jetzt wird – mit einigem Recht – mit dem Finger auf Belgien & Frankreich gezeigt ... nur wird da, wo man direkt was tun könnte im eigenen Land, die Laufzeitverlängerung bis 2022 fortgesetzt. Als ob z.B. in Gundremmingen oder Grohnde die Fratze des Atomtodes nicht gleichermaßen lauern würde:

Angst vor Atomunfall in Europa wächst

Die Explosion im französischen Atomkraftwerk Flamanville schreckt auf. Aber auch Pannen in anderen Reaktoren und Vertuschungen beunruhigen. Viele Bürger wollen die Abschaltung von alten AKW in Europa.

„Auch wir könnten in die gleiche Situation kommen wie die Menschen in Fukushima. Das ist realistisch und bedrohlich”, sagt Josie Bockholt. Deshalb protestiert sie gegen den belgischen Atomreaktor in Tihange. Bockholt lebt in Aachen, 60 Kilometer von Tihange entfernt. In dem Reaktorkern wurden tausende Haarrisse festgestellt. Zudem sorgen Pannen und Abschaltungen immer wieder für Schlagzeilen.

http://www.dw.com/image/37197070_7.png

www.dw.com/de/angst-vor-atomunfall-in-europa-w%C3%A4chst/a-37214490

Leibstadt:

Überhitzungen, Korrosion - nichts neues aus der Schweiz ... und über den Wandelgang des einstigen Chefs des einstmals fortschrittlichen Öko-Instituts - Herrn Sailer, mag sich jeder ein eigenes Bild machen :

Schäden am Atomkraftwerk Leibstadt beunruhigen

Bevor das seit Monaten stillstehende Atomkraftwerk (Akw) Leibstadt im Kanton Aargau wieder angefahren wird, soll Klarheit herrschen über die Ursache der Korrosionsschäden an der Anlage. Das fordern über ein Dutzend Schweizer und deutsche Organisationen.(...)

www.badische-zeitung.de/aargau/schaeden-am-atomkraftwerk-leibstadt-beunruhigen--133491868.html

«Den Grund der Überhitzung wissen wir noch nicht»

SRF News: Ist es fahrlässig, wenn Leibstadt jetzt wieder ans Netz geht?
Michael Sailer: Ich mache keine Bewertung. Ich habe aber eine technische Ansicht und kann dazu beraten.

www.srf.ch/news/schweiz/den-grund-der-ueberhitzung-wissen-wir-noch-nicht?ns_source=web&srg_sm_medium=fb

AKW-Leibstadt trotz Korrosionsschäden an Brennelementen kurz vor Wiederinbetriebnahme

Kaum am Netz musste wegen eines Defekts im nichtnuklearen Teil das AKW Leibstadt am Samstag wieder vom Netz genommen werden. Auch häufige Schnellabschaltungen ruinieren die Stabilität von Brennelementen

https://rdl.de/sites/default/files/styles/rdl_big/public/legacy/images/stories/akw_3land.jpg?itok=z2Ti66uv

Brokdorf:

Da staunt der Laie (und der Fachmann wundert sich ...). Ist das immer schon so gewesen und keiner hat genau hingeguckt; oder sind die neuen Ummantelungen billiger (pardon: kostengündtiger) hergestellt worden ? Was soll nur aus dem letzten alktiven AKW in Schleswig-Holstein werden ?

Zu dicke Oxidschichten im AKW Brokdorf

Brokdorf, mal wieder: In dem Atomkraftwerk an der Unter­elbe haben Techniker bei der jährlichen Revision auffällige Oxidschichten an mehreren Brennelementen festgestellt. Der Reaktor bleibt deshalb länger abgeschaltet als geplant.

www.jungewelt.de/2017/02-25/072.php

ja – wer hätte denn das gedacht bei der sichersten Technologie der Welt ? ... Ratlos !

Brennelemente im AKW Brokdorf rosten schneller als gedacht

Brennelemente überschreiten Grenzwerte um Jahre zu früh

Beim planmäßigen Wechsel der Brennelemente im AKW Brokdorf wurde eine überhöhte Oxidschichtdicke an den Brennelementen gemessen. Der Grenzwert von 100 Mikrometern war an mehreren Brennstäben erreicht oder überschritten, punktuell wurde sogar eine Oxidschicht von 152 Mikrometer gemessen. Das ist besonders deshalb auffällig, da die Brennelemente erst seit zwei Zyklen (etwa zwei Jahre) im Einsatz waren und der letzte Zyklus eher kurz war. Die Einsatzdauer eines Brennelementes liegt normalerweise bei bis zu fünf Zyklen.

www.iwr.de/news.php?id=33136

Gundremmingen:

wie hier vdrharmlost wird, ist beispiellos - gedeckt durch die sog."Atomaufsicht":

Block B von Akw Gundremmingen abgeschaltet

Wegen eines Zwischenfalls an einem Ventil ist Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen in Bayern heute abgeschaltet worden. Nach Angaben der Betreiber waren zum Abschluss der Revision Prüfungen unter anderem an Sicherheits- und Entlastungsventilen durchgeführt worden. Im nuklearen Bereich habe eines der Ventile zur Prüfung korrekt geöffnet, aber nicht wieder verschlossen werden können. Der ausgetretene radioaktive Dampf sei in dem geschlossenen Sicherheitsbehälter verblieben, betonte ein Sprecher.

www.zeit.de/news/2017-02/27/atomkraft-block-b-von-akw-gundremmingen-abgeschaltet-27194603

Neuer Störfall in Gundremmingen

Die letzten beiden Siedewasserreaktoren Deutschlands produzieren Strom, Pannen und Atommüll

www.jungewelt.de/artikel/306510.neuer-st%C3%B6rfall-in-gundremmingen.html

AKW-Blöcke Gundremmingen B und C sofort stilllegen!

Nach dem Störfall im Atomkraftwerk Gundremmingen B, der am Montag (27.02.2017) bekannt wurde, fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut die sofortige und endgültige Stilllegung des Reaktors, der bereits mehr als dreißig Jahre in Betrieb ist. Der BBU fordert ebenfalls die sofortige Stilllegung des Gundremminger Reaktorblocks C. Beide Reaktoren gingen 1984 in Betrieb.

https://antiatomblog.wordpress.com/2017/03/03/akw-bloecke-gundremmingen-b-und-c-sofort-stilllegen/

das folgende macht mich – wie vieles bei den sog. „Grünen“ (fast) sprachlos.

Während sie für Bayern richtige Forderungen unterstützen (gut so), machen sie im Bundesland daneben (BaWü) an der Seite der cDU das genaue Gegenteil (Umweltminister Untersteller nennt AKW „klimaschonend“ und hatte die „Idee“, Castortransporte auf dem Neckar durchzuführen):

Gundremmingen stilllegen

Kernschmelze nicht auszuschließen
Das Atomkraftwerk Gundremmingen hat nicht genügend erdbebensichere Not- und Nachkühlsysteme. Damit verstößt es gegen die deutsche Vorschrift und gehört stillgelegt. Längst hätte das der Bayrischen Atomaufsicht auffallen müssen.

www.gruene-bundestag.de/themen/atomausstieg/kernschmelze-nicht-auszuschliessen-06-03-2017.html

Es ist ein einziges Trauerspiel: 10 von 16 Umweltministerien der Länder sind in grüner Hand, und zwar in sämtlichen Bundesländern, in denen noch AKWs laufen (außer in Bayern):

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_amtierenden_deutschen_Landesumweltminister

Diese "grüne" Partei ist einst angetreten, der Atomkraft ein Ende zu bereiten - dazu wollten sie "an die Macht" gewählt werden und bissen alle weg, die den Weg nach oben nicht mitgehen wollten - was errreicht wurde war defitiv das "Dosenpfand" ! Heute stimmen sie (obwohl nicht an der Regierung!) für alle deutschen Kriege, eine Laufzeitverlängerung bis 2022, ein windelweiches Entsorgungskonzept mit Ziel "Gorleben" (wer glaubt schon an "Ton"-oder Granisgestein in Bayern oder Baden-Württemberg) und zuletzt für den "Atomdeal" zur Kostenübernahme bei Zwischen-und Endlagerung. In Brunsbüttel beugen sie das Recht, indem sie weiter ins Zwischenlager einlagern, in Baden-Württemberg organisieren sie Castortransporte auf dem Neckar ! Die "Grünen" setzen jede Schweinerei des "Atomstaates um - die einstige Forderung "alle Atomkraftwerke sofort schließen" ist ihnen mittlerweile wesensfremd !

Eine besondere Perle grüner AntiAtompolitik ist die unermüdliche Frau Kotting-Uhl, die zwar zum AKW Philippsburg (in ihrem Wahlkreis Karlsruhe) nichts zu sagen hat, obwohl auch dort außer einem lächerlichen Mäuerchen nichts in Sachen "Sicherheit" geschehen ist, dafür aber entsprechende Konzepte im Osten Deutschlands anmahnt.

Grüne werfen Atomlager-Betreibern Verschleppung vor

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich schätze die Frau Kotting-Uhl in ihrem persönliche Engagement sehr, sie ist dabei sehr "authentisch" - aber sie unterscheidet sich z.B. vom Kämpfer gegen die Atomkraft in der sPD - dem leider viel zu früh verstorbenen Herrmann Scheer - dadurch, dass sie (ohne Not) allen grundsätzlichen Beschlüssen im Bundestag zustimmt, die da sind: "weiße Landkarte" als Wartezimmer für "Gorleben" und dem "Atomdeal" zugunsten der Atomkonzerne auf Kosten der Steuerzahler.

Natürlich macht sich die Frau Jahr um Jahr verdient gegen Atomkraft, besonders wenn es z.B. um Thange & Doel (Belgien), Fessenheim & Cattenom (Frankreich) geht - von einer Unterstützung der Forderung in ihrem Wahlkreis Karlsruhe nach schnellerer Stilllegung vom AKW Philippsburg hat man von ihr noch nie was gehört! Aber sie macht sich vor allem als "grüne Frontfrau" unentbehrlich für die Konzerne beim Management der materiellen und finanziellen Entlastung vom lästigen Atommüll - aus "Verantwortung" - versteht sich !

www.gruene-bundestag.de/themen/atomausstieg/notoperation-gelungen-atom-rueckstellungen-gesichert-15-12-2016.html

... und so wurschtelt sie sich durch im Bundestag ... lehnt gute Anträge von links meist ab und erntet dafür ordentlich Applaus bei den Vertretern der GroKo - grün eben ...

www.gruene-bundestag.de/parlament/bundestagsreden/2015/juli/sylvia-kotting-uhl-atommuell.html

bei der angestrebten Koalition mit der cDU im Bund wird sie dann wohl Bundesumweltministerin werden, dann ist es vorbei mit dem "Dirndl-Streit" im Bundestag - schaun mer mal ... ;o)

Jetz kommt sie erstmal zu einer Veranstaltung der GRÜNEN hier an die Bergstraße (3. 4. 19 Uhr, Bensheim, "Präsenzhof"). Mal sehen, was sie uns zu Endlagersuche, Atomdeal, Freimessung und Castortransporten zu erzählen haben wird ...

... zu guterletzt:
einer der 10 Landesumweltminister der GRÜNEN weiß wenigstens, was sich gehört und verbeugt sich vor den "Widerstand" gegen das Endlager in Gorleben. Da kann die Frau Kotting-Uhl im Bundestag lange von "Verantwortung" schwafeln ...

Dass sich die Menschen den bis an die Zähne bewaffnetwen Truppen des "Atomstaates" in den Weg gestellt haben, hat den Erfolg gebracht - sonst nichts !

Aber auch hier ist nicht das letzte "grüne" Wort auf ihrem Weg von der Friedens-und AntiAtom- zur Regierungspartei gesprochen; 2031 ist noch lange hin ... und die Frau Kotting-Uhl kann dann ihren Urenkeln erklären, dass es vor dem "Endlager Gorleben" eine sog."weiße Landkarte" gegeben hat ... und wenn - ja wenn sie damals was zu sagen gehabt hätte..., wäre alles ganz anders gekommen ;o) !

Minister würdigt Gorlebener Proteste

40 Jahre nach der Benennung Gorlebens zum Atomstandort hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) den Anti-Atom-Protest im Wendland gewürdigt. Es sei letztlich dem entschlossenen, friedlichen und kreativen Widerstand rund um Gorleben zu verdanken, dass die Planungen für ein Endlager und der Ausbau des Salzstocks vor Ort gestoppt werden konnten, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover. Es werde auch keine weiteren Castortransporte ins Wendland geben.

www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/minister-wuerdigt_a_31,2,1640757367.html

Katastrophenschutz bei Atomunfällen in Deutschland

„Fukushima“ lässt grüßen: www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65342

Was ist, wenn der Supergau kommt und einheitliche Katastrophenschutzrichtlinien für ganz Deutschland fehlen?

Auf der Landkarte ist exemplarisch die Verstrahlung durch das AKW Grohnde dargestellt, BBK 2015, Geo-Basis-DE (BKG 2014)

Bis heute existiert in Deutschland keine einheitliche Planung für den Katastrophenschutz bei Atomkatastrophen von der Schwere, wie sie zuletzt in Fukushima und davor in Tschernobyl aufgetreten sind. Ursache dafür ist, dass die Bundesregierung bis heute keine Frist für die Umsetzung ihrer Richtlinien festsetzte, die gemeinsam mit den Länderinnenministerien erarbeitet wurden. Zufall oder bewusste Verantwortungslosigkeit?

Nach der Fukushimakatastrophe dauerte es mehrere Jahre, bis sich die Strahlenschutzkommission im Dialog mit den Länderinnenministerien, die für die Durchführung  und Umsetzung des Katastrophenschutzes verantwortlich sind, auf einheitliche Empfehlungen einigen konnten.1 Diese Richtlinien wurden bisher nur in einem Bundesland, in NRW, in ein überarbeitetes Katastrophenschutzgesetz aufgenommen.

www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/katastrophenschutz-bei-atomunfaellen.html

Fukushima- Mahnwache

– jeden Montag um 18 Uhr in
Bensheim auf der Mittelbrücke – ein äußerst kommunikativer Ort !!!

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Vier Jahre nach Fukushima:
Japan beschließt Wiedereinstieg in die Atomkraft

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