Belgien:

Die Belgier zum Abschalten auffordern, aber gleichzeitig Brennelemente (for profit) liefern - das ist die verlogene Heimtücke des deutschen Atomstaates:

AKW-Stillegung nicht länger verzögern

In den Druckbehältern der Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 waren in den vergangenen Jahren Tausende feiner Haarrisse gefunden worden. Im Druckbehälter eines Reaktors befinden sich die Brennstäbe, die dort unter hohem Druck Wasser erhitzen. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass es offenbar auch im Reaktor Tihange 1 Probleme gibt. Zwischen 2013 und 2015 hätten sich dort potentiell bedrohliche Zwischenfälle gehäuft, berichteten der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und das ARD-Magazin »Monitor« unter Berufung auf ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht.

Die Kritik von Bundes- und Landesregierungen an den belgischen AKW sei jedoch unglaubwürdig, solange diese weiter mit Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie mit angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau beliefert würden.

www.jungewelt.de/artikel/327733.akw-stillegung-nicht-l%C3%A4nger-verz%C3%B6gern.html


Belgien versorgt Bürger mit Jodtabletten
in Tihange mehren sich Vorboten für Atomunfall

Die Regierung in Brüssel stellt allen Belgiern Jodtabletten zur Verfügung. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, heißt es. Dabei häufen sich im Akw Tihange in der Nähe von Aachen die Vorboten einer Katastrophe.

(...) Die Äußerungen Jambons wirken beschwichtigend, da seit Anfang Februar publik wurde, dass sich im Reaktor Tihange 1 sogenannte Prescursor-Fälle häufen - so werden sogenannte Vorläuferereignisse für einen großen Atomunfall bezeichnet. Wie der WDR berichtete, ereigneten sich laut einem Schreiben der Brüsseler Atomaufsicht zwischen 2013 und 2015 insgesamt 14 Precursor-Fälle in belgischen Akw, davon mehr als die Hälfte im Reaktor Tihange 1. "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen", zitiert der WDR den ehemaligen Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer.

www.stern.de/panorama/weltgeschehen/akw-bei-aachen--vorboten-einer-katastrophe-in-tihange-7891234.html


Frankreich:

Fessenheim (fast wie einst in Biblis - man kann nur noch den Kopf schütteln):

Das Dorf, das die Atomkraft liebt

Feinde und Freude des Atomkraftwerks Fessenheim leben nah beieinander. Räumlich trennt sie nur der Rhein. Doch Welten liegen zwischen ihnen, wenn es um ihre Meinung zu diesen ältesten noch laufenden Atomreaktoren Frankreichs geht.

Auf der deutschen Rheinseite fordern Bürgerinitiativen und Politik seit Jahren vehement das Ende der Anlage. Die Argumente der baden-württembergischen Landesregierung: Bei einem schweren Unfall in Fessenheim, das unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze liegt, müsste das rund 20 Kilometer Luftlinie entfernte Freiburg komplett evakuiert werden. Zudem stehe das Atomkraftwerk nicht auf ewig festem Grund - rechtsrheinisch liege die erdbebenstärkste Region Deutschlands. Gegen Erdbeben seien die Reaktoren nur unzureichend gesichert.

Im Elsass dagegen kämpfen Politiker, Gewerkschaften und Anwohner wohl genauso erbittert um die Erhaltung des rund 40 Jahre alten Kraftwerks. Doch jetzt haben sie den Kürzeren gezogen. Politik und Betreiber EDF haben den Betriebsstopp der Anlage für Ende 2018 oder Anfang 2019 angekündigt - und in Fessenheim versteht man die Welt nicht mehr.

www.handelsblatt.com/politik/international/fessenheim-das-dorf-das-die-atomkraft-liebt/21025096.html


... alles immer sicher - wie auch in Deutschland:

Thermometer ausgeschaltet

Die französische Atomaufsicht ASN hat zu einer Störung im Akw Fessenheim von vergangener Woche weitere Details mitgeteilt. In Block 1 hatte ein Siedethermometer versagt, zu einer Temperaturüberschreitung war es aber nicht gekommen. Der Betreiber EdF stufte, wie berichtet, den Zwischenfall gegenüber der Aufsichtsbehörde auf dem niedrigsten Niveau der Skala für meldepflichtige Störfälle ein. Die ASN folgte dem.

www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/thermometer-ausgeschaltet--149450650.html


Cattenom:

EUROPÄISCHE PROTEST
BRÜCKENAKTION FÜR DIE SCHLIESSUNG ALLER ATOMANLAGEN

Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Am Samstag, den 10.03.2018 protestieren in einer EU-weiten Anti Atom Protest Brückenaktion ab 10:00 bis 11:30Uhr die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci aus Merzig und der Verein R.E.C.H. (Verein menschliche Kettenreaktion, Frankreich) in Zusammenarbeit mit 35 weiteren Anti Atom Bürgerinitiativen, Vereinen, Umweltschutzinitiativen & Parteien mit Anti-Atom Bannern/Banderolen, selbst kreierten Spruchbändern oder Fahnen auf Brücken, an Kreisverkehren oder an Kreuzungen.

Im Saarland protestieren die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci, Attac Untere Saar, KV Die LINKE Merzig-Wadern auf der Brücke in Mettlach, die über die B51 führt – Greenpeace Saar und BUND Saar vor der Johanneskriche in Saarbrücken sowie die Umweltgewerkschaft Regionalgruppe Saar vor der Europagalerie Saarbrücken. In Völklingen protestiert das Aktionsbündnis Frieden Völklingen im Kreisverkehr „Völklinger Platz“ vor dem Unesco Weltkuluturerbe Völklinger Hütte.

Die europäische Protest Brückenaktion beginnt im Südwesten Frankreichs. Von dort breitet sich der Protest, wie die Äste eines Baumes aus ; zwischen Montpellier & Marseille, zwischen Avignon & Valence, zwischen Valence & Lyon, zwischen Lyon & Macon, zwischen Macon & Metz bis zur luxemburgischen Grenze, weiter nach Luxembourg bis nach Belgien um Lüttich und Tihange in Aix la Chapelle und in den Niederlanden, sodann Richtung Deutschland nach Berlin, Trier, Völklingen, Saarbrücken, Merzig/Mettlach.

Die Anti Atom Vereinigungen zeigen mit dieser europäischen Protest Brückenaktion auf; – das Radioaktivität nicht an den Grenzen Halt macht; – das wir die hohen Risiken der 126 europäischen Reaktorblöcke in 14 europäischen Staaten, davon sind 83 länger als 30 Jahre am Netz, mitsamt ihren europäischen Gefahren der tödlichen Atomindustrie anprangern; – das wir die riskanten und unmenschlichen Laufzeitverlängerungen der atomaren Reaktoren verurteilen; – das wir Verstöße gegen EU Gesetze sehen, dass dem europäischen Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville die Betriebsgenehmigung von der ASN erteilt wurde, obwohl er nicht den Sicherheitsanforderungen entspricht; – das wir den Ausbau von AKWs und deren EU – Subventionen verurteilen.

Die Anti-Atom-Initiativen fordern auf EU-Ebene mit Dringlichkeit, dass aus sicherheitsrelevanten Gründen alle europäischen Atomanlagen sofort und unumkehrbar abgeschaltet werden; – aufgrund der zunehmenden Bedrohung und der steigenden Gefahren durch Unfälle, die auf die überalterten Atomanlagen zurück zu führen sind. – das es jederzeit möglich ist, dass ein GAU nicht nur durch menschliches Versagen oder durch einen Unfall in einem AKW ausgelöst werden kann, sondern auch durch einen Terrorangriff, Flugzeugabsturz; – die Beendigung des Endlagerprojekts für atomare Abfälle in Bure, aufgrund der gefährlichen und unsicheren Lagerung von Atommüll, der zudem Millionen von Jahren gelagert werden muss.

cattenomnonmerciorg.wordpress.com/startseite-2/