FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Terroralarm hier – Terroralarm da ... Die Kriege, die Europa in viele Länder Afrikas und des Nahen Ostens getragen hat, schlagen zurück ... die Medien überziehenen uns mit hysterischen Drohszenarien !

Nur bei den AKWs hört man nix – als wäre nicht gerade dort Alarmismus angesagt !
Neben den hier benannten Gefahren aus der Luft, sind heute Handraketen "ausgereift", die in jedes Zwischenlager Löcher brennen können (Hohlladungen) und erst im Inneren explodieren ...

Atomanlagen als Terrorziele

Wie gut sind Atomanlagen gegen Anschläge geschützt? Klar ist, den (gezielten) Einschlag einer schweren Passagiermaschine würde kein deutsches Atomkraftwerk überstehen. Ein weiterer Grund, warum diese unverantwortliche Technologie sofort abgeschaltet gehört.

Doch nicht nur die Atommeiler, auch die vielen Zwischenlager mit dem in Castor-Behältern verpackten hochradioaktivem Atommüll, zwölf davon direkt neben den AKWs, vier weitere in Ahaus, Jülich, Gorleben und bei Lubmin, bergen mit ihrem enormen radioaktiven Inventar Katas­trophenpotential.

Neue Terrorszenarien haben die Bundesregierung 2011 veranlasst, die bestehenden Zwischenlager, in denen der hochaktive Atommüll in Castor-Behältern aufbewahrt wird, nachzurüsten. Von »Härtungen« ist die Rede. Einzelheiten sind jedoch streng geheim, Genehmigungen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt.

Bislang werden erst an wenigen Zwischenlagern neue Schutzwände errichtet, um Angriffe mit panzerbrechenden Waffen abzuwehren. Es wird noch Jahre brauchen, bis für alle Zwischenlager diese Nachrüstungen umgesetzt sind, und selbst dann bleibt die Frage: Reichen diese Maßnahmen aus? Für die Öffentlichkeit, für unabhängige Experten und sogar Richter ist das kaum mehr nachprüfbar.

Mit seinem 2015 rechtskräftig gewordenen Urteil hob das Oberverwaltungsgericht in Schleswig die Genehmigung für das Zwischenlager in Brunsbüttel auf: »Die Beklagte hat bei der Erteilung der Genehmigung für das streitgegenständliche Standortzwischenlager das erforderliche Maß des Schutzes gegen terroristische Einwirkungen in Gestalt eines gelenkten Absturzes eines Verkehrsflugzeuges auf das Zwischenlager fehlerhaft ermittelt und bewertet.«

www.jungewelt.de/artikel/328155.atomanlagen-als-terrorziele.html


Und so sieht sie aus - die Terrorsicherheit in Deutschlands AKWs:

Niedersachsens Kernkraftwerke nach Tippfehler im Flugzeug evakuiert

Drei Atomkraftwerke in Niedersachsen sind nach einem Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine am Montag alarmiert worden. Sie mussten vorübergehend evakuiert werden.

Weil der Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug unterbrochen war, sind am Montag mehrere deutsche Atomkraftwerke (AKW) vorübergehend evakuiert worden. In Norddeutschland waren unter anderem die AKW in Grohnde und Brokdorf sowie die abgeschaltete Anlage Unterweser nördlich von Brake betroffen. Der Vorfall wurde erst am Dienstag bekannt.

Der sogenannte Renegade-Alarm wurde am frühen Montagvormittag gegen acht Uhr ausgelöst. Renegade – das englische Wort für Abtrünniger oder Deserteur – ist der Nato-Code für ein Verkehrsflugzeug, das von Terroristen entführt sein und als Waffe für einen Anschlag verwendet werden könnte.


Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt

Wegen eines sogenannten „Renegade“-Falls sind am Montag alle drei Atomkraftwerke in Niedersachsen geräumt worden. Der Pilot einer Lufthansa-Maschine hatte bei der Eingabe eines Codes einen Fehler gemacht und so den Alarm ausgelöst.

www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Renegade-Fall-Atomkraftwerke-in-Niedersachsen-geraeumt


... und die GRÜNEN in der Opposition (siehe "Schacht Konrad") schimpfen, seit sie nicht mehr den Umweltminister (Wenzel) stellen - wenn sie irgendwann mal wieder gewählt werden, ist alles vorbei:

Risiko für Angriff auf AKW bleibt bis zum Ende der Laufzeit

In dieser Woche wurde das Atomkraftwerk Grohnde erneut wegen eines "Renegade-Falls" evakuiert. Der Verdacht einer Flugzeugentführung entpuppte sich zwar als falscher Alarm. Trotzdem zeigt der Fall: Der Bund muss die Regeln für Renegade-Fälle überarbeiten. Das hatte Niedersachsen vor längerer Zeit angemahnt. Bis das Atomkraftwerk komplett zurückgebaut und ein Endlager gefunden ist, besteht weiterhin die Gefahr von Nuklearunfällen. Terroristische Anschläge bleiben ein Bedrohungsszenario auch für Zwischenlager, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Die grüne Landtagsabgeordnete Anja Piel aus Fischbeck merkt dazu an: "Niedersachsen hat die Zuständigkeiten beim Katastrophenschutz in der letzten Legislaturperiode neu geordnet. Die Umsetzung ist aber noch nicht abgeschlossen." Auf eine aktuelle grüne Landtagsanfrage antwortete Landesinnenminister Boris Pistorius, dass die Notfallpläne bis Ende 2020 überarbeitet werden sollen. Piel verweist darauf, dass das Atomkraftwerk Grohnde spätestens im Jahr 2021 abgeschaltet wird: "Die Gefahr aber nicht gebannt, solange im Landkreis noch Brennelemente gelagert werden. Und ein aktualisierter Katastrophenschutzplan kann keine terroristischen Anschläge verhindern, sondern regelt nur den Umgang mit einer solchen Katastrophe."

www.dewezet.de/startseite_artikel,-piel-risiko-fuer-angriff-auf-akw-bleibt-bis-zum-ende-der-laufzeit-_arid,2442202.html

www.neue-woche.com/lokales/nachrichten-emmerthal/notfallplaene-fuer-akw-grohnde-nicht-sicher-angriffsrisiko-bis-ende-der-laufzeit

Es soll ja erst in 2031 gefunden sein - das Endlager für hochradioaktiven Atommüll - auf der "weißen Landkarte" ! Die "Frankfurter Rundschau" verlegt die Termine realistischer Weise noch auf einen weitaus späteren Termin:

Gorleben ist noch nicht vom Tisch

Die Entscheidung über den nationalen Endlager-Standort dürfte laut Kommission frühestens 2058 fallen, eine Einlagerung des Mülls erst 2117 oder später beginnen.

www.fr.de/politik/atommuell-gorleben-ist-noch-nicht-vom-tisch-a-320781

siehe auch "Strahlentelex" Nr. 736-737 / 09.2017:

www.strahlentelex.de/Stx_17_736-737_S08-09.pdf


Also - vor dem Ende des 21. Jahrhunderts wird es kein Endlager geben - also in 80 Jahren, wenn "wir" mehr oder weniger alle tot sind !
Es ist ein Spiel für Dummis, an dem sich heute bereits viele Ortschaften, Landkreise mit Inbrunst beteiligen ... Offenbar halten die Menschen und ihre Vertreter vor Ort Atomkraft doch für weitaus gefährlicher, als dies die Partei-Politiker von cDU/cSU/sPD/FdP/olivGRÜN in Berlin Glauben machen wollen.

Es lenkt toll ab von der Frage, wie die Zwischenlager an den AKW-Standorten so gesichert werden können, dass die CASTOREN, die in den Leichtbau-Hallen so gut wie ungeschützt stehen, diese lange Zeit auch überstehen, denn z.B. "heiße Zellen" sind nicht vorgesehen ...

  1. Einwirkungen von außen - wie Angriffe aus der Luft und vom Boden und durch Naturkatastrophen (z.B. Erdbeben und Überschwemmungen)
  2. Zersetzung durch Korrosion durch den radioaktiven Zerfall in ihrem Inneren.

Da können sich unsere Kinder & Enkel noch auf einiges gefasst machen - die Lager sind nur noch bis 2046 genehmigt ... zumindest wartet auf sie - neben einer Leckage hier und einer da - ein üppiger Atommülltourismus ! Nicht mal die Konsequenz "alle AKW abschalten" haben sie auf dem Schirm - Karriere geht vor ... und die gibt es bei uns nur im Arsch der Industrie ...
wie gesagt: die Politiker, die das zu verantworten haben sind die gleichen, die den Energiekonzerne RWE, eon, Vattenfall und EnBW die Profitmaschine "Atomkraft" ermöglicht & subventioniert haben - sie sind natürlich bis zum Ende des Jahrhunderts nach einträglichem Leben auch tot - nach ihnen die Sindflut ... das Prinzip des Kapitalismus !

Hier mal ein nettes Beispiel, wie in Deutschland besonders gegen ausländische (hier schweizer Pläne) Front gmacht wird. In Bayern gibt es laut cSU sowieso überhaupt nix zu holen - googelt mal "Endlagersuche" ... und ihr wisst Bescheid ...):

Einwände gegen Endlager

Mittlerweile haben die Landkreise Schwarzwald-Baar-Kreis, Waldshut, Konstanz und Lörrach eine gemeinsame Stellungnahme zu den kritischen Punkten des Schweizer Auswahlverfahrens entworfen.

www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-einwaende-gegen-endlager.8f67d772-9e8b-4c60-b744-4b2f0626f5e6.html

 

Schwarzwald-Baar-Kreis hofft auf viele Einwände zu Atommüll-Endlager

Wenn es nach dem Wunsch der Schweizer Behörden geht, soll dicht an der Grenze zu Deutschland ein Atommüll-Endlager entstehen. Seit November 2017 läuft das so genannte Anhörungsverfahren der Schweizer Behörden.

www.nq-online.de/nq_54_41887_Schwarzwald-Baar-Kreis-hofft-auf-viele-Einwaende-zu-Atommuell-Endlager.html


Nach "Schacht Konrad" soll der sog. "mittel- und schwachradioaktive Atommüll, der (ums Verrecken) nicht freigemessen werden kann und auch nicht in CASTOREN gesichert werden muss - nur kann die Zulassung für diess Lager sich noch jahrelang hinziehen. Die Politik des Atomstaates in Niedersachsen cDU/sPD) ist, die Standortzwischenlager zu entlasten. Die GRÜNEN - gerade mal in der Opposition (nix mehr mit Umweltminister Wenzel) - schimpfen gegen deren neueste Pläne ! Und so klngen die GRÜNEN in der Opposition - fast wie in Bayern:

Zusätzliches Eingangslager für Schacht Konrad?

Die angehende Große Koalition im Bund will ein Eingangslager für Schacht Konrad errichten, so steht es im Koalitionsvertrag von SPD und CDU. In Folge einer Anfrage der Grünen im Landtag musste Umweltminister Olaf Lies nun Position zu den Planungen beziehen.(...)

Ein Eingangslager dürfe es jedoch weder hier noch anderswo geben. „Per Salami-Taktik soll der Öffentlichkeit jetzt ein weiteres Atommüll-Lager untergeschoben werden. Wir lehnen ein zusätzliches Eingangslager strikt ab. Ein weiter Atommüll-Standort würde die Zahl der Transporte und die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner erhöhen.(...)

Die grüne Atom-Expertin Miriam Staudte betont, dass die Grünen die Planungen für ein Endlager im ehemaligen Erzbergwerk Schacht Konrad kritisch sehen: „Wir haben grundsätzliche Zweifel, ob die Planungen dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Einen entsprechenden Sicherheitsnachweis konnte der Bund bislang nicht liefern. Statt auf eine schnelle Inbetriebnahme von Schacht Konrad zu drängen, muss der Bund die Sicherheit in den Fokus nehmen.“

regionalsalzgitter.de/zusaetzliches-eingangslager-fuer-schacht-konrad/

AKWende ButtonPresseerklärung vom 23. 2. 2018:

Zwischenlager „auf Dauer”

Anti-Atom-Initiativen fordern neues Sicherheitskonzept mit Bürgerbeteiligung

Die Zeitprognosen im Schlußbericht der Endlager-Kommission des Bundestages vom Sommer 2016 sind eindeutig: Entscheidung über ein mögliches Endlager frühestens 2058, Einlagerung ab 2117 oder später. Das Standort-Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Biblis hat eine Betriebsgenehmigung bis 2046. Nach Auffassung der Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen AK.W.Ende Bergstrasse und "Verein Atomerbe Biblis" e. V. "ist eine schlichte Verlängerung der Betriebsgenehmigung keineswegs ausreichend. In Biblis müssen die Sicherheitsstandards insbesondere vor dem Hintergrund terroristischer Angriffe (gezielter Flugzeugabsturz, Angriff mit panzerbrechenden Waffen neuesten Typs) massiv erhöht werden."

Für AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler muss deshalb "ein neues langfristiges Sicherheitskonzept unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt werden, ganz unabhängig davon, Ob das Standort-Zwischenlager in Biblis ab Anfang 2019 in die Zuständigkeit der neuen bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übergeht. Öffentlichkeitsbeteiligung meint hier eine breite gesellschaftliche Debatte über den risikoärmsten Umgang mit der möglicherweise jahrzehntelangen Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll."

Volker Ahlers, Vorsitzender von "Atomerbe Biblis", verweist auf das "Brunsbüttel"-Urteil, in dem gerade die Terrorgefahr eine zentrale Rolle spielt. Ahlers: "das Urteil darf als Hinweis darauf gewertet werden, dass Zwischenlager-Bautypen wie in Biblis kaum Aussicht auf eine Verlängerung haben. Es sei denn, die Genehmigungsanforderungen werden gesetzlich aufgeweicht."

ABB hatte mal die tolle Idee, AKWs mit Kugeln statt mit Brennelementen zu entwickeln und der Atomstaat (namentlich die sPD-Landesregierung in NRW) fand das Spitze ... und ließ bauen:

a) einen Versuchsreaktor in Jülich
b) einen Leistungsreaktor in Hamm-Uentrop

beide Projekte floppten, weil die Kugeln verklebten und nicht mehr moderierbar waren (ich will da nicht genau technisch drauf eingehen - könnt ihr aber googeln). Jetzt stehen die Ruinen seit Jahrzehnten in bedenklich strahlendem Zustand (im eigentlich "(un)sicherer Einschluss) rum und sind u.a. deshalb nicht voll rückbaubar, weil der hochradioaktive Müll nicht entsorgt werden kann.

Die USA wären interessiert - aber es ist nicht so einfach, das "Exportverbot" auszuhebeln; also denkt man jetzt jetzt an das "zentrale" Zwischenlager Ahaus.
In Brunsbüttel gibt es immer noch keine Genehmigung für das Zwischenlager - sie wurde ja entzogen, weil es z.B. für den Absturz großer Flugzeuge nicht als sicher genug vom Gericht eingeschätzt wurde.

Die weiteren Zwischenlager (so auch in Biblis) können derweil ungeniert weiter betrieben werden als ob es richterliche Entscheidungen in diesem Rechtstaat nicht das Papier Wert seien, auf dem sie geschieben stehen.

Weiterhin: das Thema "Heiße Zellen" wird von atomstaatlicher Seite weiterhin ignoriert; die Atomkonzerne geht es ja nichts mehr an und die neuen Besitzer (Atomstaat) äußern sich ablehnend, als sei die Frage der Reparatur von Castoren eben mal um 2-3 Legislaturperioden zu verschieben ...

by the way: Alle Zwischenlager (auf den Werksgeländen der AKW-Betreiber) sind nach dem Atomdeal jetzt in der Hand des Bundes und kein Mensch weiß, wie da das "Betreiben" zukünftig vonstatten gehen soll. Ich denke, der Atomstaat wird sie "outsurcen" an die Atom-Konzerne vor Ort, denn die haben das Fachpersonal und kennen sich aus mit den Castoren - haben sie ja schließlich befüllt. Dafür werden sie (nach dem Freikauf) noch mal ordentlich Geld damit verdienen!

Es ist also ein "ToWuWaBoWu" in der Frage, wie weiter mit den Zwischenlagern - es wird bei optimistischer Schätzung mindestens bis 2080 dauern bis ein "in den Sternen stehendes" Endlager dereinst befüllt werden kann. Vielleicht bringt die nächste Sitzung der "Atommüll-Konferenz" ein bisschen Klarheit da hinein:

12. Atommüllkonferenz
Samstag, 17. Februar 2018
11:00 – 17:00 Uhr
Volkshochschule Kassel
Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

www.atommuellkonferenz.de/

Hier mal ein paar Artikel zum Thema, von dem man in den üblichen Qualitätsmedien so gar nichts mehr zu hören bekommt ! In diesem Zusammenhang meinen großen Dank an Dirk Seifert, der mit "umweltFAIRändern" (neben >ausgestrahlt<, das vor allem aktionsorienitert wirkt) hervorragende Informationen heraus gibt:

Atommüll in Ahaus: Sofortvollzug der Einlagerungsgenehmigung für Jülich-Castoren aufgehoben

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2016/02/Zwischenlager-Ahaus-Foto-Betreiber-GNS.jpg

Der Grund, warum das BfE den Sofortvollzug aufgehoben hat, ist der weiterhin nicht absehbare Termin, wann denn Transporte von Jülich nach Ahaus erfolgen könnten. Das BfE geht wohl inzwischen nicht mehr davon aus, dass dies 2018 geschehen könnte. Aufgrund fehlender Sicherheitsnachweise für das Atommülllager in Jülich gibt es dort derzeit keine atomrechtliche Genehmigung für die Zwischenlagerung von 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem ehemaligen Reaktor AVR mehr. Das Land NRW duldet die dortige Lagerung nur noch und hat die Betreiber aufgefordert, eine Lösung auf den Weg zu bringen. Seit Jahren heißt es formal, es werde geprüft, ein neues Lager in Jülich zu errichten, den Atommüll nach Ahaus zu verfrachten oder in die USA zu exportieren. Faktisch ist aber nicht erkennbar, dass die staatlichen Betreiber in Jülich an einer neuen Lagerhalle in Jülich arbeiten. Eine Einlagerungsgenehmigung für das Zwischenlager Ahaus war Anfang 2016 erteilt worden. Deren Sofortvollzug ist jetzt aufgehoben worden.

umweltfairaendern.de/2018/01/atommuell-in-ahaus-sofortvollzug-der-einlagerungsgenehmigung-fuer-juelich-castoren-aufgehoben/

umweltfairaendern.de/2016/09/wohin-mit-dem-castor-atommuell-aus-juelich-in-ahaus-waechst-widerstand-export-verbot-im-bundestag/

Keine Castortransporte von Jülich nach Ahaus

„Das ist eine notwendige und richtige Entscheidung“, begrüßt Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE in NRW, die Entscheidung des Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit.

www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=63673&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=4188c5fba6


hier ein eminent wichtiger Artikel mit Fragen (ohne Antworten: z.B. "heiße Zellen", Konditionierung für die Endlagerung), die nicht erst in 10-20 Jahren geklärt werden dürfen !

Atommüll: Wie umgehen mit verlängerten Zwischenlagerzeiten?

Am Wochenende tagte das Nationale Begleitgremium zur Endlagersuche und beschäftigte sich mit dem Problem der deutlich verlängerten Laufzeiten für nukleare Zwischenlager. Es blieben viele Fragen offen.

Beate Kallenbach-Herbert vom Öko-Institut Darmstadt verwies in ihrer gutachterlichen Stellungnahme auf die vielen ungeklärten Fragen. Es gebe erheblichen Forschungsbedarf hinsichtlich der Frage, welchen Einfluss eine überlange Lagerzeit auf das Behälterinventar habe. Bisher gebe nur das Instrument einer periodischen Sicherheitsüberprüfung, Messungen und eine Inaugenscheinnahme von außen. Für die Reparatur eines defekten Primärdeckels sei eine „heiße Zelle“ vonnöten, wegen der starken Strahlung also eine ferngesteuerte Arbeit hinter dicken Betonmauern. Doch weil bisher eine Langzeitlagerung nicht angedacht worden ist, gebe es nicht einmal ein Regelwerk zur Überprüfung des Behälterinventars.

Prof. Bruno Thomauske, einst zuständig im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), warnte in der Diskussion eindringlich davor, bestehende Genehmigungen einfach zu verlängern. Defekte Hüllrohre von abgebrannten Brennelementen könnten zerbröseln, Thomauske schloss die Gefahr einer Kritikalität nicht aus. Zu bedenken sei auch, dass die 1.900 Castorbehälter, die es bis zum Ende der Atomkraftnutzung geben wird, bewegt werden müssen – hin zu einem Endlager. Seiner Meinung nach dürfe einem Endlagerstandort keinesfalls auch die Konditionierung vor Ort zugemutet werden. Denkbar seien mehrere zentrale Zwischenlager an denen die Behälter für die Endlager vorbereitet würden.

wendland-net.de/post/atommuell-wie-umgehen-mit-verlaengerten-zwischenlagerzeiten-15292


Atommüll-Export: USA erklärt Atommüll aus Jülich und Hamm-Uentrop für umweltverträglich

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2015/10/AVR-Castor-Lager-FZ-Juellich_001-1030x686.jpg

Die USA haben im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung die grundsätzliche Machbarkeit erklärt, hochradioaktiven Atommüll aus dem kommerziellen Versuchsreaktor Jülich und dem THTR Hamm-Uentrop zu übernehmen. Einen entsprechenden Bericht hat das Department of Energy vor wenigen Tagen veröffentlicht. Das ist noch keine Entscheidung, dass tatsächlich Atommüll-Exporte aus Deutschland in die USA stattfinden werden. Die „Endlager“-Kommission hatte sich für ein Export-Verbot solcher Abfälle ausgesprochen. Während die Bundesregierung immer wieder betont, dass lediglich ein Export der Jülicher Abfälle Thema für einen Export wäre, geht man in den USA davon aus, dass auch die THTR-Abfälle übernommen werden könnten. Ziel in den USA ist die Atomwaffenschmiede Savannah River Site (SRS).

umweltfairaendern.de/2017/12/atommuell-export-usa-erklaert-atommuell-aus-juelich-und-hamm-uentrop-fuer-umweltvertraeglich/


Hochradioaktiver Atommüll in Brunsbüttel: Atombehörde verlängert Ausnahmezustand für Castorlager

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2015/11/Castor-Vattenfall-Zwischenlager-Brunsb%C3%BCttel.jpg

chleswig-Holsteins Atombehörde verlängert den Ausnahmezustand zur Lagerung von Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll am AKW Brunsbüttel. Nachdem ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig vor rund drei Jahren die Genehmigung für das Castor-Lager aufhob, weil mehrfach Sicherheitsnachweise nicht erbracht werden konnten, wird die Lagerung des Atommülls nur noch per Ausnahmegenehmigung geduldet. Trotz fehlender atomrechtlicher Genehmigung hatte die Behörde des grünen Energieministers Robert Habeck erlaubt, dass Vattenfall weiterhin Castoren aus dem benachbarten AKW in das nicht genehmigte Lager bringen konnte. Jetzt hat die Behörde in Kiel den Ausnahme-Zustand für das Zwischenlager Brunsbüttel für zwei Jahre verlängert.

umweltfairaendern.de/2017/12/hochradioaktiver-atommuell-in-brunsbuettel-atombehoerde-verlaengert-ausnahmezustand-fuer-castorlager/

eigentlich verbietet das Atomgesetz Exporte von Atommüll - eigentlich:

Vergiftete Exporte

Brennelemente aus Jülich sollen in die USA geliefert werden. Landesregierung in NRW hätte Ausfuhren stoppen können. Protest in Düsseldorf

Trotz großer Proteste und verschärfter gesetzlicher Regelungen werden die Vorbereitungen des geplanten Exports von hochradioaktivem Atommüll aus Jülich in die USA fortgesetzt. Wie erst kürzlich bekanntwurde, hatte das US-Verkehrsministerium bereits im April 2017 eine entsprechende Zulassung für den Castorbehälter vom Typ THTR/AVR erteilt, mit der der geplante Transport erfolgen könnte. Das geht aus einem im November veröffentlichten Bericht der »Gesellschaft für Nuklearservice« (GNS) hervor. Heute demonstrieren Antiatominitiativen und Klimaschützer in Düsseldorf vor der Staatskanzlei für den Ausstieg aus der Kernenergiegewinnung und der Kohleförderung, mehr Klimaschutz sowie gegen die geplanten Atommüllexporte.

www.jungewelt.de/artikel/326738.vergiftete-exporte.html


Vorbereitung der Atommüll-Exporte in Jülich stoppen!

Nachdem die USA den Einsatz der in Jülich zur Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll genutzten Castor-Behälter genehmigt haben, wird der geplante Atommüll-Export von 152 Castoren immer wahrscheinlicher.

Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE):

„Einen Export von Atommüll aus Jülich in die USA darf es nach Rechtslage nicht geben und auch Atomtransporte nach Ahaus sollten unterbleiben. Die Landesregierung in NRW und das Bundesforschungsministerium müssen endlich die Planungen für diesen US-Export durch die staatliche ‚Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH‘ beenden und den Betreiber dazu bringen, den Neubau eines Zwischenlagers vor Ort zu starten.“

www.hubertus-zdebel.de/vorbereitung-der-atommuell-exporte-in-juelich-stoppen/

Bis 2031 soll die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle abgeschlossen sein, 30 Jahre später soll mit der Einlagerung begonnen werden.

Viele AntiAtomGruppen, Wissenschaftler und Politiker glauben daran nicht ... und denken, dass diese Hinterlassenschaften einer verfehlten Energiepolitik noch im 22.Jahrhundert in den schlecht gesicherten Zwischenlagern in ihren CASTOREN dahin bröseln. Hier erst mal die Bereichre, in denen gesucht werden soll. Bayern hat zum Granit schon sein NEIN verkündet; gleichermaßen auch zum Tongestein in Baden-Württemberg - allerdings hinter vorgehaltener Hand ... schließlich sind ja dort die GRÜNEN am Ruder - und was wird sein in 10 Jahren ?

Es wird wohl Gorleben werden - wetten dass ?!?

www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/standortauswahlverfahren/

https://www.ausgestrahlt.de/media/filer_public/79/e4/79e40656-286b-4258-b796-0e36e4934efa/standortkarte.jpg


Hier mal ein Beispiel, wie die Presse die Suche vorbereitet, natürlich ganz neutral - aber klar ist natürlich jetzt schon: "bei uns nicht !":

Kyffhäuserkreis wird auf Eignung als Endlagerstandort überprüft

AtommuellfassAtommüll, nein danke! Aber irgendwo in Deutschland müssen die radioaktiven Abfälle ab 2050 gelagert werden. Das schreibt das Standortlager-Suchegesetz vor.

Dass die Kommission im Kyffhäuserkreis fündig werden könnte, bezweifelt die Umweltbehörde des Landkreises allerdings. Seit das Gesetz in Kraft ist und nach einem passenden Ort unter Tage für den Müll aus den Atommeilern gesucht wird, habe man sich im Landratsamt damit auch intensiv befasst und versucht Argumente zu finden, die gegen die Region sprechen könnten, erklärte Verwaltungschef Heinz-Ulrich Thiele.

An mehreren Veranstaltungen hat der Leiter der Kreis-Umweltbehörde, Michael Fruth, deshalb teilgenommen. Man wolle gewappnet sein, so Thiele. Und ist überzeugt: Der Kyffhäuserkreis ist keine geeignete Region. „Realistisch gesehen sind wir ausgeschlossen“, sagte Fruth. Das habe sich erst wieder an Heiligabend gezeigt, als bei Sondershausen ein Gebirgsschlag verzeichnet wurde. (...)

www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Kyffhaeuserkreis-wird-auf-Eignung-als-Endlagerstandort-ueberprueft-294333609


das Thema "Endlagersuche" wird solange rumgeritten, bis es nach 20 Jahren niemanden mehr interessiert - das nennt man dann ein "partizipatives Verfahren":

Atommüll-Endlager: Jurist beruhigt Siek

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager beschäftigt Gemeinden in ganz Deutschland. Niemand will den Atommüll vor der eigenen Haustür haben. Die Suche soll nach Angaben der zuständigen Bundesbehörde "ergebnisoffen" sein. Trotzdem herrscht immer wieder große Aufregung, wenn der Name einer Gemeinde in diesem Zusammenhang fällt. Sterup im Kreis Schleswig-Flensburg ist so ein Fall. Und der jüngste im nördlichsten Bundesland: Siek im Kreis Stormarn. "Die Verunsicherung der Bürger ist groß", sagt Bürgermeister Arnold Trenner (SPD).

www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Atommuell-Endlager-Jurist-beruhigt-Siek,endlagersuchgesetz134.html


in Frankreich geht auch nichts zusammen beim Endlager Bure:

Atomaufsicht kritisiert Pläne für Endlager Bure

http://www.sr.de/sr/bure-atomendlager-sr100~_v-sr__169__900.jpg

Die französische Atomaufsicht ASN übt Kritik am geplanten Endlager für hochradioaktiven Atommüll im lothringischen Bure. Sie verlangt Nachbesserungen von der Atommüllbehörde Andra. Die Genehmigung für den Bau soll 2019 erfolgen. Bure liegt rund 150 Kilometer entfernt von Saarbrücken.

www.sr.de/sr/home/nachrichten/vis_a_vis/Bure_ASN_Endlager100.html

Die Gefahren nuklearer Verstrahlung sind nicht geringer geworden - nicht in Europa & nicht in Deutschland:

Ukraine:

Atomgefahr in Ukraine

Serie von Störfällen: Im Januar mussten drei AKW-Blöcke notabgeschaltet werden. Gründe: Überalterung und unpassende Brennelemente

In der Ukraine häufen sich die Störfälle in den Atomkraftwerken (AKW). Am 3. Januar traf es Block 2 der entsprechenden Anlage in Chmelnickij. Am 11. musste Block 3 des AKW »Südukraine« heruntergefahren werden, am 19. dann Block 3 des AKW Riwne. Letzterer war bereits im Oktober zweimal unmittelbar nacheinander notabgeschaltet worden. Den vorläufigen Endpunkt der schwarzen Serie markierte am 20. Januar die Notabschaltung für den Block 2 des AKW Saporischschja. Die Havarien betrafen damit knapp 25 Prozent der in der Ukraine betriebenen Kraftwerksreaktoren.

www.jungewelt.de/artikel/326185.atomgefahr-in-ukraine.html


Belgien:

Tihange 1 gefährlicher als bislang bekannt

Seit Jahren gilt der marode belgische Atomreaktor Tihange 2 unweit der deutschen Grenze als Risikofaktor. Nun häufen sich nach WDR-Informationen im Reaktor Tihange 1 sogenannte Vorläuferereignisse.

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/belgien-tihange-101~_v-videowebl.jpg

Bundesregierung wiegelt ab

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, drückt es noch drastischer aus: "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen - sowohl bei den Betreibern in Belgien, bei der Behörde in Belgien und auch bei den Nachbarländern, also auch beim deutschen Bundesumweltministerium."

Die Bundesregierung jedoch wiegelt ab. Atomsicherheit sei Angelegenheit der jeweiligen Regierungen, so das Umweltministerium gegenüber dem WDR.

www.tagesschau.de/ausland/tihange-sicherheit-101.html


Gefahr verschwiegen

Störfälle im Atomkraftwerk Tihange

Aus kleinen Pannen können sich große Störfälle ergeben. In Atomkraftwerken hätte das verheerende Folgen. Auch wenn diese in Belgien oder Frankreich stehen, wären wir hierzulande davon betroffen. Diese nicht sonderlich neue Erkenntnis ist im Bundesumweltministerium (BMUB) offenbar noch immer nicht angekommen. Nicht anders lässt sich erklären, in welch verharmlosender Weise das BMUB auf die nun bekanntgewordenen vermehrten Störfälle im Reaktorblock 1 des belgischen Atomkraftwerks Tihange nahe der deutschen Grenze reagiert.

www.jungewelt.de/artikel/326542.gefahr-verschwiegen.html


Der GAU und die Frage: Was wird aus den Kindern?

Ein besorgter Vater und engagierte Mediziner wollen wissen, wie Behörden Schulen in der Region auf den Ernstfall vorbereiten. Antworten suchen sie vergebens.

GAU Tihange

Das Szenario: Im Kernkraftwerk Tihange – Luftlinie 63 Kilometer von Aachen entfernt – kommt es an einem ganz normalen Vormittag in der Woche zur Kernschmelze oder gar zur Explosion. Eine radioaktive Wolke bewegt sich auf Aachen und Umgebung zu. Im Falle einer Explosion kann sie in wenigen Stunden bei durchschnittlichem Südwestwind – der vorherrschenden Windrichtung – hier sein. Fragen, die sich nicht wenige Eltern stellen: Was passiert in diesen Stunden in den Schulen? Welche Maßnahmen werden getroffen? Wer informiert wen? Gibt es einen Notfallplan? Bleiben die Kinder dann in den Schulen oder werden sie nach Hause geschickt? Wie kommen sie dann nach Hause? Möchte man die Kinder in diese Situation entlassen? Was ist mit der Fürsorgepflicht? Und erhalten die Kinder in den Schulen zum Schutz vor radioaktivem Jod in der Wolke Jodtabletten, die, um ihre volle Wirkung entfalten zu können, kurz vor dem Eintreffen der Radioaktivität eingenommen werden müssen? Das sind Fragen, die Andreas Prömpler aus Roetgen – und mit ihm viele Eltern – beschäftigen und die ihn nicht mehr ruhig schlafen lassen. Seine beiden zehn und zwölf Jahre alten Kinder besuchen eine Schule in Aachen, und der 45-Jährige hätte gerne eine Antwort auf diese Fragen. Seit Oktober 2016 hat er viele verschiedene Behörden und Politiker kontaktiert. Antworten hat er erhalten, aber keine aus seiner Sicht befriedigenden.

epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/42e485da2b


Schweiz:

29 Störfälle in Schweizer Atomkraftwerken

In den fünf Schweizer Atomkraftwerken haben sich im vergangenen Jahr 29 meldepflichtige Störungen ereignet. Nach Angaben der Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI wurden alle Ereignisse der untersten Stufe 0 zugeordnet.

Zudem ist es im AKW Leibstadt zu zwei Schnellabschaltungen gekommen. Zwei Schweizer Atomkraftwerke standen für längere Zeit still: Das AKW-Beznau 1 ist schon seit März 2015 nicht mehr am Stromnetz. Das AKW Leibstadt stand von Herbst 2016 bis März vergangenen Jahres still, auch die Jahresrevision verlängerte sich um mehrere Wochen.

vorarlberg.orf.at/news/stories/2890376/


Frankreich:

AKW Fessenheim blickt seinem Aus entgegen

„Das Atomkraftwerk Fessenheim wird schließen“: Diese klare Botschaft sendete Sébastien Lecornu, Staatsminister für die Energiewende im Umweltministerium bei seinem dreitägigen Ortsbesuch vor einigen Tagen zwar aus. Aber wann und unter welchen Bedingungen? Das blieb weiter offen. Ein Leitungsgremium soll das heikle Thema besprechen und bis Mitte April präzisere Angaben machen.

www.sn-online.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Weltweit/AKW-Fessenheim-blickt-seinem-Aus-entgegen

Die Entscheidung steht

Das Abschalten des störungsanfälligen Atomkraftwerks Fessenheim in den nächsten zwölf Monaten ist offenbar nur noch eine Formsache. Umwelt-Staatssekretär Sébastian Lecornu sprach bei seinem Besuch in Fessenheim in dieser Woche über Pläne für die Zeit nach dem Aus der beiden Reaktoren.

www.badische-zeitung.de/suedwest-1/die-entscheidung-steht--148425105.html


Pfusch beim Herstellen wichtiger Komponenten - der AREWA-Skandal:

Hinter den Kulissen des Euro-Reaktor-Fiaskos

Mehrere Ringe, Dampferzeuger, Deckel und andere geschmiedete Teile, die für französische und ausländische Atomreaktoren bestimmt sind, haben diese historische Fabrik im Zentrum der Stadt Le Creusot in der Region Saône-et-Loire verlassen. Es ist schwer zu glauben, dass die Creusot Schmiede eine der schwersten Krisen in ihrer turbulenten Existenz durchmacht, wenn man die Arbeiter wie ein gut inszeniertes Ballett ruhig in ihre Gebäude zurückgehen sieht: das Versagen beim Herstellen einwandfreier Kalotten für Reaktordruckbehälter (RDB) und die Entdeckung von Fälschungen in den Herstellungsdokumenten.

www.freitag.de/autoren/evastegen/hinter-den-kulissen-des-euro-reaktor-fiaskos


Deutscheland

Gundremmingen:

dieses AKW ist der letzte Siedewasserreaktor in Deutschland (ähnlich denen in Fukushima). Sicherheitstechnisch problematisch, mit vielen Störfällen belastet, die Brennelemente oft schadhaft.

Immer wieder hat die Initiative vor Ort und Umweltverbände gewarnt. Mit der abschaltung von BlockB und der rasanten Entwicklung des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger hätte man jetzt gut "endlich abschalten" können. Aber die alte, wie die neue GroKo will das nicht; will RWE weiter die Profite sichern statt Netze auszubauen ! Der üble Formelkompromiss von "Rot-Grün" mit der "Reststrommengen" von 2000 sichert dieses auf weitere 4 Jahre nun ab.

Von all dem ist in dem kurzen Artikel keine Rede - wie meistens: Verlautbarung des Konzerns; keine Kritik daran, weder eigene Recherche noch Meinung ... deutscher Journalismus vom feinsten !

Block C: In vier Jahren ist Schluss

In knapp vier Jahren ist auch für Block C des Kernkraftwerks in Gundremmingen Schluss. Gemäß dem Atomgesetz müsste der Reaktor sogar schon früher abgeschaltet werden. Denn: Die im Gesetz genannte Reststrommenge, die der Reaktor noch produzieren darf, wird wohl bereits in den nächsten Monaten erreicht. Allerdings bietet das Gesetz den Kraftwerksbetreibern die Möglichkeit, Reststrommengen von einem Reaktor auf den anderen zu übetragen. Eine Genehmigung ist nicht notwendig, das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit muss darüber lediglich informiert werden.

Das hat die Betreibergesellschaft in Gundremmingen nun getan. Demnach werden vom stillgelegten Kernkraftwerk Mühlheim-Kärlich 30 Terawattstunden (30 Milliarden Kilowattstunden) übertragen, vom ebenfalls abgeschalteten Karftwerk Unterweser kommt eine Terawattstunde.

www.swp.de/suedwesten/block-c_-in-vier-jahren-ist-schluss-24563694.html


gut dass SPD & GRÜNE in Bayern gute Anträge stellen - da sind sie ja in der Opposition; in BaWü, NRW und Niedersachsen sieht das ganz anders aus - so sind sie halt:

Dringlichkeitsantrag im Landtag zum Atomkraftwerk

Das Atomkraftwerk (AKW) in Gundremmingen ist wieder Thema im Bayerischen Landtag gewesen. Mehrere Abgeordnete der Grünen und der SPD hatten je einen Dringlichkeitsantrag gestellt, dessen Themen Missstände in der Landes-Atomaufsicht und der Austausch fehlerhafter Brennstäbe waren.

www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Dringlichkeitsantrag-im-Landtag-zum-Atomkraftwerk-id44038341.html


wenn dem designierte Heimatminister der cSU das AKW um die Ohren fliegt, ist's vorbei mit der BMW-Partei:

AKW Gundremmingen bleibt am Netz

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass im AKW Gundremmingen fehlerhafte Hüllrohre im Block C verbaut wurden. Die Opposition forderte deshalb im Landtag die vorübergehende Abschaltung - und scheiterte an der CSU-Mehrheit.

www.br.de/nachrichten/akw-gundremmingen-bleibt-am-netz-100.html


Neckarwestheim:

Bau von GKN II: Anzeige gegen EnBW

Der Anzeigeerstatter erklärt, beim Bau des Kernkraftwerks sei von den genehmigten Bauplänen abgewichen worden. Daraus ergebe sich eine Gefährdung für Anwohner und Umwelt. Konkret geht es um die Stahlbetonbewehrung, die fehlerhaft ausgeführt worden sei.

www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Bau-von-GKN-II-Anzeige-gegen-EnBW;art140897,3970221