Der Knaller:

Die Standort-Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle - also auch das beim AKW Biblis sind (gerechnet nach der ersten Einlagerung) bis 2046 genehmigt… soweit so schlecht!

Sie dienen zur Aufbewahrung von sog. Castoren – Stahlbehälter für den Transport hochradioaktiver Abfälle, die geeignet sind, Druckbelastungen auszuhalten und Wärme des nuklearen Zerfalls in ihrem inneren abzuführen.

Siehe auch bei Wikipedia

In Biblis stehen z.Zt. 51. Behälter, 51 sollen die im Abklingbecken lagernden Brennstäbe aufnehmen, weitere werden für den Wärme entwickelnden Atommüll gebraucht (wie viel ?) und es sollen 7 aus der Wiederaufbereitung in Sellafield hinzukommen. Die Kapazität für 135 Castoren scheint dazu ausreichend zu sein…

Die Endlagersuchkommission geht nun davon aus, dass es 65 bis 100 Jahren dauern wird, bis diese Lager aufgelöst werden können. Das bedeutet notwendigerweise eine Verlängerung von Genehmigungen zum sicheren Aufbewahren der Castoren. Tatsache ist:

Diese sind vom Bundesamt für Reaktorsicherheit genehmigt...

ohne Zeitbeschränkung!

Ich habe in den BfS-Unterlagen keinen Hinweis gefunden. D.h.: will man die Zwischenlager länger laufen lassen, muss man eine Aussage machen über den Zustand im Inneren der Castoren – ohne sie öffnen zu können, denn dazu brächte man Konditionierungs-Anlagen (siehe letzten Rundbrief), von denen es zwar zwei gibt (Lubmin und Gorleben), die aber noch nicht im „heißen“ Betrieb gearbeitet haben.

Ein völlig untragbarer Zustand …

Eine echte „black box“ – wie hat sich der Inhalt verändert; wie wirken (vor allem) die Neutronenstahlen auf die Festigkeit des Mantels … und viele Fragen mehr.

Das hat damals im letzten Jahrhundert– als Papa Albrecht „Gorleben“ als Standort eines Endlagers festgelegt hat und das Zwischenlager nur als kurzzeitige Pufferstation dienen sollte, kein Aas interessiert … und mit diesem „Schwarzen Loch“ wird nun rum gemacht.

Wir haben argumentiert über die Hallen, aber nicht über deren Inhalte – eben über die Castoren …

Mal sehen, was uns das sog. “Infoforum“ zum AKW Biblis zu unseren Fragen auf der nächsten Sitzung (wenn sie denn je noch mal stattfindet – die grüne Umweltmibnisterin hat an ihrem AgitProp-Spielzeug für „Transparenz & Bürgerbeteiligung“ offenbar den Spaß verloren) dazu auftischen wird… man darf gespannt sein.

www.grs.de/en/node/2551

Castoren nach Bayern

Demnächst wieder Castor-Transporte aus Frankreich und England. Diesmal nicht nach Gorleben, sondern nach Brokdorf, Biblis, Neckarwestheim und Ohu.

http://umweltfairaendern.de/2015/12/atommuell-bayern-laesst-auslaendische-castoren-rein/

AKW IsarI (Ohu) bei Landstuhl

Die Atomkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essensbach bei Landshut in Bayern

Bayern nimmt nun doch einige Castorbehälter mit Atommüll auf

Castortransport ins Zwischenlager Goprleben

www.jungewelt.de


Pressemitteilung von .ausgestrahlt:

Castor-Einigung: Noch viele Probleme ungelöst:
Halle instabil, Reparaturmöglichkeit fehlt, Lagerdauer ungewiss

Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Handhabung der Behälter, wenn einer der beiden Deckel undicht wird. Für die üblicherweise am AKW Isar gelagerten Castor-Behälter gibt es die Möglichkeiten, einen dritten Deckel aufzuschweißen. Dies funktioniert bei den Castoren mit den Abfällen aus Sellafield nicht. Sie müssten in einer heißen Zelle repariert werden, die es allerdings am AKW Isar nicht gibt.

Völlig offen ist darüber hinaus, wie lange die Behälter im Zwischenlager bleiben werden und was dies für die Sicherheit bedeutet. Ausgelegt sind die Castoren für 40 Jahre. Es ist aber derzeit überhaupt nicht absehbar, dass bis Mitte des Jahrhunderts mit dem Abtransport der Behälter in ein langfristiges Atommüll-Lager begonnen werden kann. Selbst wenn bis dahin ein Standort gefunden und ein Lager ausgebaut wurde, dauert es weitere Jahrzehnte, bis der Müll aus allen 17 Zwischenlagern in Deutschland nach und nach dort eingelagert werden kann. Ob die Behälter so lange dicht halten, ist ungewiss.

www.ausgestrahlt.de

aus einem „Berichtsantrag der FDP-Fraktion“ vom 10.11.2014 im hessischen Landtag (19/1072):

...Weiterhin erklärte Umweltministerin Priska Hinz, bei der Entscheidung über die Verteilung stehe auch eine Orientierung am Verursacherprinzip im Raum: Rechnerisch müsse Hessen von den in Frankreich und in England noch eingelagerten Castoren zwei der 26 Behälter zurücknehmen. Unter dem Aspekt, dass bereits 16 Castoren aus Biblis in Gorleben einlagerten, könne man nach dem Verursacherprinzip jedoch auch auf 18 Castoren kommen. Nach Berechnungen von RWE handelt es sich rechnerisch lediglich um einen Castor, der aus La Hague und Sellafield auf den Standort Biblis entfällt ...

Dass RWE sich mit seiner Aussagen lächerlich macht, zeigt wie verlogen diese Profitbude ist – hier wie in allem anderen Punkten, wo es um ihre Pfründe geht...

Dass eigentlich nach dem Verursacherprinzip bis zu 18 Castoren zusätzlich nach Biblis geschafft werden müssten, ist ein Zeichen, warum Gorleben mit seinem Zwischenlager für Atomstaat und Betreiber unbedingt erhalten bleiben muss ! Für uns bleibt trotzdem die Losung:

NIX REIN –NIX RAUS ... bis ein Endlager da ist (also wohl eher nicht mehr in diesem Jahrhundert !

F5T30

Internationaler Ärztekongress der IPPNW

Fukushima

In 2016 jähren sich die Atomkatastrophen von Fukushima zum Fünften und von Tschernobyl zum 30. Mal (F2T30). Anti-Atom-Initiativen bereiten sich auf vielfältige Aktivitäten aus diesen Anlässen vor. Auch die Internationale Ärzteorganisation IPPNW, die im Februar einen großen Kongreß über die Folgen der Atomenergie und die Gründe für den Ausstieg durchführen werden. Dazu gehört auch eine Bilanz der immer noch andauernden Atomkatastrophen.

http://umweltfairaendern.de

Atomkraft und Kohle sind »bäh«, Erneuerbare versprechen mehr Profit: Aufsichtsrat des Energiekonzerns einstimmig für Aufspaltung

RWE-Zentrale in EssenWohin soll denn die Reise gehen? Konzernzentrale der RWE AG in Essen Foto: Roland Weihrauch/dpa- Bildfunk

www.jungewelt.de

Erhöhte Schutzmaßnahmen gegen „bestimmte Angriffsszenarien“

http://www.hubertus-zdebel.de/atomanlagen-und-terroristisch-motivierte-taten-erhoehte-schutzmassnahmen-gegen-bestimmte-angriffsszenarien/

Nikolausmarkt 5. 12. 2015


Auf die Dauer sicher ?

Die eher dürre Meldung mit der Überschrift "Brennelemente im Zwischenlager" im BA vom 15.12.2015 auf Seite 26 klingt harmlos, wirft aber aus meiner Sicht Fragen auf, die man gerne im eigens dafür eingerichteten Informationsforum zum Rückbau der Atomkraftwerke Biblis A und B mit den Vertreterinnen und Vertretern des Hessischen Umweltministeriums, des Kraftwerksbetreibers RWE Power AG und den Forum-Mitgliedern erörtert hätte. Dieses Forum, einst mit dem Siegel "Transparenz und Bürgerbeteiligung" vom Umweltministerium initiiert, hat allerdings seit Monaten nicht getagt, ein neuer Termin ist nicht in Sicht und man darf davon ausgehen, daß sich bis zur Kommunalwahl Anfang März 2016 auch nichts mehr tut.

Trotzdem bleiben Fragen: Wie z. B. wird mit den sog. "Sonderbrennstäben" in Biblis umgegangen? Jenen Brennstäben, die, nur schwach abgebrannt, RWE vorzeitig auswechselte, um die Brennelementesteuer zu sparen. Wegen hoher Zerfalls-Aktivität dürfen von ihnen nur weniger als üblich in Castor-Lagerbehälter geladen werden. Was geschieht mit beschädigten Brennstäben, für die offenbar Castor-Spezialanfertigungen mit einem Zusatzbehälter erforderlich sind, deren Genehmigung aber im Herbst meines Wissens nach noch ausstand? Vor allem aber: Aufgrund neuer Prognosen der Endlager-Suchkommission des Bundestages ist die Inbetriebnahme eines Endlagers frühestens 2045/2050, das Ende der Einlagerung zwischen 2075 und 2130 vorstellbar. Das Standort-Zwischenlager in Biblis hat eine Betriebsgenehmigung bis 2046. Wie sicher sind die Castorbehälter? Muss möglicherweise in dem langen Zeitraum ein Umladen der Brennstäbe erfolgen und wo und wie ist das möglich?

Ich denke, die Bürgerinnen und Bürger der Region haben ein Recht darauf, auf diese Fragen umfassende Antworten zu erhalten.

Rainer Scheffler

... und in diesem Zusammenhang eine wichtige Veranstaltung im Januar:

BfB-Veranstaltung zu Biblis-Rückbau

„Biblis sei 'abgeschaltet' und damit 'sicher' – eine weit verbreitete Auffassung, aber falsch”, schreiben die „Bürger für Bensheim“ (BfB) in einer Veranstaltungsankündigung.

Dienstag 12. Januar 2016 – ab 19:00

informiert der Atomgegner Rainer Scheffler im Bensheimer Hotel Felix (Dammstraße) im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Titel „Biblis-Rückbau: Atommüll, Zwischenlager, Kosten – von wegen sicher...” über den aktuellen Stand bei der Suche nach einem möglichen Endlager und erörtert Fragen zur Sicherheit des Standort-Zwischenlagers und der dort gelagerten Castoren.

BfB-Sprecher Joachim Uhde erinnert daran, dass die Mehrzahl der Brennelemente in den Blöcken A und B des Atomkraftwerks Biblis immer noch in Abklingbecken lagert und gekühlt werden muss und auch das Umladen in Castor-Behälter zur Zwischenlagerung am Standort Gefahren und Risiken in sich birgt.

Für die BfB steht zudem auch die Frage der Rückbaukosten und der Rückstellungen der Atomkonzerne erneut im Raum, weil sowohl Biblis-Betreiber RWE wie auch EON ihre Konzerne umstrukturieren wollen.

AKWende Button

trifft sich wieder am 18. 1. 2016 um 19 Uhr in Bensheim (nach der Mahnwache auf der Mittelbrücke) im „Präsenz-Hof”

1. Vorbereitung „T30“ am 26.04.2016
2. Prozess RWE wegen “Moratorium”
3. Fahrt nach Neckarwestheim
4. Sicherheit von Castoren & Zwischenlagern
5. Genehmigung für Rückbau ?
6. InfoForum – wie weiter ?
7. sonstiges

Es war ein One-Way-Ticket für den Roboter, der jetzt ins Innere der Atomruine von Fukushima geschickt wurde. Und erstmals Fotos von dort lieferte. Einmalig. Die Maschine kehrte nicht mehr zurück aus dem extrem verstrahlten Terrain, dessen Betreten für Menschen den sicheren Tod bedeutet.

Aufnahmem in der Hölle von Fukushima

 Bilder aus dem Unglücksreaktor von Fukushima: Erstmals machte ein Roboter Aufnahmen im extrem verstrahlten Innern der Anlage. Der Roboter leuchtete seinen Weg aus und filmte seine Umgebung. Jetzt ist er im Reaktorblock 1 zurückgelassen worden.

http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Kernenergie/Roboter-liefert-erstmals-Fotos-extrem-verstrahlten-AKW-Innern