Kennt ihr das allseits beliebte Kinder(Konkurrenz)-Spiel: "Reise nach Jerusalem" ?

der Kampf (zivilgesellschaftlich: auf der "weißen Landkarte", aber in der Realität nach dem St.Florians-Prinzip veranstaltet) ist voll entbrannt ... und so wird es nun bis 2031 gehen weiter gehen, bis dem letzten Einwohner dieses Landes, das Gerede zum Halse raus hängt. Statt die strahlenden Hinterlassenschaften da zu belassen, wo sie erstmal gesichert aufbewahrt wären - nämlich in den Reaktordruckbehältern der AKWs, führt man das Stück "Endlagersuche" auf, um gerade die Kreise und Gemeinden zu beruhigen, die über 40 Jahre lang das mit der Atomkraft ganz einträglich und "sicher" fanden. Inzwischen baut man zurück, schiebt Castoren übers Land - murxt rum ... und wartet auf die gut dotierte Rente als verantwortungsvoller Politiker - ein Schmierentheater vom feinsten:

Landrat fürchtet Castor-Endlager bei Landshut

Wird aus dem Kernkraftwerk Isar bei Ohu ein „De-Facto-Endlager“? Das befürchtet der Landshuter Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) - und stellt eine klare Forderung an den Bund.

Landshut - Der Landrat von Landshut, Peter Dreier (Freie Wähler) befürchtet, dass aus dem atomaren Zwischenlager im Kernkraftwerk Isar bei Ohu ein „De-facto-Endlager“ werden könnte. Dreier verwies am Freitag auf eine Mitteilung des Bundesumweltministeriums und des Betreibers des Atomkraftwerks, PreussenElektra, nach der an dem Standort weitere Castor-Behälter eingelagert werden sollen.

Voraussichtlich ab 2019 sollen demnach sieben Behälter mit radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in Großbritannien in das atomare Zwischenlager bei Ohu gebracht werden. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der beiden betroffenen Gemeinden Essenbach und Niederaichbach, Dieter Neubauer und Josef Klaus (beide CSU), fordert Dreier vom Bund „eindeutige Rechtsgarantien“, dass die dortige Zwischenlagerung nicht zur Dauerlösung wird.

www.merkur.de/bayern/landrat-fuerchtet-castor-endlager-bei-landshut-8729951.html


Salzstöcke „problematisch“: Hochradioaktives Atommülllager in Granit östlich von Bayreuth „idealer Platz“?

Nach und nach kommt Bewegung in das anlaufende Suchverfahren für ein dauerhaftes unterirdisches Atommülllager für hochradioaktiven Atommüll. Jetzt meldet sich der aus Jena stammende Mineraloge Prof. Dr. Klaus Heide im Rahmen einer Veranstaltung des Freundeskreises der Ev. Akademie Tutzing zu Wort. Salzstöcke wie in Gorleben hält er mit Blick auf die ASSE für problematisch und ungeeignet. Stattdessen sieht er Granit als die „am besten geeignete Umgebung“ und nennt die Kösseine im Fichtelgebirge, östlich von Bayreuth zwischen Weiden in der Oberpfalz und Wunsiedel, einen „idealen Platz“, den man aber noch genauer untersuchen müsse.

umweltfairaendern.de/2017/09/salzstoecke-problematisch-hochradiaktives-atommuelllager-in-granit-oestlich-von-bayreuth-idealer-platz/


WOW -die Bildunterschrift im folgenden Artikel produziert einen "freud'schen Versprecher": Gorleben wirrd als "zum Endlager ausgebauten Salzstock" bezeichnet ... und wer sind die "Behörden" ???

"Der zum Endlager ausgebaute Salzstock im niedersächsischen Gorleben soll nicht mehr der einzige mögliche Standort für Atommüöll sein. Bei der Suche wollen die Behörden nach dem Prinzip der "weißen Landkarte" verfahren."

Wohin mit dem strahlenden Abfall?
Mögliche Standorte für ein Atommüllendlager in Mitteldeutschland

Die Bundesregierung hat am Dienstag offiziell mit der neuen Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager in Deutschland begonnen. Dabei rücken auch wieder Regionen in Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Blick.
Erzgebirge und Lausitz könnten in Frage kommen
Nur bestimmte Wirtsgesteine sind für die Lagerung des Mülls geeignet. Konkret untersucht werden Salz-, Ton- und kristalline Formationen. Zu letzteren gehören auch die Granitvorkommen, wie sie in Mitteldeutschland im Erzgebirge und in der Lausitz vorkommen.

Bereits in der Vergangenheit haben Experten und Politiker über Granitformationen als mögliche Lagerstätten diskutiert, diese Vorschläge aber immer wieder verworfen, da dieses Gestein leicht durchlässig für Wasser ist und der Müll daher mit zusätzlichen Barrieren gesichert werden müsste.

www.mdr.de/wissen/umwelt/endlagerstandorte-mitteldeutschland-100.html


Standortsuche Atommüll-Endlager in Schleswig-Holstein:
Sterup – „besser geeignet als Gorleben“

Wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll, dessen dauerhaft sichere Lagerung bis heute ungeklärt ist? Das neue Standortauswahlverfahren ist gerade angelaufen und zunächst sollen alle möglichen Regionen in fast ganz Deutschland entlang von Ausschluss- und Mindestkriterien untersucht werden. In vielen Regionen, die nach alten Karten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe möglicherweise in Frage kommen, werden Behörden und BürgerInnen aufmerksam.

umweltfairaendern.de/2017/09/standortsuche-atommuell-endlager-in-schleswig-holstein-sterup-besser-geeignet-als-gorleben/


dazu gibt es eine Veranstaltung mit Jochen Stay:

der Verein „ByeByeBiblis – Energiewende in der Region e.V.“ lädt zu einer interessanten Veranstaltung ein.
Donnerstag, 2. November, 19:30 Uhr
Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen, Clubraum 5 (Fichtestr. 50)
Der Referent, Jochen Stay, ist Sprecher von .ausgestrahlt und international bekannt. Gerade hat man ihm den International Nuclear Free Award verliehen. Er wird die Atommüll-Problematik intensiv beleuchten.

„Fässer ohne Boden - Atommüll-Kommission am Ende - Konflikte ungelöst.“

Strahlende FässerDer Verein, "ByeByeBiblis-Energiwende in der Region" lädt am Donnerstag, 2. November 2017 zu folgender Informationsveranstaltung in den Clubraum 5 der Dreieicher Bürgerhäuser ein:Der Atomausstieg ist hierzulande zwar formal beschlossen – doch bis 2022 wird weiterhin Tag für Tag radioaktiver Abfall produziert, dessen Verbleib völlig ungeklärt ist. Wie es derzeit aussieht, ist Deutschland sogar noch auf Jahre hinaus zweit-größter Atomstrom- und damit auch Atommüll-Produzent der EU. Die Projekte für tiefengeologische Atommüll-Lager wie Gorleben, Morsleben und Asse sind gescheitert.

Im März 2017 beschloss der Bundestag ein neues Standortauswahlgesetz (StandAG), das Kriterien für die Suche nach einem langfristigen Lagerplatz für hochradioaktiven Müll festschreibt. Die Mängel in diesem Gesetz sind zahlreich. Die Chance auf einen Neuanfang mit echter Mitbestimmung für die betroffenen Bürger*innen wurde vertan. Wie lässt sich ein breiter gesellschaftlicher Diskurs dazu organisieren?

Jochen StayJochen Stay wird zu dieser und weiteren brennenden Fragen Stellung beziehen und diskutieren. Der Sprecher der bundes-weiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt engagiert sich seit etwa 30 Jahren gegen Atomtransporte und unsichere Atommüll-Lagerung.

Mit seinen Erfahrungen und Einschätzungen macht Jochen Stay Mut, sich in die Atommüll-Debatte aktiv einzumischen.