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Nr. 214 – 15. 7. 2017

Inhalt:

  1. "Infoforum" - die nächste ...
  2. "grüne" Castortransporte (3)
  3. Tihange - danach

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Hallo Ihr freundlichen Mitglieder des Infoforums vom BUND, DGB, SPD, GRÜNE, LINKE und AntiAKW-Initiative GroßGerau
(CDU, IHK und Kreise habe ich jetzt vorest erst mal gar nicht angeschrieben),

5. Die deutliche Mehrheit der Forumsmitglieder spricht sich dafür aus, stringent rückbaubezogene Themen zu behandeln. Allgemeine Themen der Atompolitik sollen im Info-Forum nicht behandelt werden. Auch sollen Themen, die sich außerhalb von Biblis „in Klärung“ befinden (z.B. Klageverfahren am Verwaltungsgericht) nicht Inhalt von Sitzungen des Informationsforums sein.

Wir bitten Euch, uns das Zustandekommen der deutlichen Mehrheit zu Punkt 5. des Protokolls zu erklären ! Was ist eine "deutliche Mehrheit" ? Was bedeutet "stringent" ? Ist der Herr Kusicka überhaupt kompetent genug, irgendeine solche Frage zu beurteilen ? Wird er dann nach seinem Gutdünken jemandem das Wort verbieten oder dessen Meinung zensieren ?

Ich bin ja wohl mit allen Menschen, die noch 1 + 1 zusammenzählen können, der Meinung, dass das so nicht sein kann: über den Rückbau des AKW Biblis zu "informieren" ohne über "Atomkraft" zu sprechen, ist so wie über die Details der staatlichen Hinrichtungstechniken in den USA zu diskutieren ohne über die "Todesstrafe" zu reden ...

Sollen wir in Zukunft bedeutungsvollen technischen Ausführungen des Herrn Kemmeter (RWE) oder der z.B. Frau Petrik (Atomaufsicht) still und ergriffen folgen, ohne über Zusammenhänge Antworten einfordern zu dürfen ?
So z.B. zu:
a) Endlager erst in 100 Jahren
b) Castor-Sicherheit in dieser Zeit
c) staatliche Zwischenlager auf RWE-Gelände
d) Freimessung und Gefahren von Niedrigstrahlung
e) Deponierung von strahlendem Material
e) Katastrophenpläne

Sollen wir z.B. andächtig lauschen, wie toll die längst ohne Genehmigung (vor)dekontaminierten Wärmetauscher "abgeschrubbt" werden ?

Über Zusammenhänge von z.B. "Atomdeal" und "Rückbau für lau" (man muss ja jetzt mit den Geldern streng haushalten) möchte ganz offensichtlich RWE und hessische Atomaufsicht nicht öffentlich reden, aber ein "Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" ist ja dann wohl ein "schlechter Witz" ...

also: wie ist das mit der "deutlichen Mehrheit" und wie seid ihr da in Zukunft aufgestellt.
mit sonnigen Grüßen
Ingo Hoppe

 

Was müssen die Initiatoren dieses Geheimforums, das nun zum 2. Mal nichtöffentlich getagt hat, Angst vor der Bevölkerung haben, dass sie so drastisch das Thema ATOMKRAFT ist GEFÄHRLICH so sehr fürchten müssen ... ?!?

In anderen Gegenden dieses Landes sieht es anders aus als hier in der "Gurkenstadt" im hessischen Ried:

  1. selbst der OB von Aachen (CDU) hat an der "Menschenkette" gegen die AKW in Belgien teilgenommen.
  2. In der Umgebung von "Schacht Konrad" -namentlich in der Region Salzgitter-  gibt es ein breites Bündnis gegen die Einlagerung von "mittelradioaktivem Atommüll"
  3. auch im Ländle regt sich der Widerstand durch alle Parteien gegen freigemessenen Atommüll:

Am Montag, den 17.7.17 findet in Schwieberdingen eine Kundgebung und Demonstrationszug wegen der Einlagerung des Rückbau-Mülls der AKWs Neckarwestheim auf die Deponien in unserer Nachbarschaft statt.

Das Motto lautet:

AKW´s sicher entsorgen! Kein Rückbau-Müll auf unsere Deponien!

Es gibt bessere Lösungen als „freimessen, verteilen und vergessen“

Diese Veranstaltung ist sehr breit angelegt: Verschiedene (Alt-)Bürgermeister, Kreisräte verschiedener Fraktionen werden reden und auch Bankvorstände und Ärzte werden das Wort ergreifen. Es gilt, gemeinsam für eine andere Atommüll-Politik vor Ort aufzustehen.

Nun denn: Da das "grüne" Infoforum für Transparenz und Bürgerbeteiligung" sowas von tot ist, geht AK.W.ENDE selber mit Aufklärung "über die Dörfer". Die nächsten Veranstaltungen in Bensheim, Loesch und Heppenhim sind schon in Vorbereitung.

"Bergsträsse Anzeiger":

Veranstaltung Biblis 06.07. 12017

"Starkenbzrger Echo":

Veransraltung Biblis 06.07.2017 2

Das Bündnis Neckar-castorfrei und .ausgestrahlt rufen zum Protest gegen die Castor-Transporte auf:

Der zweite Atommüll-Transport auf dem Neckar ist in Vorbereitung. Wieder sollen drei Castoren mit abgebrannten Brennelementen vom AKW Obrigheim zum AKW Neckarwestheim verschifft werden.

Eine Atommüll-Verschiebung, die nicht nur die Anwohner*innen am Neckar unkalkulierbaren Risiken aussetzt, sondern auch schlichtweg keinen Sinn macht, da das Zwischenlager in Neckarwestheim für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle denkbar ungeeignet ist.

Das Bündnis Neckar-castorfrei hat schon anlässlich des ersten Transports an verschiedenen Orten Mahnwachen, eine Demo und kreative Aktionen durchgeführt.

Nun bereiten wir uns auf den kommenden Castor-Transport vor, der für die übernächste Woche erwartet wird (den Termin gibt die EnBW vorab nicht bekannt).

Am Samstag, den 22. Juli, wird es deshalb eine Kundgebung mit anschließendem Anti-Atom-Spaziergang geben, wozu wir Dich herzlich einladen.

WANN: Treffpunkt ab 16:30 Uhr, Kundgebung um 17 Uhr
WO: auf dem Postplatz in 74348 Lauffen am Neckar

Gemeinsam gehen wir dann zum Neckar und zur Schleuse, die der Castor passieren muss.

Abschluss ist gegen 18:30 Uhr auf dem Marktplatz in Lauffen.

Zweiter Castor-Transport ab Montag, 24. 7. möglich

Letzte Woche wurden vom AKW Neckarwestheim weitere drei leere CASTOREN nach Obrigheim transportiert. Die Atomschiffe sind jetzt wieder nach Neckarwestheim zurückgefahren und werden seither dort „geparkt.“ Ein weiterer leerer CASTOR-Behälter befand sich bereits in Obrigheim, so dass die Beladung mit hochradioaktiven Brennstäben von der EnBW unmittelbar nach dem Transport am 28.Juni gestartet werden konnte. Es dürfen immer drei CASTOREN beladen werden – danach soll dann der nächste Transport starten.

Der nächste CASTOR-Transport wird in der Woche von Montag, 24. 7. 2017 erwartet!

Der CASTOR-Alarm beginnt wieder mit der Abfahrt der Atomschiffe von Neckarwestheim nach Obrigheim. Voraussichtlich in der selben Nacht erfolgt die Beladung und wahrscheinlich bereits am nächsten Tag der
hochradioaktive Transport. Plant euch freie Tage ein!

Aktionsort Lauffen am Neckar

Transporttag:
Das Bündnis Neckar castorfrei meldet unter anderem in Lauffen/N. in der Kanalstrasse (Neckar Seitenarm) wieder eine Mahnwache als Info-Station an. Kommt bitte möglichst früh dort hin. Lauffen ist eine schöne und interessante Stadt, durch die der Neckar-Kanal zur Schleuse geht.

Samstag 22. 7.:
Anti-Castor-Abendspaziergang durch Lauffen/N.

Das Bündnis Neckar castorfrei macht am Samstag, 22. 7. 2017 in Lauffen eine Kundgebung mit einen anschließenden Anti-Atom-Spaziergang. Treffpunkt ist ab 16:30 Uhr der Postplatz (Eisdiele), dort folgt um 17 Uhr die Kundgebung. Ab 17:30 Uhr laden wir Euch zu einen Anti-Atom-Spaziergang zum Neckar und zur Schleuse ein - der Abschluss wird gegen 18:30 Uhr auf dem Marktplatz sein.

Herzliche Einladung zu diesem Ortsrundgang - bitte weiter sagen!

Aktuelle Infos und Hintergrund-Informationen, Newsletter, SMS-Alarm und
vieles mehr zu den bzw. gegen die Castor-Transporte auf dem Neckar
findet Ihr auf der Bündnis-Seite: https://neckar-castorfrei.de

kaum ist die Menschenkette der 50.000 vorbei ... geht's in den Atomstaaten so weiter wie gehabt:

Risse, immer neue Risse

Obwohl gravierende technische Mängel an den Reaktoren der AKW Tihange und Doel festgestellt wurden, werden beide weiterbetrieben

www.jungewelt.de/m/artikel/313597.risse-immer-neue-risse.html

... und "unser" Atomstaat ist - trotz vollmundiger Kritik an den ausländischen Bröselreaktoren - voll im Geschäft ! Ich wurde wegen meines Hinweises, die GRÜNEN könnten ja mal im eigenen Land, in dem sie bis vor ihrer Abwahl (wegen Wirkungslosigkeit) in 2 Bundesländern 10 Umweltminister stellten, mal was für den baldigen Ausstieg tun, heftig kritisiert.
Jetzt können sie weiter so tun als ob ... und die Karawane des Atomstaates zieht unbeeindruckt weiter

Deutschland liefert weiterhin Uran

Bundesregierung will Genehmigungen für Ausfuhr von Brennstoffen an Schrottmeiler nicht zurücknehmen

Auch die Bundesregierung hat sich mehrfach kritisch über die belgischen Atomkraftwerke geäußert. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat gar die Bitte nach Brüssel übermittelt, die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 mögen doch bitte abgeschaltet werden. Dennoch hat weder die Bundesregierung noch die Landesregierung in Hannover Probleme damit, weiter Brennstoff für diese beiden umstrittenen Anlagen mit besonders zweifelhafter Sicherheit zu liefern. Seitdem die beiden Reaktoren Ende 2015 wieder in Betrieb gingen, sind bereits 242 Brennstäbe aus der Brennelementefabrik im westniedersächsischen Lingen nach Belgien geliefert worden. 44 weitere sollen demnächst folgen. Insgesamt hat das zuständige Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit den Transport von 600 frischen Brennelementen für die belgischen Atommeiler genehmigt.

www.jungewelt.de/m/artikel/313598.deutschland-liefert-weiterhin-uran.html

Dazu findet in Lingen eine Demonstration statt (Info von Franz Scheidel von "Langen gegen Atomkraft"):

Protestdemo gegen Brennelementefabrik in Lingen
Die Demo findet am Samstag, 9. September 2017 ab 13 Uhr statt

Für einen Bus ist Lingen leider zu weit entfernt, um das noch kostengünstig darzustellen.

Hier die Verbindungen:

Hinfahrt 9. 9. 2017:

Langen 7:39 Uhr - Gleis1 - RB13544
Frankfurt 8:14 Uhr - Gleis19 - ICE 214 - Wagen 31
Köln 9.:46 Uhr - Gleis 3 - IC 2204 - Wagen 7
Ankunft in Lingen 12:13 Uhr
Beginn der Demo 13:00 am Bahnhof

Rückfahrt 9. 9. 2017

Lingen 17:44 Uhr - Gleis1 - IC 2207 - Wagen 6
Köln 20:28 Uhr - Gleis 4 A_C - ICE19 - Wagen 27
Frankfurt 21:47 Uhr - Gleis 101 - S3 Ankunft in Frankfurt 22:12 Uhr
oder 22:06 Uhr - Gleis 12 - RB->Heidelberg - Ankunft in Langen 22:15 Uhr

Fukushima- Mahnwache

– jeden Montag um 18 Uhr in
Bensheim auf der Mittelbrücke – ein äußerst kommunikativer Ort !!!

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 > Fukushima ist überall <

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Vier Jahre nach Fukushima:
Japan beschließt Wiedereinstieg in die Atomkraft

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