Wir haben wiederholt - insbesondere nach dem "Brunsbüttel-Urteil" auf die mangelnde Sicherheit der Standortzwischenlager hingewiesen. Sie müssen voraussichtlich an die 100 Jahre die Castoren mit hochradioaktivem Atommüll beherbigen. Jetzt setzt der BUND mit eine neuen Studie nach - gut so:

Neue Atomstudie:
Aktuelle Probleme und Gefahren bei deutschen Zwischenlagern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine neue Studie zu den wachsenden Sicherheitsproblemen der Atommüllzwischenlagerung präsentiert. Die Atomsicherheitsexpertin Oda Becker kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Sicherung und Sicherheit der Atommüllzwischenlager problematisch sind. Defizite sieht die Studienautorin unter anderem bei fehlenden Reparatur- und Inspektionsmöglichkeiten und bei dem unzureichenden Schutz gegen potenzielle Terroranschläge. Außerdem werden die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bisher genehmigt in Betrieb bleiben müssen, weil mit der Einlagerung des Atommülls in ein tiefengeologisches Lager erst ab 2050 oder deutlich später begonnen werden kann. Dies bringt neue Risiken.

www.sonnenseite.com/de/zukunft/neue-atomstudie-aktuelle-probleme-und-gefahren-bei-deutschen-zwischenlagern.html


BUND: Lagerung von hochradioaktivem Atommüll unzureichend geschützt – Sicherheitsdebatte mit Öffentlichkeit notwendig

Terror-Anschläge auf atomare Zwischenlager mit hochradioaktiven Abfällen sind möglich. Bereits laufende Nachrüstungen reichen demnach nicht aus. Das stellte heute die Physikerin Oda Becker im Rahmen der Vorstellung eines im Auftrag des BUND erstellten Gutachtens zu den Schwachstellen der Zwischenlagerung (PDF) in Berlin fest. Wachsende Terrorrisiken einerseits, deutlich verlängerte Laufzeiten für die Zwischenlager andererseits – daraus ergeben sich neue Sicherheitsanforderungen bei der oberirdischen Lagerung von hochradioaktivem Atommüll in Castor-Behältern.

pdfBUND Gutachten zu Zwischenlager-Sicherheit

umweltfairaendern.de/2017/10/bund-lagerung-von-hochradioaktivem-atommuell-unzureichend-geschuetzt-sicherheitsdebatte-mit-oeffentlichkeit-notwendig/


Zwischenlager sind keine Lösung

Zwischenlager mit hochradioaktivem Inventar gibt es in Gorleben, Ahaus, Lubmin und Jülich. An zwölf Atomkraftwerken befinden sich zudem sogenannte Standortzwischenlager. In ihnen lagern teilweise schon seit Jahrzehnten Behälter mit hochradioaktivem Atommüll. Die Sicherheitsnachweise für diese „Castoren“ gelten für jeweils 40 Jahre, über diesen Zeitraum sollen sie „dicht“ bleiben.

BUND: Sicherheit ist „problematisch“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat Ende vergangener Woche eine Studie zur Situation der Zwischenlagerung in Deutschland veröffentlicht. So sei die Sicherung und Sicherheit der Lagergebäude „problematisch“, schildert Atomsicherheitsexpertin und Studienautorin Oda Becker. Trotz Nachrüstungen an einigen Gebäuden sei der Terrorschutz „unzureichend“. Eine „bewaffnete und entschlossene Terrorgruppe“ sei nach wie vor in der Lage, in die oberirdischen Zwischenlager einzudringen, so Becker. Auch Nachrüstungen würden dieses Defizit nicht ausräumen.

Schutz gegen Einwirkungen von Außen sollen letztlich die Castor-Behälter gewährleisten - die im übrigen ganz unterschiedlichen Fabrikats sind und mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden. Die Castor-Sicherheit wird durch Brand-, Fall- oder Beschusstests bescheinigt. Doch diese Nachweise basieren teilweise lediglich auf Berechnungen, echte Tests wurden mit Modellen in kleinerem Maßstab durchgeführt. Immer wieder kritisieren Atomkraftgegner*innen auch, dass die unterstellten Unfallszenarien mit der Realität nicht viel zu tun hätten. So fehlen Sicherheitsnachweise für Szenarien, in denen beispielsweise ein Behälter nach einem Flugzeugabsturz einem mehrstündigen Kerosienbrand ausgesetzt wäre.

www.ausgestrahlt.de/blog/2017/10/16/zwischenlager-sind-keine-losung/

die wesentliche Forderung ist:

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