Wie berichtet, macht RWE seine Propaganda in Biblis jetzt ganz ohne das "grüne" Umweltministerium. Castortransporte aus der verstrahlten Atombombenfabrik Sellafield, die Langzeitsicherheit des Zwischenlagers über die nächsten 100 Jahre und die Organisation der Aufsicht im Lager, das ja jetzt ganz dem Bund gehört, wenn es sich auch auf RWE-Gelände befindet.

So ein kleines bisschen merkt man schon, dass die Bevölkerung in Biblis beunruhigt ist - übrigens in einem Artikel, bei dem weder Einlader noch Ex-AKW-Betreiber auch nur einmal genannt wird (!).

Bei den Castortransporten wird alleweil von einer "internationalen Vereinbarung" geschwallt, die es so gar nicht gibt, wie die LINKE im Bundestag auf eine kleine Anfrage erfahren hat. Es gibt sog."mündliche Noten" (?), was immer das ist und zwischen wem auch immer.

Was das Betreiben des Zwischenlagers betrifft (GmbH), ist die letzte Messe noch nicht gelesen - ich denke RWE wird das machen ... und sich gut bezahlen lassen vom Steuerzahler:

Besorgte Fragen zum künftigen Betrieb des Zwischenlagers

Der Kraftwerksstandort Biblis muss gemäß internationaler Vereinbarung sieben Castorbehälter aus dem Ausland zurücknehmen. Vorgesehen ist das im Jahr 2020. Das Standortzwischenlager geht 2019 in Eigentum und Verantwortung des Bundes über. Der wiederum übergibt den Betrieb des Zwischenlagers an eine private GmbH. Diese Themen sind Gegenstand einer Infoveranstaltung im Rahmen der Transparenz-Initiative am Dienstagabend gewesen. Etwa 25 Interessierte hatten sich im Infozentrum eingefunden. Deren Fragen drückten vor allem die Sorge über die Zuverlässigkeit und Belastbarkeit des Betreiber-Modells auf lange Sicht aus.

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-besorgte-fragen-zum-kuenftigen-betrieb-des-zwischenlagers-_arid,1207176.html


 ... auch in anderen Regionen geht man "neue Wege" mit Bürgerbeteiligung und Transparenz:

„Kreis will keineAtom-Kritiker sehen“

Die regionalen Anti-Atom-Initiativen sehen die Veranstaltungen der Kreisverwaltung zum Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) kritisch. „Für uns stellt sich zunehmend die Frage, ob es sich bei diesen ,Foren‘- und ,Bürgerdialog‘-Veranstaltungen einzig um Jubelveranstaltungen pro Atom handeln soll“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiativen.

Bislang habe Kreisbaudezernent Matthias Wenholt Prognos vorgegeben, keine atomkritischen Referenten einzuladen. So hatten nur Vertreter der Genehmigungsbehörde – also des Umweltministeriums und nachgeordneter Ämter – und von Preussen-Elektra referiert. Daher hatten die Initiativen beantragt, den Physiker Dr. Werner Neumann vom BUND Hessen als Referenten einzuladen.

Eine Nachfrage bei Neumann am Montag ergab: Weder die Kreisverwaltung noch Prognos hätten ihn für den Bürgerdialog am 3. März in der Markthalle angefragt (...)

www.nwzonline.de/stadland/kleinensiel-rueckbau-kreis-will-keine_a_50,0,4191164369.html