FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Hallo zusammen,AKWende Button
nochmal zur Erinnerung: Nächste AK.W.Ende-Sitzung am Montag, 08. Januar 2018, ab 19.00 h (nach der Mahnwache) im "Präsenzhof" (danke Tanja, für die Reservierung).

Tagesordnung u. a.: Strategiediskussion im Landtagswahljahr 2018.

Peter Lotz von den Grünen in Bensheim hat übrigens auf meine Anfrage hin schon zugesagt, das Thema "Biblis-Abbau" für 2018 in den Themenkatalog der "Grünen Runde" aufzunehmen.

Wenn wir unsere Infotour fortsetzen wollen: Ich hätte in der ersten Februar-Hälfte (Lorsch) und im März (Einhausen) Zeit. Wer kann sich um Räume kümmern? Lorsch: Backhaus Drayß? Einhausen: Altes Rathaus?

Themen: "Biblis-Abbau: Zwischenlager und Castoren - Auf Dauer sicher?" und "Biblis-Abbau: "Freimessung" und Niedrigstrahlung. Ende der Verharmlosung".

Beste Grüße
Rainer


Presseerklärung vom 28.11.2017:

"Verschwiegene Atomunfälle"

AK.W.Ende Bergstrasse: "Deutscher Atommüll in Russland"

Russische Behörden haben jetzt die radioaktive Verstrahlung im Ural durch einen schweren nuklearen Unfall in der Atomanlage Majak bestätigt. "Das Unglück geschah bereits im September, wurde aber erst jetzt bekannt weil der russische Wetterdienst Rosgidromet die radioaktive Belastung in einer Pressemeldung eher beiläufig erwähnt hatte und u. a. das französische Nuklearforschungsinstitut IRSN über Europa eine erhöhte Konzentration von Ruthenium 106 festgestellt hatte. In Kombination mit Windrichtung und anderen Messdaten ein deutlicher Hinweis auf die Wiederaufbereitungsanlage in Majak", schreibt AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler. Und: "Würden dort EU-Standards gelten, hätte die Region evakuiert werden müssen. Greenpeace Russland hat den Betreiber Rosatom jetzt aufgefordert, detailliert über den Unfall zu informieren."

AK.W.Ende Bergstrasse erinnert in diesem Zusammenhang an weitere Atomunfälle im Ural. U.a. ereignete sich bereits 1957 der sog. "Kyschtym-Unfall", bei dem ein Gebiet von 20.000 Quadratkilometern durch die Explosion eines Containers mit radioaktivem Abfall verstrahlt wurde. Auch in den folgenden Jahren wurden aus der Atomanlage Majak immer wieder schwere Störfälle gemeldet. AK.W.Ende verweist zudem auf die Tatsache, dass "von 1995 bis 2009 insgesamt 27.000 Tonnen abgereichertes Uran in Form von Uranhexafluorid, einem hochgiftigen, radioaktiven Stoff, als "Wertstoff" umdeklariert, aus der Urananreicherungsanlage Gronau/Westfalen zur "Wiederanreicherung" ins russische Angarsk und nach Nowouralsk transportiert wurden. Dort lagert der Atommüll in Fässern unter freiem Himmel", so Scheffler unter Bezugnahme auf die russische Umweltgruppe "Ecodefense", die Satellitenfotos ausgewertet hat.

AK.W.Ende konstatiert: "Im Entwurf des "Nationalen Entsorgungsplans" der Bundesregierung wird dieser Atommüll erstmals seit 2014 bei der Planung eines Endlagers berücksichtigt. Die Transporte des als "Wertstoff" umdeklarierten hochgiftigen Uranhexafluorids nach Russland waren als Atommüll-Export also eindeutig rechtswidrig!"


Ich weiß zwar nicht, ob das der richtige Weg ist, mit dem sog. "Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" umzugehen, aber es würde mit Erhard am Tisch vorne sicher nicht langweiliger werden als bisher bei den Elogien von RWE und Ministerium ohne jegliche Bewegung:

Offener Brief von Erhard Renz (Mitstreiter bei AK.W.Ende Bergstraße)


Hallo Frau Hinz,

bevor das von allen ungeliebte Informationsforum AKW Biblis vollständig in der Versenkung verschwindet, würde ich Ihnen gerne meine persönlichen Vorschläge unterbreiten.

Seit Beginn des Informationsforums bin ich als Anwohner (8 km) regelmäßiger Besucher der Veranstaltungen in Biblis. Dabei muss ich nach zehn Foren feststellen, auch nach dem vielbeschworenen Neustart fehlt es dem Informationsforum an Ernsthaftigkeit und Professionalität.

Als erstes möchte ich auf die Anwesenheit der Mitglieder hinweisen. Zwei Mitglieder (FDP und der zweite Vertreter der Metropolregion-Rhein-Neckar) waren noch nie beim Informationsforum? Dem Anhang können Sie entnehmen, dass ich für nur 9 Mitglieder eine angemessene Beteiligung (mind. 7 von 10 Sitzungen) von 21 Mitgliedern anhand der Protokolle feststellen kann. Dreimal war das Informationsforum Beschlussunfähig da keine 11 Mitglieder anwesend waren.

Ein Vertreter der Bürgerinitiativen ist offiziell in der 6. Sitzung aus dem Infoforum ausgestiegen. Bisher ist mir keine Aktivität bekannt diesen Sitz neu zu besetzen.

Ich möchte nicht bei den Kindereien zu Beginn des Infoforums zurückkehren, als den Zuhörern trotz Beschluss in der vorhergehenden Sitzung keine Tische zur Verfügung gestellt wurden, oder der Internet Zugriff per WLAN ins Lächerliche gezogen wurde.

Aber auf einige der unzulänglichen Punkte bei der Sitzungsleitung möchte ich eingehen.

Ausgerechnet der Bürgermeister von Biblis und der Umweltdezernent vom Kreis Bergstraße sollen im Wechsel die Sitzungen (Paragraf 3 der Geschäftsordnung) leiten. Beide sind direkt vom AKW Biblis Rückbau betroffen. Eine neutrale Sitzungsleitung ist alleine aus diesem Aspekt unmöglich.

Das Hessische Umweltministerium stellt anscheinend keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung. Deshalb kann ich auch verstehen, dass von der Sitzungsleitung keine ordentliche Terminplanung oder Dokumentation der Protokolle erfolgt.

Als Beispiel möchte ich auf die Dokumentation vom Informationsforum Biblis verweisen.

Wie eine Bürgerbeteiligung im Landkreis Bergstraße aussehen kann, wenn er Geld, Lust und Laune hat, können Sie hier auf der Vision Bergstraße anschauen.

Wenn der Kreis Bergstraße Bürgerbeteiligung wollte, Geld und externe Beratung hätte, dann könnte auch das Infoforum AKW Biblis ordentlich dokumentiert werden. Oder aber die Dokumentation vom Informationsforum könnte in die Vision Bergstraße integriert werden. Biblis liegt ja trotz Zwischenlager immer noch im Kreis Bergstraße!

Ein weiteres Ärgernis sind meine schriftlichen Anfragen an das Forum.

Meine Mail vom 4.11.2016 wurde nach öffentlicher Mahnung am 28.7.2017 beantwortet. Allerdings nur als Mail an mich persönlich. Im Protokoll vom 10. Infoforum am 14.8.2017 wird dieser Vorgang folgendermaßen dokumentiert:

„Die von Herrn Renz schriftlich eingereichten Fragen wurden schriftlich beantwortet.“

Ich frage mich, wo bleibt die Transparenz für andere Bürger, die Presse und für die 21 Mitglieder des Informationsforums?

Auf der Homepage vom Kreis Bergstraße gibt es eine Rubrik „Fragen und Antworten aus den Sitzungen“, auch dort keine Erwähnungen meiner Fragen und auch keine Antworten...

Eine weitere Schlamperei in der Protokollierung der Sitzungen ist die Präsentation von Frau Ursula Heinen-Esser.

Am 27.9.2016 (8. Sitzung) fand die Veranstaltung mit Frau Ursula Heinen-Esser (ehem. Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und Vorsitzende der Endlagerkommission) über den Abschlussbericht der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages statt.

Am 22.11.2016 (9. Sitzung) Herr Schwarz fragt nach dem Protokoll der 8. Sitzung. Herr Kusicka verweist auf fehlende Präsentation von Frau Ursula Heinen-Esser!!! (zwei Monate nach der 8. Sitzung!)

10. Infoforum 14.8.2017 keine Erwähnung mehr der Präsentation. Bis heute ist sie auf der Homepage nicht veröffentlicht! Die Geschäftsordnung sieht das aber vor.

Das Motto der Sitzungsleitung steht unter dem Motto "liegen lassen bis sich keiner mehr interessiert"...

Weiteres Beispiel gefällig?

Protokoll vom 9. Infoforum 9.11.2016

Herr Renz schlägt vor, einen weiteren Teilnehmer der Endlagerkommission zur Berichterstattung einzuladen.

Informationsforum 10. Keine Resonanz, geschweige denn eine Abstimmung der 21 Informationsforums Mitglieder, obwohl in der Geschäftsordnung § 5 folgendes steht:

Jedes Mitglied kann die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.

Wenn ich als „interessierter Bürger“ einen Tagesordnungspunkt vorschlage, würde ich erwarten, dass darüber abgestimmt wird. Oder haben alle 21 Infoforums Mitglieder diesen Wunsch abgelehnt?

Transparenz sieht anders aus.

Als letztes Beispiel möchte ich meinen Wunsch nach einem zeitnahen Katastrophen Warnsystem rekapitulieren. Bereits bei der Aufdeckung des Ausreißer Messwerts im Jahr 2014 hatte ich vorgeschlagen eine bürgernahe, personalisierte Warnung vor erhöhten radioaktiven Werten zu installieren. Bis heute zieht sich dieser Wunsch hin.

Protokollarisch erwähnt wird dieser Wunsch erstmals im Protokoll zur 8. Sitzung am 27.9.2016

„Herr Renz regt an, bei radioaktiven Warnungen eine Mitteilung an die Bevölkerung auch über das Informations- System „KATWARN“ als SMS oder E-Mail auf das Smart-Phone zu senden.“

Protokoll 9. Infoforum 9.11.2016

Herr Renz fragt nach, ob zum KATWARN- System Auskunft gegeben werden kann.

Antwort Herr Krug: Das Info-Forum wird über die Möglichkeit eines Frühwarnsystems informiert.

Protokoll 10. Infoforum 14.8.2017

Anmerkung Herr Krug:

Frage zum Stand der KATWARN--Einrichtung kann ich berichten, dass sich der Kreis Bergstraße dem Warnsystem KATWARN angeschlossen hat.

Anmerkung Herr Renz:
Meldungen in KATWARN bitte erstens unmittelbar und zweitens mit Erläuterung zu senden.

Das war’s!

Der Kreis Bergstraße hat bis heute seine Bürger zum Thema Katwarn und AKW Biblis nicht informiert. Geschweige denn veröffentlicht wie die Kommunikation aussieht. Beim letzten Probealarm vom Atomkraftwerk Biblis (25.10.2017) wurden natürlich nur die Sirenen getestet. Ich vermute, weil Katwarn noch nicht einsatzfähig ist.

Wie Sie den Meldungen in der Presse und im Internet (Deutscher Wetterdienst) entnehmen können, sind die kostenlosen Warn APP’s inzwischen so weit, dass der Anwender selbst auswählen kann ab welcher Warnstufe er eine Information auf sein Handy haben möchte. („für welche Wetterelemente und ab welcher Warnstufe man die jeweiligen Warnungen sehen möchte!“)
Dies war schon vor Jahren mein Wunsch bei den radioaktiven Messwerten um das AKW Biblis und an der Realisierung dieser persönlichen Warnung möchte ich weiter arbeiten.

Deshalb möchte ich folgende Vorschläge machen.

Das hessische Umweltministerium setzt zur Moderation des Informationsforums, zur Einhaltung der Geschäftsordnung und der Dokumentation auf einer öffentlich zugänglichen Internetseite eine neutrale, geschulte Person ein. Die Qualität der Dokumentation sollte mindestens der von Vision Bergstraße entsprechen.

Wenn Sie diese Person einsetzen würden, wäre ich bereit als Mitglied in das Informationsforum einzusteigen. Ich würde für keine Organisation oder BI reden, sondern nur in meiner eigenen Sache als Betroffener Anwohner. Wie zu Beginn bereits beschrieben, sowohl der zweite Vertreter der Metropolregion-Rhein-Neckar, der FDP Landtags Vertreter und der Vertreter der zweiten BI kommen nicht zu den Informationsveranstaltungen. Es kann deshalb kein Problem sein, einem interessierten Bürger die Teilnahme im offiziellen Gremium zu gestatten.

In der Hoffnung, dass Sie bereit sind meine Anregungen aufzunehmen verbleibe ich mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz

wie immer bei der Atomkraft: alles "völlig ungefährlich" ...
wie muss ich mir das aber vorstellen - gravierende Beschädigungen bei der Montage des "äußeren Deckels"; wie geht die Montage des "inneren Deckels" unter Wasser - bleibt das dann im Castor drin?

Da kommt noch einiges auf den neuen Verwalter des "atomaren Erbes" - nämlich auf den "Atonmstaat" zu ...

Kernkraftwerk Brokdorf:
Schrauben und Gewinde an einem Castor®-Behälter beschädigt

Derzeit findet im Kernkraftwerk Brokdorf eine Beladung eines Castor®-Behälters mit Brennelementen statt. Bei der finalen Abfertigung sind beim Verschrauben eines Dichtdeckels Gewindegänge an drei von 48 Gewindebohrungen beschädigt worden.

Ein Castor®-Behälter verfügt insgesamt über zwei Deckel und eine zusätzliche Schutzplatte. Der Primärdeckel wird unter Wasser im Brennelement-Nasslager aufgesetzt. Er verschließt den Behälter hermetisch. Betroffen ist der sogenannte Sekundärdeckel, der nach Herausheben und Trocknung des Behälters aufgesetzt wird.

Die Reparatur der Gewinde wird mit den zuständigen Behörden geklärt.

www.preussenelektra.de/cps/rde/pe-internet/hs.xsl/NewsDetail.htm?newsId=A5C15571-E86A-474C-B02A-6609708A552F

Wir bekommen ja 2019 wohl 7 Castoren aus der sog. Wiederaufbereitungs-Anlage in Sellafield nach Biblis geliefert. Obwohl die Standortzwischenlager ursprünglich nur für den dort anfallenden Atommüll genehmigt waren, ist heute – nachdem der Plan, die Rücklieferungen des restlichen Drecks nach Gorleben am Widerstand gescheitert war,  macht der Atomstaat (hier sPD-Umweltministerin Hendricks) halt neue Genehmigungen – auch für Biblis.

Warum die Briten das Zeug so schnell wie möglich weg haben wollen, liegt an der völligen Verseuchung der Anklage und der Kontaminierung der „Irischen See”, in die massenhaft strahlende Abwässer geleitet wurden. Bei dem Artikel von „greenpeace” fällt auf, dass überhaupt nicht erwähnt wird, was der eigentliche Zweck der sog. „Aufbereitung“ war: Plutonium und Uran235 für Atomwaffen zu gewinnen – was ihnen auch gelungen ist ! Aber dieser Aspekt ist natürlich „streng geheim” und da hält sich auch eine NGO wie „greenpeace” dran. Da ist ein 3. ARD-Programm schon ehrlicher:

Wiederaufbereitungsanlagen

Die Wiederaufbereitung atomaren Mülls gilt als gefährlichster Schritt in der Atomenergie. Und der Name trügt: Wiederaufbereitung meint kein Recycling. Ziel der Technologie ist, hochgiftiges, waffentaugliches Plutonium zu gewinnen. Sie ist damit der Schlüssel für den Plutonium-Umlauf, für Kraftwerke vom Typ "Schneller Brüter" und den Atomwaffenbau.

www.planet-wissen.de/technik/atomkraft/atommuell/pwiewiederaufbereitungsanlagen100.html

Sellafield - ein schleichendes Tschernobyl

Sellafield ist eine ebenso gravierende Umweltkatastrophe wie Tschernobyl - nur eben nicht auf einen Schlag, sondern Tag für Tag größer werdend. Dass dabei Menschen geschädigt werden, nehmen die Betreiber deutscher Atomanlagen in Kauf.

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/styles/galleria_node_desk_1x/public/sellafield-d010597.jpg?itok=02-aFSCX

Greenpeace-Messungen von 1998 ergaben, dass Bodenproben aus der Umgebung der Atomanlage Sellafield vergleichbar radioaktiv verseucht sind wie in der 30-Kilometer-Sperrzone um den Katastrophenreaktor von Tschernobyl. Kinder und Jugendliche aus Sellafield erkranken zehnmal häufiger an Blutkrebs als im Landesdurchschnitt Großbritanniens. Eine Untersuchung im Auftrag des britischen Gesundheitsministeriums 1997 mit 3.300 Jugendlichen in Großbritannien und Irland ergab Spuren von Plutonium und Strontium in ihren Zähnen.

www.greenpeace.de/themen/energiewende-atomkraft/atommuell/sellafield-ein-schleichendes-tschernobyl

Wiederaufarbeitung: Die wichtigsten Fakten

www.greenpeace.de/themen/energie/energiewende/wiederaufarbeitung-die-wichtigsten-fakten

eine Übersicht der Atomunfälle (sehr betrachtenswert !) weist auch das AKW Sellafield aus:

Windscale / Sellafield, Großbritannien

7. bis 12. Oktober 1957: Im Kernreaktor Pile No. 1 in Windscale bzw. Sellafield heizten Techniker den Reaktor an, um die so genannte Wigner-Energie aus dem als Moderator dienenden Graphit zu glühen.
Bei dem Reaktor handelte es sich um einen von zwei luftgekühlten und graphitmoderierten Reaktoren. Sie wurden mit Natururan betrieben und dienten dazu, Plutonium für Atomwaffen herzustellen. Sie wurden durch einen von riesigen Lüftern erzeugten Luftstrom gekühlt.
Am Morgen des 7. Oktober 1957 wurde der Reaktor kontrolliert heruntergefahren und die Luftkühlung abgestellt (siehe: Wikipedia).

www.atomunfall.de/

Immer wieder bin ich überrascht, wie sehr überall im Land die CDU-VorOrt-Bonzen gegen die Standort-Zwischenlager und die Endlagersuche maulen. Vielleicht, weil den Menschen vor Ort dämmert, dass hier doch eine Zeitbombe tickt ...

Im Kreis Bergstraße hingegen, herrscht RWE-Ruhe im Land. Der CDU-Landrat (eingeflogener Jungspund) hat das kleine EinmalEins des Sorge-und Verantwortungs-ABCs noch nicht gelernt und schert sich einen Dreck um das, was in Biblis vorgeht – da hat er ja eine "grüne" Umweltminisrin am Start – die wird es schon richten.

Geesthacht: Endlager durch die Hintertür?

Jetzt wurde im Kernkraftwerk Krümmel der letzte Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen in das bis 2046 genehmigte Standort-Zwischenlager Krümmel gebracht, das teilt der Betreiber Vattenfall mit. Doch die Frage nach einem Endlager ist nach wie vor ungeklärt. Nachdem die Pläne vom Tisch sind, Brennelemente auch aus dem Kernkraft Krümmel in Castor-Behältern im Salzstock bei Gorleben einzulagern, muss eine neue Lösung her. „Ich fürchte, wir werden noch Jahrzehnte auf diesem Müll sitzen bleiben“, sagt Sven Minge, CDU-Fraktionschef im Geesthachter Stadtrat.

www.landeszeitung.de/blog/lokales/1125122-geesthacht-endlager-durch-die-hintertuer

Es gibt natürlich auch nachdenkliche Menschen, die dann auch mal was zu Papier bringen:

Problem Atommüll: Entria und die Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle – Randbedingungen und Lösungsansätze

Wie geht es weiter mit der Lagerung hoch radioaktiver Atomabfälle in Deutschland? Klar ist: Es gibt in Fragen Sicherheit Handlungsbedarf. Einerseits weil die Terrorrisiken im Nuklearbereich wachsen, andererseits weil die Zwischenlagerung deutlich länger als bislang angenommen dauern wird. Jetzt veröffentlicht das staatlich geförderte Forschungsprojekt ENTRIA bzw. einige der dort aktiven WissenschaftlerInnen in einem Buch zahlreiche interdisziplinäre Beiträge zu den Randbedingungen der Zwischenlagerung dieser brisanten Abfälle und diskutiert Lösungsansätze.

umweltfairaendern.de/2017/10/problem-atommuell-entria-und-die-zwischenlagerung-hoch-radioaktiver-abfaelle-randbedingungen-und-loesungsansaetze/

Es wird ja hierzulande ganz korrekt zwischen "friedlicher" und (was eigentlich?) militärischer/kriegerischer/vernichtender Nutzung von Kernenergie unterschieden – "Atom"-Enegie kommt auch nicht so gerne über die Lippen – "Kern" klingt doch irgendwie harmloser – trotz Hiroshima/Nagasaki und TschernobylFukushima !

Gerade in Verbindung mit den Atombomben-Fabriken in Sellafield und La Hague sollte man mit diesem Unsinn aufhören. Das eigentliche interesse von „Verteidigungs”-Minister Franz Josef Strauß war die Bombe – und das war der Beginn der Atomwirtschaft in der BRD!

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2017/03/latente-proliferation-1040x387.jpg

Es wird wieder über Atomwaffen debattiert. Über mehr, neue, modernisierte und die Frage, wer darüber verfügen darf. Und seitens der UN und einigen Friedensbewegten auch über einen weltweiten Bann dieser Waffen. Sogar über eine deutsche Nuklearbewaffnung wurde um den Regierungswechsel in den USA herum eine Diskussion geführt und die neue US-Regierung Trump will mächtig aufrüsten und fordert dies insbesondere auch von der EU. Die Aufregung ist irgendwie groß und moralische Entrüstung schnell auf dem Plan. In der EU sind Frankreich und Großbritannien Atomwaffenstaaten. Andere EU-Staaten betreiben demnach ein ausschließlich „ziviles“ Atomprogramm. Unter dem Stichwort „Dual-Use“ werden die Grenzen und Überschneidungen beschrieben, die der Atomenergietechnik inne sind. Dass eine solche Trennung von militärischer und ziviler Nutzung der Atomenergie nur schwerlich realitätstauglich ist, hatte Roland Kollert in seinem Buch „Politik der latenten Proliferation – Militärische Nutzung „friedlicher“ Kerntechnik in Westeuropa“ bereits 1994 anhand von Länderstudien aufgezeigt.

umweltfairaendern.de/2017/03/latente-proliferation-wie-friedlich-ist-die-atomenergie/


Mit Unterstützung der Bundesregierung: URENCO-Uran für US-Atomwaffenprogramm

„Eine Unterstützung des US-Atomwaffenprogramms durch URENCO mit Zustimmung der Bundesregierung darf es unter keinen Umständen geben“, fordert der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) anlässlich eines Berichts der Tagesschau, nach dem URENCO künftig angereichertes Uran für Atomreaktoren der US-amerikanischen Gesellschaft Tennessee Valley Authority (TVA) liefern will, die für das US-Atomwaffenprogramm aktiv sind. „Das ist ein klarer Verstoß gegen den Nichtverbreitungsvertrag und den Vertrag von Almelo, der die Lieferung von Material für militärische Zwecke ausschließt.“

www.hubertus-zdebel.de/urenco-uran-fuer-us-atomwaffen/

Biblis-Abbau
Zwischenlager und Castoren: Auf Dauer sicher?

Info-Veranstaltung am 07. November in Heppenheim

Mit dem Schlußbericht der Endlager-Kommission des Bundestages veröffentlichte das Gremium im Sommer 2016 zugleich einen Zeitplan zur Inbetriebnahme eines noch zu findenden Endlagers für hochradioaktiven Atommüll. Danach wird mit dem Beginn einer Einlagerung frühestens 2045/2050 gerechnet. Das Ende der Einlagerung hält die Kommission zwischen den Jahren 2075 und 2130 denkbar.

Für AK.W.Ende Bergstrasse und den Verein "Atomerbe Biblis - Umgang mit den atomaren Altlasten" e. V. "immense Zeiträume, die Fragen nach der Sicherheit der Standort-Zwischenlager und der ursprünglich als Transportbehälter konzipierten Castoren aufwerfen, in denen der hochradioaktive Atommüll bis zur Einlagerung aufbewahrt werden muss." Beide Standort-Initiativen erinnern daran, dass die Betriebsgenehmigung für das Standort-Zwischenlager in Biblis 2046 erlischt und auch die Castoren nur eine begrenzte Betriebsdauer haben. Im Rahmen ihrer Infotour machen beide Gruppen nach Biblis und Bensheim am Dienstag, dem 07. November 2017 ab 19.30 h im Heppenheimer Marstall (Amtsgasse 5) mit einer Veranstaltung unter dem Titel "Biblis-Abbau: Zwischenlager und Castoren - Auf Dauer sicher?" Station, auf der nach einem einführenden Referat von Rainer Scheffler die verschiedenen Sicherheitsaspekte diskutiert werden sollen.


weil der „Atomstaat” alles so übersichtlich gestaltet(Stichwort: „Transparenz”), damit die Bevölkerung auch durchblickt, was zu ihrer Sicherheit von Staats wegen so veranstaltet wird nach dem Atomdeal mit den Atomkonzernen – hier eine kleine Sammlung von Rainer Scheffler, dem Sprecher von AK.W.ENDE:

Atommüll: Werwaswannwiewo?
Wegweiser durch die neue Unübersichtlichkeit (Quelle: taz vom 26.10.2017)

Nach dem Ende der Arbeit der Endlager-Kommission und nach dem Atomdeal, mit dem die Bundestagsmehrheit samt Grünen gleich noch das Verursacherprinzip außer Kraft gesetzt hat, gibt es viele neue Atommüll-Akteure:

Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)
Neue GmbH, zu 100 % im Eigentum des Bundes.
Seit April 2017 Betreiber der bestehenden Atommüll-Endlager Morsleben und Asse sowie von Schacht Konrad.
Gleichzeitig ist die BGE sog. Vorhabenträger für die Endlagersuche. Die BGE ist entstanden aus zwei Abteilungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und der Asse GmbH sowie der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die den AKW-Betreibern gehörte und bisher im Auftrag des BfS tätig war. Die BGE wird von Ursula Heinen-Esser (CDU) geleitet, früher Umwelt-Staatssektretärin unter Altmaier, dann Co-Vorsitzende der Endlager-Kommission.

Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ)
Bislang wurde die Zwischenlagerung von Atommüll von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) im Auftrag der AKW-Betreiber organisiert. Die Aufgabe übernimmt jetzt der Staat, der dafür die BGZ als GmbH gegründet hat.
Zunächst übernimmt die BGZ Mitarbeiter und Aufgaben der GNS, die die zentralen Zwischenlager in Gorleben und Ahaus betreibt. Ab Anfang 2019 werden auch die 12 Zwischenlager an den AKW-Standorten übernommen. Leitung: Jochen Flasbarth (SPD), bisher Umwelt-Staatssekretär.

Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE)
Neugründung als oberste Bundesbehörde für die staatliche Kontrolle von Standort-Suche und Endlagerung. Zuständig außerdem für Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Standortsuche und für die Genehmigung von Zwischenlagern. Leiter: der bisherige Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König (Grüne).

Nationales Begleitgremium
Soll den Prozeß der Endlagersuche unabhängig begleiten. Ziel ist es laut Selbstbeschreibung, durch Fachwissen und Neutralität Vertrauen zu vermitteln, den Prozeß der Standortauswahl zu erklären und schlichtend zwischen verschiedenen Akteuren aktiv zu werden...
Besteht zur Zeit aus 6 Personen des öffentlichen Lebens und 3 Bürger*innen, soll später 18 Mitglieder haben. Vorsitzender Klaus Töpfer.

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Bisher als Bundesbehörde Betreiber und Aufsicht der Endlager-Projekte. Entsprechende Abteilungen wurden in die BGE und das BfE ausgegliedert. Im Atombereich ist das BfS für den nuklearen Notfallschutz zuständig. Außerdem für Umweltstrahlung, Elektromagnetische Strahlung und UV-Strahlung. Neue Leiterin: Gabriele Paulini.

Wir haben wiederholt - insbesondere nach dem "Brunsbüttel-Urteil" auf die mangelnde Sicherheit der Standortzwischenlager hingewiesen. Sie müssen voraussichtlich an die 100 Jahre die Castoren mit hochradioaktivem Atommüll beherbigen. Jetzt setzt der BUND mit eine neuen Studie nach - gut so:

Neue Atomstudie:
Aktuelle Probleme und Gefahren bei deutschen Zwischenlagern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine neue Studie zu den wachsenden Sicherheitsproblemen der Atommüllzwischenlagerung präsentiert. Die Atomsicherheitsexpertin Oda Becker kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Sicherung und Sicherheit der Atommüllzwischenlager problematisch sind. Defizite sieht die Studienautorin unter anderem bei fehlenden Reparatur- und Inspektionsmöglichkeiten und bei dem unzureichenden Schutz gegen potenzielle Terroranschläge. Außerdem werden die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bisher genehmigt in Betrieb bleiben müssen, weil mit der Einlagerung des Atommülls in ein tiefengeologisches Lager erst ab 2050 oder deutlich später begonnen werden kann. Dies bringt neue Risiken.

www.sonnenseite.com/de/zukunft/neue-atomstudie-aktuelle-probleme-und-gefahren-bei-deutschen-zwischenlagern.html


BUND: Lagerung von hochradioaktivem Atommüll unzureichend geschützt – Sicherheitsdebatte mit Öffentlichkeit notwendig

Terror-Anschläge auf atomare Zwischenlager mit hochradioaktiven Abfällen sind möglich. Bereits laufende Nachrüstungen reichen demnach nicht aus. Das stellte heute die Physikerin Oda Becker im Rahmen der Vorstellung eines im Auftrag des BUND erstellten Gutachtens zu den Schwachstellen der Zwischenlagerung (PDF) in Berlin fest. Wachsende Terrorrisiken einerseits, deutlich verlängerte Laufzeiten für die Zwischenlager andererseits – daraus ergeben sich neue Sicherheitsanforderungen bei der oberirdischen Lagerung von hochradioaktivem Atommüll in Castor-Behältern.

pdfBUND Gutachten zu Zwischenlager-Sicherheit

umweltfairaendern.de/2017/10/bund-lagerung-von-hochradioaktivem-atommuell-unzureichend-geschuetzt-sicherheitsdebatte-mit-oeffentlichkeit-notwendig/


Zwischenlager sind keine Lösung

Zwischenlager mit hochradioaktivem Inventar gibt es in Gorleben, Ahaus, Lubmin und Jülich. An zwölf Atomkraftwerken befinden sich zudem sogenannte Standortzwischenlager. In ihnen lagern teilweise schon seit Jahrzehnten Behälter mit hochradioaktivem Atommüll. Die Sicherheitsnachweise für diese „Castoren“ gelten für jeweils 40 Jahre, über diesen Zeitraum sollen sie „dicht“ bleiben.

BUND: Sicherheit ist „problematisch“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat Ende vergangener Woche eine Studie zur Situation der Zwischenlagerung in Deutschland veröffentlicht. So sei die Sicherung und Sicherheit der Lagergebäude „problematisch“, schildert Atomsicherheitsexpertin und Studienautorin Oda Becker. Trotz Nachrüstungen an einigen Gebäuden sei der Terrorschutz „unzureichend“. Eine „bewaffnete und entschlossene Terrorgruppe“ sei nach wie vor in der Lage, in die oberirdischen Zwischenlager einzudringen, so Becker. Auch Nachrüstungen würden dieses Defizit nicht ausräumen.

Schutz gegen Einwirkungen von Außen sollen letztlich die Castor-Behälter gewährleisten - die im übrigen ganz unterschiedlichen Fabrikats sind und mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden. Die Castor-Sicherheit wird durch Brand-, Fall- oder Beschusstests bescheinigt. Doch diese Nachweise basieren teilweise lediglich auf Berechnungen, echte Tests wurden mit Modellen in kleinerem Maßstab durchgeführt. Immer wieder kritisieren Atomkraftgegner*innen auch, dass die unterstellten Unfallszenarien mit der Realität nicht viel zu tun hätten. So fehlen Sicherheitsnachweise für Szenarien, in denen beispielsweise ein Behälter nach einem Flugzeugabsturz einem mehrstündigen Kerosienbrand ausgesetzt wäre.

www.ausgestrahlt.de/blog/2017/10/16/zwischenlager-sind-keine-losung/

die wesentliche Forderung ist:

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