Die Gefahren nuklearer Verstrahlung sind nicht geringer geworden - nicht in Europa & nicht in Deutschland:

Ukraine:

Atomgefahr in Ukraine

Serie von Störfällen: Im Januar mussten drei AKW-Blöcke notabgeschaltet werden. Gründe: Überalterung und unpassende Brennelemente

In der Ukraine häufen sich die Störfälle in den Atomkraftwerken (AKW). Am 3. Januar traf es Block 2 der entsprechenden Anlage in Chmelnickij. Am 11. musste Block 3 des AKW »Südukraine« heruntergefahren werden, am 19. dann Block 3 des AKW Riwne. Letzterer war bereits im Oktober zweimal unmittelbar nacheinander notabgeschaltet worden. Den vorläufigen Endpunkt der schwarzen Serie markierte am 20. Januar die Notabschaltung für den Block 2 des AKW Saporischschja. Die Havarien betrafen damit knapp 25 Prozent der in der Ukraine betriebenen Kraftwerksreaktoren.

www.jungewelt.de/artikel/326185.atomgefahr-in-ukraine.html


Belgien:

Tihange 1 gefährlicher als bislang bekannt

Seit Jahren gilt der marode belgische Atomreaktor Tihange 2 unweit der deutschen Grenze als Risikofaktor. Nun häufen sich nach WDR-Informationen im Reaktor Tihange 1 sogenannte Vorläuferereignisse.

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/belgien-tihange-101~_v-videowebl.jpg

Bundesregierung wiegelt ab

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, drückt es noch drastischer aus: "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen - sowohl bei den Betreibern in Belgien, bei der Behörde in Belgien und auch bei den Nachbarländern, also auch beim deutschen Bundesumweltministerium."

Die Bundesregierung jedoch wiegelt ab. Atomsicherheit sei Angelegenheit der jeweiligen Regierungen, so das Umweltministerium gegenüber dem WDR.

www.tagesschau.de/ausland/tihange-sicherheit-101.html


Gefahr verschwiegen

Störfälle im Atomkraftwerk Tihange

Aus kleinen Pannen können sich große Störfälle ergeben. In Atomkraftwerken hätte das verheerende Folgen. Auch wenn diese in Belgien oder Frankreich stehen, wären wir hierzulande davon betroffen. Diese nicht sonderlich neue Erkenntnis ist im Bundesumweltministerium (BMUB) offenbar noch immer nicht angekommen. Nicht anders lässt sich erklären, in welch verharmlosender Weise das BMUB auf die nun bekanntgewordenen vermehrten Störfälle im Reaktorblock 1 des belgischen Atomkraftwerks Tihange nahe der deutschen Grenze reagiert.

www.jungewelt.de/artikel/326542.gefahr-verschwiegen.html


Der GAU und die Frage: Was wird aus den Kindern?

Ein besorgter Vater und engagierte Mediziner wollen wissen, wie Behörden Schulen in der Region auf den Ernstfall vorbereiten. Antworten suchen sie vergebens.

GAU Tihange

Das Szenario: Im Kernkraftwerk Tihange – Luftlinie 63 Kilometer von Aachen entfernt – kommt es an einem ganz normalen Vormittag in der Woche zur Kernschmelze oder gar zur Explosion. Eine radioaktive Wolke bewegt sich auf Aachen und Umgebung zu. Im Falle einer Explosion kann sie in wenigen Stunden bei durchschnittlichem Südwestwind – der vorherrschenden Windrichtung – hier sein. Fragen, die sich nicht wenige Eltern stellen: Was passiert in diesen Stunden in den Schulen? Welche Maßnahmen werden getroffen? Wer informiert wen? Gibt es einen Notfallplan? Bleiben die Kinder dann in den Schulen oder werden sie nach Hause geschickt? Wie kommen sie dann nach Hause? Möchte man die Kinder in diese Situation entlassen? Was ist mit der Fürsorgepflicht? Und erhalten die Kinder in den Schulen zum Schutz vor radioaktivem Jod in der Wolke Jodtabletten, die, um ihre volle Wirkung entfalten zu können, kurz vor dem Eintreffen der Radioaktivität eingenommen werden müssen? Das sind Fragen, die Andreas Prömpler aus Roetgen – und mit ihm viele Eltern – beschäftigen und die ihn nicht mehr ruhig schlafen lassen. Seine beiden zehn und zwölf Jahre alten Kinder besuchen eine Schule in Aachen, und der 45-Jährige hätte gerne eine Antwort auf diese Fragen. Seit Oktober 2016 hat er viele verschiedene Behörden und Politiker kontaktiert. Antworten hat er erhalten, aber keine aus seiner Sicht befriedigenden.

epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/42e485da2b


Schweiz:

29 Störfälle in Schweizer Atomkraftwerken

In den fünf Schweizer Atomkraftwerken haben sich im vergangenen Jahr 29 meldepflichtige Störungen ereignet. Nach Angaben der Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI wurden alle Ereignisse der untersten Stufe 0 zugeordnet.

Zudem ist es im AKW Leibstadt zu zwei Schnellabschaltungen gekommen. Zwei Schweizer Atomkraftwerke standen für längere Zeit still: Das AKW-Beznau 1 ist schon seit März 2015 nicht mehr am Stromnetz. Das AKW Leibstadt stand von Herbst 2016 bis März vergangenen Jahres still, auch die Jahresrevision verlängerte sich um mehrere Wochen.

vorarlberg.orf.at/news/stories/2890376/


Frankreich:

AKW Fessenheim blickt seinem Aus entgegen

„Das Atomkraftwerk Fessenheim wird schließen“: Diese klare Botschaft sendete Sébastien Lecornu, Staatsminister für die Energiewende im Umweltministerium bei seinem dreitägigen Ortsbesuch vor einigen Tagen zwar aus. Aber wann und unter welchen Bedingungen? Das blieb weiter offen. Ein Leitungsgremium soll das heikle Thema besprechen und bis Mitte April präzisere Angaben machen.

www.sn-online.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Weltweit/AKW-Fessenheim-blickt-seinem-Aus-entgegen

Die Entscheidung steht

Das Abschalten des störungsanfälligen Atomkraftwerks Fessenheim in den nächsten zwölf Monaten ist offenbar nur noch eine Formsache. Umwelt-Staatssekretär Sébastian Lecornu sprach bei seinem Besuch in Fessenheim in dieser Woche über Pläne für die Zeit nach dem Aus der beiden Reaktoren.

www.badische-zeitung.de/suedwest-1/die-entscheidung-steht--148425105.html


Pfusch beim Herstellen wichtiger Komponenten - der AREWA-Skandal:

Hinter den Kulissen des Euro-Reaktor-Fiaskos

Mehrere Ringe, Dampferzeuger, Deckel und andere geschmiedete Teile, die für französische und ausländische Atomreaktoren bestimmt sind, haben diese historische Fabrik im Zentrum der Stadt Le Creusot in der Region Saône-et-Loire verlassen. Es ist schwer zu glauben, dass die Creusot Schmiede eine der schwersten Krisen in ihrer turbulenten Existenz durchmacht, wenn man die Arbeiter wie ein gut inszeniertes Ballett ruhig in ihre Gebäude zurückgehen sieht: das Versagen beim Herstellen einwandfreier Kalotten für Reaktordruckbehälter (RDB) und die Entdeckung von Fälschungen in den Herstellungsdokumenten.

www.freitag.de/autoren/evastegen/hinter-den-kulissen-des-euro-reaktor-fiaskos


Deutscheland

Gundremmingen:

dieses AKW ist der letzte Siedewasserreaktor in Deutschland (ähnlich denen in Fukushima). Sicherheitstechnisch problematisch, mit vielen Störfällen belastet, die Brennelemente oft schadhaft.

Immer wieder hat die Initiative vor Ort und Umweltverbände gewarnt. Mit der abschaltung von BlockB und der rasanten Entwicklung des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger hätte man jetzt gut "endlich abschalten" können. Aber die alte, wie die neue GroKo will das nicht; will RWE weiter die Profite sichern statt Netze auszubauen ! Der üble Formelkompromiss von "Rot-Grün" mit der "Reststrommengen" von 2000 sichert dieses auf weitere 4 Jahre nun ab.

Von all dem ist in dem kurzen Artikel keine Rede - wie meistens: Verlautbarung des Konzerns; keine Kritik daran, weder eigene Recherche noch Meinung ... deutscher Journalismus vom feinsten !

Block C: In vier Jahren ist Schluss

In knapp vier Jahren ist auch für Block C des Kernkraftwerks in Gundremmingen Schluss. Gemäß dem Atomgesetz müsste der Reaktor sogar schon früher abgeschaltet werden. Denn: Die im Gesetz genannte Reststrommenge, die der Reaktor noch produzieren darf, wird wohl bereits in den nächsten Monaten erreicht. Allerdings bietet das Gesetz den Kraftwerksbetreibern die Möglichkeit, Reststrommengen von einem Reaktor auf den anderen zu übetragen. Eine Genehmigung ist nicht notwendig, das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit muss darüber lediglich informiert werden.

Das hat die Betreibergesellschaft in Gundremmingen nun getan. Demnach werden vom stillgelegten Kernkraftwerk Mühlheim-Kärlich 30 Terawattstunden (30 Milliarden Kilowattstunden) übertragen, vom ebenfalls abgeschalteten Karftwerk Unterweser kommt eine Terawattstunde.

www.swp.de/suedwesten/block-c_-in-vier-jahren-ist-schluss-24563694.html


gut dass SPD & GRÜNE in Bayern gute Anträge stellen - da sind sie ja in der Opposition; in BaWü, NRW und Niedersachsen sieht das ganz anders aus - so sind sie halt:

Dringlichkeitsantrag im Landtag zum Atomkraftwerk

Das Atomkraftwerk (AKW) in Gundremmingen ist wieder Thema im Bayerischen Landtag gewesen. Mehrere Abgeordnete der Grünen und der SPD hatten je einen Dringlichkeitsantrag gestellt, dessen Themen Missstände in der Landes-Atomaufsicht und der Austausch fehlerhafter Brennstäbe waren.

www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Dringlichkeitsantrag-im-Landtag-zum-Atomkraftwerk-id44038341.html


wenn dem designierte Heimatminister der cSU das AKW um die Ohren fliegt, ist's vorbei mit der BMW-Partei:

AKW Gundremmingen bleibt am Netz

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass im AKW Gundremmingen fehlerhafte Hüllrohre im Block C verbaut wurden. Die Opposition forderte deshalb im Landtag die vorübergehende Abschaltung - und scheiterte an der CSU-Mehrheit.

www.br.de/nachrichten/akw-gundremmingen-bleibt-am-netz-100.html


Neckarwestheim:

Bau von GKN II: Anzeige gegen EnBW

Der Anzeigeerstatter erklärt, beim Bau des Kernkraftwerks sei von den genehmigten Bauplänen abgewichen worden. Daraus ergebe sich eine Gefährdung für Anwohner und Umwelt. Konkret geht es um die Stahlbetonbewehrung, die fehlerhaft ausgeführt worden sei.

www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Bau-von-GKN-II-Anzeige-gegen-EnBW;art140897,3970221