Atomkraftwerk Ludwigshafen oder Der Reaktor, den es nie gab

Die BASF versuchte ab 1966, ihre interne Energieversorgung mit Kernkraft zu sichern. Die politische Unterstützung war groß.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. An der Stelle des 1965 geschlossenen Karbidwerks wollte die BASF als erstes deutsches Unternehmen ein eigenes Kernkraftwerk errichten. Der vorgesehene Standort lag im Werksteil Mitte an Rhein-Kilometer 428,5 – also etwa auf Höhe der Neckarmündung.

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tja ... war Biblis nur 2.Wahl ? - eher nicht,
aber die Konzerne in der Region hatten Oberwasser in den 60ern Jahren des letzten Jahrhunderts und bei uns in der Region gab's die BASF in Ludwigshafen (mit unstillbarem Energiehunger), BBC - heute ABB in Mannheim (mit dem HTR-Reaktor-Projekt - dem späteren Rohrkrepierer THTR auf Staatskosten in Jülich und Hamm-Uetrupp) und KSB in Frankenthal (mit 'nem Gespühr für ein Bombengeschäft bei AKW-Speisepumpen - sie haben dafür extra 'ne neue Riesen-Halle gebaut).

Und so kamen sie Anfang der 70er auch in den Mannheimer Norden mit ihrem AKW-Plänen – Ludwigshafen war den Profit-Geiern der BASF (einst IG-Farben) vielleicht nach den Erfahrungen von 1948, als ihnen ein Werk nahe dem Stadtteil Oppau gegenüber Mannheim-Sandhofen in die Luft flog, dann doch zu gefährlich ! Zwischen Kirschgartshausen und Neunhausen sollte das gute Stück gebaut werden – genau im Länder-Dreieck BaWü/Hessen/Rheinland-Pfalz ...

Kurz - Geschichte wird gemacht: Wir mobilisierten viele Leute, organisierten eine gut besuchte Veranstaltung auf dem Scharhof ... und weg war der Spuk ! ... und das AKW Biblis kam über uns ... na - immerhin wurde Block C verhindert !

Es gab viele Kämpfe – kleine wie große (Whyl, Wackersdorf, Brockdorf) – aber auch in der Provinz bezogen die Macher vom Atomstaat oft Prügel ... heute haben sie es leichter - sie haben die Grünen !