die "Grünen" in Bayern haben Recht mit ihren Befürchtungen und Warnungen !

Nur gilt ähnliches auch für AKW (Neckarwestheim und Philippsburg) in BaWü, wo sie das Sagen haben und in abgeschwächter, aber ebenso unverantwortlichen Weise bei uns in Hessen (Biblis): hier wurde gerade der Abriss von Block A & B vom grünen Umweltministerium genehmigt, wohl wissend, dass im Abklingbecken von Block B noch viele Jahre lang Sonderbrennstäbe von beiden Blöcken lagern müssen - schlicht, weil es für diese noch viele Jahre keine Castoren gibt ! Die "grüne" Umweltministerin Hinz ficht das nicht an - denn RWE bestimmt - und niemand sonst ... interessant ist auch, wie die "Sonderbrennstäbe von Block A in den Block B gekommen sind ? Mit der "Deutschen Bahn AG" oder mit 'nem Sackkarren über den Hof mal eben schnell ...

Operation am offenen Herzen: In Bayern soll ein noch laufendes AKW zurückgebaut werden

(...) Ein aktuelles Gutachten warnt vor der Möglichkeit einer Kernschmelze

Stoff zur Diskussion gibt es ausreichend: Das Kernkraftwerk Gundremmingen ist bis heute das leistungsstärkste in Deutschland – und das letzte, das wie die Anlage in Fukushima einen Siedewasserreaktor hat. Immer wieder gab es Zwischenfälle, Umweltverbände warnen vor den Risiken der alten Meiler, zuletzt forderten die Landesfraktion der Grünen Anfang März die sofortige Abschaltung. Sie hatten ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zu einem schwerwiegenden Urteil kam: Die Not- und Nachkühlung des AKWs ist mangelhaft.

www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/operation-am-offenen-herzen-bayern-soll-ein-noch-laufendes-akw-zurueckgebaut

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zugegeben: die Verbindung von Staat & Atomwirtschaft in Japan ist schon sehr speziell; Vertuschungen & Verharmlosungen deren tägliches Geschäft ...

das heißt aber nicht, dass der Kapitalismus bei uns grundsätzlich anders funktioniert ;o)

Wenn die Mafia AKW-Helden vermittelt

Der Journalist Tomohiko Suzuki schleuste sich drei Monate nach dem Super-GAU von Fukushima 2011 in die Aufräumarbeiten im Kern der Kraftwerksruine ein. Sein Buch über die extrem gefährdeten Arbeiter dort sowie die Rolle und Macht mafiöser Strukturen hat der Autor dieser Tage auf einer Lesereise vorgestellt.

www.energiezukunft.eu/die-kritische-seite/wenn-die-mafia-akw-helden-vermittelt

... hier ein Beitrag von 2004 (!) auf einem IPPNW-Kongress - genau so sieht's aus:

Der Einfluss der Atomindustrie

Deutlich ist zu sehen, dass die "Welt aus den Fugen gerät": Terrorismusgefahr, Infragestellung der sozialen Sicherungssysteme, Arbeitsplatzabbau, gesellschaftliche Verarmung, Verlust der internationalen Rechtssicherheit, neue Kriege, ökologischer Raubbau, Überführung von staatlichen Monopolen in private Monopole unter dem Diktat der neuen globalen neoliberalen Weltordnung ...

Wie sollen unter solchen Bedingungen extrem störanfällige Atomanlagen sicher bewacht, störungsfrei gewartet und vor terroristischen Attacken rund um die Uhr über Jahrzehnte geschützt werden? Investieren die privaten Eigner noch ausreichend in die Sicherheit ihrer Anlagen in Zeiten des maximalen Profits für die Aktionäre?

Gewinne aus der Stromerzeugung werden privatisiert, für die jahrtausendelange Bewachung des Atommülls aber soll letztendlich die Allgemeinheit aufkommen.

www.ippnw.de/presse/reden/atomenergie/artikel/de/der-einfluss-der-atomindustrie

Ich kann mit dem Abfeiern von Jahrestagen nicht allzu viel anfangen; bei Tschernobyl loben sich die Gönner der "freien" Ukraine angesichts des Jahrestages des Super-Gaus eh nur selber für die tolle technische Leistung mit dem neuen Sarkophag, der die Ratioaktivität für weitere100 Jahre eindämmen soll - eine nur kurze Zeit angesichts des Höllenfeuers im geschmolzenen Kern:

Tschernobyl

damit man noch sieht, was geschehen ist ... und nicht nur die schöne, neue Hülle um den Sarkophag

Hier ein Bericht von letztem Jahr:

„Noch lange nicht vorbei“

30 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl ist nicht abzusehen, wann – und ob – die Katastrophe jemals bewältigt sein wird. Die Herausforderungen sind immens.

Tschernobyl - neuer Sarkophag

www.greenpeace.de/themen/energiewende-atomkraft-atomunfaelle/tschernobyl/noch-lange-nicht-vorbei

und:
www.n-tv.de/wissen/Tschernobyl-und-das-Sarkophag-Problem

es gibt auch noch weiteres - für uns alle Beunruhigendes aus Poroschenkos "Reich" zu vermelden:

Ukraine-AKW auf Vollast

Aus Mangel an Kohle werden Atomkraftwerke hochgefahren. Reaktoren sollen länger laufen. Störfälle häufen sich.

www.jungewelt.de/artikel/309624.ukraine-akw-auf-vollast.html

und generell:

Terror, Sabotage, mangelnde Wartung: Atomkraftwerke in Krisenregionen sind eine echte Gefahr

Denn wo Krieg herrscht, werden Schutzmaßnahmen oder Kontrollmechanismen schnell vernachlässigt. "Solche Schutzmaßnahmen richten sich jedoch üblicherweise ausschließlich gegen terroristische Bedrohungen und setzen eine funktionierende Staatsgewalt voraus", erklärten Fachleute des Öko-Instituts, von dem die Studie stammt. Schutzmaßnahmen sind eben nur so sicher, wie die politischen Verhältnisse im Land. Doch nicht nur gezielte Angriffe auf Atomkraftwerke sind ein Problem, auch politische Unruhen, Kriege oder wirtschaftliche Konflikte können dazu führen, dass solche Anlagen nicht mehr ausreichend überwacht und gewartet werden. Im schlimmsten Fall kann das zu einer atomaren Katastrophe führen.

rtlnext.rtl.de/cms/terror-sabotage-mangelnde-wartung-atomkraftwerke-in-krisenregionen-sind-eine-echte-gefahr

Atommüll ist ein toller Rohstoff für Atombomben ! Das wissen nicht nur die Atomkonzerne in Frankreich und Großbritanien,die sich das Zeug aus deutschen AKW in La Hague und Sellafield jahrelang rausgeholt haben, sondern auch die kriegsgeilen Waffenproduzenten in den USA ... da ist das "Exportverbot" im Atomgesetz zwar ein Hinderungsgrund, aber die sPD/olivgrüne Landesregierung arbeiten zusammen mit dem Bundestag daran ... Ist der kaputte Versuchsreaktor in Jülich erstmal entsorgt, kann man ja an die strahlenden Kugeln in Hamm gehen - "Atomstaat" in Aktion ...

Atommüll aus Hamm bald in den USA ?

Atommüll aus dem stillgelegten Reaktor in Hamm könnte künftig in die USA exportiert werden. Das befürchten Bürgerinitiativen. Denn der deutsche Bundestag berät in der kommenden Woche über eine Änderung des Atomgesetzes. Die Kernkraftgegner sehen darin eine Möglichkeit, das Export-Verbot zu umgehen.
Der Atommüll stammt aus dem stillgelegten Reaktor in Hamm-Uentrop. Seit 25 Jahren lagert er in 305 Castor-Behältern im Zwischenlager Ahaus. Die Brennelemente strahlen immer noch so stark, dass das amerikanische Militär daraus noch Material für Atomwaffen herstellen könnte.

www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/atomkraft-gegner-hamm-gegen-aenderung-atomgesetz

das Zauberwort geistert immer wieder durch die Presse ... und macht besonders denen, die das Plutonium gerne für Atomwaffen gewinnen würden, das Maul wässrig. Dumm nur, dass wir bei uns ja "Atomausstieg" spielen ... dann müssen halt die Franzosen für uns weiter "forschen"

Langwierig, teuer und riskant

Die Experimente zeigen: Mit radioaktivem Müll zu hantieren ist heikel. Man braucht massive Abschirmungen und eine ausgefeilte Fernsteuerung. Ein ähnlicher Aufwand wäre auch für eine Technik nötig, über die die Fachwelt schon länger diskutiert. Sie soll Atommüll, der für Jahrmillionen strahlt, in Stoffe umwandeln, die nur noch für ein paar Jahrhunderte gefährlich sind. Transmutation heißt die Technik. (...)

In anderen Ländern aber läuft die Forschung weiter, etwa in Frankreich. Hier gibt es keinen Atomausstieg und hier gilt die Transmutation weiterhin als eine interessante Perspektive, gefährlichen Atommüll zumindest teilweise zu entschärfen.

www.deutschlandradiokultur.de/transmutation-von-atommuell-langwierig-teuer-und-riskant