Nach Meinung von cDU,Grünen ... und jetzt auch sPD geht alles mit rechten Dingen zu beim "Freimessen" und dem Verscharren von Atommüll auf den Kreis-Deponien. Im Nachbarland erweist sich das nun als gar nicht so einfach:

Der Landrat wird zum Bittsteller

Mit großer Mehrheit hat sich der Kreistag gestern gegen die Einlagerung von Abfällen aus dem Rückbau des Atomkraftwerks in Neckarwestheim auf den Deponien des Kreises ausgesprochen – jetzt ist Ministerpräsident Winfried Kretsch- mann gefordert.

Mit Ovationen der knapp 100 Atomkraftgegner geht am Freitag um 16.30 Uhr im Ludwigsburger Kreishaus eine fast zweistündige Debatte über die Einlagerung von Abfällen aus dem Rückbau des Atomkraftwerks in Neckarwestheim auf den beiden Kreisdeponien zu Ende. Mehr als 60 Kreisräte aus allen Fraktionen sprechen sich gegen den Einbau in Schwieberdingen und im Vaihinger Ortsteil Horrheim aus. Nein-Stimmen und Enthaltungen lässt Landrat Rainer Haas schon gar nicht mehr zählen, zu klar ist die Mehrheit.

https://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Der-Landrat-wird-zum-Bittsteller-_arid,432542.html

... und in den "Stuttgarter Nachrichten" kann man dazu folgendes lesen:

(...) Die Interessengemeinschaft Deponien Schwieberdingen-Horrheim wertet das Ergebnis als „klares politisches Signal an die grün-schwarze Landesregierung“. Kretschmann und Haas hätten nun die Chance, eine „eine bundesweit einheitliche Lösung mit zentral gesicherter Verwahrung unter Atomaufsicht in Gang zu bringen“, wie es in einer Stellungnahme der Aktivisten heißt.

Eines ist auch klar: Der Ludwigsburger Landrat wird keine Sitzblockade veranstalten, wenn er vom Ministerium die Weisung bekommt, den Atomschutt einzulagern. Sein Amtskollege Achim Brötel im Neckar-Odenwald-Kreis schlägt da andere Töne an. „Ich halte es weder für sinnvoll noch für geboten, Abfälle aus dem Rückbau einzulagern“, schreibt er an den Minister Franz Untersteller. Sein Vorwurf: „Mit dem Kopf durch die Wand wird sich das Thema nicht mehr erledigen lassen.“ Brötel hat seinen Abfallbetrieb daher angewiesen, „bis zur Klärung sämtlicher Fragen“ die Annahme von Atomschutt „generell zurückzuweisen“. Er fordert Franz Untersteller nun in einem offenen Brief auf, schnell die Initiative für eine politische Lösung zu ergreifen.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schutt-aus-neckarwestheim-im-kreis-ludwigsburg-atomschutt-kritik-an-kreistags-votum.b9c62863-6007-40b2-8998-42ec6cef9f4c.html