Katastrophenschutz bei Atomunfällen in Deutschland

„Fukushima“ lässt grüßen: www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65342

Was ist, wenn der Supergau kommt und einheitliche Katastrophenschutzrichtlinien für ganz Deutschland fehlen?

Auf der Landkarte ist exemplarisch die Verstrahlung durch das AKW Grohnde dargestellt, BBK 2015, Geo-Basis-DE (BKG 2014)

Bis heute existiert in Deutschland keine einheitliche Planung für den Katastrophenschutz bei Atomkatastrophen von der Schwere, wie sie zuletzt in Fukushima und davor in Tschernobyl aufgetreten sind. Ursache dafür ist, dass die Bundesregierung bis heute keine Frist für die Umsetzung ihrer Richtlinien festsetzte, die gemeinsam mit den Länderinnenministerien erarbeitet wurden. Zufall oder bewusste Verantwortungslosigkeit?

Nach der Fukushimakatastrophe dauerte es mehrere Jahre, bis sich die Strahlenschutzkommission im Dialog mit den Länderinnenministerien, die für die Durchführung  und Umsetzung des Katastrophenschutzes verantwortlich sind, auf einheitliche Empfehlungen einigen konnten.1 Diese Richtlinien wurden bisher nur in einem Bundesland, in NRW, in ein überarbeitetes Katastrophenschutzgesetz aufgenommen.

www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/katastrophenschutz-bei-atomunfaellen.html