FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


Mahnwachen:

AKWende Button„Die Bürgerinitiative AK.W.ENDE Bergstraße lädt zur Teilnahme an der Fukushima-Mahnwache am Montag (4.9.) um 18 Uhr auf die Mittelbrücke in der Bensheimer Fußgängerzone ein. Diskussionsthema ist der Streit zwischen dem Landrat im Neckar-Odenwald-Kreis Achim Brötel und dem grünen Umwelt-Minister Franz Untersteller in Baden-Württemberg. Herr Brötel ist für die kommunalen Mülldeponien zuständig. Er weigert sich, den teils radioaktiven Müll aus dem abgerissenen AKW Obrigheim auf die Deponie Buchen anzunehmen. Laut Atomgesetz darf Abrissmüll, der unter einer bestimmten radioaktiven Grenze gemessen wurde, auf üblichen Mülldeponien entsorgt werden. Während der Minister dies für unbedenklich hält und dem Landrat persönlich mit Schadenersatzzahlungen droht, weist Herr Brötel auf die Entschließung des 120. Deutschen Ärztetages sowie auf die Ärztekammer in BW hin, die die Lagerung von strahlenden Abfällen auf konventionellen Mülldeponien ablehnen und eindringlich vor einer Verharmlosung der Strahlenrisiken warnen.“

„Die Bürgerinitiative AK.W.ENDE Bergstraße lädt zur Teilnahme an der Fukushima-Mahnwache am Montag (18.9.) um 18 Uhr auf die Mittelbrücke in der Bensheimer Fußgängerzone ein. Diskussionsthema ist die Presseerklärung der Aachener IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) vom 4.9. Nachdem für den Fall einer Atomkatastrophe in den maroden belgischen AKWs Tihange und Doel vorsorglich Jodtabletten an die privaten Haushalte im Raum Aachen ausgeteilt werden, fordern die Ärzte weiterhin, die Tabletten auch an Schulen und in Kindergärten zu lagern. Dahingegen ist die Bezirksregierung Köln der Ansicht, pädagogisches Personal sei für die sachgerechte Lagerung und Ausgabe der Kaliumjodid-Tabletten im Katastrophenfall nicht geeignet und sendete entsprechende Schreiben an die Schulleitungen. Die IPPNW Ärztegruppe kritisiert diese Blockade durch die Bezirksregierung und warnt davor, dass die Einnahme der Jodtabletten zu Hause zu spät sei, wenn die Kinder und Jugendlichen erst mal durch die radioaktive Wolke gelaufen sind. Die Ärzte erinnern auch an die Empfehlung der Strahlenschutzkommission von 2015, die Ausgabe der Tabletten an die Minderjährigen durch Lehrer oder anderes Betreuungspersonal zu ermöglichen und dazu alle juristischen sowie administrativen Hindernisse auszuräumen.“

„Die Bürgerinitiative AK.W.ENDE Bergstraße lädt zur Teilnahme an der Fukushima-Mahnwache am Montag (25.9.) um 18 Uhr auf die Mittelbrücke in der Bensheimer Fußgängerzone ein. Diskussionsthema sind die vom BUND erstellten Eckpunkte zur Freigabe radioaktiver Stoffe. Darin kritisiert der BUND die Freigabe-Regelung, d.h. dass Stoffe, die unterhalb bestimmter radioaktiver Werte gemäß § 29 der Strahlenschutzverordnung gemessen werden, aus der Überwachung des Atomgesetzes entlassen werden. Somit dürfen solche Materialien, z.B. aus dem AKW-Abriss, in den Wertstoffkreislauf oder auf normale Mülldeponien gelangen. Dies widerspräche dem Strahlenschutzprinzip, nach dem jede zusätzliche und vermeidbare Strahlenbelastung zu unterbleiben habe. Außerdem fallen bei einem AKW Abbau große Massen solcher noch strahlenden Abfallprodukte an. Die Menge wird noch größer durch die gleichzeitige Stilllegung von acht Reaktoren. Der BUND fordert einen gesonderten Entsorgungsweg für schwächer radioaktive Materialien wie z.B. in Frankreich. Zu diesem Thema – Verharmlosung der Freimessung und Niedrigstrahlung - referiert Rainer Scheffler von der MenschenrechtsInitiative Bergstraße e.V. / MIB am Mittwoch, 27.9. ab 19.00 Uhr im Bensheimer Haus am Markt.“

„Die Bürgerinitiative AK.W.ENDE Bergstraße lädt zur Teilnahme an der Fukushima-Mahnwache am Montag (2.10.) um 18 Uhr auf die Mittelbrücke in der Bensheimer Fußgängerzone ein. Es wird über die gut besuchte Veranstaltung der Menschenrechtsinitiative Bergstraße/MIB e.V. vom 27.9. in Bensheim berichtet, in der Rainer Scheffler über die Problematik von freigemessenem AKW Abrissmüll referierte. Er gab zu bedenken, dass § 29 der Strahlenschutzverordnung erlaubt, AKW Abrissmaterialien, die einen bestimmten radioaktiven Wert unterschreiten, mit ihrer Reststrahlung auf normale Mülldeponien oder sogar in den Wertstoffkreislauf gegeben werden dürfen. Der Gesetzgeber habe einfach die Strahlung für die Bevölkerung als gesundheitlich unbedenklich deklariert und die radioaktiven Werte für die erlaubte Belastung willkürlich festgelegt, um die Gesamtmenge des Atommülls, der nach dem Atomgesetz entsorgt werden muss, juristisch zu verringern. In diesem Sinn äußerten auch Gäste der Veranstaltung, Mitglieder einer Bürgerinitiative aus Schaafheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg, ihre Sorge, dass AKW Bauschutt in ihrer Umgebung im Recycling verarbeitet werden und unerkennbar in den Kreislauf gelangen könnte.“

„Die Bürgerinitiative AK.W.ENDE Bergstraße lädt zur Teilnahme an der Fukushima-Mahnwache am Montag (16.10.) um 18 Uhr auf die Mittelbrücke in der Bensheimer Fußgängerzone ein. Diskussionsthema ist ein Bericht von Frau Prof. Schmitz-Feuerhake, Physikerin, in der Zeitschrift „Umwelt Medizin Gesellschaft“ 3/2017, in dem sie die Stellungnahme zum Strahlenschutzgesetz, die sie zusammen mit dem BUND letztes Jahr erstellt hat, zusammenfasst. Darin kritisiert sie, dass der Bundestag dieses Jahr ein neues Strahlenschutzgesetz gebilligt hat, das auf veralteten Publikationen der ICRP (International Commission on Radiological Protection) aus dem Jahr 2007 basiere. Während die ICRP auf der alten Behauptung beharre, dass radioaktive Dosis bei hoher Dosisleistung wie in Hiroshima und Nagasaki stärker krebserzeugend wirkt als eine kumulative nach einer Langzeitexposition, ergebe sich aber genau das Umgekehrte in großen Studien an Nukleararbeitern, die innerhalb der gesetzlich zulässigen Dosis-Grenzwerte messbar vermehrt an Krebs erkrankten. Weitere Erkenntnisse der internationalen Forschung zu den Folgen der Tschernobyl Katastrophe würden ignoriert. Es bliebe eine wichtige Aufgabe, den Widerstand gegen überkommene Strahlenschutznormen fortzusetzen und die ständig steigende Strahlenbelastung z.B. durch die medizinische Diagnostik einzudämmen.“


Presseerklärungen:

Castor-Behälter nach Biblis

AK.W.Ende: "Zusätzliche Belastung mit Atommüll"

"Noch im Sommer hatten die Energiekonzerne trotz angeblich "dringender verbindlicher Rückholverträge" beim Rücktransport von insgesamt 26 Castorbehältern aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien die Ruhe weg", schreibt AK.W.Ende Bergstraße in Reaktion auf Pressemitteilungen, wonach der Energiekonzern RWE bis zu sieben der Castoren aus Frankreich und England ab 2019 im Standort-Zwischenlager Biblis einlagern will. Sowohl AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler als auch Volker Ahlers, Vorsitzender des Vereins "Atomerbe Biblis" e. V. sehen bei Transport und Einlagerung "erhebliche zusätzliche Risiken und Belastungen für die Bevölkerung" und erinnern daran, dass die Betriebsgenehmigung für das Zwischenlager in Biblis 2046 erlischt. "Allein die Suche nach einem Endlager soll offiziell mindestens 15 Jahre dauern. Experten gehen indes von wesentlich längeren Zeiträumen aus", so Scheffler und Ahlers. Biblis B sei noch immer nicht "kernbrennstofffrei", für die dort befindlichen Sonderbrennstäbe seien noch keine speziellen Castoren mit zusätzlichen Innenbehältern genehmigt, heisst es weiter.

> Scheffler und Ahlers sehen die jetzt gestellten Transport-Anträge von RWE im Zusammenhang mit der Neugründung von Fachbehörden und der Verlagerung von Zuständigkeiten: "Der Betrieb der Standort-Zwischenlager erfolgt ab 2019 durch die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ). Die Einlagerung der Castoren geschieht also unter Verantwortung des Bundes." Für die Bergsträßer Anti-Atom-Initiativen "eine weitere Aushebelung des ursprünglich im Atomgesetz festgelegten Verursacherprinzips zu Lasten und auf Risiko der Bürgerinnen und Bürger".

Rainer Scheffler - Sprecher AK.W.ENDE (01.10.2017)

Friedensnobelpreis für ICAN

AK.W.Ende Bergstrasse: "Vollständiger Atomausstieg jetzt!"

Für die AtomkraftgegnerInnen von AK.W.Ende Bergstrasse ist es ein bizzares Szenario: 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke vom Netz sein, aber für Forschungsreaktoren sowie für die Urananreicherungsanlage in Gronau/Westfalen und die Brennelementefabrik in Lingen gelten keine Ausstiegstermine. Sie sind vom Ausstiegsbeschluß nicht erfasst. Für AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler (Bensheim) "muß gerade vor dem Hintergrund der Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN, die Internationale Kampagne zur Ächtung von Atomwaffen, klar sein, daß das Thema hierzulande wieder auf die Tagesordnung gehört. Denn in einigen Forschungsreaktoren wird hoch angereichertes Uran-235 (HEU) als Brennstoff benutzt, das sich auch für Atombomben eignet und möglicherweise wieder in den internationalen Proliferationskreislauf der nuklearen Waffentechnik eingespeist werden kann." Scheffler nennt insbesondere den Forschungsreaktor München (FRM), der als FRM II für die Verwendung von hoch angereichertem Uran konzipiert wurde, weil die hier entstehende Neutronenstrahlung angeblich für wissenschaftliche Experimente besser geeignet ist. AK.W.Ende Bergstrasse sieht auch "die Anreicherungstechnologie der Firma Urenco zur Herstellung atomwaffenfähigen Materials geeignet". Urenco ist Betreiber der Urananreicherungsanlage in Gronau/Westfalen. Sie gehört zu gleichen Teilen dem britischen Staatsunternehmen Britisch Nuclear Fuels, dem niederländischen Staatsunternehmen Ultra Centrifuge Nederland sowie der deutschen Uranit GmbH, einer RWE- und Eon-Tochter.

Die Atomgegner von AK.W.Ende haben allerdings wenig Hoffnung, dass sich zukünftig am Status quo etwas ändern wird. Die Bundesregierung hatte im Juli den von immerhin 122 Mitgliedsstaaten der UN unterzeichneten Vertrag zum Verbot atomarer Waffen boykottiert. Noch immer sind bei Büchel US-Atomwaffen stationiert, obwohl ein Beschluß des Deutschen Bundestages vom 26. März 2010 den Abzug fordert. Und: Die Atomfabriken in Gronau und Lingen sowie die Forschungsreaktoren haben "unbefristete bestandskräftige Genehmigungen".

Rainer Scheffler - Sprecher AK.W.ENDE

100 Jahre Zwischenlager?

AK.W.Ende Bergstrasse fordert neues Sicherheitskonzept für Biblis

Nach der Neuordnung der Zuständigkeiten für die Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll wird auch der Betrieb von Atommüll-Zwischenlagern neu organisiert. Anfang 2019 fallen alle 12 Zwischenlager an den AKW-Standorten in die Zuständigkeit der neuen bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ). Für AK.W.Ende Bergstrasse ist es deshalb "Zeit für ein zukünftiges neues Zwischenlagerkonzept, zumal die Betriebsgenehmigung für das Zwischenlager in Biblis 2046 ausläuft. Es ist offenkundig, dass neu genehmigt werden muss, weil man bis zur Betriebsbereitschaft eines möglichen Endlagers von einer Zwischenlagerungsdauer von insgesamt bis zu 100 Jahren ausgehen muss."

Weiter schreibt AK.W.Ende Bergstrasse: "Politik und Atomwirtschaft haben dieses Problem bislang ignoriert. Der neue Betreiber muss deshalb langfristige Konzepte entwickeln und die Öffentlichkeit daran beteiligen. Auch der verlängerten

Betriebsgenehmigung müssen Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung vorausgehen. Nachrüstungen müssen dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen." AK.W.Ende Bergstrasse sieht in Biblis "Sicherheitsdefizite insbesondere bei Einwirkungen von aussen (EVA), zum Beispiel Flugzeugabstürze etwa eines A 380 oder Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter (SEWD), z. B. durch einen gezielten terroristischen Flugzeugabsturz oder den Angriff mit panzerbrechenden Waffen neuesten Typs", so Sprecher Rainer Scheffler. In Deutschland müssen insgesamt etwa 1900 Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll zwischengelagert werden. Die Folgen von Zwischenlagerung über lange Zeiträume für die Castorbehälter, das Versagen von Dichtungen bzw. des Deckelsystems und die Erfordernis einer "heißen Zelle", eines Bereichs mit u. a. starker Strahlenabschirmung zur Reparatur- und Inspektionsmöglichkeit von Castoren, werde derzeit bei AK.W.Ende und anderen Initiativen intensiv diskutiert, heißt es abschliessend.Rainer Scheffler - Sprecher AK.W.ENDE (25.10.2017)


Veranstaltungen:

Reiner Scheffler/MIB, "Atomerbe Biblis“ und AK.W.ENDE Bergstraße:

Mittwoch, 27.9. ab 19 Uhr "Biblis-Abbau: "Freimessung" und Niedrigstrahlung. Ende der Verharmlosung" im Bensheimer Haus am Markt

"Freimessung": Ende der Verharmlosung

Informationsveranstaltung am 27. September in Bensheim

Seit dem 19. Juli wird das Atomkraftwerk Biblis A und B offiziell "zurückgebaut". Kraftwerksleiter Kemmeter und die grüne Umweltministerin Priska Hinz sind sich einig: Mindestens 98 % der Abbaumasse sind nicht kontaminiert oder unterschreiten auch durch Bearbeitung einen willkürlichen Grenzwert, der die sog. "Freimessung" und anschliessende "Freigabe" an Recyclingbetriebe, Müllverbrennungsanlagen oder Deponien erlaubt. Für die Initiativen AK.W.Ende Bergstrasse, den Verein "Atomerbe Biblis" e. V. und die MenschenrechtsInitiative Bergstrasse e. V. / MIB ist diese Vorgehensweise "mit erheblichen Risiken für die Bevölkerung verbunden. Denn: Ein Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung nicht schädlich wäre, existiert nicht!".

"Freimessung" und "Freigabe" auch ein Thema für Menschenrechtler? "Aber ja!", sagt MIB-Sprecher Rainer Scheffler und verweist auf das grundgesetzlich verbriefte "Recht auf körperliche Unversehrtheit jeder/ jedes Einzelnen." Die MenschenrechtsInitiative ist deshalb auch Mitorganisator der inzwischen zweiten Informationsveranstaltung von AK.W.Ende und Verein Atomerbe mit dem Titel "Biblis-Abbau: "Freimessung" und Niedrigstrahlung. Ende der Verharmlosung" am Mittwoch, dem 27. September 2017 ab 19.00 Uhr im Bensheimer Haus am Markt (Mehrzwecksaal). Nach einer ersten Veranstaltung in Biblis sind für 2017 noch Informationsabende in Heppenheim und Lorsch geplant.


Sitzung:

Nächste AK.W.ENDE Sitzung: 23.10. nach der Mahnwache; 18.30 Uhr; Ort steht noch nicht fest; evtl. Präsenzhof

Zeitgleich mit allen anderen Betreibern hat RWE nun den Rücktransport von 7 Castoren aus der Wiederaufbereitungs-Anlage von Sellafield beantragt - just unmittelbar nach der Bundestagswahl, weil dieses Thema ebenso wie der NATO-Aufmarsch an der russischen Grenze und die skandalösen Verarmungs-Aktivitäten der Koalition von cDUsPD und zur Schonung der olivGRÜNEN aus dem "Wahlkampf" herausgehalten werden sollte:

pdf2017-09-29_KW_Biblis_stellt_Antrag_auf_HAW_Rückführung_final.pdf

Die Position der AntiAtomBewegung im Lande ist - ganz im Gegensatz zu den olivGRÜNEN - glasklar:

NIX REIN, NIX RAUS - solange es kein ENDLAGER gibt !

Frankreich (La Hague) & Großbritanien (Sellafield) haben Uran und Plutonium aus den abgebrannten Brennstäben für ihre Atomwaffen gewonnen und die Atomfabriken (euphemistisch "Wiederaufbereitungs-Anlagen" genannt) vekommen lassen. Beide Meeres-Zonen sind übel radioaktiv kontaminiert und so wollen sie den Restdreck so bald wie möglich abschieben.
Aber seltsamerweise war nach dem erste Anlauf 2014 erst mal Ruhe ... angeblich zwar in sog. "mündlichen Noten" der Bundesregierung den Briten und Franzosen schnell zugesagt, gab es doch keine Eile ... nun plötzlich ist das Thema wieder da, denn es gibt noch mehr Castor-Baustellen:

a) der 3.Castortransportauf  dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim steht an
b) der Export nach USA der "Brennstoffkugeln" aus Jülich und Hamm-Uetrupp muss in dieser Legislaturperiode auch vom Tisch ...
c) tausende von Atomtransporten auf Schiene, Straße, Flüssen und Meeren müssen weiterhin möglichst geräuschlos gemanaged werden ...

und das bei Fortdauer der Atommüllproduktion über die nächste Bundestagswahl hinaus !
Da will man jetzt (noch weit vor der nächsten Hessenwahl) die Castor-Nummer abgehakt haben.
Pickant ist dabei, dass RWE zwar Antrag stellt, die Einlagerung im Castorlager vom AKW Biblis nach dem Atomdeal aber eigentlich nix mehr angeht, denn das Lager hat der Bund für lau dem Betreiber abgekauft ... RWE geht die sache nichts mehr an !

AK.W.ENDE schreibt dazu:


"Noch im Sommer hatten die Energiekonzerne trotz angeblich "dringender verbindlicher Rückholverträge" beim Rücktransport von insgesamt 26 Castorbehältern aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien die Ruhe weg", schreibt AK.W.Ende Bergstraße in Reaktion auf Pressemitteilungen, wonach der Energiekonzern RWE bis zu sieben der Castoren aus Frankreich und England ab 2019 im Standort-Zwischenlager Biblis einlagern will. Sowohl AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler als auch Volker Ahlers, Vorsitzender des Vereins "Atomerbe Biblis" e. V. sehen bei Transport und Einlagerung "erhebliche zusätzliche Risiken und Belastungen für die Bevölkerung" und erinnern daran, dass die Betriebsgenehmigung für das Zwischenlager in Biblis 2046 erlischt. "Allein die Suche nach einem Endlager soll offiziell mindestens 15 Jahre dauern. Experten gehen indes von wesentlich längeren Zeiträumen aus", so Scheffler und Ahlers. Biblis B sei noch immer nicht "kernbrennstofffrei", für die dort befindlichen Sonderbrennstäbe seien noch keine speziellen Castoren mit zusätzlichen Innenbehältern genehmigt, heisst es weiter.
Scheffler und Ahlers sehen die jetzt gestellten Transport-Anträge von RWE im Zusammenhang mit der Neugründung von Fachbehörden und der Verlagerung von Zuständigkeiten: "Der Betrieb der Standort-Zwischenlager erfolgt ab 2019 durch die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ). Die Einlagerung der Castoren geschieht also unter Verantwortung des Bundes." Für die Bergsträßer Anti-Atom-Initiativen "eine weitere Aushebelung des ursprünglich im Atomgesetz festgelegten Verursacherprinzips zu Lasten und auf Risiko der Bürgerinnen und Bürger".


Castor-Behälter sollen nach Biblis

Der Energiekonzern RWE will bis zu sieben Castor-Behälter auf dem Gelände des Standortzwischenlagers in Biblis aufnehmen, die aus dem Ausland zurückkommen. Daher hat RWE einen entsprechenden Antrag beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit gestellt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. In den Castoren befindet sich radioaktiver Abfall aus Deutschland, der in England wiederaufbereitet wurde.

Deutschland hat sich verpflichtet, die radioaktiven Abfälle aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und England zurückzuholen. Da keine weiteren Castorbehälter in das Zwischenlager in Gorleben eingelagert werden sollen, spricht sich RWE dafür aus, die Behälter in Biblis einzulagern.

Die Castoren sollen in den Jahren 2019 bis 2021 nach Deutschland gebracht werden. Der Betrieb des Standortzwischenlagers erfolgt ab 2019 durch die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ). Daher geschieht die Einlagerung der Castoren unter der Verantwortung des Bundes, so RWE weiter.

www.buerstaedter-zeitung.de/lokales/bergstrasse/biblis/castor-behaelter-sollen-nach-biblis_18215906.htm

umweltfairaendern.de/2017/10/atommuell-aus-waa-26-oder-auch-28-castoren-genehmigung-mit-oeffentlichkeitsbeteiligung-oder-hinter-verschlossenen-tueren/

Herr Sterzelmeier vom ECHO tut das, wofür er bezahlt wird !

... und so berichtet er haargenau das vom letzten "RWE-Kraftwerkgespräch", was ihm die Presseerklärung von RWE vorgibt und betreibt auf diese Weise brav Hofberichterstattung - einschließlich der Erwähnung der absurden Aktion von der "grünen" Umweltministerin und RWE-Kraftwerkleiter beim Abbau einer Pumpe als Beginn eines glorreichen Rückbaus zur "Grünen Wiese".

Der wackere Schreiber mit besten Verbindungen zu den "Grünen" im Kreis Bergstraße hätte ja auch ein wenig kritische Distanz walten lassen oder sogar Probleme ansprechen können ... tut er aber nicht - ist nicht sein Job:

1. "Freimessung" und Ablagerung auf den Mülldeponien des Kreises:

Dazu hat sich RWE extra einen "Experten" vom "Ökoinstitut geholt, das mittlerweile ganz auf Linie des Atomstaates getrimmt wurde:

Der Wissenschaftler Christian Küppers vom Öko-Institut Darmstadt erklärte in seinem Vortrag, wie ein Großteil der Abfälle, die beim Rückbau entstehen, beseitigt werden können. Von den 63 000 Tonnen Material, aus dem die Anlagen bestehen, könnten 55 000 Tonnen in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.

www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/gesundheitsgefahr-atomares-erbe.html

... und der strahlende Müll muss im Landkreis verbleiben:

www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/akw-abfall-muss-in-den-landkreis-15687066.html

2. Sicherheit der Castoren:

Bis zu 100 Jahren müssen die Castoren in der Leichtbauhalle auf dem Gelände des AKW-Biblis verbleiben - ohne geeignete Reparaturmöglichkeiten ("Heiße Zellen"), wenn z.B. die Neutronenstrahlung in ihrem Inneren die Haltekäfige zerstort und die Brennelemente zu Boden fallen. Das kann bis zur Steigerung der atomaren Reaktionen führen, wofür es keine Untersuchungen gibt.

http://umweltfairaendern.de/2017/08/hochradioaktiver-atommuell-wie-lange-haelt-der-castor-dicht-usa-haben-nachgesehen/

... und wie ist das mit den Plänen mit der "Endlagersuche" - St.Nimmerlein ... :

Deutsche zweifeln an Zeitplan für Atommüll-Endlager

www.handelsblatt.com/politik/deutschland/radioaktive-abfaelle-deutsche-zweifeln-an-zeitplan-fuer-atommuell-endlager/20294608.html

umweltfairaendern.de/2017/09/standortsuche-atommuell-endlager-in-schleswig-holstein-sterup-besser-geeignet-als-gorleben/

3. "Brennstofffreiheit" in BlockB:

... ist nicht hergestellt, weil es keine Castoren für die dort im Kühlbecken befindlichen "Sonderbrennstäbe" gibt. Dennoch hat die "grüne" Atomaufsichtsbehörde den aBRISSin beiden Blöcken genehmigt - noch Fragen ?

4. Zwischenlager:

nach dem "Brunsbüttel-Urteil" ist klar: nur mit juristischen Spitzfindigkeiten lassen sich die erteilten Genehmigungen überhaupt noch aufrechterhalten: "Augen zu ... und durch" - es wird schon kein Erdbeben geben im Rheingraben (das AKW Mülheim-Kärlich" wurde deshalb abgeschaltet) und ein A380 ist ja deutsche Technik und stürzt nicht ab ... und Terrtoristen mit Hohlladungs-Raketen ? Na - ein bisschen Angst kann ja nicht schaden bei der Bevölkerung ...

5. "Rückbau für lau":

mit dem Atomdeal hat der Staat der Atomindustrie die Entsorgung der radioaktiven Hinterlassenschaften abgenommen - was dieser bleibt ist, mit den geringst möglichen Kosten das AKW abzureissen ... von der "Sicherheit der Bevölkerung" wird da nicht viel übrig bleiben in den nächsten 20 Jahren.

... und zum Schluß noch das Stoßgebet des CDU-Schulzen von Biblis:

Gelände des Atomkraftwerks Biblis soll Industriestandort werden

Von Transparenz sprach auch Bürgermeister Kusicka. „Biblis hat mit dem Atomkraftwerk gelebt und wird weiter damit leben“, sagte er. Kritik sei berechtigt, wenn es darum gehe, Prozesse sachlich zu begleiten. Nachdem der gesellschaftliche Konsens zum Ausstieg aus der Atomenergie hergestellt worden sei, müssten auch die Grabenkämpfe zwischen Atomkraftgegnern und Befürwortern beendet werden.

... amen !

www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/biblis/gelaende-des-atomkraftwerks-biblis-soll-industriestandort-werden_18182968.htm

www.rwe.com/web/cms/de/2320/rwe-power-ag/presse-downloads/pressemitteilungen/?pmid=4015651

Wiederholt warnen die Ärzte im Lande vor der „Freimessung” des radioaktiven Abfalls aus dem Abriss der Atomkraftwerke. Ehemalige Atomkraftgegner namentlich von der „grünen” Partei und ihre „Experten“ z.B. aus dem „Ökoinstitut” versuchen dem gegenüber ihre Lobbyarbeit für die Energiekonzerne zu verteidigen ... aber die Ärzte wissen, wovon sie reden – sie kennen Krebs und Erbschäden zu gut, um ihren Standpunkt für das Profitinteresse von Atomkonzernen aufzugeben:

Ärztetag unterstützt IPPNW-Forderung zum AKW-Rückbau

Wird strahlendes Metall aus abgerissenen AKWs irgendwann unkontrolliert in Heizkörpern, Kochtöpfen oder Autokarossen auftauchen? Beim AKW-Rückbau ist vorgesehen, gering radioaktiven Restmüll aus dem Abriss von Atomkraftwerken „freizumessen“. „Freimessung“ bedeutet, dass gering radioaktives Material anhand willkürlich festgelegter Grenzwerte und hypothetischer Belastungsdosen für unbedenklich erklärt und aus der Aufsicht der Strahlenschutzbehörden entlassen wird. Der strahlende Abfall soll dann ohne weitere Strahlenschutzkontrollen auf regulären Mülldeponien gelagert oder überwiegend in die allgemeine Wiederverwertung eingespeist werden.

Vor diesem Hintergrund fordert die Ärzteorganisation IPPNW seit längerem, aus gesundheitlichen Gründen heraus dieser „Freigabe“ von gering radioaktivem Müll aus dem Abriss von Atomkraftwerken einen Riegel vorzuschieben. Gleichzeitig formulierte die IPPNW machbare Alternativen zum Rückbau mit Freimessen, sodass sowohl Einzel-personen als auch die Bevölkerung weniger gesundheitlich belastet werden würden (1).

www.ippnw.de/atomenergie/atommuell/artikel/de/deutscher-aerztetag-unterstuetzt-ipp.html

Die Diskussion um die Reparaturmöglichkeiten von Castoren – angesichts der zu erwartenden Einsatzzeit von bis zu 100 Jahren in den Zwischenlagern – wird nun endlich geführt.

Das hessische Umweltministerium (Frau Petrick) ist ja auf der letzten Sitzung des sog.“Infoforums für Transparenz & Bürgerbeteiligung“ am 14. 8. nach der Einrichtung von sog.“Heissen Zellen“ gefragt worden. Sie antwortete (zum wiederholten Male), dass diese nicht nötig seien, weil man bei beschädigten Dichtungen einen Überdeckel aufbringen könnte. Diese Aussage stand im übrigen NICHT im Protokoll – ein Schelm der Böses dabei denkt !

Nun gibt es neue Disskussionen:
Während der BUND die „Heissen Zellen“ fordert, wird in der AntiAtomBewegung an den Zwischenlager-Standorten deren Notwendigkeit gerade diskutiert:

  • da es sich dabei um neue „atomtechnische Anlagen“ handelt, muss man generell dagegen sein ...
  • die Befürchtung eines sog.“Rekritikabilitäts-Problems“ (d.h. dass es innerhalb der Castoren zu einer Kernschmelze kommen könnte), wird zurückgewiesen ...
  • andere Aufgaben bzw. Forderungen bei der Sicherung der Castorlager hätten weit größere Bedeutung (Schutz vor Flugzeugabstürzen und Erdbeben bzw. terroristischen Abgriffen) hatten Vorrang vor der Frage der „heissen Zellen“ (stimmt !) ...
  • „Heisse Zellen“ einzurichten ist überaus teuer, weswegen eine solche Forderung auf alle Fälle verfrüht ist und später in Verbindung mit „mobilen heissen Zellen“ (auch einsetzbar bei Unfällen bei Castortransporten) immer noch gestellt werden könnte.

Andererseits kann man nicht davon ausgehen, dass vielleicht in 20 Jahren der Staat mehr Geld für die Hinterlassenschaften einer menschenverachtenden Technologie (deren Verantwortung er ja den Betreibern pauschal für 24 Milliarden € abgenommen hat) auszugeben bereit ist. Die sture Weigerung der Behörden, die Forderung überhaupt ernsthaft zu prüfen, weist genau in diese Richtung.

Was haben wir also jetzt:
Auf der einen Seite die BUND-Forderung und deren Unterstützer; auf der anderen Seite eine NO-Front unterschiedlichsten Herkommens:

  1. die behördlichen Vertreter des Atomstaates (auch in Hessen „grün“ geführt)
  2. Autonome, denen jede entsprechende atomare Einrichtung zuwider ist ...
  3. Sozis, die der Argumentation des Dr.Moormann, Aachen folgen (siehe dessen ausführlichen Artikel im „Strahlentelex“, insb. ab S.5 - sehr lesenswert für wissensbeflissene Leute) ...

pdfStx_17_738-739_S01-07.pdf

Ich, dem diese ganze Rückbau-Zirkus schon lange nicht mehr passt und der inzwischen seine Meinung zum Thema „Rückbau zur >Grünen Wiese<“ versus „Sicherer Einschluss“ generell geändert hat, bin auf der Seite des BUND, sehe diese Diskussion allerdings als typisch an für eine AntiAtomBewegung, die in dieser Frage irgendwie auf die Position des Atomstaates einschwenkt ... nämlich erst mal nix zu fordern ... alla da !

Für den „Sicheren Einschluss“ spricht übrigens, dass im Kontrollbereich eines AKW genuin eine „Heisse Zelle“ vorhanden ist bzw. abgetrennt werden kann und auch das gesamte Inventar des Castorlagers darin verbleiben könnte ... aber das würde

  1. alle Genehmigungen hinfällig machen (geht ja gar nicht mit den GRÜNEN ...),
  2. die im WegMit-Biblis beliebte Illusion der „Grünen Wiese“ verscheuchen (geht ja gar nicht mit den SCHWARZEN ...),
  3. das ganze „Freimessungs“- Elend für den Kreis Bergstraße mit einem Schlag lösen (das wär' doch was für die Menschen ...).

Die Ruinen der AKW stünden dann dann da als weithin sichtbare Mahnmale einer verfehlten Energie/Wirtschaftspolitik dieses Atomstaates ... zumindest für die nächsten 100 Jahre !

Das wäre endlich mal eine radikale Forderung, statt dieses planlosen Hin-und Herspringen zwischen Mitmacheritis und Totalverweigerung ... hugh !

Alle Medien schreien es heraus: Wir sind umstellt & bedroht von Terroristen ...

seit dem „Brunsbüttel-Urteil” wissen wir Atomkraftgegner es nun auch: (Beabsichtigte) Flugzeugabstürze, Erdbeben und terroristischer Anschläge machen die Genehmigungen der Castorläger an den AKW-Standorten in der jetzigen Bauweise als Leichtbauhallen obsolet - ihr Weiterbetrieb ist lebensgefährlich !
Aber geschehen ist seither NICHTS ! Das Castorlager in Biblis kann laut „grünem” Umweltministerium weiterbetrieben werden, als ob kein deutsches Gericht Gegenteiliges geurteilt hätte. Man hat ja ein 12m hohes Mäuerchen drum rum gebaut und im Zweifelsfall richtet es die Luftwaffe ...
so geht „grün”- deutsche Logik !

Wir haben hier wiederholt Argumente geliefert, dass ein terroristischer Anschlag sehr wohl mit neuen Raketen-Waffen möglich ist und diese auch Castorhüllen (mit Hohl-Ladungen) durchschlagen können. All das prallt an den Marktschreiern der Terroristen-Hysterie in den Ministerien ab ... denn man plant ja, die Castor-Läger bis zu 100 Jahre lang in der jetzigen Form weiter (jetzt in Biblis nicht mehr in RWE – sondern in staatlicher Verantwortung) zu betreiben.

Zwischenlager für Atommüll unsicher

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine Überprüfung des Konzepts für die Atommüllzwischenlager gefordert. Eine am Donnerstag in Berlin vorgelegte Studie kommt zu dem Schluss, dass Materialveränderungen an der Primärdeckel­dichtung, dem Tragkorb zur Aufnahme von Brennelementen und der Behälterinnenwand gefährlich seien. Angesichts fehlender Reparaturmöglichkeiten in den Zwischenlagern müssten sämtliche Gefährdungen – auch durch mögliche Terrorangriffe und ablaufende Sicherheitsnachweise – öffentlich diskutiert und gelöst werden, so Studienautorin Oda Becker und BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Die Fertigstellung eines Endlagers liege weit in der Zukunft. Die »Politik des Durchwurschtelns« müsse im Sinne künftiger Generationen schnell beendet werden.

www.jungewelt.de/artikel/319885.zwischenlager-f%C3%BCr-atomm%C3%BCll-unsicher.html

Anderswo wird zumindest eine Diskussion zu diesem Thema geführt - was für die Abklingbecken richtig ist, gilt natürlich auch für die Leichtbauhallen der Castor-Lager:

Atomare Terror-Risiken – Greenpeace: Schwere Sicherheitsmängel bei Atommeilern in Frankreich und Belgien

umweltfairaendern.de/2017/10/atomare-terror-risiken-greenpeace-schwere-sicherheitsmaengel-bei-atommeilern-in-frankreich-und-belgien/

www.youtube.com/watch?v=XgaE20IWImE&feature=youtu.be

Flyer Titel: Neckar CastorfreiUmweltschützer*innen ketteten sich an Brückengeländer

Protest gegen den Atommülltransport auf dem Neckar

(Atomkraftgegner*innen im Bündnis Neckar castorfrei, 11.10.17) Am Morgen des 11. Oktober 2017 ketteten sich Umweltaktivist*innen an das Brückengeländer von Gundelsheim, bevor der CASTOR-Transport in die darunterliegende Schleuse einfahren konnte.

Die Umweltschützer*innen, die mit ihrem zivilen Ungehorsam ein Zeichen setzen und auf die unnötigen und gefährlichen Transporte von hochradioaktivem Atommüll auf dem Neckar aufmerksam machen wollen, kritisieren das Vorgehen und die zukünftigen Pläne der EnBW und des Umweltministers, dass in Zukunft die meisten Atommülltransporte auf den Wasserstraßen stattfinden werden.

„Jeder CASTOR-Transport strahlt und die Messergebnisse der LUBW hinter Betonwänden sind eine Farce. Von jedem CASTOR-Transport geht eine Gefahr aus, für jede und jeden“, bekräftigen die Umweltschützer*innen. Eine Regierung hat die Aufgabe, die Bevölkerung zu schützen - genau das Gegenteil veranstaltet Umweltminister Untersteller. Er setzt die Bevölkerung unnötigen Risiken aus, die vermeidbar wären. Die Umweltaktivist*innen sehen ihre Aufgabe darin, die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären, und fordern von der Politik, die gefährlichen CASTOR-Transporte sofort einzustellen bevor ein Unglück passiert.

Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima wissen wir, dass jederzeit mehrere schreckliche Ereignisse zusammentreffen und einen Super-GAU verursachen können. „Auch auf dem Neckar sind Ereignisse denkbar, die zu einem Super-GAU führen können“, so die Umweltaktivist*innen. Kein Schiff ist unsinkbar, Schiffsunglücke sind leider an der Tagesordnung. So hat z.B. das bei den CASTOR-Transporten auf dem Neckar eingesetzte Schubschiff Edda vor 3 Jahren gebrannt. „Wir brauchen keinen Super-GAU, der verhinderbar gewesen wäre“ sagen die Umweltschützer*innen.

Dass Profitinteressen der EnBW und des Landes vor dem Schutz der Bevölkerung stehen, ist nicht hinnehmbar. Die Landesregierung handelt in Bezug auf die Atommülltransporte auf dem Neckar weder im Interesse noch zum Schutze der Bevölkerung.

„Wir bleiben bei unserer Forderung: Neckar-Castorfrei“, sagen die Umweltschützer*innen.

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