FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


AKWende ButtonPresseerklärung vom 12. 3. 2018:

Castor-Transporte nach Biblis
AK.W.Ende Bergstrasse: "Atompolitische Geisterfahrt"

Mit dem RWE-Antrag zur Rückholung und Einlagerung von bis zu 7 Castoren aus der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield/England ins Standort-Zwischenlager Biblis vom September 2017 wurde nach Meinung der Anti-Atominitiative AK.W.Ende Bergstrasse "eine weitere Etappe der atompolitischen Geisterfahrt von Politik und Atomwirtschaft eingeleitet." Die Gruppe erinnerte bei ihrer Sitzung im März in Bensheim daran, dass der damalige Landrat Wilckes (CDU) und sein Vize Matthias Schimpf (Grüne) sich ebenso wie der Bibliser Bürgermeister Kusicka noch im August 2015 vehement gegen den Transport nach Biblis ausgesprochen hatten. AK.W.Ende weiter: "Während die grüne Hessische Umweltministerin Hinz von einer "moralischen Pflicht" zur Zwischenlagerung sprach, hielt es Ministerpräsident Bouffier noch im Januar 2014 für "nicht zielführend, Castor-Transporte aus dem britischen Sellafield, die wir mit tausenden Polizeibeamten absichern müssen, von der Küste aus hunderte von Kilometern durchs Land zu schicken." (FR v. 06.01.2014). Biblis-Kraftwerksleiter Kemmeter schließlich wird noch im April 2015 in der Regionalpresse mit den Worten zitiert: "Platz für Rücktransporte von Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague... und Sellafield... sei nicht vorhanden." (Bergsträsser Anzeiger v. 11.04.2015)."

Trotzdem hätten die Befürworter der Rücktransporte der Öffentlichkeit weismachen wollen, die Castor-Transporte müssten aufgrund völkerrechtlich bindender Verträge zügig erfolgen. Jetzt sollen die Transporte der insgesamt 26 Castoren ab 2019 beginnen, so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler weiter.

Tatsächlich war die "Wiederaufarbeitung" für AKW-Betreiber und Politiker von Beginn an eine zumindest zeitweise Entschärfung des bis heute andauernden Atommüll-Desasters, für das es immer noch keine Lösung gibt, heißt es abschliessend.

Zur Ergänzung von mir 3 Anmerkungen:

  1. "Wiederaufbereitung" war ja für beide Seiten von Interesse: La Hague und Sellafield sind in erster Linie Atombombenfabriken. Es ging Franzosen und Briten ums Plutonium. Folge: beide Orte sind weiträmig verseucht (insbesondere die Meere) ...
  2. Wilkes ließ sogar gegen das Zwischenlager in Biblis CDU-Traktoren fahren und einen Flieger mit der Parole dagegen aufsteigen - ja, der Wilkes hatte wenigstens einen Arsch in der Hose - im Gegensatz zu seinem feigen Nachfolger:
    www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-buerstadt-feldzug-gegen-zwischenlager-_arid,163535.html
  3. die "vökerrechtlich bindenden Verträge" entpuppten sich nach einer "kleinen Anfrage" der LINKEN im Bundestag als "mündliche Noten" (???) - wir sollten uns an das Außenministerium wenden ...

hier noch ein link zu aktuellen Lage:

umweltfairaendern.de/2018/03/akw-brokdorf-hochradioaktiver-atommuell-aus-sellafield-noch-2018/

... und wer mal nachlesen will, was da mal war - denn we weiß das schon nach über 40 Jahren:

www.hr-online.de/website/archiv/2011/index.jsp?rubrik=70920&key=standard_document_43292694


Presseerklärung vom 15.03.2018#

Zweites "Dauerlager" in Biblis?

"Nun ist es amtlich", schreibt AK.W.Ende Bergstrasse in einer Stellungnahme zu aktuellen Meldungen, wonach das einzige bisher genehmigte Atommüll-Endlager Deutschlands, der Schacht Konrad bei Salzgitter, noch einmal mindestens 5 Jahre später als geplant fertig wird. Eine entsprechende Nachricht verbreitete Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, vor wenigen Tagen. AK.W.Ende Bergstrasse erinnert daran, dass das im Bau befindliche 2. Standort-Zwischenlager in Biblis für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und Reststoffe, dessen baurechtliche Genehmigung ohne Umweltvertraglichkeits-Prüfung und Öffentlichkeits-Beteiligung erteilt wurde, mit der Massgabe eines "Abflusses zum Endlager Schacht Konrad" (so Kraftwerksleiter Kemmeter in der Regionalpresse im Juni 2016) errichtet wird. "Schon damals war die Verfügbarkeit von Schacht Konrad von 2019 auf 2022 verschoben worden, weil es bis heute massive Probleme bei der Standfestigkeit der Schächte des ehemaligen Eisenerzbergwerks und Wassereinbrüche gibt", so AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler. "Ursprünglich war die Einlagerung des Atommülls in die Schachtanlage, deren Auswahl nie Ergebnis eines Vergleichs verschiedener Standorte nach klaren Kriterien war, schon für Anfang der 1990er Jahre vorgesehen. Die Planungen stammen aus dem 1980ern, entsprechen also schon lange nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Nur der Hartnäckigkeit der "Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad", die seit 30 Jahren die Aktionen gegen das Atommüll-Projekt koordiniert, ist es zu verdanken, dass es jetzt wenigstens zu einer Überprüfung sicherheitsrelevanter Anforderungen kommt."

Für AK.W.Ende Bergstrasse zeigt sich auch in diesem Zusammenhang einmal mehr: "Zu Hoch-Zeiten der Atomenergie erweckten die "nuklearen Zwillinge" Politik und Atomwirtschaft den Eindruck, die "Entsorgung" des wachsenden Atommüll-Bergs sei kein Problem. Die Zeche zahlt jetzt die Bevölkerung. Möglicherweise mit einem 2. "Dauerlager" in Biblis."


T E R M I N E

Montag, 09. April, 18.00 Uhr: Info-Forum zum Biblis-Abbau im Bürgerzentrum Biblis
und
Montag, 09. April, 19.00 Uhr: Bensheimer "Grüne Runde" der GLB im Präsenzhof: "Erhard Renz über das Biblis-Forum"

(Anmerkung dazu: Entweder sind die Grünen nicht in der Lage, Termine vernünftig abzustimmen oder sie räumen dem von "ihrer" Ministerin einst initiierten "Forum für Bürgerbeteiligung und Transparenz" keinen großen Stellenwert ein)

Montag, 16. April, 19.00 Uhr: AK.W.Ende-Sitzung im Präsenzhof

schon mal geteilt – für alle, die es wissen ... und danach handeln wollen!

versteckt - verteilt - verharmlost

Atomausstieg? Aber alles strahlt weiter. Beim geplanten Abriss der Atommeiler fällt nicht nur hochradioaktiver Atommüll an, sondern auch zahlreiche kontaminierte bzw. leicht strahlende Abfälle, die nicht endgelagert werden sollen. Derartige kontaminierte Beton- und Stahlabfälle dürfen unterhalb einer Radioaktivitäts-Schwelle entweder schlicht recycelt oder aber deponiert werden. Damit werden diese gering strahlenden Abfälle in der Umwelt verbreitet. Die „Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee“ (BAESH) hat eine Broschüre zu dem Thema vorgelegt, die auch online verfügbar ist.

umweltfairaendern.de/2017/06/versteckt-verteilt-verharmlost-broschuere-zum-akw-abriss-und-atommuell/

RWE Veranstaltung 27.02.2018RWE lädt ein ... und macht damit in Eigenregie das, was das "grüne" Umweltministerium mit dem sog. "Informationsforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" in den Sand gesetzt hat; denn was sollen irgendwelche Kasper, die sich da im Forum den Hintern platt gedrückt (ich denke da z.B. an den atompolitischen Sprecher der sPD im hessischen Landtag - Norbert Schmitt oder an die Atomexpertin der Grünen in eben diesem Gremium unserer "repräsentativen Demokratie" - Ursula Hammann) und eigentlich nix zum Thema beigetragen haben.

Jetzt läd RWE selbst ein und läßt den Pseudo-Schnickschnack einfach weg!

Für Atomkraftgegner geht es da schon um ein paar wichtige Punkte:

  1. Wird der Job - staatliches Zwischenlager auf RWE-Gelände - an RWE "untervergeben" und wenn ja: zu welchem Preis ?
  2. wie sieht die Schnittstelle zwischen Atommüllverursachern (RWE) und Atommüllverwaltern (Atomstaat) zukünftig aus ?
  3. wer ruft die Polizei bei Aktionen gegen Atommülltransporte oder auch "freigemessenem" Material zu den Müllkippen des Kreises - RWE oder BGZ ?
  4. wie wird die Langzeitsicherheit der (nun in Staatbesitz befindlichen) Castoren gewährleistet, wo doch das Umweltministerium in Wiesbaden stur darauf beharrt, dass auch über 2040 hinaus keine Probleme mit dem Altern der Castoren zu erwarten ist. "Heiße Zellen" hält man für entbehrlich. Immerhin wird mit einem Zeitraum von bis zu 80 Jahren zu rechnen sein ...
  5. Die Castortransporte aus der Atombomben-Fabrik Sellafield - wann soll das genau über die Bühne gehen ?

RWE ist fein raus ... muss sich nur noch mit dem Rückbau befassen - da braucht man eh keine allzu neugierige Öffentlichkeit- dank der Kooperation des "Hinz"-Ministeriums ist das auch gewährleistet !

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-rwe-laedt-zum-fokustag-_arid,1201991.html

... und prompt folgen die Gefälligkeits-"Berichte" der Qualitätsmedien der Region:

Castor-Behälter aus England nach Biblis

Dort, im sogenannten Standort-Zwischenlager, sollen die in massiven Castor-Behältern eingeschlossenen abgebrannten Kernbrennstäbe verwahrt werden, bis in Deutschland ein sicheres Endlager für die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters gefunden und eingerichtet ist. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Suche, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurde, spätestens 2031 beendet sein. Bis das Lager in Betrieb genommen wird, in dem der hoch radioaktive Atommüll aus Reaktoren eine Million Jahre lang unterirdisch lagern kann, werden nach Erwartung der Fachleute allerdings nochmals 20 Jahre vergehen.

www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/castor-behaelter-aus-england-nach-biblis_18557986.htm


... und dass die Blöcke des AKW Biblis vor sich hin bröseln, zeigt diese Meldung – aber natürlich (wie immer) kein Problem:

Risse an Laufrädern von Reaktorkran

Im abgeschalteten Block B des Atomkraftwerks Biblis sind Risse an Laufrädern des Reaktorrundlaufkrans festgestellt worden. Die Laufräder gehörten aber nicht zu den sicherheitstechnisch relevanten Bauteilen des Krans, teilt der Betreiber RWE am Montag mit.

„Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.“ Der Rundlaufkran diene dazu, innerhalb des Reaktorgebäudes schwere Lasten zu bewegen. „Die Tragfähigkeit und der sichere Betrieb des Krans waren jederzeit gewährleistet.“

www.fr.de/rhein-main/atomkraftwerk-biblis-risse-an-laufraedern-von-reaktorkran-a-1456400

Mit der "Freimessung" steht & fällt das Rückbau-Konzept der AKW-Betreiber und damit des Atomstaates Deutschland. Die Mülldeponien der Landkreise müssen die nopch schwach strahlenden Atom-Abfälle aufnehmen, die mehr oder minder unter einen willkührlichen und manipulierten "Schutzwert" (Grenzwert 10 MikroSievert) gebracht wurden.

Weit über 90% können so "aus dem Atomrecht entlassen" werden und in den sog."Stoffkreislauf" rückgeführt werden. Dass die Stahöwerke für ihren Schrott mitlerweise radiologische Eingangsprüfungen durchführen, ficht die beamteten Komplizen der Atomkonzerne nicht an. Nur immer mehr betroffene Bürger und deren Kommunalvertreterfinden das nicht so lustig, dass das Zeug jetz bei Wind untd Wetter bei ihnen (zwar schwach), aber messbar vor sich hinstrahlt. Es gibt genügend Studien, die der behaupteten Harmlosigkeit von "Niedrigstrahlung" widersprechen - aber: das juckt die "Experten" nicht (ihre Behörden sind vielfach von GRÜNEN geleitet - wie in Hessen) - sie haben ja ihren Auftrag: Weg mit dem Atommüll - so billig wie möglich.

Freigemessene Abfälle dürfen auf Deponien in Schwieberdingen und Vaihingen/Enz - Ministerium erteilt Freigabe

Das Umweltministerium hat der EnBW die Freigabe dafür erteilt, Bauschutt aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim I auf den Deponien "Am Froschgraben" in Schwieberdingen und "Burghof" in Vaihingen/Enz zu beseitigen. Die EnBW hat nun mittels Messungen für jede einzelne Liefercharge nachzuweisen, dass der Bauschutt die Freigabewerte der Strahlenschutzverordnung des Bundes einhält (sogenanntes Zehn-Mikrosievert-Konzept).

www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-atommuell-aus-neckarwestheim-jede-einzelne-muell-charge-wird-genau-kontrolliert-_arid,339231.html


 Wie viel Prüfung braucht die Überprüfung?

Die Freimessung, die einem konventionellen Abtransport und einer Deponierung von Abbaumaterial aus dem Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) vorausgeht, hat schon für viele Diskussionen gesorgt. Wie viel Reststrahlung ist unbedenklich? Was kann zurück in den Kreislauf, was auf eine Deponie? Derlei Fragen beschäftigten in der jüngeren Vergangenheit die in den Rückbau Involvierten ebenso wie kritische Bürger und auch allerlei Experten. Nun schaltet sich - einmal mehr - die Initiative "AtomErbe Obrigheim" in die Diskussion ein. Und beklagt, dass die Überprüfung des Abbaumaterials selbst nur unzureichend geprüft wird. Die Geräte, mit denen die Freimessung am KWO vorgenommen werde, seien nämlich nicht geeicht, so die Initiative.

www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-kernkraftwerk-obrigheim-wie-viel-pruefung-braucht-die-Ueberpruefung-_arid,342229.html

Terroralarm hier – Terroralarm da ... Die Kriege, die Europa in viele Länder Afrikas und des Nahen Ostens getragen hat, schlagen zurück ... die Medien überziehenen uns mit hysterischen Drohszenarien !

Nur bei den AKWs hört man nix – als wäre nicht gerade dort Alarmismus angesagt !
Neben den hier benannten Gefahren aus der Luft, sind heute Handraketen "ausgereift", die in jedes Zwischenlager Löcher brennen können (Hohlladungen) und erst im Inneren explodieren ...

Atomanlagen als Terrorziele

Wie gut sind Atomanlagen gegen Anschläge geschützt? Klar ist, den (gezielten) Einschlag einer schweren Passagiermaschine würde kein deutsches Atomkraftwerk überstehen. Ein weiterer Grund, warum diese unverantwortliche Technologie sofort abgeschaltet gehört.

Doch nicht nur die Atommeiler, auch die vielen Zwischenlager mit dem in Castor-Behältern verpackten hochradioaktivem Atommüll, zwölf davon direkt neben den AKWs, vier weitere in Ahaus, Jülich, Gorleben und bei Lubmin, bergen mit ihrem enormen radioaktiven Inventar Katas­trophenpotential.

Neue Terrorszenarien haben die Bundesregierung 2011 veranlasst, die bestehenden Zwischenlager, in denen der hochaktive Atommüll in Castor-Behältern aufbewahrt wird, nachzurüsten. Von »Härtungen« ist die Rede. Einzelheiten sind jedoch streng geheim, Genehmigungen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt.

Bislang werden erst an wenigen Zwischenlagern neue Schutzwände errichtet, um Angriffe mit panzerbrechenden Waffen abzuwehren. Es wird noch Jahre brauchen, bis für alle Zwischenlager diese Nachrüstungen umgesetzt sind, und selbst dann bleibt die Frage: Reichen diese Maßnahmen aus? Für die Öffentlichkeit, für unabhängige Experten und sogar Richter ist das kaum mehr nachprüfbar.

Mit seinem 2015 rechtskräftig gewordenen Urteil hob das Oberverwaltungsgericht in Schleswig die Genehmigung für das Zwischenlager in Brunsbüttel auf: »Die Beklagte hat bei der Erteilung der Genehmigung für das streitgegenständliche Standortzwischenlager das erforderliche Maß des Schutzes gegen terroristische Einwirkungen in Gestalt eines gelenkten Absturzes eines Verkehrsflugzeuges auf das Zwischenlager fehlerhaft ermittelt und bewertet.«

www.jungewelt.de/artikel/328155.atomanlagen-als-terrorziele.html


Und so sieht sie aus - die Terrorsicherheit in Deutschlands AKWs:

Niedersachsens Kernkraftwerke nach Tippfehler im Flugzeug evakuiert

Drei Atomkraftwerke in Niedersachsen sind nach einem Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine am Montag alarmiert worden. Sie mussten vorübergehend evakuiert werden.

Weil der Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug unterbrochen war, sind am Montag mehrere deutsche Atomkraftwerke (AKW) vorübergehend evakuiert worden. In Norddeutschland waren unter anderem die AKW in Grohnde und Brokdorf sowie die abgeschaltete Anlage Unterweser nördlich von Brake betroffen. Der Vorfall wurde erst am Dienstag bekannt.

Der sogenannte Renegade-Alarm wurde am frühen Montagvormittag gegen acht Uhr ausgelöst. Renegade – das englische Wort für Abtrünniger oder Deserteur – ist der Nato-Code für ein Verkehrsflugzeug, das von Terroristen entführt sein und als Waffe für einen Anschlag verwendet werden könnte.


Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt

Wegen eines sogenannten „Renegade“-Falls sind am Montag alle drei Atomkraftwerke in Niedersachsen geräumt worden. Der Pilot einer Lufthansa-Maschine hatte bei der Eingabe eines Codes einen Fehler gemacht und so den Alarm ausgelöst.

www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Renegade-Fall-Atomkraftwerke-in-Niedersachsen-geraeumt


... und die GRÜNEN in der Opposition (siehe "Schacht Konrad") schimpfen, seit sie nicht mehr den Umweltminister (Wenzel) stellen - wenn sie irgendwann mal wieder gewählt werden, ist alles vorbei:

Risiko für Angriff auf AKW bleibt bis zum Ende der Laufzeit

In dieser Woche wurde das Atomkraftwerk Grohnde erneut wegen eines "Renegade-Falls" evakuiert. Der Verdacht einer Flugzeugentführung entpuppte sich zwar als falscher Alarm. Trotzdem zeigt der Fall: Der Bund muss die Regeln für Renegade-Fälle überarbeiten. Das hatte Niedersachsen vor längerer Zeit angemahnt. Bis das Atomkraftwerk komplett zurückgebaut und ein Endlager gefunden ist, besteht weiterhin die Gefahr von Nuklearunfällen. Terroristische Anschläge bleiben ein Bedrohungsszenario auch für Zwischenlager, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Die grüne Landtagsabgeordnete Anja Piel aus Fischbeck merkt dazu an: "Niedersachsen hat die Zuständigkeiten beim Katastrophenschutz in der letzten Legislaturperiode neu geordnet. Die Umsetzung ist aber noch nicht abgeschlossen." Auf eine aktuelle grüne Landtagsanfrage antwortete Landesinnenminister Boris Pistorius, dass die Notfallpläne bis Ende 2020 überarbeitet werden sollen. Piel verweist darauf, dass das Atomkraftwerk Grohnde spätestens im Jahr 2021 abgeschaltet wird: "Die Gefahr aber nicht gebannt, solange im Landkreis noch Brennelemente gelagert werden. Und ein aktualisierter Katastrophenschutzplan kann keine terroristischen Anschläge verhindern, sondern regelt nur den Umgang mit einer solchen Katastrophe."

www.dewezet.de/startseite_artikel,-piel-risiko-fuer-angriff-auf-akw-bleibt-bis-zum-ende-der-laufzeit-_arid,2442202.html

www.neue-woche.com/lokales/nachrichten-emmerthal/notfallplaene-fuer-akw-grohnde-nicht-sicher-angriffsrisiko-bis-ende-der-laufzeit

Es soll ja erst in 2031 gefunden sein - das Endlager für hochradioaktiven Atommüll - auf der "weißen Landkarte" ! Die "Frankfurter Rundschau" verlegt die Termine realistischer Weise noch auf einen weitaus späteren Termin:

Gorleben ist noch nicht vom Tisch

Die Entscheidung über den nationalen Endlager-Standort dürfte laut Kommission frühestens 2058 fallen, eine Einlagerung des Mülls erst 2117 oder später beginnen.

www.fr.de/politik/atommuell-gorleben-ist-noch-nicht-vom-tisch-a-320781

siehe auch "Strahlentelex" Nr. 736-737 / 09.2017:

www.strahlentelex.de/Stx_17_736-737_S08-09.pdf


Also - vor dem Ende des 21. Jahrhunderts wird es kein Endlager geben - also in 80 Jahren, wenn "wir" mehr oder weniger alle tot sind !
Es ist ein Spiel für Dummis, an dem sich heute bereits viele Ortschaften, Landkreise mit Inbrunst beteiligen ... Offenbar halten die Menschen und ihre Vertreter vor Ort Atomkraft doch für weitaus gefährlicher, als dies die Partei-Politiker von cDU/cSU/sPD/FdP/olivGRÜN in Berlin Glauben machen wollen.

Es lenkt toll ab von der Frage, wie die Zwischenlager an den AKW-Standorten so gesichert werden können, dass die CASTOREN, die in den Leichtbau-Hallen so gut wie ungeschützt stehen, diese lange Zeit auch überstehen, denn z.B. "heiße Zellen" sind nicht vorgesehen ...

  1. Einwirkungen von außen - wie Angriffe aus der Luft und vom Boden und durch Naturkatastrophen (z.B. Erdbeben und Überschwemmungen)
  2. Zersetzung durch Korrosion durch den radioaktiven Zerfall in ihrem Inneren.

Da können sich unsere Kinder & Enkel noch auf einiges gefasst machen - die Lager sind nur noch bis 2046 genehmigt ... zumindest wartet auf sie - neben einer Leckage hier und einer da - ein üppiger Atommülltourismus ! Nicht mal die Konsequenz "alle AKW abschalten" haben sie auf dem Schirm - Karriere geht vor ... und die gibt es bei uns nur im Arsch der Industrie ...
wie gesagt: die Politiker, die das zu verantworten haben sind die gleichen, die den Energiekonzerne RWE, eon, Vattenfall und EnBW die Profitmaschine "Atomkraft" ermöglicht & subventioniert haben - sie sind natürlich bis zum Ende des Jahrhunderts nach einträglichem Leben auch tot - nach ihnen die Sindflut ... das Prinzip des Kapitalismus !

Hier mal ein nettes Beispiel, wie in Deutschland besonders gegen ausländische (hier schweizer Pläne) Front gmacht wird. In Bayern gibt es laut cSU sowieso überhaupt nix zu holen - googelt mal "Endlagersuche" ... und ihr wisst Bescheid ...):

Einwände gegen Endlager

Mittlerweile haben die Landkreise Schwarzwald-Baar-Kreis, Waldshut, Konstanz und Lörrach eine gemeinsame Stellungnahme zu den kritischen Punkten des Schweizer Auswahlverfahrens entworfen.

www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-einwaende-gegen-endlager.8f67d772-9e8b-4c60-b744-4b2f0626f5e6.html

 

Schwarzwald-Baar-Kreis hofft auf viele Einwände zu Atommüll-Endlager

Wenn es nach dem Wunsch der Schweizer Behörden geht, soll dicht an der Grenze zu Deutschland ein Atommüll-Endlager entstehen. Seit November 2017 läuft das so genannte Anhörungsverfahren der Schweizer Behörden.

www.nq-online.de/nq_54_41887_Schwarzwald-Baar-Kreis-hofft-auf-viele-Einwaende-zu-Atommuell-Endlager.html


Nach "Schacht Konrad" soll der sog. "mittel- und schwachradioaktive Atommüll, der (ums Verrecken) nicht freigemessen werden kann und auch nicht in CASTOREN gesichert werden muss - nur kann die Zulassung für diess Lager sich noch jahrelang hinziehen. Die Politik des Atomstaates in Niedersachsen cDU/sPD) ist, die Standortzwischenlager zu entlasten. Die GRÜNEN - gerade mal in der Opposition (nix mehr mit Umweltminister Wenzel) - schimpfen gegen deren neueste Pläne ! Und so klngen die GRÜNEN in der Opposition - fast wie in Bayern:

Zusätzliches Eingangslager für Schacht Konrad?

Die angehende Große Koalition im Bund will ein Eingangslager für Schacht Konrad errichten, so steht es im Koalitionsvertrag von SPD und CDU. In Folge einer Anfrage der Grünen im Landtag musste Umweltminister Olaf Lies nun Position zu den Planungen beziehen.(...)

Ein Eingangslager dürfe es jedoch weder hier noch anderswo geben. „Per Salami-Taktik soll der Öffentlichkeit jetzt ein weiteres Atommüll-Lager untergeschoben werden. Wir lehnen ein zusätzliches Eingangslager strikt ab. Ein weiter Atommüll-Standort würde die Zahl der Transporte und die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner erhöhen.(...)

Die grüne Atom-Expertin Miriam Staudte betont, dass die Grünen die Planungen für ein Endlager im ehemaligen Erzbergwerk Schacht Konrad kritisch sehen: „Wir haben grundsätzliche Zweifel, ob die Planungen dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Einen entsprechenden Sicherheitsnachweis konnte der Bund bislang nicht liefern. Statt auf eine schnelle Inbetriebnahme von Schacht Konrad zu drängen, muss der Bund die Sicherheit in den Fokus nehmen.“

regionalsalzgitter.de/zusaetzliches-eingangslager-fuer-schacht-konrad/

AKWende ButtonPresseerklärung vom 23. 2. 2018:

Zwischenlager „auf Dauer”

Anti-Atom-Initiativen fordern neues Sicherheitskonzept mit Bürgerbeteiligung

Die Zeitprognosen im Schlußbericht der Endlager-Kommission des Bundestages vom Sommer 2016 sind eindeutig: Entscheidung über ein mögliches Endlager frühestens 2058, Einlagerung ab 2117 oder später. Das Standort-Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Biblis hat eine Betriebsgenehmigung bis 2046. Nach Auffassung der Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen AK.W.Ende Bergstrasse und "Verein Atomerbe Biblis" e. V. "ist eine schlichte Verlängerung der Betriebsgenehmigung keineswegs ausreichend. In Biblis müssen die Sicherheitsstandards insbesondere vor dem Hintergrund terroristischer Angriffe (gezielter Flugzeugabsturz, Angriff mit panzerbrechenden Waffen neuesten Typs) massiv erhöht werden."

Für AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler muss deshalb "ein neues langfristiges Sicherheitskonzept unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt werden, ganz unabhängig davon, Ob das Standort-Zwischenlager in Biblis ab Anfang 2019 in die Zuständigkeit der neuen bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übergeht. Öffentlichkeitsbeteiligung meint hier eine breite gesellschaftliche Debatte über den risikoärmsten Umgang mit der möglicherweise jahrzehntelangen Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll."

Volker Ahlers, Vorsitzender von "Atomerbe Biblis", verweist auf das "Brunsbüttel"-Urteil, in dem gerade die Terrorgefahr eine zentrale Rolle spielt. Ahlers: "das Urteil darf als Hinweis darauf gewertet werden, dass Zwischenlager-Bautypen wie in Biblis kaum Aussicht auf eine Verlängerung haben. Es sei denn, die Genehmigungsanforderungen werden gesetzlich aufgeweicht."