Ein ganz wichtiger Bündnispartner der AntiAtombewegung ist der BUND !
Gerade jetzt - wo es dem Atomstaat darum geht, die stillgelegten Schrottmeiler für die Betreiber kostengünstg zu entsorgen, sind die Positionen der Ärztekammern und der Umweltorganisationen von größter Bedeutung. Ihre klare Ablehnung, sog. niedrigstrahlende Atomabfälle "freigemessen" auf normale Mülldeponien abzulagern, bringt die zuständigen Verwalter bei den Atomaufsichtsbehörden auf die Palme.
Ich habe im Rundbrief Nr. ... über die Bundesärztekammer berichtet, hier nun die eindeutige Stellungnahme des BUND:

pdfBUND_Klage_gegen_Genehmigung_Block_A.pdf

klar und deutlich:
kein "10MikroSievert"-Grenzwert - keine Freimessung - keine Deponierung !
sondern: sichere Lagerung auf den AKW-Geländen (auch im Inneren der AKW-Gebäude)
Punkt & Gut so !

... und ergänzend:

pdfBUND_Eckpunkte_Freigabe_radioaktiver_Stoffe_oktober_2016.pdf

pdf18-16-539-g_anhoerung_strahlenschutzg_bund-data.pdf

für weiteres - siehe:

Atommüllkonferenz
11. Konferenz
Samstag, 2. September 2017
11.00 – 17.00 Uhr
Volkshochschule Kassel
Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

Terrorgefahren bei Atomanlagen
Die unabhängige Expertin für Risiken von Atomanlagen Oda Becker hat in den letzten 15 Jahren mehrere Studien zu Terrorgefahren für AKW und Zwischenlager erstellt. Sie stellt verschiedene Angriffsszenarien für Atomanlagen dar, wie z.B. gezielte Flugzeugabstürze, Beschuss mit panzerbrechenden Waffen, Angriffe per Hubschrauber und die Risiken durch sogenannte „Innentäter“. Dabei wird auch die Renegade-Problematik behandelt.
Referentin: Oda Becker, Physikerin

Das neue Strahlenschutzgesetz
Welche Kritik besteht weiterhin? Was ändert sich? In welchen zeitlichen Abschnitten erfolgt das Inkrafttreten? Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
Referent: Dr. Werner Neumann (BUND)

www.atommuellkonferenz.de/konferenz/ 

übrigens: anderswo werden die selben Debatten und Kämpfe geführt:

Der Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser könnte Ende 2017 beginnen. Das meiste Material sei nicht kontaminiert, so der Betreiber. Deshalb könnte es bald im Straßenbau verwendet werden.

Der BUND fordert, Alternativen zum Rückbau zu prüfen. Dazu zählten der ­sichere Einschluss des Gebäudes mit einem Sarkophag wie in Tschernobyl sowie die sichere Einlagerung des radioaktiven Materials in einem Bunker auf dem Gelände. Die Unternehmenssprecherin beruft sich auf das Atomgesetz und winkt ab: „Es gibt keine Alternative zum Rückbau. Wir haben den Reaktor mehr als 30 Jahre lang sicher betrieben und werden ihn auch sicher abbauen.

www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-rueckbau-des-kernkraftwerks-unterweser-ab-ende-2017-_arid,1635983.html

AKW-Schutt aus Neckarwestheim: Vor Ort einlagern

(...) Es geht um jenes Material, das bei der Demontage anfällt, aber nicht zur Kategorie „Radioaktiv belastet“ gehört. „Freimessung“ lautet die Formel für die Freigabe bei den amtlichen Aufpassern. Damit ebnen sie den Weg auf eine normale Deponie. Das Misstrauen bei der kritischen Bevölkerung ist zu Recht groß. Auch das Vergraben von Giftmüll wurde einst als Fortschritt bejubelt. Von 320 000 dieser Altlasten in Deutschland ist nach Ansicht des Umweltbundesamts jede zehnte ein Sanierungsfall.

Die umstrittenen Überreste der AKW-Ära müssen nicht zwingend auf eine entfernte Deponie gekarrt werden, nur weil dies Paragrafen so vorsehen. Solange Bedenken bestehen, kann der Schutt dort bleiben, wo er anfällt. Platz gibt es genug. Die versprochene „grüne Wiese“ am Standort eines demontierten Reaktors ist sowieso nur eine Illusion.

www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/akw-schutt-aus-neckarwestheim_-vor-ort-einlagern-15566868.html