Die Brennelemente-Fabrik in Lingen ist - wie die Atomfabrik in Gronau- ein Schlüsselglied der europäischen Atomindustrie und damit des deutschen Atomstaates:

Mehr als 300 Initiativen, Verbände und Parteien fordern: "AKW und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen"

Brennelementexporte müssen gestoppt werden

304 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen unterstützen mittlerweile die Resolution "Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren – AKW "Emsland" und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen". Angesichts der grenznahen Lage des Atomkraftwerks sowie der heftig umstrittenen Brennelementexporte zu Pannenreaktoren in Belgien und Frankreich unterstützen auch Initiativen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich die Ende 2014 gestartete Resolution. Die Unterstützer erwarten, dass die neue Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung sowohl das altersschwache Atomkraftwerk wie auch die Brennelementefabrik umgehend stilllegen. Zwei Gutachten für das Bundesumweltministerium bestätigten vor kurzem, dass auch die Brennelementefabrik rechtssicher stillgelegt werden kann. Die Lingen-Resolution findet sich im Anhang dieser PM.

"Das AKW Emsland ist nun fast 30 Jahre am Netz und damit ziemlich in die Jahre gekommen, die Brennelementefabrik beliefert immer wieder Atomkraftwerke wie Tihange, Doel, Cattenom und Fessenheim, die vor allem für schwerwiegende Pannen und gravierende Sicherheitsmängel bekannt sind – es gibt keinen Grund, warum diese beiden Atomanlagen weiter betrieben werden sollten. Der Atomausstieg muss jetzt auch im Emsland unverzüglich umgesetzt werden," forderte Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

www.stadtblatt-lingen.de/lebeninlingen-2/30030-mehr-als-300-initiativen-verbaende-und-parteien-fordern-akw-und-brennelementefabrik-lingen-sofort-stilllegen


Zdebel: "Uranfabriken Gronau und Lingen stilllegen"

Linksfraktion stellt Antrag im Bundestag

DIE LINKE bringt am kommenden Donnerstag einen Antrag in den Deutschen Bundestag ein, die Uranfabriken in Gronau (Nordrhein-Westfalen) und Lingen (Niedersachsen) stillzulegen. Darin fordert die Fraktion außerdem ein Exportverbot für Kernbrennstoffe.

Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE: „Ziel unseres Antrags ist es, dass die bislang vom Atomausstieg ausgenommenen Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich einbezogen werden. Beide produzieren Uranbrennstoff und sorgen dafür, dass weltweit AKWs weiterlaufen und somit neben Atomstrom auch Super-GAU-Risiken und hochradioaktiven Atommüll erzeugen. Deshalb wollen wir außerdem, dass die Exporte von Uranbrennstoffen endlich verboten werden. Es darf keine deutsche Beteiligung an der Atomenergienutzung mehr geben. Die deutschen Uranfabriken beliefern ja sogar die maroden Meiler in Tihange und Doel sowie französische Uralt-AKWs.

http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64300&tx_ttnews%5Bcat%5D=55&cHash=a89e41f3ac

http://www.hubertus-zdebel.de/wp-content/uploads/2018/02/AN-Zdebel_Fraktion_DieLinke_Stilllegung_Uranfabriken.pdf