FUKUSHIMA MAHNT: ALLE AKWS ABSCHALTEN


schon mal geteilt – für alle, die es wissen ... und danach handeln wollen!

versteckt - verteilt - verharmlost

Atomausstieg? Aber alles strahlt weiter. Beim geplanten Abriss der Atommeiler fällt nicht nur hochradioaktiver Atommüll an, sondern auch zahlreiche kontaminierte bzw. leicht strahlende Abfälle, die nicht endgelagert werden sollen. Derartige kontaminierte Beton- und Stahlabfälle dürfen unterhalb einer Radioaktivitäts-Schwelle entweder schlicht recycelt oder aber deponiert werden. Damit werden diese gering strahlenden Abfälle in der Umwelt verbreitet. Die „Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee“ (BAESH) hat eine Broschüre zu dem Thema vorgelegt, die auch online verfügbar ist.

umweltfairaendern.de/2017/06/versteckt-verteilt-verharmlost-broschuere-zum-akw-abriss-und-atommuell/

RWE Veranstaltung 27.02.2018RWE lädt ein ... und macht damit in Eigenregie das, was das "grüne" Umweltministerium mit dem sog. "Informationsforum für Transparenz & Bürgerbeteiligung" in den Sand gesetzt hat; denn was sollen irgendwelche Kasper, die sich da im Forum den Hintern platt gedrückt (ich denke da z.B. an den atompolitischen Sprecher der sPD im hessischen Landtag - Norbert Schmitt oder an die Atomexpertin der Grünen in eben diesem Gremium unserer "repräsentativen Demokratie" - Ursula Hammann) und eigentlich nix zum Thema beigetragen haben.

Jetzt läd RWE selbst ein und läßt den Pseudo-Schnickschnack einfach weg!

Für Atomkraftgegner geht es da schon um ein paar wichtige Punkte:

  1. Wird der Job - staatliches Zwischenlager auf RWE-Gelände - an RWE "untervergeben" und wenn ja: zu welchem Preis ?
  2. wie sieht die Schnittstelle zwischen Atommüllverursachern (RWE) und Atommüllverwaltern (Atomstaat) zukünftig aus ?
  3. wer ruft die Polizei bei Aktionen gegen Atommülltransporte oder auch "freigemessenem" Material zu den Müllkippen des Kreises - RWE oder BGZ ?
  4. wie wird die Langzeitsicherheit der (nun in Staatbesitz befindlichen) Castoren gewährleistet, wo doch das Umweltministerium in Wiesbaden stur darauf beharrt, dass auch über 2040 hinaus keine Probleme mit dem Altern der Castoren zu erwarten ist. "Heiße Zellen" hält man für entbehrlich. Immerhin wird mit einem Zeitraum von bis zu 80 Jahren zu rechnen sein ...
  5. Die Castortransporte aus der Atombomben-Fabrik Sellafield - wann soll das genau über die Bühne gehen ?

RWE ist fein raus ... muss sich nur noch mit dem Rückbau befassen - da braucht man eh keine allzu neugierige Öffentlichkeit- dank der Kooperation des "Hinz"-Ministeriums ist das auch gewährleistet !

www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-biblis-rwe-laedt-zum-fokustag-_arid,1201991.html

... und prompt folgen die Gefälligkeits-"Berichte" der Qualitätsmedien der Region:

Castor-Behälter aus England nach Biblis

Dort, im sogenannten Standort-Zwischenlager, sollen die in massiven Castor-Behältern eingeschlossenen abgebrannten Kernbrennstäbe verwahrt werden, bis in Deutschland ein sicheres Endlager für die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters gefunden und eingerichtet ist. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Suche, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurde, spätestens 2031 beendet sein. Bis das Lager in Betrieb genommen wird, in dem der hoch radioaktive Atommüll aus Reaktoren eine Million Jahre lang unterirdisch lagern kann, werden nach Erwartung der Fachleute allerdings nochmals 20 Jahre vergehen.

www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/castor-behaelter-aus-england-nach-biblis_18557986.htm


... und dass die Blöcke des AKW Biblis vor sich hin bröseln, zeigt diese Meldung – aber natürlich (wie immer) kein Problem:

Risse an Laufrädern von Reaktorkran

Im abgeschalteten Block B des Atomkraftwerks Biblis sind Risse an Laufrädern des Reaktorrundlaufkrans festgestellt worden. Die Laufräder gehörten aber nicht zu den sicherheitstechnisch relevanten Bauteilen des Krans, teilt der Betreiber RWE am Montag mit.

„Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.“ Der Rundlaufkran diene dazu, innerhalb des Reaktorgebäudes schwere Lasten zu bewegen. „Die Tragfähigkeit und der sichere Betrieb des Krans waren jederzeit gewährleistet.“

www.fr.de/rhein-main/atomkraftwerk-biblis-risse-an-laufraedern-von-reaktorkran-a-1456400

Mit der "Freimessung" steht & fällt das Rückbau-Konzept der AKW-Betreiber und damit des Atomstaates Deutschland. Die Mülldeponien der Landkreise müssen die nopch schwach strahlenden Atom-Abfälle aufnehmen, die mehr oder minder unter einen willkührlichen und manipulierten "Schutzwert" (Grenzwert 10 MikroSievert) gebracht wurden.

Weit über 90% können so "aus dem Atomrecht entlassen" werden und in den sog."Stoffkreislauf" rückgeführt werden. Dass die Stahöwerke für ihren Schrott mitlerweise radiologische Eingangsprüfungen durchführen, ficht die beamteten Komplizen der Atomkonzerne nicht an. Nur immer mehr betroffene Bürger und deren Kommunalvertreterfinden das nicht so lustig, dass das Zeug jetz bei Wind untd Wetter bei ihnen (zwar schwach), aber messbar vor sich hinstrahlt. Es gibt genügend Studien, die der behaupteten Harmlosigkeit von "Niedrigstrahlung" widersprechen - aber: das juckt die "Experten" nicht (ihre Behörden sind vielfach von GRÜNEN geleitet - wie in Hessen) - sie haben ja ihren Auftrag: Weg mit dem Atommüll - so billig wie möglich.

Freigemessene Abfälle dürfen auf Deponien in Schwieberdingen und Vaihingen/Enz - Ministerium erteilt Freigabe

Das Umweltministerium hat der EnBW die Freigabe dafür erteilt, Bauschutt aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim I auf den Deponien "Am Froschgraben" in Schwieberdingen und "Burghof" in Vaihingen/Enz zu beseitigen. Die EnBW hat nun mittels Messungen für jede einzelne Liefercharge nachzuweisen, dass der Bauschutt die Freigabewerte der Strahlenschutzverordnung des Bundes einhält (sogenanntes Zehn-Mikrosievert-Konzept).

www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-atommuell-aus-neckarwestheim-jede-einzelne-muell-charge-wird-genau-kontrolliert-_arid,339231.html


 Wie viel Prüfung braucht die Überprüfung?

Die Freimessung, die einem konventionellen Abtransport und einer Deponierung von Abbaumaterial aus dem Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) vorausgeht, hat schon für viele Diskussionen gesorgt. Wie viel Reststrahlung ist unbedenklich? Was kann zurück in den Kreislauf, was auf eine Deponie? Derlei Fragen beschäftigten in der jüngeren Vergangenheit die in den Rückbau Involvierten ebenso wie kritische Bürger und auch allerlei Experten. Nun schaltet sich - einmal mehr - die Initiative "AtomErbe Obrigheim" in die Diskussion ein. Und beklagt, dass die Überprüfung des Abbaumaterials selbst nur unzureichend geprüft wird. Die Geräte, mit denen die Freimessung am KWO vorgenommen werde, seien nämlich nicht geeicht, so die Initiative.

www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-kernkraftwerk-obrigheim-wie-viel-pruefung-braucht-die-Ueberpruefung-_arid,342229.html

Terroralarm hier – Terroralarm da ... Die Kriege, die Europa in viele Länder Afrikas und des Nahen Ostens getragen hat, schlagen zurück ... die Medien überziehenen uns mit hysterischen Drohszenarien !

Nur bei den AKWs hört man nix – als wäre nicht gerade dort Alarmismus angesagt !
Neben den hier benannten Gefahren aus der Luft, sind heute Handraketen "ausgereift", die in jedes Zwischenlager Löcher brennen können (Hohlladungen) und erst im Inneren explodieren ...

Atomanlagen als Terrorziele

Wie gut sind Atomanlagen gegen Anschläge geschützt? Klar ist, den (gezielten) Einschlag einer schweren Passagiermaschine würde kein deutsches Atomkraftwerk überstehen. Ein weiterer Grund, warum diese unverantwortliche Technologie sofort abgeschaltet gehört.

Doch nicht nur die Atommeiler, auch die vielen Zwischenlager mit dem in Castor-Behältern verpackten hochradioaktivem Atommüll, zwölf davon direkt neben den AKWs, vier weitere in Ahaus, Jülich, Gorleben und bei Lubmin, bergen mit ihrem enormen radioaktiven Inventar Katas­trophenpotential.

Neue Terrorszenarien haben die Bundesregierung 2011 veranlasst, die bestehenden Zwischenlager, in denen der hochaktive Atommüll in Castor-Behältern aufbewahrt wird, nachzurüsten. Von »Härtungen« ist die Rede. Einzelheiten sind jedoch streng geheim, Genehmigungen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt.

Bislang werden erst an wenigen Zwischenlagern neue Schutzwände errichtet, um Angriffe mit panzerbrechenden Waffen abzuwehren. Es wird noch Jahre brauchen, bis für alle Zwischenlager diese Nachrüstungen umgesetzt sind, und selbst dann bleibt die Frage: Reichen diese Maßnahmen aus? Für die Öffentlichkeit, für unabhängige Experten und sogar Richter ist das kaum mehr nachprüfbar.

Mit seinem 2015 rechtskräftig gewordenen Urteil hob das Oberverwaltungsgericht in Schleswig die Genehmigung für das Zwischenlager in Brunsbüttel auf: »Die Beklagte hat bei der Erteilung der Genehmigung für das streitgegenständliche Standortzwischenlager das erforderliche Maß des Schutzes gegen terroristische Einwirkungen in Gestalt eines gelenkten Absturzes eines Verkehrsflugzeuges auf das Zwischenlager fehlerhaft ermittelt und bewertet.«

www.jungewelt.de/artikel/328155.atomanlagen-als-terrorziele.html


Und so sieht sie aus - die Terrorsicherheit in Deutschlands AKWs:

Niedersachsens Kernkraftwerke nach Tippfehler im Flugzeug evakuiert

Drei Atomkraftwerke in Niedersachsen sind nach einem Tippfehler in einer Lufthansa-Maschine am Montag alarmiert worden. Sie mussten vorübergehend evakuiert werden.

Weil der Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug unterbrochen war, sind am Montag mehrere deutsche Atomkraftwerke (AKW) vorübergehend evakuiert worden. In Norddeutschland waren unter anderem die AKW in Grohnde und Brokdorf sowie die abgeschaltete Anlage Unterweser nördlich von Brake betroffen. Der Vorfall wurde erst am Dienstag bekannt.

Der sogenannte Renegade-Alarm wurde am frühen Montagvormittag gegen acht Uhr ausgelöst. Renegade – das englische Wort für Abtrünniger oder Deserteur – ist der Nato-Code für ein Verkehrsflugzeug, das von Terroristen entführt sein und als Waffe für einen Anschlag verwendet werden könnte.


Niedersächsische AKW nach Piloten-Tippfehler geräumt

Wegen eines sogenannten „Renegade“-Falls sind am Montag alle drei Atomkraftwerke in Niedersachsen geräumt worden. Der Pilot einer Lufthansa-Maschine hatte bei der Eingabe eines Codes einen Fehler gemacht und so den Alarm ausgelöst.

www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Renegade-Fall-Atomkraftwerke-in-Niedersachsen-geraeumt


... und die GRÜNEN in der Opposition (siehe "Schacht Konrad") schimpfen, seit sie nicht mehr den Umweltminister (Wenzel) stellen - wenn sie irgendwann mal wieder gewählt werden, ist alles vorbei:

Risiko für Angriff auf AKW bleibt bis zum Ende der Laufzeit

In dieser Woche wurde das Atomkraftwerk Grohnde erneut wegen eines "Renegade-Falls" evakuiert. Der Verdacht einer Flugzeugentführung entpuppte sich zwar als falscher Alarm. Trotzdem zeigt der Fall: Der Bund muss die Regeln für Renegade-Fälle überarbeiten. Das hatte Niedersachsen vor längerer Zeit angemahnt. Bis das Atomkraftwerk komplett zurückgebaut und ein Endlager gefunden ist, besteht weiterhin die Gefahr von Nuklearunfällen. Terroristische Anschläge bleiben ein Bedrohungsszenario auch für Zwischenlager, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Die grüne Landtagsabgeordnete Anja Piel aus Fischbeck merkt dazu an: "Niedersachsen hat die Zuständigkeiten beim Katastrophenschutz in der letzten Legislaturperiode neu geordnet. Die Umsetzung ist aber noch nicht abgeschlossen." Auf eine aktuelle grüne Landtagsanfrage antwortete Landesinnenminister Boris Pistorius, dass die Notfallpläne bis Ende 2020 überarbeitet werden sollen. Piel verweist darauf, dass das Atomkraftwerk Grohnde spätestens im Jahr 2021 abgeschaltet wird: "Die Gefahr aber nicht gebannt, solange im Landkreis noch Brennelemente gelagert werden. Und ein aktualisierter Katastrophenschutzplan kann keine terroristischen Anschläge verhindern, sondern regelt nur den Umgang mit einer solchen Katastrophe."

www.dewezet.de/startseite_artikel,-piel-risiko-fuer-angriff-auf-akw-bleibt-bis-zum-ende-der-laufzeit-_arid,2442202.html

www.neue-woche.com/lokales/nachrichten-emmerthal/notfallplaene-fuer-akw-grohnde-nicht-sicher-angriffsrisiko-bis-ende-der-laufzeit

Es soll ja erst in 2031 gefunden sein - das Endlager für hochradioaktiven Atommüll - auf der "weißen Landkarte" ! Die "Frankfurter Rundschau" verlegt die Termine realistischer Weise noch auf einen weitaus späteren Termin:

Gorleben ist noch nicht vom Tisch

Die Entscheidung über den nationalen Endlager-Standort dürfte laut Kommission frühestens 2058 fallen, eine Einlagerung des Mülls erst 2117 oder später beginnen.

www.fr.de/politik/atommuell-gorleben-ist-noch-nicht-vom-tisch-a-320781

siehe auch "Strahlentelex" Nr. 736-737 / 09.2017:

www.strahlentelex.de/Stx_17_736-737_S08-09.pdf


Also - vor dem Ende des 21. Jahrhunderts wird es kein Endlager geben - also in 80 Jahren, wenn "wir" mehr oder weniger alle tot sind !
Es ist ein Spiel für Dummis, an dem sich heute bereits viele Ortschaften, Landkreise mit Inbrunst beteiligen ... Offenbar halten die Menschen und ihre Vertreter vor Ort Atomkraft doch für weitaus gefährlicher, als dies die Partei-Politiker von cDU/cSU/sPD/FdP/olivGRÜN in Berlin Glauben machen wollen.

Es lenkt toll ab von der Frage, wie die Zwischenlager an den AKW-Standorten so gesichert werden können, dass die CASTOREN, die in den Leichtbau-Hallen so gut wie ungeschützt stehen, diese lange Zeit auch überstehen, denn z.B. "heiße Zellen" sind nicht vorgesehen ...

  1. Einwirkungen von außen - wie Angriffe aus der Luft und vom Boden und durch Naturkatastrophen (z.B. Erdbeben und Überschwemmungen)
  2. Zersetzung durch Korrosion durch den radioaktiven Zerfall in ihrem Inneren.

Da können sich unsere Kinder & Enkel noch auf einiges gefasst machen - die Lager sind nur noch bis 2046 genehmigt ... zumindest wartet auf sie - neben einer Leckage hier und einer da - ein üppiger Atommülltourismus ! Nicht mal die Konsequenz "alle AKW abschalten" haben sie auf dem Schirm - Karriere geht vor ... und die gibt es bei uns nur im Arsch der Industrie ...
wie gesagt: die Politiker, die das zu verantworten haben sind die gleichen, die den Energiekonzerne RWE, eon, Vattenfall und EnBW die Profitmaschine "Atomkraft" ermöglicht & subventioniert haben - sie sind natürlich bis zum Ende des Jahrhunderts nach einträglichem Leben auch tot - nach ihnen die Sindflut ... das Prinzip des Kapitalismus !

Hier mal ein nettes Beispiel, wie in Deutschland besonders gegen ausländische (hier schweizer Pläne) Front gmacht wird. In Bayern gibt es laut cSU sowieso überhaupt nix zu holen - googelt mal "Endlagersuche" ... und ihr wisst Bescheid ...):

Einwände gegen Endlager

Mittlerweile haben die Landkreise Schwarzwald-Baar-Kreis, Waldshut, Konstanz und Lörrach eine gemeinsame Stellungnahme zu den kritischen Punkten des Schweizer Auswahlverfahrens entworfen.

www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-einwaende-gegen-endlager.8f67d772-9e8b-4c60-b744-4b2f0626f5e6.html

 

Schwarzwald-Baar-Kreis hofft auf viele Einwände zu Atommüll-Endlager

Wenn es nach dem Wunsch der Schweizer Behörden geht, soll dicht an der Grenze zu Deutschland ein Atommüll-Endlager entstehen. Seit November 2017 läuft das so genannte Anhörungsverfahren der Schweizer Behörden.

www.nq-online.de/nq_54_41887_Schwarzwald-Baar-Kreis-hofft-auf-viele-Einwaende-zu-Atommuell-Endlager.html


Nach "Schacht Konrad" soll der sog. "mittel- und schwachradioaktive Atommüll, der (ums Verrecken) nicht freigemessen werden kann und auch nicht in CASTOREN gesichert werden muss - nur kann die Zulassung für diess Lager sich noch jahrelang hinziehen. Die Politik des Atomstaates in Niedersachsen cDU/sPD) ist, die Standortzwischenlager zu entlasten. Die GRÜNEN - gerade mal in der Opposition (nix mehr mit Umweltminister Wenzel) - schimpfen gegen deren neueste Pläne ! Und so klngen die GRÜNEN in der Opposition - fast wie in Bayern:

Zusätzliches Eingangslager für Schacht Konrad?

Die angehende Große Koalition im Bund will ein Eingangslager für Schacht Konrad errichten, so steht es im Koalitionsvertrag von SPD und CDU. In Folge einer Anfrage der Grünen im Landtag musste Umweltminister Olaf Lies nun Position zu den Planungen beziehen.(...)

Ein Eingangslager dürfe es jedoch weder hier noch anderswo geben. „Per Salami-Taktik soll der Öffentlichkeit jetzt ein weiteres Atommüll-Lager untergeschoben werden. Wir lehnen ein zusätzliches Eingangslager strikt ab. Ein weiter Atommüll-Standort würde die Zahl der Transporte und die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner erhöhen.(...)

Die grüne Atom-Expertin Miriam Staudte betont, dass die Grünen die Planungen für ein Endlager im ehemaligen Erzbergwerk Schacht Konrad kritisch sehen: „Wir haben grundsätzliche Zweifel, ob die Planungen dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Einen entsprechenden Sicherheitsnachweis konnte der Bund bislang nicht liefern. Statt auf eine schnelle Inbetriebnahme von Schacht Konrad zu drängen, muss der Bund die Sicherheit in den Fokus nehmen.“

regionalsalzgitter.de/zusaetzliches-eingangslager-fuer-schacht-konrad/

AKWende ButtonPresseerklärung vom 23. 2. 2018:

Zwischenlager „auf Dauer”

Anti-Atom-Initiativen fordern neues Sicherheitskonzept mit Bürgerbeteiligung

Die Zeitprognosen im Schlußbericht der Endlager-Kommission des Bundestages vom Sommer 2016 sind eindeutig: Entscheidung über ein mögliches Endlager frühestens 2058, Einlagerung ab 2117 oder später. Das Standort-Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Biblis hat eine Betriebsgenehmigung bis 2046. Nach Auffassung der Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen AK.W.Ende Bergstrasse und "Verein Atomerbe Biblis" e. V. "ist eine schlichte Verlängerung der Betriebsgenehmigung keineswegs ausreichend. In Biblis müssen die Sicherheitsstandards insbesondere vor dem Hintergrund terroristischer Angriffe (gezielter Flugzeugabsturz, Angriff mit panzerbrechenden Waffen neuesten Typs) massiv erhöht werden."

Für AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler muss deshalb "ein neues langfristiges Sicherheitskonzept unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt werden, ganz unabhängig davon, Ob das Standort-Zwischenlager in Biblis ab Anfang 2019 in die Zuständigkeit der neuen bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übergeht. Öffentlichkeitsbeteiligung meint hier eine breite gesellschaftliche Debatte über den risikoärmsten Umgang mit der möglicherweise jahrzehntelangen Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll."

Volker Ahlers, Vorsitzender von "Atomerbe Biblis", verweist auf das "Brunsbüttel"-Urteil, in dem gerade die Terrorgefahr eine zentrale Rolle spielt. Ahlers: "das Urteil darf als Hinweis darauf gewertet werden, dass Zwischenlager-Bautypen wie in Biblis kaum Aussicht auf eine Verlängerung haben. Es sei denn, die Genehmigungsanforderungen werden gesetzlich aufgeweicht."

ABB hatte mal die tolle Idee, AKWs mit Kugeln statt mit Brennelementen zu entwickeln und der Atomstaat (namentlich die sPD-Landesregierung in NRW) fand das Spitze ... und ließ bauen:

a) einen Versuchsreaktor in Jülich
b) einen Leistungsreaktor in Hamm-Uentrop

beide Projekte floppten, weil die Kugeln verklebten und nicht mehr moderierbar waren (ich will da nicht genau technisch drauf eingehen - könnt ihr aber googeln). Jetzt stehen die Ruinen seit Jahrzehnten in bedenklich strahlendem Zustand (im eigentlich "(un)sicherer Einschluss) rum und sind u.a. deshalb nicht voll rückbaubar, weil der hochradioaktive Müll nicht entsorgt werden kann.

Die USA wären interessiert - aber es ist nicht so einfach, das "Exportverbot" auszuhebeln; also denkt man jetzt jetzt an das "zentrale" Zwischenlager Ahaus.
In Brunsbüttel gibt es immer noch keine Genehmigung für das Zwischenlager - sie wurde ja entzogen, weil es z.B. für den Absturz großer Flugzeuge nicht als sicher genug vom Gericht eingeschätzt wurde.

Die weiteren Zwischenlager (so auch in Biblis) können derweil ungeniert weiter betrieben werden als ob es richterliche Entscheidungen in diesem Rechtstaat nicht das Papier Wert seien, auf dem sie geschieben stehen.

Weiterhin: das Thema "Heiße Zellen" wird von atomstaatlicher Seite weiterhin ignoriert; die Atomkonzerne geht es ja nichts mehr an und die neuen Besitzer (Atomstaat) äußern sich ablehnend, als sei die Frage der Reparatur von Castoren eben mal um 2-3 Legislaturperioden zu verschieben ...

by the way: Alle Zwischenlager (auf den Werksgeländen der AKW-Betreiber) sind nach dem Atomdeal jetzt in der Hand des Bundes und kein Mensch weiß, wie da das "Betreiben" zukünftig vonstatten gehen soll. Ich denke, der Atomstaat wird sie "outsurcen" an die Atom-Konzerne vor Ort, denn die haben das Fachpersonal und kennen sich aus mit den Castoren - haben sie ja schließlich befüllt. Dafür werden sie (nach dem Freikauf) noch mal ordentlich Geld damit verdienen!

Es ist also ein "ToWuWaBoWu" in der Frage, wie weiter mit den Zwischenlagern - es wird bei optimistischer Schätzung mindestens bis 2080 dauern bis ein "in den Sternen stehendes" Endlager dereinst befüllt werden kann. Vielleicht bringt die nächste Sitzung der "Atommüll-Konferenz" ein bisschen Klarheit da hinein:

12. Atommüllkonferenz
Samstag, 17. Februar 2018
11:00 – 17:00 Uhr
Volkshochschule Kassel
Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel

www.atommuellkonferenz.de/

Hier mal ein paar Artikel zum Thema, von dem man in den üblichen Qualitätsmedien so gar nichts mehr zu hören bekommt ! In diesem Zusammenhang meinen großen Dank an Dirk Seifert, der mit "umweltFAIRändern" (neben >ausgestrahlt<, das vor allem aktionsorienitert wirkt) hervorragende Informationen heraus gibt:

Atommüll in Ahaus: Sofortvollzug der Einlagerungsgenehmigung für Jülich-Castoren aufgehoben

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2016/02/Zwischenlager-Ahaus-Foto-Betreiber-GNS.jpg

Der Grund, warum das BfE den Sofortvollzug aufgehoben hat, ist der weiterhin nicht absehbare Termin, wann denn Transporte von Jülich nach Ahaus erfolgen könnten. Das BfE geht wohl inzwischen nicht mehr davon aus, dass dies 2018 geschehen könnte. Aufgrund fehlender Sicherheitsnachweise für das Atommülllager in Jülich gibt es dort derzeit keine atomrechtliche Genehmigung für die Zwischenlagerung von 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem ehemaligen Reaktor AVR mehr. Das Land NRW duldet die dortige Lagerung nur noch und hat die Betreiber aufgefordert, eine Lösung auf den Weg zu bringen. Seit Jahren heißt es formal, es werde geprüft, ein neues Lager in Jülich zu errichten, den Atommüll nach Ahaus zu verfrachten oder in die USA zu exportieren. Faktisch ist aber nicht erkennbar, dass die staatlichen Betreiber in Jülich an einer neuen Lagerhalle in Jülich arbeiten. Eine Einlagerungsgenehmigung für das Zwischenlager Ahaus war Anfang 2016 erteilt worden. Deren Sofortvollzug ist jetzt aufgehoben worden.

umweltfairaendern.de/2018/01/atommuell-in-ahaus-sofortvollzug-der-einlagerungsgenehmigung-fuer-juelich-castoren-aufgehoben/

umweltfairaendern.de/2016/09/wohin-mit-dem-castor-atommuell-aus-juelich-in-ahaus-waechst-widerstand-export-verbot-im-bundestag/

Keine Castortransporte von Jülich nach Ahaus

„Das ist eine notwendige und richtige Entscheidung“, begrüßt Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE in NRW, die Entscheidung des Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit.

www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=63673&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=4188c5fba6


hier ein eminent wichtiger Artikel mit Fragen (ohne Antworten: z.B. "heiße Zellen", Konditionierung für die Endlagerung), die nicht erst in 10-20 Jahren geklärt werden dürfen !

Atommüll: Wie umgehen mit verlängerten Zwischenlagerzeiten?

Am Wochenende tagte das Nationale Begleitgremium zur Endlagersuche und beschäftigte sich mit dem Problem der deutlich verlängerten Laufzeiten für nukleare Zwischenlager. Es blieben viele Fragen offen.

Beate Kallenbach-Herbert vom Öko-Institut Darmstadt verwies in ihrer gutachterlichen Stellungnahme auf die vielen ungeklärten Fragen. Es gebe erheblichen Forschungsbedarf hinsichtlich der Frage, welchen Einfluss eine überlange Lagerzeit auf das Behälterinventar habe. Bisher gebe nur das Instrument einer periodischen Sicherheitsüberprüfung, Messungen und eine Inaugenscheinnahme von außen. Für die Reparatur eines defekten Primärdeckels sei eine „heiße Zelle“ vonnöten, wegen der starken Strahlung also eine ferngesteuerte Arbeit hinter dicken Betonmauern. Doch weil bisher eine Langzeitlagerung nicht angedacht worden ist, gebe es nicht einmal ein Regelwerk zur Überprüfung des Behälterinventars.

Prof. Bruno Thomauske, einst zuständig im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), warnte in der Diskussion eindringlich davor, bestehende Genehmigungen einfach zu verlängern. Defekte Hüllrohre von abgebrannten Brennelementen könnten zerbröseln, Thomauske schloss die Gefahr einer Kritikalität nicht aus. Zu bedenken sei auch, dass die 1.900 Castorbehälter, die es bis zum Ende der Atomkraftnutzung geben wird, bewegt werden müssen – hin zu einem Endlager. Seiner Meinung nach dürfe einem Endlagerstandort keinesfalls auch die Konditionierung vor Ort zugemutet werden. Denkbar seien mehrere zentrale Zwischenlager an denen die Behälter für die Endlager vorbereitet würden.

wendland-net.de/post/atommuell-wie-umgehen-mit-verlaengerten-zwischenlagerzeiten-15292


Atommüll-Export: USA erklärt Atommüll aus Jülich und Hamm-Uentrop für umweltverträglich

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2015/10/AVR-Castor-Lager-FZ-Juellich_001-1030x686.jpg

Die USA haben im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung die grundsätzliche Machbarkeit erklärt, hochradioaktiven Atommüll aus dem kommerziellen Versuchsreaktor Jülich und dem THTR Hamm-Uentrop zu übernehmen. Einen entsprechenden Bericht hat das Department of Energy vor wenigen Tagen veröffentlicht. Das ist noch keine Entscheidung, dass tatsächlich Atommüll-Exporte aus Deutschland in die USA stattfinden werden. Die „Endlager“-Kommission hatte sich für ein Export-Verbot solcher Abfälle ausgesprochen. Während die Bundesregierung immer wieder betont, dass lediglich ein Export der Jülicher Abfälle Thema für einen Export wäre, geht man in den USA davon aus, dass auch die THTR-Abfälle übernommen werden könnten. Ziel in den USA ist die Atomwaffenschmiede Savannah River Site (SRS).

umweltfairaendern.de/2017/12/atommuell-export-usa-erklaert-atommuell-aus-juelich-und-hamm-uentrop-fuer-umweltvertraeglich/


Hochradioaktiver Atommüll in Brunsbüttel: Atombehörde verlängert Ausnahmezustand für Castorlager

http://umweltfairaendern.de/wp-content/uploads/2015/11/Castor-Vattenfall-Zwischenlager-Brunsb%C3%BCttel.jpg

chleswig-Holsteins Atombehörde verlängert den Ausnahmezustand zur Lagerung von Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll am AKW Brunsbüttel. Nachdem ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig vor rund drei Jahren die Genehmigung für das Castor-Lager aufhob, weil mehrfach Sicherheitsnachweise nicht erbracht werden konnten, wird die Lagerung des Atommülls nur noch per Ausnahmegenehmigung geduldet. Trotz fehlender atomrechtlicher Genehmigung hatte die Behörde des grünen Energieministers Robert Habeck erlaubt, dass Vattenfall weiterhin Castoren aus dem benachbarten AKW in das nicht genehmigte Lager bringen konnte. Jetzt hat die Behörde in Kiel den Ausnahme-Zustand für das Zwischenlager Brunsbüttel für zwei Jahre verlängert.

umweltfairaendern.de/2017/12/hochradioaktiver-atommuell-in-brunsbuettel-atombehoerde-verlaengert-ausnahmezustand-fuer-castorlager/