FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Bis 2031 soll die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle abgeschlossen sein, 30 Jahre später soll mit der Einlagerung begonnen werden.

Viele AntiAtomGruppen, Wissenschaftler und Politiker glauben daran nicht ... und denken, dass diese Hinterlassenschaften einer verfehlten Energiepolitik noch im 22.Jahrhundert in den schlecht gesicherten Zwischenlagern in ihren CASTOREN dahin bröseln. Hier erst mal die Bereichre, in denen gesucht werden soll. Bayern hat zum Granit schon sein NEIN verkündet; gleichermaßen auch zum Tongestein in Baden-Württemberg - allerdings hinter vorgehaltener Hand ... schließlich sind ja dort die GRÜNEN am Ruder - und was wird sein in 10 Jahren ?

Es wird wohl Gorleben werden - wetten dass ?!?

www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/standortauswahlverfahren/

https://www.ausgestrahlt.de/media/filer_public/79/e4/79e40656-286b-4258-b796-0e36e4934efa/standortkarte.jpg


Hier mal ein Beispiel, wie die Presse die Suche vorbereitet, natürlich ganz neutral - aber klar ist natürlich jetzt schon: "bei uns nicht !":

Kyffhäuserkreis wird auf Eignung als Endlagerstandort überprüft

AtommuellfassAtommüll, nein danke! Aber irgendwo in Deutschland müssen die radioaktiven Abfälle ab 2050 gelagert werden. Das schreibt das Standortlager-Suchegesetz vor.

Dass die Kommission im Kyffhäuserkreis fündig werden könnte, bezweifelt die Umweltbehörde des Landkreises allerdings. Seit das Gesetz in Kraft ist und nach einem passenden Ort unter Tage für den Müll aus den Atommeilern gesucht wird, habe man sich im Landratsamt damit auch intensiv befasst und versucht Argumente zu finden, die gegen die Region sprechen könnten, erklärte Verwaltungschef Heinz-Ulrich Thiele.

An mehreren Veranstaltungen hat der Leiter der Kreis-Umweltbehörde, Michael Fruth, deshalb teilgenommen. Man wolle gewappnet sein, so Thiele. Und ist überzeugt: Der Kyffhäuserkreis ist keine geeignete Region. „Realistisch gesehen sind wir ausgeschlossen“, sagte Fruth. Das habe sich erst wieder an Heiligabend gezeigt, als bei Sondershausen ein Gebirgsschlag verzeichnet wurde. (...)

www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Kyffhaeuserkreis-wird-auf-Eignung-als-Endlagerstandort-ueberprueft-294333609


das Thema "Endlagersuche" wird solange rumgeritten, bis es nach 20 Jahren niemanden mehr interessiert - das nennt man dann ein "partizipatives Verfahren":

Atommüll-Endlager: Jurist beruhigt Siek

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager beschäftigt Gemeinden in ganz Deutschland. Niemand will den Atommüll vor der eigenen Haustür haben. Die Suche soll nach Angaben der zuständigen Bundesbehörde "ergebnisoffen" sein. Trotzdem herrscht immer wieder große Aufregung, wenn der Name einer Gemeinde in diesem Zusammenhang fällt. Sterup im Kreis Schleswig-Flensburg ist so ein Fall. Und der jüngste im nördlichsten Bundesland: Siek im Kreis Stormarn. "Die Verunsicherung der Bürger ist groß", sagt Bürgermeister Arnold Trenner (SPD).

www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Atommuell-Endlager-Jurist-beruhigt-Siek,endlagersuchgesetz134.html


in Frankreich geht auch nichts zusammen beim Endlager Bure:

Atomaufsicht kritisiert Pläne für Endlager Bure

http://www.sr.de/sr/bure-atomendlager-sr100~_v-sr__169__900.jpg

Die französische Atomaufsicht ASN übt Kritik am geplanten Endlager für hochradioaktiven Atommüll im lothringischen Bure. Sie verlangt Nachbesserungen von der Atommüllbehörde Andra. Die Genehmigung für den Bau soll 2019 erfolgen. Bure liegt rund 150 Kilometer entfernt von Saarbrücken.

www.sr.de/sr/home/nachrichten/vis_a_vis/Bure_ASN_Endlager100.html

Die Gefahren nuklearer Verstrahlung sind nicht geringer geworden - nicht in Europa & nicht in Deutschland:

Ukraine:

Atomgefahr in Ukraine

Serie von Störfällen: Im Januar mussten drei AKW-Blöcke notabgeschaltet werden. Gründe: Überalterung und unpassende Brennelemente

In der Ukraine häufen sich die Störfälle in den Atomkraftwerken (AKW). Am 3. Januar traf es Block 2 der entsprechenden Anlage in Chmelnickij. Am 11. musste Block 3 des AKW »Südukraine« heruntergefahren werden, am 19. dann Block 3 des AKW Riwne. Letzterer war bereits im Oktober zweimal unmittelbar nacheinander notabgeschaltet worden. Den vorläufigen Endpunkt der schwarzen Serie markierte am 20. Januar die Notabschaltung für den Block 2 des AKW Saporischschja. Die Havarien betrafen damit knapp 25 Prozent der in der Ukraine betriebenen Kraftwerksreaktoren.

www.jungewelt.de/artikel/326185.atomgefahr-in-ukraine.html


Belgien:

Tihange 1 gefährlicher als bislang bekannt

Seit Jahren gilt der marode belgische Atomreaktor Tihange 2 unweit der deutschen Grenze als Risikofaktor. Nun häufen sich nach WDR-Informationen im Reaktor Tihange 1 sogenannte Vorläuferereignisse.

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/belgien-tihange-101~_v-videowebl.jpg

Bundesregierung wiegelt ab

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, drückt es noch drastischer aus: "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen - sowohl bei den Betreibern in Belgien, bei der Behörde in Belgien und auch bei den Nachbarländern, also auch beim deutschen Bundesumweltministerium."

Die Bundesregierung jedoch wiegelt ab. Atomsicherheit sei Angelegenheit der jeweiligen Regierungen, so das Umweltministerium gegenüber dem WDR.

www.tagesschau.de/ausland/tihange-sicherheit-101.html


Gefahr verschwiegen

Störfälle im Atomkraftwerk Tihange

Aus kleinen Pannen können sich große Störfälle ergeben. In Atomkraftwerken hätte das verheerende Folgen. Auch wenn diese in Belgien oder Frankreich stehen, wären wir hierzulande davon betroffen. Diese nicht sonderlich neue Erkenntnis ist im Bundesumweltministerium (BMUB) offenbar noch immer nicht angekommen. Nicht anders lässt sich erklären, in welch verharmlosender Weise das BMUB auf die nun bekanntgewordenen vermehrten Störfälle im Reaktorblock 1 des belgischen Atomkraftwerks Tihange nahe der deutschen Grenze reagiert.

www.jungewelt.de/artikel/326542.gefahr-verschwiegen.html


Der GAU und die Frage: Was wird aus den Kindern?

Ein besorgter Vater und engagierte Mediziner wollen wissen, wie Behörden Schulen in der Region auf den Ernstfall vorbereiten. Antworten suchen sie vergebens.

GAU Tihange

Das Szenario: Im Kernkraftwerk Tihange – Luftlinie 63 Kilometer von Aachen entfernt – kommt es an einem ganz normalen Vormittag in der Woche zur Kernschmelze oder gar zur Explosion. Eine radioaktive Wolke bewegt sich auf Aachen und Umgebung zu. Im Falle einer Explosion kann sie in wenigen Stunden bei durchschnittlichem Südwestwind – der vorherrschenden Windrichtung – hier sein. Fragen, die sich nicht wenige Eltern stellen: Was passiert in diesen Stunden in den Schulen? Welche Maßnahmen werden getroffen? Wer informiert wen? Gibt es einen Notfallplan? Bleiben die Kinder dann in den Schulen oder werden sie nach Hause geschickt? Wie kommen sie dann nach Hause? Möchte man die Kinder in diese Situation entlassen? Was ist mit der Fürsorgepflicht? Und erhalten die Kinder in den Schulen zum Schutz vor radioaktivem Jod in der Wolke Jodtabletten, die, um ihre volle Wirkung entfalten zu können, kurz vor dem Eintreffen der Radioaktivität eingenommen werden müssen? Das sind Fragen, die Andreas Prömpler aus Roetgen – und mit ihm viele Eltern – beschäftigen und die ihn nicht mehr ruhig schlafen lassen. Seine beiden zehn und zwölf Jahre alten Kinder besuchen eine Schule in Aachen, und der 45-Jährige hätte gerne eine Antwort auf diese Fragen. Seit Oktober 2016 hat er viele verschiedene Behörden und Politiker kontaktiert. Antworten hat er erhalten, aber keine aus seiner Sicht befriedigenden.

epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/42e485da2b


Schweiz:

29 Störfälle in Schweizer Atomkraftwerken

In den fünf Schweizer Atomkraftwerken haben sich im vergangenen Jahr 29 meldepflichtige Störungen ereignet. Nach Angaben der Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI wurden alle Ereignisse der untersten Stufe 0 zugeordnet.

Zudem ist es im AKW Leibstadt zu zwei Schnellabschaltungen gekommen. Zwei Schweizer Atomkraftwerke standen für längere Zeit still: Das AKW-Beznau 1 ist schon seit März 2015 nicht mehr am Stromnetz. Das AKW Leibstadt stand von Herbst 2016 bis März vergangenen Jahres still, auch die Jahresrevision verlängerte sich um mehrere Wochen.

vorarlberg.orf.at/news/stories/2890376/


Frankreich:

AKW Fessenheim blickt seinem Aus entgegen

„Das Atomkraftwerk Fessenheim wird schließen“: Diese klare Botschaft sendete Sébastien Lecornu, Staatsminister für die Energiewende im Umweltministerium bei seinem dreitägigen Ortsbesuch vor einigen Tagen zwar aus. Aber wann und unter welchen Bedingungen? Das blieb weiter offen. Ein Leitungsgremium soll das heikle Thema besprechen und bis Mitte April präzisere Angaben machen.

www.sn-online.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Weltweit/AKW-Fessenheim-blickt-seinem-Aus-entgegen

Die Entscheidung steht

Das Abschalten des störungsanfälligen Atomkraftwerks Fessenheim in den nächsten zwölf Monaten ist offenbar nur noch eine Formsache. Umwelt-Staatssekretär Sébastian Lecornu sprach bei seinem Besuch in Fessenheim in dieser Woche über Pläne für die Zeit nach dem Aus der beiden Reaktoren.

www.badische-zeitung.de/suedwest-1/die-entscheidung-steht--148425105.html


Pfusch beim Herstellen wichtiger Komponenten - der AREWA-Skandal:

Hinter den Kulissen des Euro-Reaktor-Fiaskos

Mehrere Ringe, Dampferzeuger, Deckel und andere geschmiedete Teile, die für französische und ausländische Atomreaktoren bestimmt sind, haben diese historische Fabrik im Zentrum der Stadt Le Creusot in der Region Saône-et-Loire verlassen. Es ist schwer zu glauben, dass die Creusot Schmiede eine der schwersten Krisen in ihrer turbulenten Existenz durchmacht, wenn man die Arbeiter wie ein gut inszeniertes Ballett ruhig in ihre Gebäude zurückgehen sieht: das Versagen beim Herstellen einwandfreier Kalotten für Reaktordruckbehälter (RDB) und die Entdeckung von Fälschungen in den Herstellungsdokumenten.

www.freitag.de/autoren/evastegen/hinter-den-kulissen-des-euro-reaktor-fiaskos


Deutscheland

Gundremmingen:

dieses AKW ist der letzte Siedewasserreaktor in Deutschland (ähnlich denen in Fukushima). Sicherheitstechnisch problematisch, mit vielen Störfällen belastet, die Brennelemente oft schadhaft.

Immer wieder hat die Initiative vor Ort und Umweltverbände gewarnt. Mit der abschaltung von BlockB und der rasanten Entwicklung des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger hätte man jetzt gut "endlich abschalten" können. Aber die alte, wie die neue GroKo will das nicht; will RWE weiter die Profite sichern statt Netze auszubauen ! Der üble Formelkompromiss von "Rot-Grün" mit der "Reststrommengen" von 2000 sichert dieses auf weitere 4 Jahre nun ab.

Von all dem ist in dem kurzen Artikel keine Rede - wie meistens: Verlautbarung des Konzerns; keine Kritik daran, weder eigene Recherche noch Meinung ... deutscher Journalismus vom feinsten !

Block C: In vier Jahren ist Schluss

In knapp vier Jahren ist auch für Block C des Kernkraftwerks in Gundremmingen Schluss. Gemäß dem Atomgesetz müsste der Reaktor sogar schon früher abgeschaltet werden. Denn: Die im Gesetz genannte Reststrommenge, die der Reaktor noch produzieren darf, wird wohl bereits in den nächsten Monaten erreicht. Allerdings bietet das Gesetz den Kraftwerksbetreibern die Möglichkeit, Reststrommengen von einem Reaktor auf den anderen zu übetragen. Eine Genehmigung ist nicht notwendig, das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit muss darüber lediglich informiert werden.

Das hat die Betreibergesellschaft in Gundremmingen nun getan. Demnach werden vom stillgelegten Kernkraftwerk Mühlheim-Kärlich 30 Terawattstunden (30 Milliarden Kilowattstunden) übertragen, vom ebenfalls abgeschalteten Karftwerk Unterweser kommt eine Terawattstunde.

www.swp.de/suedwesten/block-c_-in-vier-jahren-ist-schluss-24563694.html


gut dass SPD & GRÜNE in Bayern gute Anträge stellen - da sind sie ja in der Opposition; in BaWü, NRW und Niedersachsen sieht das ganz anders aus - so sind sie halt:

Dringlichkeitsantrag im Landtag zum Atomkraftwerk

Das Atomkraftwerk (AKW) in Gundremmingen ist wieder Thema im Bayerischen Landtag gewesen. Mehrere Abgeordnete der Grünen und der SPD hatten je einen Dringlichkeitsantrag gestellt, dessen Themen Missstände in der Landes-Atomaufsicht und der Austausch fehlerhafter Brennstäbe waren.

www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Dringlichkeitsantrag-im-Landtag-zum-Atomkraftwerk-id44038341.html


wenn dem designierte Heimatminister der cSU das AKW um die Ohren fliegt, ist's vorbei mit der BMW-Partei:

AKW Gundremmingen bleibt am Netz

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass im AKW Gundremmingen fehlerhafte Hüllrohre im Block C verbaut wurden. Die Opposition forderte deshalb im Landtag die vorübergehende Abschaltung - und scheiterte an der CSU-Mehrheit.

www.br.de/nachrichten/akw-gundremmingen-bleibt-am-netz-100.html


Neckarwestheim:

Bau von GKN II: Anzeige gegen EnBW

Der Anzeigeerstatter erklärt, beim Bau des Kernkraftwerks sei von den genehmigten Bauplänen abgewichen worden. Daraus ergebe sich eine Gefährdung für Anwohner und Umwelt. Konkret geht es um die Stahlbetonbewehrung, die fehlerhaft ausgeführt worden sei.

www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Bau-von-GKN-II-Anzeige-gegen-EnBW;art140897,3970221

Die Brennelemente-Fabrik in Lingen ist - wie die Atomfabrik in Gronau- ein Schlüsselglied der europäischen Atomindustrie und damit des deutschen Atomstaates:

Mehr als 300 Initiativen, Verbände und Parteien fordern: "AKW und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen"

Brennelementexporte müssen gestoppt werden

304 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen unterstützen mittlerweile die Resolution "Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren – AKW "Emsland" und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen". Angesichts der grenznahen Lage des Atomkraftwerks sowie der heftig umstrittenen Brennelementexporte zu Pannenreaktoren in Belgien und Frankreich unterstützen auch Initiativen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich die Ende 2014 gestartete Resolution. Die Unterstützer erwarten, dass die neue Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung sowohl das altersschwache Atomkraftwerk wie auch die Brennelementefabrik umgehend stilllegen. Zwei Gutachten für das Bundesumweltministerium bestätigten vor kurzem, dass auch die Brennelementefabrik rechtssicher stillgelegt werden kann. Die Lingen-Resolution findet sich im Anhang dieser PM.

"Das AKW Emsland ist nun fast 30 Jahre am Netz und damit ziemlich in die Jahre gekommen, die Brennelementefabrik beliefert immer wieder Atomkraftwerke wie Tihange, Doel, Cattenom und Fessenheim, die vor allem für schwerwiegende Pannen und gravierende Sicherheitsmängel bekannt sind – es gibt keinen Grund, warum diese beiden Atomanlagen weiter betrieben werden sollten. Der Atomausstieg muss jetzt auch im Emsland unverzüglich umgesetzt werden," forderte Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

www.stadtblatt-lingen.de/lebeninlingen-2/30030-mehr-als-300-initiativen-verbaende-und-parteien-fordern-akw-und-brennelementefabrik-lingen-sofort-stilllegen


Zdebel: "Uranfabriken Gronau und Lingen stilllegen"

Linksfraktion stellt Antrag im Bundestag

DIE LINKE bringt am kommenden Donnerstag einen Antrag in den Deutschen Bundestag ein, die Uranfabriken in Gronau (Nordrhein-Westfalen) und Lingen (Niedersachsen) stillzulegen. Darin fordert die Fraktion außerdem ein Exportverbot für Kernbrennstoffe.

Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE: „Ziel unseres Antrags ist es, dass die bislang vom Atomausstieg ausgenommenen Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich einbezogen werden. Beide produzieren Uranbrennstoff und sorgen dafür, dass weltweit AKWs weiterlaufen und somit neben Atomstrom auch Super-GAU-Risiken und hochradioaktiven Atommüll erzeugen. Deshalb wollen wir außerdem, dass die Exporte von Uranbrennstoffen endlich verboten werden. Es darf keine deutsche Beteiligung an der Atomenergienutzung mehr geben. Die deutschen Uranfabriken beliefern ja sogar die maroden Meiler in Tihange und Doel sowie französische Uralt-AKWs.

http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64300&tx_ttnews%5Bcat%5D=55&cHash=a89e41f3ac

http://www.hubertus-zdebel.de/wp-content/uploads/2018/02/AN-Zdebel_Fraktion_DieLinke_Stilllegung_Uranfabriken.pdf

Demo zum AKW Neckarwestheim
"Fukushima - Strahlung ohne Ende"
Sonntag, 11.03.2018
Beginn 13:00 Uhr am Bhf Kirchheim/N.
Veranstalter*innen: Bündnis Fukushima-Neckarwestheim - www.endlich-abschalten.de

aufruf FukushimaDemo 2018 300Am 11.März.2011 kam es in Fukushima (Japan) in drei Atomreaktoren zur radioaktiven Kernschmelze. Bis heute dauert die unkontrollierte, gesundheitsgefährdende Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und das Meer an. Unter den gesundheitlichen Auswirkungen leiden besonders die Kinder. Von den 48 Atomkraftwerken in Japan sind erst 5 wieder ans Netz gegangen, der Widerstand vor Ort hat weitere Inbetriebnahmen verhindert. Die olympischen Spiele, die 2020 in Japan stattfinden, sollen der Welt vortäuschen: der Super-GAU ist beherrschbar, ungefährlich und Vergangenheit. In Wirklichkeit gefährdet die Radioaktivität noch Jahrhunderte lang Menschen, Umwelt und Meer.

Wir nehmen den siebten Fukushima-Jahrestag zum Anlass, zu einer Anti-Atom-Demonstration zum AKW Neckarwestheim aufzurufen. Wie in den vergangenen Jahren hoffen wir auf viele Teilnehmer*innen aus ganz Südwestdeutschland. Die Demo wird vom Bahnhof Kirchheim/Neckar zur Kundgebung vor dem AKW Neckarwestheim führen.

Den Aufruf zur Demo haben wir in der Anlage als PDF-Datei beigefügt (s.u.).

Unsere zentralen Forderungen sind:

Atomkraftwerke und Atomfabriken sofort stilllegen!
Kohlekraftwerke schnellstmöglich vom Netz!
Energiewende beschleunigen – Klimaziele einhalten!

Wir bitten Sie/Euch, als Gruppe oder Organisation Unterstützer*in dieser Demo zu werden! Diesbezüglich freuen wir uns über eine kurze Mail und eine Spende in Höhe von 50,- € für kleine Initiativen und Gruppen bzw. 200,- € für überregionale Initiativen und Verbände.

Alle unterstützenden Gruppen, Initiativen und Verbände führen wir auf unserer Demo-Homepage endlich-abschalten.de nach Spendeneingang mit Logo und Verlinkung auf. Hierzu bitten wir Euch um Zusendung Eures Logos.

Wir laden alle unterstützenden Initiativen auch dazu ein, auf dem Kundgebungsplatz vor dem AKW mit einem Infostand präsent zu sein. Hierfür bitten wir gegebenenfalls ebenso um eine kurze Anmeldung per Email.

Bitte unterstützt als Einzelperson oder Organisation auch die Vorbereitung der Demonstration. Macht die Demo in Euren Bezügen bekannt!

Mobilisiert Menschen durch Weitergabe eigener Informationen und/ oder die Verbreitung unserer Materialen. Ihr könnt bei uns gerne den Demo-Aufruf-Flyer und Plakate (Din A2 und A3) kostenlos bestellen, gerne auch in größerer Stückzahl. Die Materialien verschicken wir ab Ende Januar.

Leitet diese Mail gerne weiter!

Und bitte spendet, damit wir Druckkosten und Bühnentechnik ect. bezahlen können! Die Spenden sind übrigens steuerlich absetzbar.

Kontakt:
Unsere E-Mail-Adresse lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Kontaktaufnahme zu den Initiativen im Demo-Bündnis direkt ist natürlich genauso möglich.

Unsere Bankverbindung:
BBMN e.V. (Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar)
IBAN DE04 6049 1430 0471 7900 01
BIC GENODES1VBB
Stichwort „Fukushima“

Mit freundlichen Grüßen vom Bündnis Fukushima-Neckarwestheim

www.endlich-abschalten.de

pdfaufruf_FukushimaDemo_2018.pdf

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 11. März jährt sich der Beginn des katastrophalen Reaktorunfalls in Fukushima (Japan). Die Anti-AKW-Bewegung nimmt dies zum Anlass mit großen Demonstrationen die Abschaltung aller Atomanlagen sofort und weltweit zu fordern.

Eine dieser Demonstrationen findet am AKW Neckarwestheim unter dem Motto "Fukushima – Strahlung ohne Ende!" statt.

Die Initiative „Langen gegen Atomkraft“ und der Verein „ByeByeBiblis – Energiewende in der Region e.V.“ rufen gemeinsam zur Teilnahme an dieser Demonstration auf.

Beide Organisationen haben sich auch dem Trägerkreis angeschlossen.

Um möglichst vielen Menschen aus unserer Region die Teilnahme zu ermöglichen, haben wir  einen Bus gechartert, der uns zur Demo bringen wird.

Abfahrt ist in Langen am Bahnhof (Vorderseite)
am Sonntag, 11. März 2018 um 10:00 Uhr 

Wir werden am frühen Abend aus Neckarwestheim wieder zurück sein.

Der Preis für die Fahrt beträgt 15€ (Spenden werden natürlich auch gerne genommen).

Die Anmeldung bitte an E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Bitte überweist das Fahrgeld an das Konto des Vereins ByeByeBiblis – Energiewende in der Region:
GLS Bank Bochum
IBAN DE63 4306 0967 6024 1324 01
Kennwort: Neckarwestheim

Was "business-insider" wohl interessiert an der Entdeckung, dass sogar der Sand am Meer Radioaktivität speichert ... aber immerhin - eine skeptische Sammlung; ganz anders als TEPCO und der japanische Atomstaat, die so tun, als sei alles ausgestanden und mam könne alle AKWs wieder hochfahren.

„Niemand hat es erwartet“:
6 Jahre nach Fukushima machen Forscher eine beunruhigende Entdeckung

www.businessinsider.de/fukushima-radioaktives-material-in-sandkoernern-gespeichert-2017-10?op=1

Endlich mal ein halbwegs informativer Artikel zum Thema in den "Qualitätsmedien" - "BRAVO" !

Dass nun ausgerechnet "Neckarwestheim" als vorbildlich gilt, ist wohl ein Witz in dem geologisch unsicheren Gelände; muss man aber wohl so einführen, damit der grüne Castor-Miniter Untersteller nicht Einspruch erhebt. Dass er sich dann doch verquatscht hat von wegen Eingangslager am zu findenden Endlager, ist typisch für die Dampfbläser, die öffentlich das eine sagen und im Hinterkopf das andere haben ... nämlich: GORLEBEN !

Der Atomstaat wird sich bis dahin schon noch einen Kopf machen müssen, wie das mit dem Atommüll weiter geht an den Standorten:

Allein Neckarwestheim gilt als vorbildlich

Eine Studie wirft Fragen nach der langfristigen Sicherheit der 16 deutschen Zwischenlager auf. Da sich die Eröffnung eines Atomendlagers noch hinzieht, könnte eine Nachrüstung erforderlich werden.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte auf Anfrage, die Studie lege nahe, dass die Sicherheitsstandards „ständig zu hinterfragen“ seien – „besonders mit Blick auf die Jahre nach 2040“. Er ergänzte: „Es gibt kein aktuelles Sicherheitsdefizit in unseren Zwischenlagern.“ Die andiskutierte Zusammenlegung von Lagern komme schon aus Kapazitätsgründen nicht infrage: „Insbesondere Neckarwestheim kommt nach der Aufnahme von Brennelementen aus Obrigheim nicht mehr in Betracht.“ Der Neckarwestheimer Bürgermeister Jochen Winkler sagte: „Für uns als Standortkommune liegt vieles im Nebel, wir erwarten, dass rasch eine Roadmap vorgelegt wird, wie es weitergeht.“ Es sei klar, dass nicht alle Castoren vor 2046 die Anlage verlassen, sagte Winkler. Es müsse einen Plan geben, wie mit undichten Behältern umgegangen werde. Neckarwestheim plädiere dafür, dass bei der Festlegung eines Endlagerstandorts ein zentrales Eingangslager errichtet werde, in dem schon vor Fertigstellung des Endlagers Castoren eingebracht werden können.

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zwischenlager-fuer-atommuell-allein-neckarwestheim-gilt-als-vorbildlich.af17869c-20dd-44a8-b562-181ea5825ef4.html

AKWende ButtonPresseerklärung vom 6. 2. 2018:

Atommüllexport durch die Hintertür?
"Kein Zwischenlager-Konzept für beschädigte Brennstäbe"

Eigentlich ist der Export von Atommüll lt. deutschem Atomrecht verboten. Jetzt aber will der schwedische Energiekonzern Vattenfall 13 beschädigte Brennstäbe aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel in das schwedische Unternehmen Studsvik Nuclear verbringen, "zu Forschungszwecken", wie Vattenfall erklärte. Und: Die Reste der Brennstäbe werden nach Ende der Untersuchungen in Schweden bleiben. Atommüll-Export ins Ausland trotz Verbots? Für die Anti-Atom-Initiative AK.W.Ende Bergstrasse "nichts Neues. Von 1995 bis 2009 wurden aus der Uranfabrik Gronau/Westfalen als "Wertstoff" umdeklarierte 27 Tausend Tonnen abgereichertes Uran in Form von hochgiftigem Uranhexafluorid ins russische Angarsk zur "Wiederanreicherung" exportiert. Bis heute lagert dieser hochgefährliche Atommüll in teilweise korodierenden Fässern unter freiem Himmel."

AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler hat aufgrund der Tatsache, dass sowohl das SPD-geführte Bundesumweltministerium als auch das vom neugewählten Grünen-Chef Habeck geführte zuständige schleswig-holsteinische Energieministerium keine Einwände gegen das Vattenfall-Vorhaben erheben, den Verdacht, dass die Entscheidung "zum Türöffner weiterer Exporte dieser Art werden können." Scheffler: "Für die "Sonderbrennstäbe" genannten beschädigten Brennstäbe gibt es bis heute keine genehmigten Castor-Spezialanfertigungen mit einem zusätzlichen Innenbehälter zur Lagerung in Standort-Zwischenlagern. Auch in Biblis lagern diese "Sonderbrennstäbe" deshalb immer noch im Abklingbecken von Block B. Wir bezweifeln deshalb, dass Block B bis Ende 2018 - so wie von RWE Power vorgesehen - "kernbrennstofffrei" ist. Insgesamt fehlt zudem ein Zwischenlager-Konzept für beschädigte Brennstäbe, das der möglicherweise jahrzehntelangen Lagerung bis zu einem möglichen Endlager Rechnung trägt."


Info-Veranstaltung am 6.2.2018

Biblis-Abbau
Atommüll: verteilt und verharmlost

Zuletzt hatte der Deutsche Ärztetag im Mai 2017 eine Entschließung zur Freigabe radioaktiver Abfälle aus Atomanlagen verabschiedet. In der Begründung dazu heißt es u. a.:

"Als Ärzte weisen wir daraufhin, dass es keine Schwellenwerte für die Unbedenklichkeit von ionisierender Strahlung gibt und auch durch vermeintlich geringe Strahlenmengen gesundheitliche Schäden und Spätfolgen über Generationen entstehen können. In diesem Zusammenhang sind die gesundheitlichen Folgen einer Verteilung von AKW-Restmüll nicht ausreichend geklärt."

AKW-Restmüll: "Es geht um Bauschutt, Metalle, sonstige Reststoffe und Abfälle der AKW's Biblis A und B, beim Abbau anfallende Materialien, die mit Radioaktivität aktiviert oder kontaminiert sind und durch das Verfahren des sog. "Freimessens" und der "Freigabe" gemäß § 29 der Strahlenschutzverordnung aus dem Kontrollbereich des Atomgesetzes entlassen werden können", erläuterte Rainer Scheffler als Referent bei einer gemeinsamen Veranstaltung von AK.W.Ende Bergstrasse und dem Verein "Atomerbe Biblis" e. V. mit dem Titel "Freimessung" und Niedrigstrahlung. Ende der Verharmlosung" in Lorsch. Immerhin seine nach Auffassung von Biblis-Kraftwerksleiter Kemmeter und der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) "bis zu 98 %" der Abbaumaterialien zur "Freigabe" geeignet, so Scheffler.

Allerdings: "Freigemessen" bedeutet nicht, dass das Material frei von Radioaktivität ist. Das der "Freimessung" zugrunde liegende 10-Mikrosievert-Konzept erfüllt keine Schutzfunktion, sondern ist ein willkürlicher Grenzwert, der die Gesamtmenge des Atommülls juristisch vermindern soll", erläuterte der Referent. Die Folge: Abrissmaterial wird aus der Atomaufsicht entlassen und verschwindet ohne weitere Kontrolle über Verwendung und Verbleib in der konventionellen Abfallwirtschaft (Recycling, Müllverbrennung, Deponien).

Nach Auffassung Schefflers muss klar sein: "Zum Schutz von Mensch und Umwelt darf physikalisch radioaktives Material nicht aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen werden. Es muss um Risikominimierung gehen, wie von der Strahlenschutz-Verordnung vorgeschrieben. Nicht um Risikoakzeptanz. Atommüll muss Atommüll bleiben!