FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Endlich mal ein halbwegs informativer Artikel zum Thema in den "Qualitätsmedien" - "BRAVO" !

Dass nun ausgerechnet "Neckarwestheim" als vorbildlich gilt, ist wohl ein Witz in dem geologisch unsicheren Gelände; muss man aber wohl so einführen, damit der grüne Castor-Miniter Untersteller nicht Einspruch erhebt. Dass er sich dann doch verquatscht hat von wegen Eingangslager am zu findenden Endlager, ist typisch für die Dampfbläser, die öffentlich das eine sagen und im Hinterkopf das andere haben ... nämlich: GORLEBEN !

Der Atomstaat wird sich bis dahin schon noch einen Kopf machen müssen, wie das mit dem Atommüll weiter geht an den Standorten:

Allein Neckarwestheim gilt als vorbildlich

Eine Studie wirft Fragen nach der langfristigen Sicherheit der 16 deutschen Zwischenlager auf. Da sich die Eröffnung eines Atomendlagers noch hinzieht, könnte eine Nachrüstung erforderlich werden.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte auf Anfrage, die Studie lege nahe, dass die Sicherheitsstandards „ständig zu hinterfragen“ seien – „besonders mit Blick auf die Jahre nach 2040“. Er ergänzte: „Es gibt kein aktuelles Sicherheitsdefizit in unseren Zwischenlagern.“ Die andiskutierte Zusammenlegung von Lagern komme schon aus Kapazitätsgründen nicht infrage: „Insbesondere Neckarwestheim kommt nach der Aufnahme von Brennelementen aus Obrigheim nicht mehr in Betracht.“ Der Neckarwestheimer Bürgermeister Jochen Winkler sagte: „Für uns als Standortkommune liegt vieles im Nebel, wir erwarten, dass rasch eine Roadmap vorgelegt wird, wie es weitergeht.“ Es sei klar, dass nicht alle Castoren vor 2046 die Anlage verlassen, sagte Winkler. Es müsse einen Plan geben, wie mit undichten Behältern umgegangen werde. Neckarwestheim plädiere dafür, dass bei der Festlegung eines Endlagerstandorts ein zentrales Eingangslager errichtet werde, in dem schon vor Fertigstellung des Endlagers Castoren eingebracht werden können.

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zwischenlager-fuer-atommuell-allein-neckarwestheim-gilt-als-vorbildlich.af17869c-20dd-44a8-b562-181ea5825ef4.html

AKWende ButtonPresseerklärung vom 6. 2. 2018:

Atommüllexport durch die Hintertür?
"Kein Zwischenlager-Konzept für beschädigte Brennstäbe"

Eigentlich ist der Export von Atommüll lt. deutschem Atomrecht verboten. Jetzt aber will der schwedische Energiekonzern Vattenfall 13 beschädigte Brennstäbe aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel in das schwedische Unternehmen Studsvik Nuclear verbringen, "zu Forschungszwecken", wie Vattenfall erklärte. Und: Die Reste der Brennstäbe werden nach Ende der Untersuchungen in Schweden bleiben. Atommüll-Export ins Ausland trotz Verbots? Für die Anti-Atom-Initiative AK.W.Ende Bergstrasse "nichts Neues. Von 1995 bis 2009 wurden aus der Uranfabrik Gronau/Westfalen als "Wertstoff" umdeklarierte 27 Tausend Tonnen abgereichertes Uran in Form von hochgiftigem Uranhexafluorid ins russische Angarsk zur "Wiederanreicherung" exportiert. Bis heute lagert dieser hochgefährliche Atommüll in teilweise korodierenden Fässern unter freiem Himmel."

AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler hat aufgrund der Tatsache, dass sowohl das SPD-geführte Bundesumweltministerium als auch das vom neugewählten Grünen-Chef Habeck geführte zuständige schleswig-holsteinische Energieministerium keine Einwände gegen das Vattenfall-Vorhaben erheben, den Verdacht, dass die Entscheidung "zum Türöffner weiterer Exporte dieser Art werden können." Scheffler: "Für die "Sonderbrennstäbe" genannten beschädigten Brennstäbe gibt es bis heute keine genehmigten Castor-Spezialanfertigungen mit einem zusätzlichen Innenbehälter zur Lagerung in Standort-Zwischenlagern. Auch in Biblis lagern diese "Sonderbrennstäbe" deshalb immer noch im Abklingbecken von Block B. Wir bezweifeln deshalb, dass Block B bis Ende 2018 - so wie von RWE Power vorgesehen - "kernbrennstofffrei" ist. Insgesamt fehlt zudem ein Zwischenlager-Konzept für beschädigte Brennstäbe, das der möglicherweise jahrzehntelangen Lagerung bis zu einem möglichen Endlager Rechnung trägt."


Info-Veranstaltung am 6.2.2018

Biblis-Abbau
Atommüll: verteilt und verharmlost

Zuletzt hatte der Deutsche Ärztetag im Mai 2017 eine Entschließung zur Freigabe radioaktiver Abfälle aus Atomanlagen verabschiedet. In der Begründung dazu heißt es u. a.:

"Als Ärzte weisen wir daraufhin, dass es keine Schwellenwerte für die Unbedenklichkeit von ionisierender Strahlung gibt und auch durch vermeintlich geringe Strahlenmengen gesundheitliche Schäden und Spätfolgen über Generationen entstehen können. In diesem Zusammenhang sind die gesundheitlichen Folgen einer Verteilung von AKW-Restmüll nicht ausreichend geklärt."

AKW-Restmüll: "Es geht um Bauschutt, Metalle, sonstige Reststoffe und Abfälle der AKW's Biblis A und B, beim Abbau anfallende Materialien, die mit Radioaktivität aktiviert oder kontaminiert sind und durch das Verfahren des sog. "Freimessens" und der "Freigabe" gemäß § 29 der Strahlenschutzverordnung aus dem Kontrollbereich des Atomgesetzes entlassen werden können", erläuterte Rainer Scheffler als Referent bei einer gemeinsamen Veranstaltung von AK.W.Ende Bergstrasse und dem Verein "Atomerbe Biblis" e. V. mit dem Titel "Freimessung" und Niedrigstrahlung. Ende der Verharmlosung" in Lorsch. Immerhin seine nach Auffassung von Biblis-Kraftwerksleiter Kemmeter und der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) "bis zu 98 %" der Abbaumaterialien zur "Freigabe" geeignet, so Scheffler.

Allerdings: "Freigemessen" bedeutet nicht, dass das Material frei von Radioaktivität ist. Das der "Freimessung" zugrunde liegende 10-Mikrosievert-Konzept erfüllt keine Schutzfunktion, sondern ist ein willkürlicher Grenzwert, der die Gesamtmenge des Atommülls juristisch vermindern soll", erläuterte der Referent. Die Folge: Abrissmaterial wird aus der Atomaufsicht entlassen und verschwindet ohne weitere Kontrolle über Verwendung und Verbleib in der konventionellen Abfallwirtschaft (Recycling, Müllverbrennung, Deponien).

Nach Auffassung Schefflers muss klar sein: "Zum Schutz von Mensch und Umwelt darf physikalisch radioaktives Material nicht aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen werden. Es muss um Risikominimierung gehen, wie von der Strahlenschutz-Verordnung vorgeschrieben. Nicht um Risikoakzeptanz. Atommüll muss Atommüll bleiben!

immer mal wieder einen aufmunternden, oberflächlichen Werbe-Bericht für RWE ablassen - dafür ist der "Mannheimer Mogel" alleweil zu haben; da kann auch die gewissenhafte Redakteurin Petra Schäfer nichts dran ändern. Zusätzliche Strahlenbelastung, Langzeitsicherheit der Castoren im Zwischenlager, "Freimessung", Transporte aus der Atomwaffen-Fabrik Sellafield bleiben dabei unerwähnt:

Im Bibliser AKW beginnt der Rückbau

Atomkraft In 15 Jahren will Betreiber RWE die Mammutaufgabe geschafft haben / Anti-Atom-Initiativen kritisieren Vorgehensweise bei Antragstellung

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) schaut während ihrer „Sommertour“ am 19. Juli im Bibliser AKW vorbei und gibt während ihres Besuchs medienwirksam den Startschuss für den Rückbau, indem sie zusammen mit Kraftwerksleiter Horst Kemmeter symbolisch eine Pumpe anhebt. „Für mich ist heute ein Freudentag“, sagt die Grünenpolitikerin. Hessen sei auf dem Weg zum „atomkraftfreien Land“. Zum Schutz der Bevölkerung erfolge der Rückbau der Blöcke A und B unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Wobei der Anlagenabbau weniger Risiken berge als der frühere Leistungsbetrieb. Und sie sei sicher, dass RWE beim Rückbau „alles richtig macht“ – in Zusammenarbeit mit der Behörde.

Atomkraftgegner haben bereits kritisiert, dass es für die Anträge, die RWE noch stellen wird, keine öffentlichen Verhandlungen mehr geben wird. Einwendungen seien nicht möglich.

In der Kritik steht auch das Standort-Zwischenlager für Brennelemente. Bergsträßer Anti-Atom-Initiativen kündigen an, „die dauerhafte Sicherheit von Zwischenlager und Castoren in Biblis vor dem Hintergrund eines noch völlig offenen Zeitpunktes für die Inbetriebnahme eines Endlagers“ bei ihren Info-Veranstaltungen zu einem zentralen Thema zu machen.

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-im-bibliser-akw-beginnt-der-rueckbau-_arid,1174015.html


... auch so eine RWE-Ruine:

Kühlturm Mülheim-Kärlich: Klappt der Abriss dieses Jahr?

Der Abriss des AKW-Kühlturms in Mülheim-Kärlich ist das Großprojekt in der Region. Doch so oft, wie sein Abriss angekündigt wurde, so oft wurde er auch schon verschoben.

Dafür, dass das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich gerade mal 100 Tage in Regelbetrieb war, ist sein Abriss umso aufwändiger, er dauert Jahrzehnte. 2004 wurde damit begonnen. Zurzeit schätzt RWE, dass die gesamte Atomanlage bis spätestens 2025 aus der Landschaft verschwunden sein wird. Der Kühlturm sollte nach früheren Planungen bereits 2013 abgerissen werden. Das ist inzwischen fünf Jahre her.

www.swr.de/swraktuell/rp/koblenz/ausblick-2018-wie-geht-es-am-akw-muelheim-kaerlich-weiter/-/id=1642/did=20914344/nid=1642/fw5d8a/index.html


es geht auch etwas ausführlicher - mit dem Berichten, wenn auch nicht unbedingt kritisch, wenn es z.B. um das Vorbereiten zum "Freimessen" geht ... und teuer wird's auch, wenn man denn nicht an den Kosten für Sicherheit zu sparen gedenkt:

Riesige Teile und brisante Teilchen

Ein Rundgang durch „Isar 1“ lässt erahnen, warum es rund eine Milliarde Euro kostet, dieses Kernkraftwerk rückzubauen.

Um radioaktiv verunreinigte Teile unter den Freigabe-Wert zu bringen, müssen sie dekontaminiert werden, meist mechanisch: Mit Stahlkies oder auch Wasser etwa werden Teile abgestrahlt, so dass nur die kontaminierte oberste Schicht als radioaktiv entsorgt werden muss. Die industrie-üblichen Verfahren müssen dem Strahlenschutz angepasst werden.

www.mittelbayerische.de/region/kelheim-nachrichten/riesige-teile-und-brisante-teilchen-21029-art1600846.html

Es geht im Schneckentempo voran - mit dem Atomausstieg, mit dem Kohleausstieg - ganz im Sinne der Energieriesen

a) Nichtssagendes aus den "Qualitätsmedien":

Atomausstieg in Gundremmingen

Im Rahmen des deutschen Atomausstiegs geht ein weiterer Meiler vom Netz. Am Sonntag wurde im schwäbischen Gundremmingen Block B abgeschaltet, der knapp 34 Jahre in Betrieb war. Die Betriebsgenehmigung für Block B endet nach dem Atomausstiegsplan der Bundesregierung mit dem Silvestertag 2017. Künftig gibt es nur noch sieben Atomkraftwerke in Deutschland, im Dezember 2022 sollen die letzten abgeschaltet werden.

Das Ende des im März 1984 in Betrieb genommen Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Es war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 festgelegt worden, wie bei den anderen damals noch aktiven Anlagen auch. Der Block C des Kernkraftwerks im Landkreis Günzburg darf noch bis Ende 2021 weiterlaufen, obwohl dieser Meiler ebenfalls 1984 nur wenige Monate nach dem benachbarten Reaktor in Betrieb ging. Gundremmingen war bislang der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren.

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/akw-gundremmingen-schaltet-block-b-ab-15367834.html


b) wer B sagt, muss auch C sagen:

Protest gegen den weiteren Betrieb des AKW Gundremmingen

Gundremmingen. Nach 34 Jahren Laufzeit ging am Samstag, 31. Dezember, Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen vom Netz. Die Mahnwache Gundremmingen hatte zu einer Protestkundgebung um die Mittagszeit aufgerufen. An ihr nahmen etwa 80 Personen teil.

Der Kampf geht weiter

Der erste Meilenstein ist aus Sicht von Thomas Wolf geschafft, doch der Kampf geht weiter. Solange Block C noch am Netz ist, werden auch künftig jeden Sonntag um 15 Uhr Mitglieder der Mahnwache Gundremmingen vor dem Tor des Atomkraftwerks stehen und, getreu dem Motto des Songs „Mir land et lugg“ („Wir lassen nicht los“) auf die tödlichen Gefahren der Atomkraft hinweisen.

www.beobachternews.de/2018/01/04/wer-b-sagt-muss-auch-c-sagen-2/

jetzt - da das Spiel, dessen Finale für 2031 geplant ist (trara: Standort ist da !) erst beginnt - werden die Regionen schon richtig nervös und beäugen das Geschehen:

Standorte (Zwischen- und "Zentral"lagerEndlagersuche vor der Haustür

Wird es ein Atommüll-Endlager im Nordosten Deutschlands geben? Eine Vorselektion im Sinne einer Auflistung „geeigneter Orte“ existiere bisher noch nicht, teilte die Sprecherin von MVs Energieministerium, Renate Gundlach, mit. „Auch nicht für Mecklenburg-Vorpommern.“ Im September hat die Endlager-Kommission mit ihrer Suche begonnen.

Nach dem neuen Standortauswahlgesetz sollten erst Teilgebiete ermittelt und obertägig untersucht werden. Anschließend erfolge bei einer engeren Auswahl eine untertägige Erforschung, gefolgt von umfassenden vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und schließlich einem Standortvergleich. Ein geeigneter Ort soll bis 2031 gefunden sein, die Lagerung kann demnach ab 2050 beginnen.

www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/endlagersuche-vor-der-haustuer-id18746981.html


Behörde prüft Standort für Atommüll-Endlager in Siek

Politik berät in nichtöffentlichen Sitzungen. Verunsicherte Bürger fragen beim Kreis nach. Bürgermeister will Experten zu Rate ziehen.

Allein die theoretische Möglichkeit verunsichert die Menschen in Siek und den umliegenden Gemeinden. Einige haben sich deswegen an den Kreis gewandt. Einer von ihnen ist der Großhansdorfer Gemeindevertreter Reinhard Niegengerd (SPD): "Mir ist zu Ohren gekommen, dass dieses Thema in Siek nur in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt wird." Deswegen möchte er jetzt vom Kreis wissen, "was Sache ist", sagt der Politiker. Genauso wie die Sieker Einwohner, die bei der Kreisverwaltung angerufen haben. Doch ein konkrete Antwort kann Stormarn den Menschen nicht geben. "Dafür ist es noch zu früh", sagt Dietrich Peters, der in der Kreisverwaltung als Fachdienstleiter für Abfall, Boden und Grundwasserschutz zuständig ist. Denn erst im Mai hat der Bundestag das Stadtortauswahlgesetz beschlossen, das die Suche nach einem Endlager für Atommüll regelt. "So müssen unter anderem Bohrungen, die tiefer als 100 Meter gehen, vom Land genehmigt werden", sagt Peters. Der Gesetzgeber wolle so verhindern, dass Gemeinden die Gesteinsschichten unter sich unbrauchbar für ein Endlager machen.

www.abendblatt.de/region/stormarn/article212969319/Ein-Atommuell-Endlager-in-Siek-Nein-Danke.html


... und damit niemand auf "falsche Gedanken" kommt:

„Der Widerstand ist hellwach“

Wolfgang Ehmke ist Mitgründer und Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Noch glaubt er nicht an das Aus für Gorleben.

taz.de/!5473785/

Neckarwestheim:

Nachdem der grüne Umweltminister sich im Dezember 2017 nur kurz aufhalten ließ, seine gefährlichen Castortransporte auf dem Beckar mit der 5.Fuhre zum Abschluss zu bringen, gibt es neue Nachrichten aus Neckarwestheim - alles ganz harmlos; wurde aufgewischt ... und fertig:

Leck in Rohrleitung des Atomkraftwerks

Im Atomkraftwerk Neckarwestheim ist bei einem Rundgang im Block II im Kontrollbereich ein Leck entdeckt worden. Das teilte das Umweltministerium am Freitag in Stuttgart mit. Durch das am 22. Dezember entdeckte Leck an einer Rohrleitung hinter einer Umwälzpumpe seien etwa 100 Liter radioaktives Konzentrat in den Kontrollbereich des Reaktorhilfsanlagengebäudes ausgetreten.

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neckarwestheim-leck-in-rohrleitung-des-atomkraftwerks.1d68dfb9-c9b0-40f9-a93f-89ccbd24b6a7.html?utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Facebook


Lingen:

wie immer: alles harmlos & ungefährlich:

AKW Emsland In Lingen: Zwischenfall im Atomkraftwerk

Im Atomkraftwerk Emsland bei Lingen hat es einen Zwischenfall gegeben. Am 4. Januar seien an Entwässerungsventilen des nuklearen Abwassersystems beschädigte Membranen entdeckt worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Mittwoch in Hannover mit.

www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/lingen-hannover-akw-emsland-in-lingen-zwischenfall-im-atomkraftwerk_a_50,0,2492402722.html


Dukowany:

3200 Risse in Atomkraftwerk unweit der Grenze

Die Wochen der Entscheidung über die Zukunft der Atommeiler in Dukovany sind angebrochen. Das Europäische Gericht prüft derzeit, ob die Millionen-Subventionen zulässig sind. Ebenfalls begonnen hat die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung. Oberösterreich äußert riesengroße Bedenken.

www.krone.at/605841

AKWende ButtonPresseerklärung vom 2. 1. 2018:

„Freigemessen heißt nicht frei von Radioaktivität”

Mit Kopfschütteln reagiert die Anti-Atominitiative AK.W.Ende Bergstrasse auf Äußerungen von Christian Küppers vom Öko-Institut e. V. in Darmstadt, wonach eine "Nachnutzung von Deponien", auf denen zuvor "freigemessene" und "freigegebene" Stoffe aus dem Abbau von Atomkraftwerken gelagert waren, "ohne Einschränkung" möglich sei. Das RWE-Mitteilungsblatt "hier" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe über ein Impulsreferat Küppers' beim letzten Kraftwerksgespräch im AKW Biblis. Während Diplomphysiker Küppers sich bei seiner Feststellung auf die "sichere Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte" beruft, hält AK.W.Ende Bergstrasse dagegen: "Eine Unterschreitung der Freigabegrenzwerte bedeutet nicht, dass die Materialien und Stoffe frei von Radioaktivität sind."

Wie AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler erläutert, "wurde mit der Strahlenschutznovelle von 2001 und dem Prinzip der "Freimessung" nach dem 10-Mikrosievert-Konzept die rechtliche Voraussetzung für die "Freigabe" radioaktiver Stoffe aus der atomrechtlichen Überwachung geschaffen. Anders gesagt: juristisch gesehen sind freigegebene Abbaustoffe nicht mehr radioaktiv - selbst wenn sie (physikalisch) strahlen." Wie AK.W.Ende Bergstrasse weiter schreibt, werden die Stoffe und Materialien nach erfolgter "Freigabe" nach den Bestimmungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes an Recyclingbetriebe, Müllverbrennungsanlagen oder Deponien abgegeben: "aus Atommüll wird "normaler" Abfall."

Für AK.W.Ende verbietet sich die Nachnutzung (Bebauung, landwirtschaftliche Nutzung u. a.) einer Deponie, auf der Zuvor radioaktiv belastete Stoffe gelagert wurden, schon deshalb, weil die gesetzliche Freigaberegelung u. a. die Kollektivdosis trotz Empfehlung der Internalionalen Strahlenschutzkommission nicht berücksichtigt. "Wenn viele Menschen auch "nur" niedrigen Strahlendosen ausgesetzt sind, erhöht sich die absolute Anzahl von Erkrankungen signifikant. Abgesehen davon gibt es keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Radioaktivität nicht schädlich wäre."

Sprecher Rainer Scheffler: "Auch das Öko-Institut stand "Freimessung" und "Freigabe" radioaktiver Abfälle einst kritisch gegenüber. In dem von Küppers mitverfassten "Atommüll-Report" wurde als Konsequenz konstatiert, "dass beispielsweise nicht bilanzierte Mengen radioaktiver Stoffe auf Hausmülldeponien enden, ohne dass noch irgendjemand von deren Gefährlichkeit Notiz nimmt."

Diese und andere Themen diskutiert AK.W.Ende Bergstrasse bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr am Montag, dem 08. Januar 2018 ab 19.00 Uhr in der Bensheimer Gaststätte "Präsenzhof", Bahnhofsstrasse. Gäste sind herzlich willkommen.