Es ist ein einziges Trauerspiel: 10 von 16 Umweltministerien der Länder sind in grüner Hand, und zwar in sämtlichen Bundesländern, in denen noch AKWs laufen (außer in Bayern):

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_amtierenden_deutschen_Landesumweltminister

Diese "grüne" Partei ist einst angetreten, der Atomkraft ein Ende zu bereiten - dazu wollten sie "an die Macht" gewählt werden und bissen alle weg, die den Weg nach oben nicht mitgehen wollten - was errreicht wurde war defitiv das "Dosenpfand" ! Heute stimmen sie (obwohl nicht an der Regierung!) für alle deutschen Kriege, eine Laufzeitverlängerung bis 2022, ein windelweiches Entsorgungskonzept mit Ziel "Gorleben" (wer glaubt schon an "Ton"-oder Granisgestein in Bayern oder Baden-Württemberg) und zuletzt für den "Atomdeal" zur Kostenübernahme bei Zwischen-und Endlagerung. In Brunsbüttel beugen sie das Recht, indem sie weiter ins Zwischenlager einlagern, in Baden-Württemberg organisieren sie Castortransporte auf dem Neckar ! Die "Grünen" setzen jede Schweinerei des "Atomstaates um - die einstige Forderung "alle Atomkraftwerke sofort schließen" ist ihnen mittlerweile wesensfremd !

Eine besondere Perle grüner AntiAtompolitik ist die unermüdliche Frau Kotting-Uhl, die zwar zum AKW Philippsburg (in ihrem Wahlkreis Karlsruhe) nichts zu sagen hat, obwohl auch dort außer einem lächerlichen Mäuerchen nichts in Sachen "Sicherheit" geschehen ist, dafür aber entsprechende Konzepte im Osten Deutschlands anmahnt.

Grüne werfen Atomlager-Betreibern Verschleppung vor

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich schätze die Frau Kotting-Uhl in ihrem persönliche Engagement sehr, sie ist dabei sehr "authentisch" - aber sie unterscheidet sich z.B. vom Kämpfer gegen die Atomkraft in der sPD - dem leider viel zu früh verstorbenen Herrmann Scheer - dadurch, dass sie (ohne Not) allen grundsätzlichen Beschlüssen im Bundestag zustimmt, die da sind: "weiße Landkarte" als Wartezimmer für "Gorleben" und dem "Atomdeal" zugunsten der Atomkonzerne auf Kosten der Steuerzahler.

Natürlich macht sich die Frau Jahr um Jahr verdient gegen Atomkraft, besonders wenn es z.B. um Thange & Doel (Belgien), Fessenheim & Cattenom (Frankreich) geht - von einer Unterstützung der Forderung in ihrem Wahlkreis Karlsruhe nach schnellerer Stilllegung vom AKW Philippsburg hat man von ihr noch nie was gehört! Aber sie macht sich vor allem als "grüne Frontfrau" unentbehrlich für die Konzerne beim Management der materiellen und finanziellen Entlastung vom lästigen Atommüll - aus "Verantwortung" - versteht sich !

www.gruene-bundestag.de/themen/atomausstieg/notoperation-gelungen-atom-rueckstellungen-gesichert-15-12-2016.html

... und so wurschtelt sie sich durch im Bundestag ... lehnt gute Anträge von links meist ab und erntet dafür ordentlich Applaus bei den Vertretern der GroKo - grün eben ...

www.gruene-bundestag.de/parlament/bundestagsreden/2015/juli/sylvia-kotting-uhl-atommuell.html

bei der angestrebten Koalition mit der cDU im Bund wird sie dann wohl Bundesumweltministerin werden, dann ist es vorbei mit dem "Dirndl-Streit" im Bundestag - schaun mer mal ... ;o)

Jetz kommt sie erstmal zu einer Veranstaltung der GRÜNEN hier an die Bergstraße (3. 4. 19 Uhr, Bensheim, "Präsenzhof"). Mal sehen, was sie uns zu Endlagersuche, Atomdeal, Freimessung und Castortransporten zu erzählen haben wird ...

... zu guterletzt:
einer der 10 Landesumweltminister der GRÜNEN weiß wenigstens, was sich gehört und verbeugt sich vor den "Widerstand" gegen das Endlager in Gorleben. Da kann die Frau Kotting-Uhl im Bundestag lange von "Verantwortung" schwafeln ...

Dass sich die Menschen den bis an die Zähne bewaffnetwen Truppen des "Atomstaates" in den Weg gestellt haben, hat den Erfolg gebracht - sonst nichts !

Aber auch hier ist nicht das letzte "grüne" Wort auf ihrem Weg von der Friedens-und AntiAtom- zur Regierungspartei gesprochen; 2031 ist noch lange hin ... und die Frau Kotting-Uhl kann dann ihren Urenkeln erklären, dass es vor dem "Endlager Gorleben" eine sog."weiße Landkarte" gegeben hat ... und wenn - ja wenn sie damals was zu sagen gehabt hätte..., wäre alles ganz anders gekommen ;o) !

Minister würdigt Gorlebener Proteste

40 Jahre nach der Benennung Gorlebens zum Atomstandort hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) den Anti-Atom-Protest im Wendland gewürdigt. Es sei letztlich dem entschlossenen, friedlichen und kreativen Widerstand rund um Gorleben zu verdanken, dass die Planungen für ein Endlager und der Ausbau des Salzstocks vor Ort gestoppt werden konnten, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover. Es werde auch keine weiteren Castortransporte ins Wendland geben.

www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/minister-wuerdigt_a_31,2,1640757367.html