immer mal wieder einen aufmunternden, oberflächlichen Werbe-Bericht für RWE ablassen - dafür ist der "Mannheimer Mogel" alleweil zu haben; da kann auch die gewissenhafte Redakteurin Petra Schäfer nichts dran ändern. Zusätzliche Strahlenbelastung, Langzeitsicherheit der Castoren im Zwischenlager, "Freimessung", Transporte aus der Atomwaffen-Fabrik Sellafield bleiben dabei unerwähnt:

Im Bibliser AKW beginnt der Rückbau

Atomkraft In 15 Jahren will Betreiber RWE die Mammutaufgabe geschafft haben / Anti-Atom-Initiativen kritisieren Vorgehensweise bei Antragstellung

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) schaut während ihrer „Sommertour“ am 19. Juli im Bibliser AKW vorbei und gibt während ihres Besuchs medienwirksam den Startschuss für den Rückbau, indem sie zusammen mit Kraftwerksleiter Horst Kemmeter symbolisch eine Pumpe anhebt. „Für mich ist heute ein Freudentag“, sagt die Grünenpolitikerin. Hessen sei auf dem Weg zum „atomkraftfreien Land“. Zum Schutz der Bevölkerung erfolge der Rückbau der Blöcke A und B unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Wobei der Anlagenabbau weniger Risiken berge als der frühere Leistungsbetrieb. Und sie sei sicher, dass RWE beim Rückbau „alles richtig macht“ – in Zusammenarbeit mit der Behörde.

Atomkraftgegner haben bereits kritisiert, dass es für die Anträge, die RWE noch stellen wird, keine öffentlichen Verhandlungen mehr geben wird. Einwendungen seien nicht möglich.

In der Kritik steht auch das Standort-Zwischenlager für Brennelemente. Bergsträßer Anti-Atom-Initiativen kündigen an, „die dauerhafte Sicherheit von Zwischenlager und Castoren in Biblis vor dem Hintergrund eines noch völlig offenen Zeitpunktes für die Inbetriebnahme eines Endlagers“ bei ihren Info-Veranstaltungen zu einem zentralen Thema zu machen.

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-im-bibliser-akw-beginnt-der-rueckbau-_arid,1174015.html


... auch so eine RWE-Ruine:

Kühlturm Mülheim-Kärlich: Klappt der Abriss dieses Jahr?

Der Abriss des AKW-Kühlturms in Mülheim-Kärlich ist das Großprojekt in der Region. Doch so oft, wie sein Abriss angekündigt wurde, so oft wurde er auch schon verschoben.

Dafür, dass das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich gerade mal 100 Tage in Regelbetrieb war, ist sein Abriss umso aufwändiger, er dauert Jahrzehnte. 2004 wurde damit begonnen. Zurzeit schätzt RWE, dass die gesamte Atomanlage bis spätestens 2025 aus der Landschaft verschwunden sein wird. Der Kühlturm sollte nach früheren Planungen bereits 2013 abgerissen werden. Das ist inzwischen fünf Jahre her.

www.swr.de/swraktuell/rp/koblenz/ausblick-2018-wie-geht-es-am-akw-muelheim-kaerlich-weiter/-/id=1642/did=20914344/nid=1642/fw5d8a/index.html


es geht auch etwas ausführlicher - mit dem Berichten, wenn auch nicht unbedingt kritisch, wenn es z.B. um das Vorbereiten zum "Freimessen" geht ... und teuer wird's auch, wenn man denn nicht an den Kosten für Sicherheit zu sparen gedenkt:

Riesige Teile und brisante Teilchen

Ein Rundgang durch „Isar 1“ lässt erahnen, warum es rund eine Milliarde Euro kostet, dieses Kernkraftwerk rückzubauen.

Um radioaktiv verunreinigte Teile unter den Freigabe-Wert zu bringen, müssen sie dekontaminiert werden, meist mechanisch: Mit Stahlkies oder auch Wasser etwa werden Teile abgestrahlt, so dass nur die kontaminierte oberste Schicht als radioaktiv entsorgt werden muss. Die industrie-üblichen Verfahren müssen dem Strahlenschutz angepasst werden.

www.mittelbayerische.de/region/kelheim-nachrichten/riesige-teile-und-brisante-teilchen-21029-art1600846.html