteine Steinsalz, Tongestein und Kristallingestein in Betracht", heißt es in dem Text. Vor allem Bayern und Sachsen hatten dagegen argumentiert, kristalline Gesteine wie Granit eigneten sich schlechter. Dem hatten mehrere Wissenschaftler widersprochen.

Ein Kompromiss sieht nun den Angaben aus Parlamentskreisen zufolge vor, auf Besonderheiten von Kristallingestein hinzuweisen, dieses aber im Grundsatz gleichwertig zu betrachten. "Es bleibt beim Prinzip der weißen Landkarte", hieß es dazu in Berlin.

www.merkur.de/politik/atom-endlager-bleibt-auch-in-bayern-und-sachsen-moeglich-zr-7448714.html

Wohin mit dem Müll? Die ewige Endlager-Suche

www.ndr.de/nachrichten/Wohin-mit-dem-Muell-Die-ewige-Endlager-Suche,atom252.html

bisher hört man von den regierenden GRÜNEN in BaWü nichts zum Thema – sie halten sich schön bedeckt, obwohl gerade hier Tongestein reichlich vorhanden ist. Kretschmann hält das Verhalten der bayrischen Umweltministerin Scharf für „unmöglich“, wohl in der Hoffnung, dass er längst auf Rente ist, wenn das Tongestein auf der Schwäbischen Alp zur Diskussion steht. Wir werden seine Frontfrau aus Karlsruhe – Frau Kotting-Uhl –mal fragen, wie sie es mit einem Endlager im Ländle halte würde ;o)

www.welt.de/regionales/bayern/article156907928/Atom-Endlager-Bayern-erklaert-sein-Granit-fuer-unsicher.html