Im gründlichen Deutschland will man ja die Sache bis 2031 hinziehen, bis nach etlichen Bundestagswahlen (Motto: nach uns die Sintflut...) es dann doch "Gorleben" sein soll und "bearbeitet" gleichzeitig einen Plan B:

Zu viele Schlupflöcher beim Export-Verbot für Atommüll aus Jülich

Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE (...) weiter:
„Vor dem Hintergrund, dass es in der Sache gerade um die Regelungen zur Suche nach einem ‚Endlager‘ für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland geht, wäre es unverantwortlich, als quasi erste Maßnahme derartigen Atommüll einfach ins Ausland zu verfrachten. Das unterhöhlt auch die Glaubwürdigkeit eines ohnehin schwer belasteten Themas.

www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=59680&cHash=0f3de973b3

In benachbarten Ländern gehen die Dinge halt schneller schief:

Frankreich:
Rückschlag für Endlagerpläne

Frankreich kommt mit Projekten für die Entsorgung seines Atommülls nicht voran

https://www.neues-deutschland.de/img/o/150557

www.neues-deutschland.de/artikel/1043434.rueckschlag-fuer-endlagerplaene.html

Bau von Atommüll-Endlager gestoppt

Das Verwaltungsgericht von Nancy hat das Bauprojekt des Atommüllendlagers Bure in Lothringen vorerst gestoppt. Die neben Bure liegende Gemeinde Mandes-en-Barrois darf nach diesem Gerichtsentscheid der "Agence nationale pour la gestion des déchets radioactifs" (Andra) nicht mehr – wie zuvor beschlossen – ein Grundstück verkaufen, auf dem Teile des Endlagers gebaut werden sollten. Bure liegt südwestlich von Nancy.

Frankreich plant, in Bure unterirdisch hoch- und mittelradioaktive Abfälle einzulagern. In der Grenzregion wird der Plan heftig kritisiert. Wissenschaftler erforschen schon seit Jahren die Voraussetzungen; Alternativen sind nicht in der Diskussion.

http://www.tageblatt.lu/dyim/6a4b3a/T950,350/images/content/2/0/9/20936429/6/topelement.jpg

www.tageblatt.lu/nachrichten/ausland/story/Bau-von-Atomm--ll-Endlager-gestoppt-20936429

Slowenien:

(aus der Sicht einer österreichischen Zeitung)

Baustart für neues Atommülllager

(...) Bisher von der Öffentlichkeit unbemerkt, wurde vor wenigen Tagen ein neues Atommüll- Trockenlager für abgebrannte Brennelemente genehmigt.

www.krone.at/kaernten/baustart-fuer-neues-atommuelllager-akw-krsko-story-557406

Tschechische Republik:

(aus der Perspektive eines oberösterreichischen Landrats)

Tschechische Endlagersuche in der Sackgasse: Geologische Untersuchungen an sieben potentiellen Standorten wurden gestoppt

(...) LR Rudi Anschober: „Die Endlager-Suche in Tschechien ist völlig in der Sackgasse – nicht zuletzt ein Erfolg der Bürger/innen-Proteste – und eine einzige Farce! SÚRAO war nicht imstande, eine ordentliche Ausschreibung für Firmen zur Erkundung der potentiellen Standorte zu organisieren. SÚRAO war nicht imstande, fehlerlose Anträge für die neuen Genehmigungen der Erkundungsarbeiten einzureichen. Und diese Behörde sollte für die Auswahl "des sichersten Ortes der Erde“ zuständig sein? Dies zeigt einmal: Jeder einzelne Tag, an dem Atommeiler weiterlaufen und hochgefährlichen Atommüll produzieren, ist höchstgradig verantwortungslos!“

www.regionews.at/newsdetail/Oberoesterreich_LR_Anschober_Tschechische_Endlagersuche_in_der_Sackgasse_Geologische_Untersuchungen_an_sieben_potentiellen_Standorten_wurden_gestoppt-138803

und was kommt "in deutschen Landen frisch auf den Tisch" ?

Neue Suche nach Atom-Endlager

Bayern und Sachsen wollten sich fein bei der Suche nach einem Atom-Endlager raushalten – doch auch ihre Granitstein-Gebiete kommen als mögliche Standorte infrage.

www.fr.de/wirtschaft/energie/atompolitik-neue-suche-nach-atom-endlager-a-1046934

und dann doch ein kleiner Erfolg:

Endlager-Suche: Gorleben verliert Sonderrolle

Deutschland sucht ein Endlager für Atommüll. Ein Standort könnte Gorleben sein. Darum gibt es Streit, unter anderem wegen der sogenannten Veränderungssperre. Sie betrifft jedoch ausschließlich den Standort Gorleben. Diese Hürde soll nun Ende des Monats fallen. "Alle Standorte werden gleich behandelt", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem "Tagesspiegel". Die Bundesregierung verzichte daher auf eine Verlängerung der Veränderungssperre für den Salzstock in der Lüneburger Heide. Die Veränderungssperre verbietet bislang im Raum Gorleben Maßnahmen, die die Einrichtung eines Endlagers für nuklearen Müll einschränken könnten.

www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Endlager-Suche-Gorleben-verliert-Sonderrolle,gorleben1836.html

Standortauswahl-Gesetz im Bundestag

Auch Jochen Stay, Sprecher der Initiative .ausgestrahlt, kritisiert den Gesetzesentwurf: "Das neue Gesetz atmet alten Geist. Erneut werden Methoden gewählt, ein Atommüll-Lager durchzusetzen, statt eine gesellschaftliche Verständigung über den Umgang mit dem strahlenden Müll anzustreben.

http://wendland-net.de/post/standortauswahl-gesetz-im-bundestag-41714

ach ja – da gibt es ja noch "Australien" im Angebot – oder vielleicht lieber "ab nach Sibirien" – oder dann doch besser nach "Gorleben" ?!?

Atommüll unter die Erde in Australien?

Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney.

www.sueddeutsche.de/wissen/kernenergie-atommuell-unter-die-erde-in-australien-1.3410131

ja – und da gibt es ja noch das Feuilleton – Argumente zum "Billig"-Preis:

Atommüll-Endlager könnte „den Bevölkerungsrückgang im Fichtelgebirge verstärken“

http://umweltfairaendern.de/2017/03/atommuell-endlager-koennte-den-bevoelkerungsrueckgang-im-fichtelgebirge-verstaerken/