Leider konnte ich nicht auf das sog. „Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung” am 27.09.2016 kommen; wo die CDU-Vertreterin im Vorstand der „Endlagersuchkommission” was zu erzählen hatte. Nachdem die hessische Umweltministerin von den GRÜNEN den Spaß an dem Gremium verloren hat (ihre „Beiträge” zum Thema „Zwischenlager” und ”Castortransporte” jamen in Biblis gar nicht gut an) und die GRÜNEN im Kreis Bergstraße nichts mehr zu melden haben (der neue hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug ist von der sPD) gab's erst mal eine längere Sendepause ... und jetzt muss eine CDU-Vertreterin ran zum Gesundbeten des Atomdesasters in diesem Lande. So war auch das, was die regionale Presse zu berichten hatte („Anzeiger”), eher nichtssagend (die Co-Vorsitzende dieser Nebel-Kommission verstieg sich sogar zu der Aussage, über Termine würde sie „nix” sagen), das ECHO hat seit der Änderung des Geschäftsmodells eh kein Interesse mehr, vom sog. „nfoforum”

in Biblis auch nur eine Silbe zu verlautbaren...
so bleibt, was wir eh alle wissen:

a) das Endlager kommt ... wahrscheinlich nach Gorleben – aber erst zur Jahrhundertwende !
b) den Rückbau bezahlt RWE aus den viel zu geringen Rückstellungen – also „Rückbau für lau” !
c) alle Kosten der Endlagerung übernimmt der Steuerzahler – soviel zum billigen Atomstrom !

hier der Bericht verbunden mit einem Zwischenruf einer besorgten, engagierten Journalistin:

„Es müssen sich alle zusammenraufen“

Wann gibt es in Deutschland ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll? Und was passiert mit dem Zwischenlager am Kernkraftwerksstandort Biblis? Zwei hochspannende Fragen, die aber beim Bibliser Informationsforum auf wenig Interesse stießen. (...)

www.morgenweb.de

Ich weiß nun nicht, ob - wie Erhard Renz anmerkte - es das Schlimmste wäre, wenn die Castoren in Biblis blieben. Wir alle (und unsere Kinder) werden den Zeitpunkt dieser "Entscheidung" wohl nicht erleben ...aber es müssen -so oder so- Schutzvorrichtungen und Umpack- bzw. Reparatutrmöglichkeiten geschaffen werden (z.B. Bunker mit "heißen Zellen"); die jetzige "Kartoffelscheune" kann so nie und nimmer akzeptiert werden! Die Parteien im Kreis müssen sich zu dieser entscheidenden Frage verhalten ... insbesondere die mit der cDU verbandelten GRÜNEN.

Die "atompolitische Sprecherin" dieser Partei im hessischen Landtag - Ursula Hammann - hatte offenbar auch nichts beizutragen; auch eine Veranstaltung mit ihr in Bensheim am  5. 10. hat sie "aus persönlichen Termingründen" platzen lassen (es heißt, die Veranstaltung soll am 9. 11. nachgeholt werden - schau'n 'mer mal ). Wir haben jedenfalls unsere Fragen gestellt (siehe letzten Rundbrief Nr.196).

Kein Wort übrigens zu dem üblen Betrugsmanöver der Kommission, eine "weiße Landkarte" zu avisieren, aber den Standort "Gorleben" zu setzen, als sei er nicht nur geologisch, sondern nicht auch politisch mausetot - soviel zur Glaubwürdigkeit eines Gremiums der sog. "Zivilgesellschaft", das in Wahrheit nur die Sache des "Atomforums", der Lobby-Organisation der AKW-Konzerne betreibt. Es war gut, dass sämtliche Anti-Atomkraft-Initiativen eine "Mitarbeit" verweigert haben.

Auch bemerkenswert: RWE als Verursacher des ganzen Übels kann sich ganz raushalten und deren Manager entspannt zurücklehnen, denn ein Ergebnis dieser Kommission ist, dass sich die Betreiber aus der Verantwortung für die Endlagerung stehlen können - ein toller Atomstaat eben ...


Bedeutung geht verloren

Beim Informationsforum in Biblis läuft's nicht rund. Das Gremium soll den geplanten Rückbau des Bibliser Atomkraftwerks begleiten. Seit der ersten Sitzung im Mai 2014 nimmt das Interesse daran immer weiter ab. Dass die Bürger bei den öffentlichen Sitzungen die Bude einrennen, war nicht zu erwarten. Dass aber ausgerechnet die Mitglieder des Forums durch Abwesenheit glänzen, ist doch bemerkenswert. Sie vertreten Verbände, Landkreise, Landtagsfraktionen und Städte. (...)

www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/biblis

Das Interesse ist auch deshalb so gering, weil das sog. „Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung” absolut zahnlos ist und nix zu melden hat. Warum sollte man da hingehen, außer um mal wieder zu erfahren, dass die Meinung der Menschen in der Region nix wert ist und ihre Sorgen wegen der radioaktiven Strahlung nicht ernst genommen werden ...


... und dann noch was aus der Rubrik: „und täglich grüßt das Murmeltier”:

Zwei Störungen gemeldet

Wie das Hessische Umweltministerium gestern mitgeteilt hat, ist es im abgeschalteten Kraftwerk Biblis zu zwei meldepflichtigen Störungen gekommen - allerdings ohne sicherheitstechnische Bedeutung: Im Block A wurde bei einer Prüfung des Notstromsignals für einen der vier Notstromdiesel festgestellt, dass ein Zeitzähler im Reaktorschutz nicht startete und der Umluftventilator nicht automatisch eingeschaltet wurde. Dieser habe manuell eingeschaltet werden können. Die defekten Teile seien ausgetauscht und die Prüfung fehlerfrei wiederholt worden.

Im Block B wurde laut Ministerium der Wasserdurchsatz an Wandhydranten überprüft. Hierbei wurde für einen Hydranten im Schaltanlagengebäude festgestellt, dass die Leitung, die fünf Wandhydranten mit Löschwasser versorgt, durch eine Armaturenfehlstellung abgesperrt war. Nach dem Öffnen der Leitung habe die Überprüfung des Wasserdurchsatzes befundfrei abgeschlossen werden können.

www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/biblis

Eine wichtige Stellungnahme des IPPNW, die auch in Biblis für Diskussionen sorgen wird. Statt den sog. "freigemessenen" strahlenden Atommüll auf Hausmüll-Deponien abzuladen, müssen die Betreiber eine sichere Verwahrung auf ihrem Gelände gewährleisten. Das geht nur mir bunkerartig ausgebauten großen Hallen - natürlich zu teuer für RWE und den Atomstaat:

IPPNW fordert Verbleib des radioaktiven „Freigabe-Materials“ an den Atomkraftwerks-Standorten

Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der gering radioaktiven Abrissmaterialien u.a. per „Freigabe“ in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Diese Materialien würden auf regulären Mülldeponien entsorgt und recycelt werden. Die Bevölkerung würde mit diesen gering radioaktiven Materialien in Berührung kommen.

www.ippnw.de

Ein Bericht, der verharmlost, als ernsthaft untersucht - das Gesundheitsamt im Kreis Lüchow-Dannenberg entlastet den Betreiber des Zwischenlagers. Nun das kennen wir auch im Umkreis des AKW Biblis, wo die Bhörden (egal ob cDU odewr grün geführt) nie etwas zu bemöängeln hatten! Aber es zeigt auch, dass das Thema in der Nähe der Zwischenlager nicht vom Tisch ist, besonders da heute klar ist, dass die Castoren noch bis über das Ende des 21.Jahrhunderts hinaus an den AKW-Standorten bleiben müssen - ohne Reparaturmöglichkeiten (Stichwort: "heiße Zellen") vor sich hin strahlend.

Krebs durch den Castor? Gesundheitsamt legt erstmals belastbare Zahlen vor

www.az-online.de/uelzen

Atommüllkonferenz fordert:
Gesundheit vor wirtschaftlichen Interessen

(...) Mit der Lagerung der CASTOR-Behälter in den derzeitigen Zwischenlagern sind hohe Risiken verbunden. Das zeigte Wolfgang Neumann von der Intac GmbH, Hannover in seinem Vortrag auf der Atommüllkonferenz. An 17 Standorten verteilt über die Bundesrepublik Deutschland lagern hoch radioaktive Materialien. Die Sicherheitsnachweise - oder besser Sicherheitsprognosen - für CASTOR-Behälter erstrecken sich auf 40 Jahre. Seinerzeit als völlig ausreichend angesehen, wird nunmehr bei dem Vorhaben, einen geeigneten Standort für die Dauerlagerung ("Endlager") auszumachen, absehbar, dass für die Zwischenlagerung sehr viel größere Zeiträume anstehen. Niemand kann aber heute uneingeschränkt davon ausgehen, dass die Behälter diesen neuen Anforderungen gerecht werden. In jedem Fall wären die Behälter insbesondere auch im Inneren auf Materialermüdung zu untersuchen und die getroffenen Prognosen zu überprüfen. (...)

http://ag-schacht-konrad.de/

... alles gesagt

Die Scheinargumente der Atomlobby
Die typischen Argumente der Atomkraft-Befürworter – und warum sie nicht stimmen.

www.ausgestrahlt.de/informieren/scheinargumente-der-atomlobby/