Es gibt ja (unbeantwortete oder pauschal abgewimmelte) Briefe von AK.W.ENDE an den Landrat Engelhard von der Bergstraße inzwischen zuhauf.. Irgendwie scheint der junge Mann von der CDU überfordert und auch nicht so ganz orientiert zu sein zum Thema Energiegewinnung, sonst hätte er nicht so einen Unfug rausgelassen ! Also keine Atomkraft und auch keine regenerative Energie - soll in der Rheinebene jetzt etwa nach Kohle geschürft werden ... oder was denkt sich der CDU-Jungspunt in seinem Büro in Heppenheim ?

Eigendlich zum Kringeln vor Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, dass solche Schranzen gewählt werden im Lande Hessen- ob Engelhardt (CDU), Krug (SPD), Kusicka (angeblich parteilos, aber getarnter CDUler) oder Hinz(GRÜNE) ... inkompetenter geht nicht:

Landrat begründet Ablehnung weiterer Windkraftstandorte mit Atomkraftwerk

 KREIS BERGSTRASSE - Landrat Christian Engelhardt (CDU) will erreichen, dass im Kreis Bergstraße über die drei Windparks Greiner Eck, Stillfüssel und Kahlberg hinaus keine weiteren Windkraftanlagen gebaut werden. Er hält diese Forderung für berechtigt, obwohl der Kreis damit das vom Landtag formulierte Ziel verfehlt, zwei Prozent seiner Fläche als Vorranggebiete für Windkraft auszuweisen. Eines seiner Hauptargumente: Der Kreis Bergstraße ist seit 1974 Standort des einzigen Atomkraftwerks in Hessen. Mit dieser Belastung der Bevölkerung und den Belastungen, die mit Rückbau und atomarem Zwischenlager verbunden sind, leiste der Kreis Bergstraße seit 43 Jahren und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung des gesamten Bundeslandes. (...)

www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/kreis-bergstrasse/landrat-begruendet-ablehnung-weiterer-windkraftstandorte-mit-atomkraftwerk_17856265.htm

hier der letzte der Briefe an den Herrn Landrat mit echten Problemen, die mit Windrädern so gar nichts zu tun haben:


Herrn
C. Engelhardt
Landrat des Kreises Bergstrasse
Gräffstrasse 5
64646 Heppenheim

20. April 2017
Katastrophen-Abwehrplan des Landkreises Bergstrasse
hier: Überarbeitung des Katastrophenschutzgesetzes auf Landesebene

Sehr geehrter Herr Engelhardt,
Nach der Fukushimakatastrophe dauerte es mehrere Jahre, bis sich die Strahlenschutz­kommission mit den Länder-Innenministerien auf einheitliche Richtlinien für ein überarbeitetes Katastrophenschutzgesetz einigte. U. a. wurde eine Ausweitung der Evakuierungszonen und die Ausgabe von Jodtabletten für weitere Bevölkerungs­gruppen vorgesehen, da die radiologischen Ausbreitungen nach Katastrophen, z. B. terroristischen Angriffen, aufgrund der Erfahrungen aus Fukushima wesentlich größere Gebiete umfasst und damit weit mehr Menschen gefährdet sind als bisher angenommen.

In der Genehmigung zum Abriss der Atomkraftwerke in Biblis verweist nun das Umweltministerium darauf, dass diese erweiterten Anforderungen an den Katastrophen­schutz nur auf noch in Betrieb befindliche Reaktoren zutrifft und lehnt entsprechende Einwendungen ab.

Am 10. März d. J. gab es einen sog. “Renegade”-Voralarm im gesamten Bundesgebiet, bei dem das Personal von Atomkraftwerken, u. a. auch in Biblis, evakuiert wurde bzw. Schutzräume aufsuchen mußte. Die Ursache: Der Funkkontakt zu einer “Air India”-Boeing 787 auf dem Flug von Ahmedabad nach London war ab­gebrochen, so daß Kampfflugzeuge über dem deutschen Luftraum versuchten, Sicht­kontakt aufzunehmen. Bei einem „Renegade“Voralarm wird ein möglicher terroristischer Angriff mit einer Verkehrsmaschine angenommen. Offenbar gab es bereits zuvor derartige Voralarme, u. a. am 16. Februar 2017.
Vor diesem Hintergrund sehen wir für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Berg­straße, aber auch für die Bevölkerung weit darüber hinaus durch die Atomkraftwerke Biblis A und B, und ihren Rückbau und das wahrscheinlich noch viele Jahre bestehende Standort-Zwischenlager mit hochradioaktivem Atommüll ein großes Gefährdungs­potential. Deshalb ist unserer Meinung nach eine rasche Überarbeitung der Katastrophenschutzpläne auch in Hessen dringend geboten. Bisher konnten wir keine Hinweise dafür finden, daß dies auf Landesebene bereits geplant ist. Deswegen fordern wir Sie als Landrat des Kreises Bergstrasse auf, sich für eine zügige Umsetzung der von den Länder-Innenministerien beschlossenen Richtlinien einzu­setzen und auch den Katastrophen-Abwehrplan des Landkreises entsprechend zu überarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Scheffler