FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Auf der 10.Sitzung des sog. „Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung” gab es dann doch Interessantes, das die Presse aber so gar nicht interessiert hat.

Auf Fragen des Vertreter der LINKEN (Dr. Bruno Schwarz), wer der Atomaufsicht die Arbeit beim Abriss des AKW Biblis macht, wurde von der Vertreterin des  Umweltministerium erklärt, dies sei ein Konsortium bestehend aus TÜV Nord und TÜV Süd ... dies gelte sowohl für die Festlegung der Abläufe als auch für die Überwachung deren Durchführung.

Nach dem Verständnis von Bruno und auch von mir legt der TÜV im Auftrag der Atom-„Aufsicht” also die Regeln fest, was, wie, wann, wo genehmigt wird und überwacht die Einhaltung dieser Regeln für alle genehmigten Vorgehensweisen und somit sich selbst dabei, also was, wie, wann, wo RWE so treibt. Hmmm ...

Logo: TÜV Nord

 Für mich Nichtjuristen stellt sich da die Frage – die Verbindung zum Dieselskandal ist da nicht von der Hand zu weisen – wie da die inneren Strukturen und Verbindungen von RWE, Ministerium und TÜV zu bewerten sind – auf alle Fälle innig ... und wenig unabhangig und damit wenig Vertrauen einflößend ! Es wäre nicht das erste Mal, dass es nette Positions-Wechsel in den oberen Etagen von Wirtschaft, Politik und „Uberwachungsverein” gegeben hätte ....

Ein ganz wichtiger Bündnispartner der AntiAtombewegung ist der BUND !
Gerade jetzt - wo es dem Atomstaat darum geht, die stillgelegten Schrottmeiler für die Betreiber kostengünstg zu entsorgen, sind die Positionen der Ärztekammern und der Umweltorganisationen von größter Bedeutung. Ihre klare Ablehnung, sog. niedrigstrahlende Atomabfälle "freigemessen" auf normale Mülldeponien abzulagern, bringt die zuständigen Verwalter bei den Atomaufsichtsbehörden auf die Palme.
Ich habe im Rundbrief Nr. ... über die Bundesärztekammer berichtet, hier nun die eindeutige Stellungnahme des BUND:

pdfBUND_Klage_gegen_Genehmigung_Block_A.pdf

klar und deutlich:
kein "10MikroSievert"-Grenzwert - keine Freimessung - keine Deponierung !
sondern: sichere Lagerung auf den AKW-Geländen (auch im Inneren der AKW-Gebäude)
Punkt & Gut so !

... und ergänzend:

pdfBUND_Eckpunkte_Freigabe_radioaktiver_Stoffe_oktober_2016.pdf

pdf18-16-539-g_anhoerung_strahlenschutzg_bund-data.pdf

für weiteres - siehe:

Atommüllkonferenz
11. Konferenz
Samstag, 2. September 2017
11.00 – 17.00 Uhr
Volkshochschule Kassel
Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

Terrorgefahren bei Atomanlagen
Die unabhängige Expertin für Risiken von Atomanlagen Oda Becker hat in den letzten 15 Jahren mehrere Studien zu Terrorgefahren für AKW und Zwischenlager erstellt. Sie stellt verschiedene Angriffsszenarien für Atomanlagen dar, wie z.B. gezielte Flugzeugabstürze, Beschuss mit panzerbrechenden Waffen, Angriffe per Hubschrauber und die Risiken durch sogenannte „Innentäter“. Dabei wird auch die Renegade-Problematik behandelt.
Referentin: Oda Becker, Physikerin

Das neue Strahlenschutzgesetz
Welche Kritik besteht weiterhin? Was ändert sich? In welchen zeitlichen Abschnitten erfolgt das Inkrafttreten? Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
Referent: Dr. Werner Neumann (BUND)

www.atommuellkonferenz.de/konferenz/ 

übrigens: anderswo werden die selben Debatten und Kämpfe geführt:

Der Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser könnte Ende 2017 beginnen. Das meiste Material sei nicht kontaminiert, so der Betreiber. Deshalb könnte es bald im Straßenbau verwendet werden.

Der BUND fordert, Alternativen zum Rückbau zu prüfen. Dazu zählten der ­sichere Einschluss des Gebäudes mit einem Sarkophag wie in Tschernobyl sowie die sichere Einlagerung des radioaktiven Materials in einem Bunker auf dem Gelände. Die Unternehmenssprecherin beruft sich auf das Atomgesetz und winkt ab: „Es gibt keine Alternative zum Rückbau. Wir haben den Reaktor mehr als 30 Jahre lang sicher betrieben und werden ihn auch sicher abbauen.

www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-rueckbau-des-kernkraftwerks-unterweser-ab-ende-2017-_arid,1635983.html

AKW-Schutt aus Neckarwestheim: Vor Ort einlagern

(...) Es geht um jenes Material, das bei der Demontage anfällt, aber nicht zur Kategorie „Radioaktiv belastet“ gehört. „Freimessung“ lautet die Formel für die Freigabe bei den amtlichen Aufpassern. Damit ebnen sie den Weg auf eine normale Deponie. Das Misstrauen bei der kritischen Bevölkerung ist zu Recht groß. Auch das Vergraben von Giftmüll wurde einst als Fortschritt bejubelt. Von 320 000 dieser Altlasten in Deutschland ist nach Ansicht des Umweltbundesamts jede zehnte ein Sanierungsfall.

Die umstrittenen Überreste der AKW-Ära müssen nicht zwingend auf eine entfernte Deponie gekarrt werden, nur weil dies Paragrafen so vorsehen. Solange Bedenken bestehen, kann der Schutt dort bleiben, wo er anfällt. Platz gibt es genug. Die versprochene „grüne Wiese“ am Standort eines demontierten Reaktors ist sowieso nur eine Illusion.

www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/akw-schutt-aus-neckarwestheim_-vor-ort-einlagern-15566868.html

Nachdem in Brockdorf und Philippsburg ähnliche Probleme aufgetreten waren und ebenso in Block A der AKW-Ruine in Biblis, bequemten sich die Verantwortlichen im Block B auch mal eben nachzusehen ... war heraus kam war einigermaßen erschreckend, wenn auch - wie üblich "keine Gefahren für Beschäftigte und Umwelt" bestand: Nur - was ist ein Abwassersystem ? Ist es das erst kürzlich verlängerte Rohr zur Mitte des Rheins ? Was für Abwässer sind da gemeint (es war auch von radioaktiven Abwässern die Rede) ? Wer wird da aktiv (RWE, die "grüne" Frau Ministerin oder der TÜV)?

Dichtheit nach Außen nicht beeinträchtigt

In drei deutschen Kernkraftwerken, darunter das Kraftwerk Biblis Block A wurden Beschädigungen an Membranarmaturen im System zur Behandlung radioaktiver Abwässer festgestellt und der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet. Daraufhin wurden Inspektionen an vergleichbaren Armaturen im abgeschalteten Kernkraftwerk Biblis Block B durchgeführt. An drei Armaturen wurden nun ebenfalls Beschädigungen an den Membranen festgestellt, wodurch die innere Dichtheit nicht gewährleistet war.

Fragen über Fragen, die das sog. "Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" zu eigentlich zu behandeln hätte, ebenso die Frage nach den "Sonderbrennstäben" im Abklingbecken von Block B. Die stehen dort im Wasser, weil es immer noch keine Genehmigung für geeignete Castoren dafür gibt, was die Genehmigungsbehörde allerdings nicht daran gehindert hat, den Rückbau auch ohne Brennstofffreiheit in beiden Blöcken auszusprechen ! Immer an der Seite für RWE, immer bereit für "Rückbau für lau" ...

http://nibelungen-kurier.de/dichtheit-nach-aussen-nicht-beeintraechtigt/

... irgendwie merkwürdig ist es schon, dass von den 3 AKWs in der Printausgabe nicht mehr die Rede ist

Niebelungen-Kurier 16. 8. 2017

Auf den Artikel klicken für große Darstellung

Die Menschen in Rheinland-Pfalz haben einen ganz anderen Blick auf das rechtsrheinische hessische AKW Biblis - und das seit über 40 Jahren. Während die Leute in der Gurkenstadt alleweil gestopft wurden wie eine Weihnachtsgans - mit "sicheren" Arbeitsplätzen, üppigen Steuereinnahmen, Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen der Stadt; während sie tagaus tagein berieselt wurden von der RWE-Propaganda; gab es auf der linken Rheinseite z.B. in Worms (Ibersheim - direkt gegenüber des AKW) eine weitaus kritischere Wahrnehmung, was die Sicherheit der RWE-Profitmaschine vor ihrer Haustür und deren Gefahren durch den Austritt von Radioaktivität betrifft - auch bei den dortigen Politikern ... bis heute !

... nur merkwürdig, dass für den "atompolitischen Sprecher" der sPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden - der Herr Norbert Schmitt aus Zwingenberg - da nix zu verlauten gab beim sog."Infoforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" in Biblis am 14.08. ...

Held fordert Antworten zum AKW Biblis

Der Bundestagsabgeordnete ist mit den bisherigen Erklärungen zum Defekt am Abwassersystem des Atommeilers unzufrieden

Was Held aber für vollkommen unbefriedigend hält, ist die Tatsache, dass zwei Wochen nach dem Entdecken die Ursache dieses Defekts am Abwassersystem des AKW immer noch nicht abgeschlossen sind. „Da bin ich dann doch der Meinung, dass die Bevölkerung schneller über die Ursache informiert werden sollte. Zumal das auch nicht das erste Mal in diesem Jahr war, dass die RWE Power AG derartige Ereignisse melden musste.“

http://nibelungen-kurier.de/held-fordert-antworten-zum-akw-biblis/

AKW Abriss Broschüre

eine wirklich tolle Broschüre zum "AKW-Abriss":

pdfAKW-Abriss_Broschüre.pdf

gibts hier - nach dem Lesen weiß man Bescheid !

www.baesh.de/links-downloads