Hier mal eine besondere Würdigung des in diesem Lande inzwischen üblichen Qualitätsjournalismus in der "Frankfurter Rundschau" - dem liberalen Feigenblatt der schwarzen FAZ !

Der Kernsatz lautet: "Zur Rücknahme verpflichtet" ...

Wir haben seinerzeit nachgefragt, auf welcher völkerrechtlichen Vereinbarung diese "Verpflichtung" steht; welche Fristen und Rücklieferorte (nur Endlagerstandorte ?) genannt seien, wir die Kostenteilung aussieht und einiges mehr - sogar die LINKE (Hubertus Zdebel) ha eine "kleine Anfrage" im Bundestag gestartet: Ergebnis: es gebe "mündliche Noten" zu diesem Thema, die als völkerrechtlich verbindlich anzusehen seien und es fänden Sitzungen eines (nichtöffentlichren) Konsultationsgremiums statt ... weitere Auskünfte - Fehlanzeige !

Jetzt hatte ja Frankreich (La Hague) und Großbritannien (Sellafield) den Hauptnutzen gehabt, nachdem der Plan ,in Wackersdorf selbst Plutonium und U235 aus dem abgebrannten Atommüll rauszukratzen, am Widerstand gescheitert war. Ihrer Atomrüstung kam die Sache zugute - niemandem sonst ... und die BRD war erst mal ein Problem los.

Die Atombombenfabriken in Sellafield und La Hague sind großräumig verstrahlt, die Meere davor ebenso - jetzt belastet man die Umwelt noch mit zusätzlichen gefährlichen Castortransporten quer durch Europa - statt abzuwarten, bis eine langfristige bis endgültige Lösung zur Verfügung steht.

Das hätte man bei der FR ja alles mal recherchieren können oder uns Atomkraft-Gegner vor Ort mal um unsere Meinung fragen können - aber so schlampig berichtet, erscheint die Rückholung "unseres" Atommülls alternativlos ...

Eigentlich sollte alles sehr schnell (möglichst noch 2017) über die Bühne gehen, wie die sPD-Umweltministerin Hendricks 2015 verfügte und z.B. die "grüne" Umweltministterin Hinz sofort die Bereitsschaft für Biblis kundtat; aber dann gab's Funkstille bis nach der Bundestagswahl; wohl aus Rücksicht auf die damals noch amtierenden 10 "grünen" Umweltminister in den Bundesländern (mittlerweile sind es nur noch 7 !).
Sofort nach der Wahl hat RWE dann den Antrag gestellt; wohl wissend, dass das Castorlager ab 2019 eh in den Besitz des Staates übergeht und sie dann wohl (auch für diese zusätzlichen 7 Castoren) die Aufsicht auf ihrem Firmengelände sozusagen untervergeben bekommen werden. Auf diese Weise sind noch mal ordentlich Gewinne mit dem Atommüll zu generieren, wie sich die Profitschaufelei so euphemistisch nennt.

Für die AntiAtomBewegung ist die Sache klar: NIX REIN - NIX RAUS - für die Standortzwischenlager - solange keine Enlagerlösung gefunden ist; keine weiteren Castortransporte !

www.fr.de/rhein-main/rwe-will-atommuell-lagern-sieben-castoren-sollen-nach-biblis-a-1360553