FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Belgien:

Die Belgier zum Abschalten auffordern, aber gleichzeitig Brennelemente (for profit) liefern - das ist die verlogene Heimtücke des deutschen Atomstaates:

AKW-Stillegung nicht länger verzögern

In den Druckbehältern der Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 waren in den vergangenen Jahren Tausende feiner Haarrisse gefunden worden. Im Druckbehälter eines Reaktors befinden sich die Brennstäbe, die dort unter hohem Druck Wasser erhitzen. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass es offenbar auch im Reaktor Tihange 1 Probleme gibt. Zwischen 2013 und 2015 hätten sich dort potentiell bedrohliche Zwischenfälle gehäuft, berichteten der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und das ARD-Magazin »Monitor« unter Berufung auf ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht.

Die Kritik von Bundes- und Landesregierungen an den belgischen AKW sei jedoch unglaubwürdig, solange diese weiter mit Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie mit angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau beliefert würden.

www.jungewelt.de/artikel/327733.akw-stillegung-nicht-l%C3%A4nger-verz%C3%B6gern.html


Belgien versorgt Bürger mit Jodtabletten
in Tihange mehren sich Vorboten für Atomunfall

Die Regierung in Brüssel stellt allen Belgiern Jodtabletten zur Verfügung. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, heißt es. Dabei häufen sich im Akw Tihange in der Nähe von Aachen die Vorboten einer Katastrophe.

(...) Die Äußerungen Jambons wirken beschwichtigend, da seit Anfang Februar publik wurde, dass sich im Reaktor Tihange 1 sogenannte Prescursor-Fälle häufen - so werden sogenannte Vorläuferereignisse für einen großen Atomunfall bezeichnet. Wie der WDR berichtete, ereigneten sich laut einem Schreiben der Brüsseler Atomaufsicht zwischen 2013 und 2015 insgesamt 14 Precursor-Fälle in belgischen Akw, davon mehr als die Hälfte im Reaktor Tihange 1. "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen", zitiert der WDR den ehemaligen Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer.

www.stern.de/panorama/weltgeschehen/akw-bei-aachen--vorboten-einer-katastrophe-in-tihange-7891234.html


Frankreich:

Fessenheim (fast wie einst in Biblis - man kann nur noch den Kopf schütteln):

Das Dorf, das die Atomkraft liebt

Feinde und Freude des Atomkraftwerks Fessenheim leben nah beieinander. Räumlich trennt sie nur der Rhein. Doch Welten liegen zwischen ihnen, wenn es um ihre Meinung zu diesen ältesten noch laufenden Atomreaktoren Frankreichs geht.

Auf der deutschen Rheinseite fordern Bürgerinitiativen und Politik seit Jahren vehement das Ende der Anlage. Die Argumente der baden-württembergischen Landesregierung: Bei einem schweren Unfall in Fessenheim, das unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze liegt, müsste das rund 20 Kilometer Luftlinie entfernte Freiburg komplett evakuiert werden. Zudem stehe das Atomkraftwerk nicht auf ewig festem Grund - rechtsrheinisch liege die erdbebenstärkste Region Deutschlands. Gegen Erdbeben seien die Reaktoren nur unzureichend gesichert.

Im Elsass dagegen kämpfen Politiker, Gewerkschaften und Anwohner wohl genauso erbittert um die Erhaltung des rund 40 Jahre alten Kraftwerks. Doch jetzt haben sie den Kürzeren gezogen. Politik und Betreiber EDF haben den Betriebsstopp der Anlage für Ende 2018 oder Anfang 2019 angekündigt - und in Fessenheim versteht man die Welt nicht mehr.

www.handelsblatt.com/politik/international/fessenheim-das-dorf-das-die-atomkraft-liebt/21025096.html


... alles immer sicher - wie auch in Deutschland:

Thermometer ausgeschaltet

Die französische Atomaufsicht ASN hat zu einer Störung im Akw Fessenheim von vergangener Woche weitere Details mitgeteilt. In Block 1 hatte ein Siedethermometer versagt, zu einer Temperaturüberschreitung war es aber nicht gekommen. Der Betreiber EdF stufte, wie berichtet, den Zwischenfall gegenüber der Aufsichtsbehörde auf dem niedrigsten Niveau der Skala für meldepflichtige Störfälle ein. Die ASN folgte dem.

www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/thermometer-ausgeschaltet--149450650.html


Cattenom:

EUROPÄISCHE PROTEST
BRÜCKENAKTION FÜR DIE SCHLIESSUNG ALLER ATOMANLAGEN

Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Am Samstag, den 10.03.2018 protestieren in einer EU-weiten Anti Atom Protest Brückenaktion ab 10:00 bis 11:30Uhr die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci aus Merzig und der Verein R.E.C.H. (Verein menschliche Kettenreaktion, Frankreich) in Zusammenarbeit mit 35 weiteren Anti Atom Bürgerinitiativen, Vereinen, Umweltschutzinitiativen & Parteien mit Anti-Atom Bannern/Banderolen, selbst kreierten Spruchbändern oder Fahnen auf Brücken, an Kreisverkehren oder an Kreuzungen.

Im Saarland protestieren die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci, Attac Untere Saar, KV Die LINKE Merzig-Wadern auf der Brücke in Mettlach, die über die B51 führt – Greenpeace Saar und BUND Saar vor der Johanneskriche in Saarbrücken sowie die Umweltgewerkschaft Regionalgruppe Saar vor der Europagalerie Saarbrücken. In Völklingen protestiert das Aktionsbündnis Frieden Völklingen im Kreisverkehr „Völklinger Platz“ vor dem Unesco Weltkuluturerbe Völklinger Hütte.

Die europäische Protest Brückenaktion beginnt im Südwesten Frankreichs. Von dort breitet sich der Protest, wie die Äste eines Baumes aus ; zwischen Montpellier & Marseille, zwischen Avignon & Valence, zwischen Valence & Lyon, zwischen Lyon & Macon, zwischen Macon & Metz bis zur luxemburgischen Grenze, weiter nach Luxembourg bis nach Belgien um Lüttich und Tihange in Aix la Chapelle und in den Niederlanden, sodann Richtung Deutschland nach Berlin, Trier, Völklingen, Saarbrücken, Merzig/Mettlach.

Die Anti Atom Vereinigungen zeigen mit dieser europäischen Protest Brückenaktion auf; – das Radioaktivität nicht an den Grenzen Halt macht; – das wir die hohen Risiken der 126 europäischen Reaktorblöcke in 14 europäischen Staaten, davon sind 83 länger als 30 Jahre am Netz, mitsamt ihren europäischen Gefahren der tödlichen Atomindustrie anprangern; – das wir die riskanten und unmenschlichen Laufzeitverlängerungen der atomaren Reaktoren verurteilen; – das wir Verstöße gegen EU Gesetze sehen, dass dem europäischen Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville die Betriebsgenehmigung von der ASN erteilt wurde, obwohl er nicht den Sicherheitsanforderungen entspricht; – das wir den Ausbau von AKWs und deren EU – Subventionen verurteilen.

Die Anti-Atom-Initiativen fordern auf EU-Ebene mit Dringlichkeit, dass aus sicherheitsrelevanten Gründen alle europäischen Atomanlagen sofort und unumkehrbar abgeschaltet werden; – aufgrund der zunehmenden Bedrohung und der steigenden Gefahren durch Unfälle, die auf die überalterten Atomanlagen zurück zu führen sind. – das es jederzeit möglich ist, dass ein GAU nicht nur durch menschliches Versagen oder durch einen Unfall in einem AKW ausgelöst werden kann, sondern auch durch einen Terrorangriff, Flugzeugabsturz; – die Beendigung des Endlagerprojekts für atomare Abfälle in Bure, aufgrund der gefährlichen und unsicheren Lagerung von Atommüll, der zudem Millionen von Jahren gelagert werden muss.

cattenomnonmerciorg.wordpress.com/startseite-2/

Sicherheitsmassnahmen gegen Terror auf AKW

Drei deutsche AKW wurden anfangs der Woche evakuiert – wegen Terrorverdachts durch ein Flugzeug. Es handelte sich glücklicherweise beim Renegade-Fall um einen Fehlalarm. Obwohl die Verantwortlichen alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten taten, ist die Sicherheitslage der AKW nicht ausreichend. Kraftwerksbetreiber bedienen sich verschiedener Argumente und Maßnahmen.

Sicherheitslage kritisch
Zu den möglichen Maßnahmen gehört die Vernebelung, bei der ein AKW von undurchsichtigem Nebel umschlossen wird. Die Methode, sich in Kombination mit dem Stören der GPS Signale „unsichtbar“ zu machen, stammt aus der Marine und Manövern auf See, bei denen ein Schiff seine Position verschleiert. Anders als ein Schiff kann ein AKW aber nicht seinen Standort wechseln und so stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme. Das bestätigt Heinz Smital, Kampaigner von Greenpeace Deutschland: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Vernebelung die Kühltürme nicht vollständig einnebelt. Damit bleibt die Position des Reaktors genau berechenbar.“

www.mensch-und-atom.org/index.php/de/item/229-sicherheitsmassnahmen-gegen-terror-auf-akw

AKWende ButtonPresseerklärung vom 12. 3. 2018:

Castor-Transporte nach Biblis
AK.W.Ende Bergstrasse: "Atompolitische Geisterfahrt"

Mit dem RWE-Antrag zur Rückholung und Einlagerung von bis zu 7 Castoren aus der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield/England ins Standort-Zwischenlager Biblis vom September 2017 wurde nach Meinung der Anti-Atominitiative AK.W.Ende Bergstrasse "eine weitere Etappe der atompolitischen Geisterfahrt von Politik und Atomwirtschaft eingeleitet." Die Gruppe erinnerte bei ihrer Sitzung im März in Bensheim daran, dass der damalige Landrat Wilckes (CDU) und sein Vize Matthias Schimpf (Grüne) sich ebenso wie der Bibliser Bürgermeister Kusicka noch im August 2015 vehement gegen den Transport nach Biblis ausgesprochen hatten. AK.W.Ende weiter: "Während die grüne Hessische Umweltministerin Hinz von einer "moralischen Pflicht" zur Zwischenlagerung sprach, hielt es Ministerpräsident Bouffier noch im Januar 2014 für "nicht zielführend, Castor-Transporte aus dem britischen Sellafield, die wir mit tausenden Polizeibeamten absichern müssen, von der Küste aus hunderte von Kilometern durchs Land zu schicken." (FR v. 06.01.2014). Biblis-Kraftwerksleiter Kemmeter schließlich wird noch im April 2015 in der Regionalpresse mit den Worten zitiert: "Platz für Rücktransporte von Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague... und Sellafield... sei nicht vorhanden." (Bergsträsser Anzeiger v. 11.04.2015)."

Trotzdem hätten die Befürworter der Rücktransporte der Öffentlichkeit weismachen wollen, die Castor-Transporte müssten aufgrund völkerrechtlich bindender Verträge zügig erfolgen. Jetzt sollen die Transporte der insgesamt 26 Castoren ab 2019 beginnen, so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler weiter.

Tatsächlich war die "Wiederaufarbeitung" für AKW-Betreiber und Politiker von Beginn an eine zumindest zeitweise Entschärfung des bis heute andauernden Atommüll-Desasters, für das es immer noch keine Lösung gibt, heißt es abschliessend.

Zur Ergänzung von mir 3 Anmerkungen:

  1. "Wiederaufbereitung" war ja für beide Seiten von Interesse: La Hague und Sellafield sind in erster Linie Atombombenfabriken. Es ging Franzosen und Briten ums Plutonium. Folge: beide Orte sind weiträmig verseucht (insbesondere die Meere) ...
  2. Wilkes ließ sogar gegen das Zwischenlager in Biblis CDU-Traktoren fahren und einen Flieger mit der Parole dagegen aufsteigen - ja, der Wilkes hatte wenigstens einen Arsch in der Hose - im Gegensatz zu seinem feigen Nachfolger:
    www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-buerstadt-feldzug-gegen-zwischenlager-_arid,163535.html
  3. die "vökerrechtlich bindenden Verträge" entpuppten sich nach einer "kleinen Anfrage" der LINKEN im Bundestag als "mündliche Noten" (???) - wir sollten uns an das Außenministerium wenden ...

hier noch ein link zu aktuellen Lage:

umweltfairaendern.de/2018/03/akw-brokdorf-hochradioaktiver-atommuell-aus-sellafield-noch-2018/

... und wer mal nachlesen will, was da mal war - denn we weiß das schon nach über 40 Jahren:

www.hr-online.de/website/archiv/2011/index.jsp?rubrik=70920&key=standard_document_43292694


Presseerklärung vom 15.03.2018#

Zweites "Dauerlager" in Biblis?

"Nun ist es amtlich", schreibt AK.W.Ende Bergstrasse in einer Stellungnahme zu aktuellen Meldungen, wonach das einzige bisher genehmigte Atommüll-Endlager Deutschlands, der Schacht Konrad bei Salzgitter, noch einmal mindestens 5 Jahre später als geplant fertig wird. Eine entsprechende Nachricht verbreitete Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, vor wenigen Tagen. AK.W.Ende Bergstrasse erinnert daran, dass das im Bau befindliche 2. Standort-Zwischenlager in Biblis für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und Reststoffe, dessen baurechtliche Genehmigung ohne Umweltvertraglichkeits-Prüfung und Öffentlichkeits-Beteiligung erteilt wurde, mit der Massgabe eines "Abflusses zum Endlager Schacht Konrad" (so Kraftwerksleiter Kemmeter in der Regionalpresse im Juni 2016) errichtet wird. "Schon damals war die Verfügbarkeit von Schacht Konrad von 2019 auf 2022 verschoben worden, weil es bis heute massive Probleme bei der Standfestigkeit der Schächte des ehemaligen Eisenerzbergwerks und Wassereinbrüche gibt", so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler. "Ursprünglich war die Einlagerung des Atommülls in die Schachtanlage, deren Auswahl nie Ergebnis eines Vergleichs verschiedener Standorte nach klaren Kriterien war, schon für Anfang der 1990er Jahre vorgesehen. Die Planungen stammen aus dem 1980ern, entsprechen also schon lange nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Nur der Hartnäckigkeit der "Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad", die seit 30 Jahren die Aktionen gegen das Atommüll-Projekt koordiniert, ist es zu verdanken, dass es jetzt wenigstens zu einer Überprüfung sicherheitsrelevanter Anforderungen kommt."

Für AK.W.Ende Bergstrasse zeigt sich auch in diesem Zusammenhang einmal mehr: "Zu Hoch-Zeiten der Atomenergie erweckten die "nuklearen Zwillinge" Politik und Atomwirtschaft den Eindruck, die "Entsorgung" des wachsenden Atommüll-Bergs sei kein Problem. Die Zeche zahlt jetzt die Bevölkerung. Möglicherweise mit einem 2. "Dauerlager" in Biblis."


T E R M I N E

Montag, 09. April, 18.00 Uhr: Info-Forum zum Biblis-Abbau im Bürgerzentrum Biblis
und
Montag, 09. April, 19.00 Uhr: Bensheimer "Grüne Runde" der GLB im Präsenzhof: "Erhard Renz über das Biblis-Forum"

(Anmerkung dazu: Entweder sind die Grünen nicht in der Lage, Termine vernünftig abzustimmen oder sie räumen dem von "ihrer" Ministerin einst initiierten "Forum für Bürgerbeteiligung und Transparenz" keinen großen Stellenwert ein)

Montag, 16. April, 19.00 Uhr: AK.W.Ende-Sitzung im Präsenzhof

schon mal geteilt – für alle, die es wissen ... und danach handeln wollen!

versteckt - verteilt - verharmlost

Atomausstieg? Aber alles strahlt weiter. Beim geplanten Abriss der Atommeiler fällt nicht nur hochradioaktiver Atommüll an, sondern auch zahlreiche kontaminierte bzw. leicht strahlende Abfälle, die nicht endgelagert werden sollen. Derartige kontaminierte Beton- und Stahlabfälle dürfen unterhalb einer Radioaktivitäts-Schwelle entweder schlicht recycelt oder aber deponiert werden. Damit werden diese gering strahlenden Abfälle in der Umwelt verbreitet. Die „Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee“ (BAESH) hat eine Broschüre zu dem Thema vorgelegt, die auch online verfügbar ist.

umweltfairaendern.de/2017/06/versteckt-verteilt-verharmlost-broschuere-zum-akw-abriss-und-atommuell/

RWE Veranstaltung 27.02.2018RWE lädt ein ... und macht damit in Eigenregie das, was das "grüne" Umweltministerium mit dem sog. "Informationsforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" in den Sand gesetzt hat; denn was sollen irgendwelche Kasper, die sich da im Forum den Hintern platt gedrückt (ich denke da z.B. an den atompolitischen Sprecher der sPD im hessischen Landtag - Norbert Schmitt oder an die Atomexpertin der Grünen in eben diesem Gremium unserer "repräsentativen Demokratie" - Ursula Hammann) und eigentlich nix zum Thema beigetragen haben.

Jetzt läd RWE selbst ein und läßt den Pseudo-Schnickschnack einfach weg!

Für Atomkraftgegner geht es da schon um ein paar wichtige Punkte:

  1. Wird der Job - staatliches Zwischenlager auf RWE-Gelände - an RWE "untervergeben" und wenn ja: zu welchem Preis ?
  2. wie sieht die Schnittstelle zwischen Atommüllverursachern (RWE) und Atommüllverwaltern (Atomstaat) zukünftig aus ?
  3. wer ruft die Polizei bei Aktionen gegen Atommülltransporte oder auch "freigemessenem" Material zu den Müllkippen des Kreises - RWE oder BGZ ?
  4. wie wird die Langzeitsicherheit der (nun in Staatbesitz befindlichen) Castoren gewährleistet, wo doch das Umweltministerium in Wiesbaden stur darauf beharrt, dass auch über 2040 hinaus keine Probleme mit dem Altern der Castoren zu erwarten ist. "Heiße Zellen" hält man für entbehrlich. Immerhin wird mit einem Zeitraum von bis zu 80 Jahren zu rechnen sein ...
  5. Die Castortransporte aus der Atombomben-Fabrik Sellafield - wann soll das genau über die Bühne gehen ?

RWE ist fein raus ... muss sich nur noch mit dem Rückbau befassen - da braucht man eh keine allzu neugierige Öffentlichkeit- dank der Kooperation des "Hinz"-Ministeriums ist das auch gewährleistet !

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-rwe-laedt-zum-fokustag-_arid,1201991.html

... und prompt folgen die Gefälligkeits-"Berichte" der Qualitätsmedien der Region:

Castor-Behälter aus England nach Biblis

Dort, im sogenannten Standort-Zwischenlager, sollen die in massiven Castor-Behältern eingeschlossenen abgebrannten Kernbrennstäbe verwahrt werden, bis in Deutschland ein sicheres Endlager für die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters gefunden und eingerichtet ist. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Suche, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurde, spätestens 2031 beendet sein. Bis das Lager in Betrieb genommen wird, in dem der hoch radioaktive Atommüll aus Reaktoren eine Million Jahre lang unterirdisch lagern kann, werden nach Erwartung der Fachleute allerdings nochmals 20 Jahre vergehen.

www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/castor-behaelter-aus-england-nach-biblis_18557986.htm


... und dass die Blöcke des AKW Biblis vor sich hin bröseln, zeigt diese Meldung – aber natürlich (wie immer) kein Problem:

Risse an Laufrädern von Reaktorkran

Im abgeschalteten Block B des Atomkraftwerks Biblis sind Risse an Laufrädern des Reaktorrundlaufkrans festgestellt worden. Die Laufräder gehörten aber nicht zu den sicherheitstechnisch relevanten Bauteilen des Krans, teilt der Betreiber RWE am Montag mit.

„Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.“ Der Rundlaufkran diene dazu, innerhalb des Reaktorgebäudes schwere Lasten zu bewegen. „Die Tragfähigkeit und der sichere Betrieb des Krans waren jederzeit gewährleistet.“

www.fr.de/rhein-main/atomkraftwerk-biblis-risse-an-laufraedern-von-reaktorkran-a-1456400

Mit der "Freimessung" steht & fällt das Rückbau-Konzept der AKW-Betreiber und damit des Atomstaates Deutschland. Die Mülldeponien der Landkreise müssen die nopch schwach strahlenden Atom-Abfälle aufnehmen, die mehr oder minder unter einen willkührlichen und manipulierten "Schutzwert" (Grenzwert 10 MikroSievert) gebracht wurden.

Weit über 90% können so "aus dem Atomrecht entlassen" werden und in den sog."Stoffkreislauf" rückgeführt werden. Dass die Stahöwerke für ihren Schrott mitlerweise radiologische Eingangsprüfungen durchführen, ficht die beamteten Komplizen der Atomkonzerne nicht an. Nur immer mehr betroffene Bürger und deren Kommunalvertreterfinden das nicht so lustig, dass das Zeug jetz bei Wind untd Wetter bei ihnen (zwar schwach), aber messbar vor sich hinstrahlt. Es gibt genügend Studien, die der behaupteten Harmlosigkeit von "Niedrigstrahlung" widersprechen - aber: das juckt die "Experten" nicht (ihre Behörden sind vielfach von GRÜNEN geleitet - wie in Hessen) - sie haben ja ihren Auftrag: Weg mit dem Atommüll - so billig wie möglich.

Freigemessene Abfälle dürfen auf Deponien in Schwieberdingen und Vaihingen/Enz - Ministerium erteilt Freigabe

Das Umweltministerium hat der EnBW die Freigabe dafür erteilt, Bauschutt aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim I auf den Deponien "Am Froschgraben" in Schwieberdingen und "Burghof" in Vaihingen/Enz zu beseitigen. Die EnBW hat nun mittels Messungen für jede einzelne Liefercharge nachzuweisen, dass der Bauschutt die Freigabewerte der Strahlenschutzverordnung des Bundes einhält (sogenanntes Zehn-Mikrosievert-Konzept).

www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-atommuell-aus-neckarwestheim-jede-einzelne-muell-charge-wird-genau-kontrolliert-_arid,339231.html


 Wie viel Prüfung braucht die Überprüfung?

Die Freimessung, die einem konventionellen Abtransport und einer Deponierung von Abbaumaterial aus dem Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) vorausgeht, hat schon für viele Diskussionen gesorgt. Wie viel Reststrahlung ist unbedenklich? Was kann zurück in den Kreislauf, was auf eine Deponie? Derlei Fragen beschäftigten in der jüngeren Vergangenheit die in den Rückbau Involvierten ebenso wie kritische Bürger und auch allerlei Experten. Nun schaltet sich - einmal mehr - die Initiative "AtomErbe Obrigheim" in die Diskussion ein. Und beklagt, dass die Überprüfung des Abbaumaterials selbst nur unzureichend geprüft wird. Die Geräte, mit denen die Freimessung am KWO vorgenommen werde, seien nämlich nicht geeicht, so die Initiative.

www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-kernkraftwerk-obrigheim-wie-viel-pruefung-braucht-die-Ueberpruefung-_arid,342229.html

Terroralarm hier – Terroralarm da ... Die Kriege, die Europa in viele Länder Afrikas und des Nahen Ostens getragen hat, schlagen zurück ... die Medien überziehenen uns mit hysterischen Drohszenarien !

Nur bei den AKWs hört man nix – als wäre nicht gerade dort Alarmismus angesagt !
Neben den hier benannten Gefahren aus der Luft, sind heute Handraketen "ausgereift", die in jedes Zwischenlager Löcher brennen können (Hohlladungen) und erst im Inneren explodieren ...

Atomanlagen als Terrorziele

Wie gut sind Atomanlagen gegen Anschläge geschützt? Klar ist, den (gezielten) Einschlag einer schweren Passagiermaschine würde kein deutsches Atomkraftwerk überstehen. Ein weiterer Grund, warum diese unverantwortliche Technologie sofort abgeschaltet gehört.

Doch nicht nur die Atommeiler, auch die vielen Zwischenlager mit dem in Castor-Behältern verpackten hochradioaktivem Atommüll, zwölf davon direkt neben den AKWs, vier weitere in Ahaus, Jülich, Gorleben und bei Lubmin, bergen mit ihrem enormen radioaktiven Inventar Katas­trophenpotential.

Neue Terrorszenarien haben die Bundesregierung 2011 veranlasst, die bestehenden Zwischenlager, in denen der hochaktive Atommüll in Castor-Behältern aufbewahrt wird, nachzurüsten. Von »Härtungen« ist die Rede. Einzelheiten sind jedoch streng geheim, Genehmigungen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt.

Bislang werden erst an wenigen Zwischenlagern neue Schutzwände errichtet, um Angriffe mit panzerbrechenden Waffen abzuwehren. Es wird noch Jahre brauchen, bis für alle Zwischenlager diese Nachrüstungen umgesetzt sind, und selbst dann bleibt die Frage: Reichen diese Maßnahmen aus? Für die Öffentlichkeit, für unabhängige Experten und sogar Richter ist das kaum mehr nachprüfbar.

Mit seinem 2015 rechtskräftig gewordenen Urteil hob das Oberverwaltungsgericht in Schleswig die Genehmigung für das Zwischenlager in Brunsbüttel auf: »Die Beklagte hat bei der Erteilung der Genehmigung für das streitgegenständliche Standortzwischenlager das erforderliche Maß des Schutzes gegen terroristische Einwirkungen in Gestalt eines gelenkten Absturzes eines Verkehrsflugzeuges auf das Zwischenlager fehlerhaft ermittelt und bewertet.«

www.jungewelt.de/artikel/328155.atomanlagen-als-terrorziele.html


Und so sieht sie aus - die Terrorsicherheit in Deutschlands AKWs:

Niedersachsens Kernkraftwerke nach Tippfehler im Flugzeug evakuiert

Drei Atomkraftwerke in Niedersachsen sind nach einem Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine am Montag alarmiert worden. Sie mussten vorübergehend evakuiert werden.

Weil der Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug unterbrochen war, sind am Montag mehrere deutsche Atomkraftwerke (AKW) vorübergehend evakuiert worden. In Norddeutschland waren unter anderem die AKW in Grohnde und Brokdorf sowie die abgeschaltete Anlage Unterweser nördlich von Brake betroffen. Der Vorfall wurde erst am Dienstag bekannt.

Der sogenannte Renegade-Alarm wurde am frühen Montagvormittag gegen acht Uhr ausgelöst. Renegade – das englische Wort für Abtrünniger oder Deserteur – ist der Nato-Code für ein Verkehrsflugzeug, das von Terroristen entführt sein und als Waffe für einen Anschlag verwendet werden könnte.


Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt

Wegen eines sogenannten „Renegade“-Falls sind am Montag alle drei Atomkraftwerke in Niedersachsen geräumt worden. Der Pilot einer Lufthansa-Maschine hatte bei der Eingabe eines Codes einen Fehler gemacht und so den Alarm ausgelöst.

www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Renegade-Fall-Atomkraftwerke-in-Niedersachsen-geraeumt


... und die GRÜNEN in der Opposition (siehe "Schacht Konrad") schimpfen, seit sie nicht mehr den Umweltminister (Wenzel) stellen - wenn sie irgendwann mal wieder gewählt werden, ist alles vorbei:

Risiko für Angriff auf AKW bleibt bis zum Ende der Laufzeit

In dieser Woche wurde das Atomkraftwerk Grohnde erneut wegen eines "Renegade-Falls" evakuiert. Der Verdacht einer Flugzeugentführung entpuppte sich zwar als falscher Alarm. Trotzdem zeigt der Fall: Der Bund muss die Regeln für Renegade-Fälle überarbeiten. Das hatte Niedersachsen vor längerer Zeit angemahnt. Bis das Atomkraftwerk komplett zurückgebaut und ein Endlager gefunden ist, besteht weiterhin die Gefahr von Nuklearunfällen. Terroristische Anschläge bleiben ein Bedrohungsszenario auch für Zwischenlager, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Die grüne Landtagsabgeordnete Anja Piel aus Fischbeck merkt dazu an: "Niedersachsen hat die Zuständigkeiten beim Katastrophenschutz in der letzten Legislaturperiode neu geordnet. Die Umsetzung ist aber noch nicht abgeschlossen." Auf eine aktuelle grüne Landtagsanfrage antwortete Landesinnenminister Boris Pistorius, dass die Notfallpläne bis Ende 2020 überarbeitet werden sollen. Piel verweist darauf, dass das Atomkraftwerk Grohnde spätestens im Jahr 2021 abgeschaltet wird: "Die Gefahr aber nicht gebannt, solange im Landkreis noch Brennelemente gelagert werden. Und ein aktualisierter Katastrophenschutzplan kann keine terroristischen Anschläge verhindern, sondern regelt nur den Umgang mit einer solchen Katastrophe."

www.dewezet.de/startseite_artikel,-piel-risiko-fuer-angriff-auf-akw-bleibt-bis-zum-ende-der-laufzeit-_arid,2442202.html

www.neue-woche.com/lokales/nachrichten-emmerthal/notfallplaene-fuer-akw-grohnde-nicht-sicher-angriffsrisiko-bis-ende-der-laufzeit