RWE Veranstaltung 27.02.2018RWE lädt ein ... und macht damit in Eigenregie das, was das "grüne" Umweltministerium mit dem sog. "Informationsforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" in den Sand gesetzt hat; denn was sollen irgendwelche Kasper, die sich da im Forum den Hintern platt gedrückt (ich denke da z.B. an den atompolitischen Sprecher der sPD im hessischen Landtag - Norbert Schmitt oder an die Atomexpertin der Grünen in eben diesem Gremium unserer "repräsentativen Demokratie" - Ursula Hammann) und eigentlich nix zum Thema beigetragen haben.

Jetzt läd RWE selbst ein und läßt den Pseudo-Schnickschnack einfach weg!

Für Atomkraftgegner geht es da schon um ein paar wichtige Punkte:

  1. Wird der Job - staatliches Zwischenlager auf RWE-Gelände - an RWE "untervergeben" und wenn ja: zu welchem Preis ?
  2. wie sieht die Schnittstelle zwischen Atommüllverursachern (RWE) und Atommüllverwaltern (Atomstaat) zukünftig aus ?
  3. wer ruft die Polizei bei Aktionen gegen Atommülltransporte oder auch "freigemessenem" Material zu den Müllkippen des Kreises - RWE oder BGZ ?
  4. wie wird die Langzeitsicherheit der (nun in Staatbesitz befindlichen) Castoren gewährleistet, wo doch das Umweltministerium in Wiesbaden stur darauf beharrt, dass auch über 2040 hinaus keine Probleme mit dem Altern der Castoren zu erwarten ist. "Heiße Zellen" hält man für entbehrlich. Immerhin wird mit einem Zeitraum von bis zu 80 Jahren zu rechnen sein ...
  5. Die Castortransporte aus der Atombomben-Fabrik Sellafield - wann soll das genau über die Bühne gehen ?

RWE ist fein raus ... muss sich nur noch mit dem Rückbau befassen - da braucht man eh keine allzu neugierige Öffentlichkeit- dank der Kooperation des "Hinz"-Ministeriums ist das auch gewährleistet !

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-rwe-laedt-zum-fokustag-_arid,1201991.html

... und prompt folgen die Gefälligkeits-"Berichte" der Qualitätsmedien der Region:

Castor-Behälter aus England nach Biblis

Dort, im sogenannten Standort-Zwischenlager, sollen die in massiven Castor-Behältern eingeschlossenen abgebrannten Kernbrennstäbe verwahrt werden, bis in Deutschland ein sicheres Endlager für die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters gefunden und eingerichtet ist. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Suche, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurde, spätestens 2031 beendet sein. Bis das Lager in Betrieb genommen wird, in dem der hoch radioaktive Atommüll aus Reaktoren eine Million Jahre lang unterirdisch lagern kann, werden nach Erwartung der Fachleute allerdings nochmals 20 Jahre vergehen.

www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/castor-behaelter-aus-england-nach-biblis_18557986.htm


... und dass die Blöcke des AKW Biblis vor sich hin bröseln, zeigt diese Meldung – aber natürlich (wie immer) kein Problem:

Risse an Laufrädern von Reaktorkran

Im abgeschalteten Block B des Atomkraftwerks Biblis sind Risse an Laufrädern des Reaktorrundlaufkrans festgestellt worden. Die Laufräder gehörten aber nicht zu den sicherheitstechnisch relevanten Bauteilen des Krans, teilt der Betreiber RWE am Montag mit.

„Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.“ Der Rundlaufkran diene dazu, innerhalb des Reaktorgebäudes schwere Lasten zu bewegen. „Die Tragfähigkeit und der sichere Betrieb des Krans waren jederzeit gewährleistet.“

www.fr.de/rhein-main/atomkraftwerk-biblis-risse-an-laufraedern-von-reaktorkran-a-1456400